Dez. 16, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Dr. Christoph Hoppenheit (3.v.l.), Kaufmännischer Direktor und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des UKM, überreicht im Beisein von weiteren UKM-Mitarbeitenden die Spenden der Wünschebaum-Aktion an die Vertreterinnen und Vertreter der „Johanniter“, der „Lebenshilfe Münster“ sowie der „LichtBlick Seniorenhilfe“. (© Foto by UKM/Wibberg)
Sie ist schnell zu einer liebgewonnenen Weihnachtstradition am UKM geworden: die Wünschebaum-Aktion zugunsten hilfsbedürftiger Menschen. Auch in diesem Jahr sind wieder zahlreiche Geld- und Sachspenden zusammengekommen, mit denen Einzelpersonen und sozialen Einrichtungen in der Weihnachtszeit eine Freude bereitet wird. Am Montag haben Vertreterinnen und Vertreter der teilnehmenden Institutionen die mehrere Postwagen füllenden Geschenke am UKM entgegengenommen.
Münster (ukm/lw) – „Es ist schön zu sehen, dass wir mit gemeinsamem Engagement auch im dritten Jahr unserer Wünschebaum-Aktion wieder hilfsbedürftige Menschen unterstützen und ihnen eine Freude bereiten können“, freut sich Dr. Christoph Hoppenheit, Kaufmännischer Direktor und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des UKM. Nach der überwältigenden Resonanz in den vergangenen Jahren knüpft das UKM (Universitätsklinikum Münster) auch in diesem Jahr an den bisherigen Spendenerfolg an, um in der Weihnachtszeit wieder möglichst viele Wünsche zu erfüllen.
Drei geschmückte Wünschebäume waren dafür an verschiedenen Standorten im UKM zu finden und luden Patientinnen und Patienten, Mitarbeitende sowie Besucherinnen und Besucher ein, sich an der Aktion zu beteiligen. Die vielen Zettel an den Bäumen beinhalteten die verschiedensten Wünsche – von Überraschungspäckchen über Gutscheinwünsche bis hin zu Spielsachen. Interessierte konnten sich Wünsche aussuchen und die verpackten Geschenke anschließend zurück zum Baum bringen, um in den kommenden Tagen für eine besondere Weihnachtsfreude zu sorgen. Darüber hinaus bot die Wünschebaum-Aktion auch die Möglichkeit, sich mit kleinen und großen Geldspenden zu engagieren. Die über zwei Wochen gesammelten Geschenke kommen wie immer der „Wohnungslosen-Winterhilfe“ der Johanniter, der „LichtBlick Seniorenhilfe“ und der „Lebenshilfe Münster“ zugute.
Die „Johanniter“ nutzen die Geldspenden für ihre mobile Hilfe, mit der sie in Münster Menschen ohne festen Wohnsitz mit Heißgetränken, Suppen oder Schlafsäcken unterstützen. Der Verein „LichtBlick Seniorenhilfe“ freut sich über kleine Präsente für von Altersarmut betroffene Seniorinnen und Senioren. Ganz konkrete Weihnachtswünsche gab es auch von der „Lebenshilfe Münster“. Sie begleiten Menschen mit Behinderung in betreuten Wohnprojekten oder im eigenen Zuhause, die im Rahmen der Wünschebaum-Aktion kleine persönliche Herzenswünsche äußerten.
Zum Abschluss der Aktion, die vom 24. November bis zum 12. Dezember stattfand, kamen Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Institutionen am Montag ins UKM, um sich bei Hoppenheit und allen Unterstützenden für das wiederholte Engagement zu bedanken und die gespendeten Geschenke entgegenzunehmen.
Die Wünschebaum-Aktion am UKM soll auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden.
Dez. 3, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Prof. Hans Theodor Eich, Direktor der „Klinik für Strahlentherapie – Radioonkologie“ am UKM präsentiert das neue Bestrahlungssystem. (© Foto by UKM/Ibrahim)
UKM startet mit LUNA-3D für die atemgesteuerte Bestrahlung
Das UKM setzt in der Strahlentherapie auf modernste Technik: Mit dem neuen LUNA-3D-System wird die Behandlung von Tumoren noch präziser und schonender. Durch die exakte Überwachung der Atmung in Echtzeit können gesunde Organe besser geschützt werden – für eine Krebsbehandlung auf höchstem Niveau.
Münster (ukm) – Die Strahlentherapie ist eine der wichtigen Säulen in der modernen Krebsbehandlung. Damit Tumore möglichst wirksam bestrahlt werden können, ohne gesundes Gewebe unnötig zu belasten, setzen das UKM (Universitätsklinikum Münster) in der „Klinik für Strahlentherapie – Radioonkologie“ seit dem 1. Oktober auf modernste Technik: das LUNA-3D-System.
Viele Organe im Brustkorb oder Bauchraum bewegen sich mit jedem Atemzug. Für die Behandlung ist es jedoch wichtig, dass die Patientinnen und Patienten genauso liegen wie bei der Bestrahlungsplanung. Nur so können Herz, Lunge oder andere empfindliche Organe geschützt werden. Genau hier entfaltet das LUNA-3D-System seine Stärke: Mit hochsensiblen Kameras wird die Oberfläche der Patientinnen und Patienten in Echtzeit überwacht und die Bestrahlung nur dann durchgeführt, wenn die aktuelle Lagerung mit der Lagerung der Bestrahlungsplanung übereinstimmt. Auf diese Weise kann zukünftig auf Markierungen auf der Haut zur Lagerungseinstellung verzichtet werden.
Besonders profitieren Patientinnen und Patienten mit Brust- oder Lungenkrebs sowie mit Tumoren im Bauchraum. Bei der Bestrahlung in tiefer Einatmung kann die Patientin oder der Patient die eigene Atmung auf einem Display selbst überwachen und dadurch aktiv mitarbeiten. Die Bestrahlung erfolgt dann nur in der richtigen Atemphase.
„Mit dem LUNA -3D-System setzen wir auf modernste Technik, die unseren Patientinnen und Patienten mit Tumoren im Thorax- und Abdomenbereich eine besonders präzise und schonende Strahlentherapie ermöglicht. Damit stärken wir unsere Spitzenposition in der onkologischen Versorgung und bieten eine Behandlung auf höchstem internationalen Niveau“, erklärt Prof. Hans Theodor Eich, Direktor der „Klinik für Strahlentherapie – Radioonkologie“ am UKM.
Die Bedeutung der Neuerung zeigt sich auch aus Sicht der Medizinphysik. Isabel Vogt, Medizinphysikerin der Klinik, betont: „Das Besondere am LUNA-3D-System ist, dass durch die verbesserte Lagerungsüberwachung nun auch komplexere Bestrahlungstechniken bei unseren Patientinnen und Patienten durchgeführt werden können. Der Tumor kann exakter bestrahlt werden, bei gleichzeitig besserer Schonung von Herz, Lunge oder anderen wichtigen Organen. Das macht die Therapie nicht nur genauer, sondern auch spürbar schonender.“
Für die Betroffenen bedeutet das: Die Strahlentherapie am UKM wird mit dem LUNA-3D-System noch präziser, sicherer und angenehmer. Damit geht das UKM einen weiteren Schritt in die Zukunft der Strahlentherapie – mit aktueller Technik und dem klaren Ziel einer bestmöglichen Versorgung.
Dez. 3, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Freuen sich über den neuen Linearbeschleuniger (v.l.): Priv.-Doz. Dr. Jan Kriz (Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie des Clemenshospital), Björn Hoffmann (Alexianer Verbundgeschäftsführer Westfalen), Tobias Berse (Kaufmännischer Direktor des Clemenshospitals) und Felix Pascher (Leitender Medizinphysikexperte). (© Foto by Clemenshospital)
Münster – Ein Schwerlastkran, zwei große LKW und sehr viel Planung waren nötig, um den neuen Linearbeschleuniger des Clemenshospitals, einer Klinik des Alexianer-Verbunds, zu liefern und im speziell dafür ausgelegten Raum aufzustellen. Wenn das Gerät, das zur neuesten Generation der Linearbeschleuniger gehört, voll einsatzfähig ist, wird es zur Bestrahlung von Patientinnen und Patienten mit gut- und bösartigen Erkrankungen eingesetzt.
„Der Linearbeschleuniger ‚Halcyon‘ verfügt über einen eigenen, eingebauten CT mit nahezu diagnostischer Bildqualität, der Aufnahmen des Tumors und der benachbarten Organen erstellt. Diese werden mit den bereits zur Bestrahlungsplanung vorliegenden Aufnahmen kombiniert. So erreichen wir eine äußerst präzise Bestrahlung, während gesundes Gewebe bestmöglich geschont wird“, wie der leitende Medizinphysikexperte Felix Pascher erläutert. Oberflächenscanner überwachen dabei kontinuierlich die Bewegungen der Patientinnen und Patienten. Sollte sich das Bestrahlungsziel aus dem Fokus bewegen, wird die Bestrahlung automatisch ausgeschaltet. Diese neue Technologie macht zudem die lästigen aber notwendigen Hautmarkierungen überflüssig, mit denen bislang das Bestrahlungsgebiet eingegrenzt wurde.
„Wir bestrahlen mit dem Linearbeschleuniger in erster Linie Tumoren der Prostata, Lunge, der weiblichen Brust, des Enddarms und des Gehirns. Als Teil der Münsteraner Allianz gegen Krebs, MAgKs, behandeln wir auch sehr viele Patientinnen und Patienten, bei denen sich Metastasen im Körper entwickelt haben. Hier kommt die sogenannte stereotaktische Bestrahlung zum Einsatz, mit der eine punktgenaue Erfassung kleiner Metastasen mit sehr hohen Einzeldosen möglich ist“, wie Priv.-Doz. Dr. Jan Kriz, Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie des Clemenshospitals, berichtet. Neben der Bestrahlung von bösartigen Tumoren, können auch gutartige Erkrankungen wie zum Beispiel Arthrose behandelt werden. „Die Bestrahlung dauert normalerweise nur wenige Minuten und mit dem neuen Linearbeschleuniger funktioniert dies sogar noch schneller. Die Patientinnen und Patienten merken davon in der Regel nichts“, wie Kriz darlegt.
Der Linearbeschleuniger soll im kommenden Jahr um ein weiteres Gerät anderer Bauart erweitert werden.
Dez. 3, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Erfolgreiche AINR-Veranstaltung zum Abschluss des Jahres im St. Marien-Hospital mit mehr als 60 Teilnehmenden. Foto © by St. Marien-Hospital Lüdinghausen
Lebensrettendes Wissen für medizinisches Personal
Lüdinghausen – Ein Thoraxtrauma zählt zu den schwerwiegendsten Verletzungen in der Notfallmedizin. Ob durch Verkehrsunfälle, Stürze oder Gewalteinwirkung – die Folgen sind nicht selten lebensbedrohlich, da Organe wie Lunge, Herz, große Blutgefäße, Luftröhre oder Speiseröhre betroffen sein können. Die in diesem Jahr letzte Veranstaltung der AINR-Fortbildungsreihe (Anästhesie – Intensivmedizin – Notaufnahme – Rettungsdienst) wurde vom Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin sowie Ärztlichen Direktor im St. Marien-Hospital, Dr. Mario Santamaria, moderiert und richtete sich an Ärztinnen und Ärzte, Pflegende der Intensivstation, Anästhesie und Notaufnahme sowie Kolleginnen und Kollegen des Rettungsdienstes aus der Region Coesfeld, Kreis Warendorf, Kreis Unna sowie aus Münster.
Ziel der Fortbildung war die optimale Vorbereitung auf ein Thoraxtraumata, denn eine schnelle und fachgerechte Versorgung entscheidet hier oft über Leben und Tod. Mit dem Fachvortrag von Dr. Nils Alt, Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie im Krankenhaus in Lüdinghausen, und dem des Initiators der Veranstaltung, Dr. Daniel Nitschke, Oberarzt und Notfallmediziner, wurde wichtiges theoretisches Wissen vermittelt.

Bild: Unter realitätsnahen Bedingungen trainierten über 60 Teilnehmende Thoraxdrainagen, Notfallgriffe und die Bedeutung von Teamarbeit. Foto © by St. Marien-Hospital Lüdinghausen
Besonderen Wert wurde zudem auf praktische Fertigkeiten und den interprofessionellen Austausch gelegt. Im theoretischen Teil standen die Anatomie und Pathophysiologie des Thorax sowie aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie im Mittelpunkt. Das besondere Highlight war allerdings der praktische Übungsteil, der an Schweineteilen durchgeführt wurde. Unter realitätsnahen Bedingungen konnten die mehr als 60 Teilnehmenden sowohl das korrekte Anlegen von Thoraxdrainagen, als auch wichtige Handgriffe für Notfallsituationen trainieren und die große Bedeutung von Teamarbeit in der akuten Versorgung dieser medizinischen Herausforderung erleben. Die praxisorientierte Gestaltung wurde von den Teilnehmenden als besonders wertvoll hervorgehoben, da sie den direkten Transfer des Gelernten in den Berufsalltag ermöglicht.
„Mit dem Thema Thorax haben wir in der die AINR-Fortbildungsserie wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, wie sich Wissenschaft und Praxis verbinden lassen. Die hohe Teilnehmerzahl und das durchweg positive Feedback bestätigen den Erfolg unseres Formats und unterstreichen die Bedeutung praxisnaher Weiterbildung für die Qualität der Patientenversorgung hier in der Region“, sagt Dr. Daniel Nitschke und verspricht für das kommende Jahr wieder interessante Themen in der AINR-Fortbildungsreihe.
Das St. Marien-Hospital Lüdinghausen ist ein Krankenhaus der Grund-und Regelversorgung mit den Fachabteilungen Anästhesie und Intensivmedizin, Chirurgie, Innere Medizin und dem Zentrum für Akutgeriatrie und geriatrische Rehabilitation. Das Krankenhaus verfügt über 221 somatische Betten sowie über 25 Betten in der geriatrischen Rehabilitation, in dem das Pflegesystem der Bereichspflege praktiziert wird, und ist zudem Träger des Altenwohnhauses St. Ludgerus-Haus mit 80 Einzelpflegeplätzen und 14 Wohnungen für betreutes Wohnen. Hauptgesellschafter der St. Marien-Hospital Lüdinghausen GmbH ist die St. Franziskus-Stiftung Münster, die derzeit für 18 Krankenhäuser mit über 4.000 Betten und zehn Behinderten und Senioreneinrichtungen in den Ländern Nordrhein-Westfalen und Bremen verantwortlich ist. Darüber hinaus hält sie Beteiligungen u. a. an ambulanten Rehabilitationszentren, Pflegediensten und Hospizen. Zuletzt hat die Franziskus Stiftung im Juli 2025 die Mehrheitsanteile am Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf GmbH (VKKD) übernommen. Zudem hält sie Beteiligungen u.a. an ambulanten Rehabilitationszentren, Pflegediensten und Hospizen. In den Einrichtungen der Franziskus Stiftung werden jährlich über 720.000 Menschen stationär und ambulant behandelt, in den Langzeiteinrichtungen etwa 1.000 Menschen betreut. Rund 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für kranke, behinderte und alte Menschen.
Nov. 24, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Dr. Jan Esters arbeitet als Chefarzt in der Abteilung für Plastischen und Ästhetische Chirurgie in Lüdinghausen. (© Foto by St. Marien-Hospital Lüdinghausen)
Frühe Behandlung durch Erstattung über die Krankenkasse ab Stadium 1
Lüdinghausen – „Ab dem kommenden Jahr gibt es für Betroffene des Lipödems eine entscheidende Verbesserung in der medizinischen Versorgung“, sagt der Chefarzt der Abteilung für Plastischen und Ästhetische Chirurgie, Dr. Jan Esters, „denn die Krankenkassen übernehmen künftig auch bei Patientinnen und Patienten im Stadium 1 und 2 die Kosten für eine Liposuktion. Bislang war dieser Eingriff nur in fortgeschrittenen Stadien erstattungsfähig – ein Umstand, der viele Menschen über Jahre hinweg belastet hat.“ Mit dieser frühzeitigen Behandlungsmöglichkeit des Lipödems – also dem operativen Entfernen von krankhaft vermehrtem Fettgewebe – wird ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Versorgung von Patienten und Patientinnen eingeleitet. Mit der neuen Regelung – der Abrechnung über die Krankenkasse auch im frühen Stadium der Krankheit – wird ein wichtiger Schritt hin zu mehr Früherkennung und einer rechtzeitigen Behandlung und für mehr Lebensqualität getan. „Denn früh erkannt und behandelt, kann die Liposuktion nicht nur Schmerzen und Bewegungseinschränkungen deutlich reduzieren, sondern auch das Fortschreiten der Erkrankung verhindern“, erklärt der Chirurg aus dem St. Marien-Hospital in Lüdinghausen. Für die Betroffenen bedeute dies: weniger Leidensdruck, mehr Teilhabe am Alltag und eine spürbare Entlastung im Gesundheitssystem. Diese Eingriffe dürfen die Kliniken nur dann abrechnen, wenn sie mindestens 50 dokumentierte Operationen pro Jahr nachweisen können. Das chirurgische Team im St. Marien-Hospital Lüdinghausen erfüllt diese Vorgabe – und geht sogar darüber hinaus.
„Für uns ist die Liposuktion bei Lipödem nicht nur ein medizinischer Eingriff, sondern ein Weg zurück zu Lebensqualität und Selbstbestimmung“, erklärt Dr. Jan Esters, der in einer Doppelspitze mit Chefärztin Dr. Irina Herren die Abteilung für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Lüdinghausen führt. „Dass wir die geforderte Mindestanzahl von 50 Eingriffen pro Jahr übertreffen, zeigt, wie etabliert und erfolgreich unsere Versorgung in diesem Bereich ist“. Die Klinik zählt zu den spezialisierten Versorgungseinrichtungen in Deutschland, die Patientinnen mit Lipödem auf höchstem medizinischem Niveau behandelt und begleitet.
Die Liposuktion in der Abteilung in Lüdinghausen wird dabei nicht isoliert betrachtet, sondern eingebettet in ein interdisziplinäres Konzept aus Diagnostik, konservativer Therapie und kompetenter Nachsorge. „Unser Ziel ist es, Patientinnen mit Lipödem nicht nur leitliniengerecht, sondern mit größter Sorgfalt, medizinischer Präzision und menschlicher Zuwendung zu behandeln“, so Dr. Esters. Die hohe Fallzahl sei nicht nur ein Zeichen der medizinischen Expertise der Ärzte im St. Marien-Hospital, sondern auch Ausdruck des Vertrauens, das die Patientinnen aus der Region und auch weit darüber hinaus in die Kompetenz der Fachkräfte setzen. „Unser Ziel ist es mit dem Eingriff, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich zu steigern“, sagt der Mediziner. „Die von uns angewandte operative Methode gilt als äußerst wirksam, wenn konservative Therapien wie Kompression und Bewegung nicht mehr ausreichen.“
Mit der Kostenübernahme der Liposuktion bereits im Stadium 1 ab Januar 2026 setzt das Gesundheitssystem ein klares Signal – ein Fortschritt, der die Behandlung dieser chronischen Erkrankung nachhaltig verändert und der als ein Meilenstein in der Versorgung des Lipödems verstanden werden kann.
Schätzungen zufolge leiden etwa 3,8 bis 4 Millionen Frauen in Deutschland an einem Lipödem. Die Erkrankung wird leider oft spät erkannt oder falsch diagnostiziert – die tatsächliche Zahl könnte also deutlich höher liegen.
Das Lipödem ist eine chronische, schmerzhaft verlaufende Fettverteilungsstörung, die die Lebensqualität der betroffenen Patientinnen oft erheblich einschränkt. Schmerzen, Druckempfindlichkeit und disproportionale Fettverteilung an Beinen und Armen sind typisch. Die operative Fettabsaugung (Liposuktion) spielt insbesondere in den späteren Erkrankungsstadien eine zentrale therapeutische Rolle. Um die Sicherheit der Patientinnen zu gewährleisten und eine wirksame Behandlung zu sichern, legt der GBA klare Vorgaben für diagnostische, strukturelle und operative Standards fest. GBA ist eine Abkürzung für den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), das oberste Beschlussgremium der Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen, das entscheidet, welche medizinischen Leistungen gesetzlich Versicherte erhalten.
Nov. 19, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Die Leitungen der vom Magazin Focus ausgezeichneten Kliniken und Sektionen des UKM freuen sich mit dem Ärztlichen Direktor und Vorstandsvorsitzenden, Prof. Alex. W, Friedrich (vorne Mitte) und Pflegedirektor Thomas van den Hooven (hinten Mitte) über die guten Bewertungen im Ranking. (© Foto by UKM/Wibberg)
38 Top-Bewertungen für breite und exzellente medizinische Expertise
Mit insgesamt 38 Fachdisziplinen ist das UKM (Universitätsklinikum Münster) in der Ende Oktober erschienenen „Klinik-Liste“ des Magazins Focus für hervorragende medizinische Leistungen aufgeführt. Im bundesweiten Vergleich der 100 TOP-Kliniken rangiert das UKM demzufolge auf Platz 15, im NRW-Vergleich auf Platz drei der ausgezeichneten Krankenhäuser.
Münster (ukm/aw) – Die Daten, die dem Ranking zugrunde liegen, wurden im Auftrag des Magazins Focus vom unabhängigen Rechercheinstitut FactField ausgewertet. Dazu erstellte das Institut eine Datenanalyse aus über 50 verschiedenen Datenquellen. So wurden unter anderem ärztliche Kolleginnen und Kollegen nach deren Klinik-Empfehlungen befragt, auch die Patientenzufriedenheit und das Urteil medizinischer Fachgesellschaften sowie Forschungsaktivitäten der Kliniken flossen beispielsweise in die Bewertung mit ein. Über die 38 medizinischen Top-Empfehlungen hinaus erhält die Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie ein weiteres Prädikat: In der Kategorie „International“, in der der Umgang mit internationalen Patientenkontakten und die Mehrsprachigkeit bewertet wurden, wird sie empfohlen.
Der UKM-Vorstand sieht die Bewertungen in der Leistung der Mitarbeitenden aller Kliniken und Zentren, auch derer, die hier nicht erwähnt sind, begründet: „Unsere Mitarbeitenden in allen Berufsgruppen tragen jeden Tag zu einer Universitätsmedizin bei, die auf höchstem Niveau arbeitet und die aus gutem Grund für ihre medizinische Expertise in der Region und weit darüber hinaus anerkannt und empfohlen wird. Darauf können wir stolz sein und wir sind allen, die sich hier täglich für das Gelingen unseres Auftrags einsetzen, sehr dankbar“, so der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende, Prof. Alex W. Friedrich.
Das UKM ist „TOP Nationale Fachklinik“ in folgenden 38 medizinischen Bereichen:
Augenheilkunde:
Hornhauterkrankungen, Refraktive Chirurgie & Katarakt
Klinik für Augenheilkunde, Direktorin Prof. Dr. Nicole Eter
Gynäkologie und Geburt:
Gynäkologische Chirurgie
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Direktor Prof. Dr. Lars Hanker
Kinderwunsch
UKM Kinderwunschzentrum, Komm. Leiter Prof. Dr. Hermann M. Behre
Risikogeburt & Pränataldiagnostik
UKM Geburtshilfe, Leiterin Priv.-Doz. Dr. Mareike Möllers
Haut, Gesicht und Körper:
Hautkrankheiten
Klinik für Hautkrankheiten, Direktorin Prof. Dr. Kerstin Steinbrink
Herz und Gefäße:
Gefäßchirurgie
Klinik für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie, Direktor Prof. Dr. Alexander Oberhuber
Herzchirurgie
Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, Direktor Prof. Dr. Sven Martens
Kardiologische Einrichtungen
Klinik für Kardiologie I (Koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz und Angiologie), Direktor Prof. Dr. Holger Reinecke
Klinik für Kardiologie II (Rhythmologie), Direktor Prof. Dr. Lars Eckardt
Klinik für Kardiologie III (Angeborene Herzfehler (EMAH) und Klappenerkrankungen), Direktor Prof. Dr. Gerhard-Paul Diller
Institut für Genetik von Herzerkrankungen, Direktor Prof. Dr. Eric Schulze-Bahr
Krebs:
Nierenkrebs, Prostatakrebs
Klinik für Urologie und Kinderurologie, Direktor Prof. Dr. Andres Jan Schrader
UKM Prostatazentrum, Zentrumsleiter Dr. Philipp Papavassilis
Darmkrebs
UKM Darmzentrum, Zentrumsleiter Priv.-Doz.Dr. Philipp Houben/Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Direktor Prof. Dr. Andreas Pascher
Hautkrebs
Hauttumorzentrum UKM, Zentrumsleiter Prof. Dr. Carsten Weishaupt/Klinik für Hautkrankheiten, Direktorin Prof. Dr. Kerstin Steinbrink
Hirntumoren
Klinik für Neurochirurgie, Direktor Prof. Dr. Walter Stummer
Hodenkrebs
Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie, Chefärztin Prof. Dr. Sabine Kliesch
Kopf-Hals-Tumoren
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Direktorin Prof. Dr. Claudia Rudack
Knochenkrebs, Leukämie, Lymphome,
Medizinische Klinik A (Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Pneumologie), Direktor Prof. Dr. Georg Lenz
Magen, Darm und Bauch:
Gallenchirurgie
Klinik für Allgemein-, Viszeral-und Transplantationschirurgie, Direktor Prof. Dr. Andreas Pascher
Prostata-Syndrom
Klinik für Urologie und Kinderurologie, Direktor Prof. Dr. Andres Jan Schrader
Neurologie:
Multiple Sklerose, Parkinson, Schlaganfall
Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie, komm. Leiter Prof. Dr. Matthias Schilling
Leitung des Bereichs Parkinson-Syndrome, Priv.-Doz. Dr. Inga Claus
Leiter des Neurovaskulären Bereichs, Priv.-Doz. Dr. Antje Schmidt-Pogoda
Orthopädie:
Fußchirurgie, Handchirurgie, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie
Klinik für Unfall-, Hand und Wiederherstellungschirurgie, Direktor Prof. Dr. Michael J. Raschke
Sektionsleiterin Fußchirurgie, Prof. Dr. Sabine Ochmann
Sektionsleiter Handchirurgie, Prof. Dr. Martin Langer
Hüftchirurgie
Klinik für Allgemeine Orthopädie und Tumororthopädie, Direktor Prof. Georg Gosheger
Psyche:
Angst- & Zwangsstörungen, Depressionen
Klinik für Psychische Gesundheit, Direktor Prof. Dr. Bernhard Baune
Essstörungen, Schmerzstörungen
Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Direktor Prof. Dr. Rupert Conrad
Strahlentherapie und Nuklearmedizin:
Nuklearmedizin
Klinik für Nuklearmedizin, Direktor Prof. Dr. Michael Schäfers
Strahlentherapie
Klinik für Strahlentherapie – Radioonkologie, Direktor Prof. Dr. Hans Th. Eich
Zahnmedizin:
Zahnkliniken
Klinik für Parodontologie und Zahnerhaltung, Direktor Prof. Dr. Benjamin Ehmke
Zahnkliniken
Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Leiter Prof. Dr. Edgar Schäfer