Dez. 3, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Erfolgreiche AINR-Veranstaltung zum Abschluss des Jahres im St. Marien-Hospital mit mehr als 60 Teilnehmenden. Foto © by St. Marien-Hospital Lüdinghausen
Lebensrettendes Wissen für medizinisches Personal
Lüdinghausen – Ein Thoraxtrauma zählt zu den schwerwiegendsten Verletzungen in der Notfallmedizin. Ob durch Verkehrsunfälle, Stürze oder Gewalteinwirkung – die Folgen sind nicht selten lebensbedrohlich, da Organe wie Lunge, Herz, große Blutgefäße, Luftröhre oder Speiseröhre betroffen sein können. Die in diesem Jahr letzte Veranstaltung der AINR-Fortbildungsreihe (Anästhesie – Intensivmedizin – Notaufnahme – Rettungsdienst) wurde vom Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin sowie Ärztlichen Direktor im St. Marien-Hospital, Dr. Mario Santamaria, moderiert und richtete sich an Ärztinnen und Ärzte, Pflegende der Intensivstation, Anästhesie und Notaufnahme sowie Kolleginnen und Kollegen des Rettungsdienstes aus der Region Coesfeld, Kreis Warendorf, Kreis Unna sowie aus Münster.
Ziel der Fortbildung war die optimale Vorbereitung auf ein Thoraxtraumata, denn eine schnelle und fachgerechte Versorgung entscheidet hier oft über Leben und Tod. Mit dem Fachvortrag von Dr. Nils Alt, Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie im Krankenhaus in Lüdinghausen, und dem des Initiators der Veranstaltung, Dr. Daniel Nitschke, Oberarzt und Notfallmediziner, wurde wichtiges theoretisches Wissen vermittelt.

Bild: Unter realitätsnahen Bedingungen trainierten über 60 Teilnehmende Thoraxdrainagen, Notfallgriffe und die Bedeutung von Teamarbeit. Foto © by St. Marien-Hospital Lüdinghausen
Besonderen Wert wurde zudem auf praktische Fertigkeiten und den interprofessionellen Austausch gelegt. Im theoretischen Teil standen die Anatomie und Pathophysiologie des Thorax sowie aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie im Mittelpunkt. Das besondere Highlight war allerdings der praktische Übungsteil, der an Schweineteilen durchgeführt wurde. Unter realitätsnahen Bedingungen konnten die mehr als 60 Teilnehmenden sowohl das korrekte Anlegen von Thoraxdrainagen, als auch wichtige Handgriffe für Notfallsituationen trainieren und die große Bedeutung von Teamarbeit in der akuten Versorgung dieser medizinischen Herausforderung erleben. Die praxisorientierte Gestaltung wurde von den Teilnehmenden als besonders wertvoll hervorgehoben, da sie den direkten Transfer des Gelernten in den Berufsalltag ermöglicht.
„Mit dem Thema Thorax haben wir in der die AINR-Fortbildungsserie wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, wie sich Wissenschaft und Praxis verbinden lassen. Die hohe Teilnehmerzahl und das durchweg positive Feedback bestätigen den Erfolg unseres Formats und unterstreichen die Bedeutung praxisnaher Weiterbildung für die Qualität der Patientenversorgung hier in der Region“, sagt Dr. Daniel Nitschke und verspricht für das kommende Jahr wieder interessante Themen in der AINR-Fortbildungsreihe.
Das St. Marien-Hospital Lüdinghausen ist ein Krankenhaus der Grund-und Regelversorgung mit den Fachabteilungen Anästhesie und Intensivmedizin, Chirurgie, Innere Medizin und dem Zentrum für Akutgeriatrie und geriatrische Rehabilitation. Das Krankenhaus verfügt über 221 somatische Betten sowie über 25 Betten in der geriatrischen Rehabilitation, in dem das Pflegesystem der Bereichspflege praktiziert wird, und ist zudem Träger des Altenwohnhauses St. Ludgerus-Haus mit 80 Einzelpflegeplätzen und 14 Wohnungen für betreutes Wohnen. Hauptgesellschafter der St. Marien-Hospital Lüdinghausen GmbH ist die St. Franziskus-Stiftung Münster, die derzeit für 18 Krankenhäuser mit über 4.000 Betten und zehn Behinderten und Senioreneinrichtungen in den Ländern Nordrhein-Westfalen und Bremen verantwortlich ist. Darüber hinaus hält sie Beteiligungen u. a. an ambulanten Rehabilitationszentren, Pflegediensten und Hospizen. Zuletzt hat die Franziskus Stiftung im Juli 2025 die Mehrheitsanteile am Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf GmbH (VKKD) übernommen. Zudem hält sie Beteiligungen u.a. an ambulanten Rehabilitationszentren, Pflegediensten und Hospizen. In den Einrichtungen der Franziskus Stiftung werden jährlich über 720.000 Menschen stationär und ambulant behandelt, in den Langzeiteinrichtungen etwa 1.000 Menschen betreut. Rund 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für kranke, behinderte und alte Menschen.
Sep. 4, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Markus Prior (FACT), Mara Beckhuis (SML), Ministerin Mona Neubaur, Markus Prinz (FACT), Julia Schnetgöke (Referentin Nachhaltigkeit Stiftung).
St. Marien-Hospital Lüdinghausen erhält Krankenhaus-Klimaschutzpreis NRW 2025
Lüdinghausen – Das St. Marien-Hospital in Lüdinghausen wurde in dieser Woche mit dem renommierten Krankenhaus-Klimaschutzpreis NRW 2025 für die konsequente Umsetzung der sogenannten „OP-Nachtabschaltung“ ausgezeichnet. Die Jury der Initiative „Klimaneutrales Krankenhaus“ würdigte damit das Projekt unter dem Dach der St. Franziskus-Stiftung Münster (SFS), das beispielhaft zeigt, wie moderne Medizin und Klimaschutz Hand in Hand gehen können. Prämiert wurde während einer feierlichen Veranstaltung in Bonn die intelligente Nachtabschaltung der Lüftungsanlagen im Zentral-OP im St. Marien-Hospital in Lüdinghausen.
„Wir konnten gemeinsam mit der FACT GmbH ein System implementieren, das Energie spart, ohne Kompromisse bei der Hygiene einzugehen“, sagt der Geschäftsführer Johannes Simon. „Unsere Motivation war, die energieintensive und nicht mehr zeitgemäße Lüftung im Dauerbetrieb zu ersetzen und das bei höchster Luftqualität und gleichbleibendem Hygienestandard.“
Intelligente OP-Nachtabschaltung als Meilenstein für nachhaltige Medizin
Seit 2023 steuert das Krankenhaus die Lüftungsanlagen im Zentral-OP daher digital – und mit messbarem Erfolg: Die sechs kombinierten Zu- und Abluftgeräte versorgen die drei OP-Säle sowie Nebenräume. Die intelligente Steuerung verlängert nicht nur die Lebensdauer der RLT-Anlagen, sondern spart jährlich rund 80 Tonnen CO₂ – das entspricht 435 kg CO₂ pro Bett und Jahr oder der Emission eines Kurzstreckenflugs pro Bett. „Jede Nacht, wenn keine Operationen stattfinden, werden im St. Marien-Hospital die erneuerten technischen Anlagen der OP-Säle systematisch heruntergefahren. Dazu zählen unter anderem die Lüftungsanlagen, Beleuchtungssysteme und medizinische Geräte, die im Standby-Modus oft unnötig Strom verbrauchen. Durch diese gezielte Abschaltung konnten wir allein über 120.000 kWh Strom einsparen. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 30 Haushalten“, erklärt Simon.
„Wir sind stolz, mit unserer Lösung einen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu
können und hoffen, dass unser Projekt andere Krankenhäuser inspiriert“, so Mara Beckhuis, die Referentin des Geschäftsführers, die den Preis stellvertretend für Johannes Simon in Bonn entgegennahm.
Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung überreichten Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie Sascha Klein, 1. Vizepräsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, die Auszeichnung an die Referentin der Geschäftsführung aus dem St. Marien-Hospital. Das St. Marien-Hospital beweise, dass auch im hochsensiblen Bereich der Medizin verantwortungsvolles Energiemanagement möglich sei und das ohne Kompromisse bei der Patientensicherheit, heißt es in der schriftlichen Begründung für den Krankenhaus-Klimaschutzpreis NRW. Besonders hervorgehoben wurde die enge Zusammenarbeit mit der FACT GmbH, einer Tochtergesellschaft der St. Franziskus-Stiftung, die das Projekt in der Klinik in Lüdinghausen erst möglich gemacht hat: Von der Fachplanung bis hin zum Betrieb wurde auf Nachhaltigkeit, eine anwenderfreundliche Steuerung, Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz, Wartungsfreundlichkeit und die Sicherheit des Systems geachtet.
Die enge Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsführung der Klink in Lüdinghausen und den Nachhaltigkeitsexperten der FACT ermöglichte eine passgenaue technische Lösung für den OP-Bereich im St. Marien-Hospital. Durch kontinuierliche Abstimmung und praxisnahe Planung wurde die intelligente Lüftungssteuerung erfolgreich integriert. Beide Partner begleiteten das Projekt von der Idee bis zur Umsetzung und stehen auch weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung.
Dieser innovative Schritt zur Reduzierung des Energieverbrauchs soll nun in weiteren Häusern der St. Franziskus-Stiftung Münster sukzessive umgesetzt werden. Die Installation und Betreuung dieser Systeme erfolgt auch hier durch die FACT GmbH, die sich auf technische Betriebsführung spezialisiert hat. Das Pilotprojekt in Lüdinghausen steht exemplarisch für die strategische Verzahnung von Nachhaltigkeit und moderner Medizintechnik innerhalb der Stiftung und unterstreicht die Vorreiterrolle des St. Marien-Hospitals im Bereich umweltbewusster Gesundheitsversorgung.
Juni 11, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Dr. Immanuel von Bar leitet die Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie im St. Marien-Hospital in Lüdinghausen und ist Chefarzt der Chirurgie. (© Foto by : St. Marien-Hospital Lüdinghausen)
Dr. Immanuel von Bar bietet moderne Behandlung mit HAL/RAR-Verfahren an
Lüdinghausen – Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Sie werden allerdings erst dann problematisch, wenn sie sich vergrößern, entzünden oder hervortreten. Etwa 50 bis 70 % der Erwachsenen in Deutschland leiden im Laufe ihres Lebens an dieser Enddarmkrankheit. Es kann geschätzt werden, dass bundesweit mehrere Millionen Menschen von Hämorrhoiden zweiten und dritten Grades betroffen sind. Unter der Leitung vom Chefarzt der Abteilung Chirurgie, Dr. Immanuel von Bar, bietet das St. Marien-Hospital Lüdinghausen seinen Patientinnen und Patienten eine der modernsten Methoden zur Behandlung von Hämorrhoiden – das sogenannte HAL/RAR-Verfahren – an. Dr. Immanuel von Bar, ist ein anerkannter Spezialist für minimalinvasive Chirurgie und proktologische Eingriffe mit langjähriger operativer Erfahrung. Seine Expertise liegt in der Verbindung von hochpräziser Technik mit einem tiefen Verständnis für die funktionelle Anatomie des Enddarms. „Unser Ziel ist eine wirksame, aber möglichst schmerzarme Therapie. Wir wollen nicht nur operieren – wir wollen Lebensqualität wiederherstellen“, sagt Dr. von Bar. „Dafür nutzen wir jetzt auch in Lüdinghausen das HAL/RAR-Verfahren, das ein besonders gewebeschonendes und schmerzarmes Verfahren zur Behandlung vergrößerter Hämorrhoiden ist. Dabei werden die blutzuführenden Arterien mittels Ultraschalltechnik erkannt und abgebunden (HAL = Hämorrhoidalarterienligatur). Anschließend wird das vorgefallene Gewebe wieder in seine ursprüngliche Position zurückgeführt und fixiert (RAR = rektoanale Rekonstruktion).“
Die Vorteile für die Patienten im St. Marien-Hospital in Lüdinghausen sind deutlich: Sie verspüren nicht nur weniger Schmerzen als bei klassischen Operationsmethoden, sondern benötigen in der Regel keine Gewebeentfernung. Dadurch haben die Betroffenen eine kurze Erholungszeit, auch aufgrund der ambulanten oder kurzstationären Eingriffe.
„Ein geringes Rückfallrisiko und eine rasche Rückkehr in Alltag und Beruf sind weitere Pluspunkte des Verfahrens“, erklärt der erfahrenen Mediziner und lobt die Kombination aus technischer Ausstattung, individueller Betreuung und medizinischer Expertise für Patientinnen und Patienten mit Enddarmerkrankungen im St. Marien-Hospital.
Mit der Einführung des HAL/RAR-Verfahrens erweitert das St. Marien-Hospital sein operatives Leistungsspektrum um einen hochspezialisierten Bereich, der in der Region bislang nur an wenigen Zentren angeboten wird. „Unser Ziel ist es, moderne Medizin mit individueller Zuwendung zu verbinden“, betont Dr. Immanuel von Bar. „Durch die Etablierung innovativer Verfahren unter der fachlichen Kompetenz des Teams stärken wir die medizinische Attraktivität des Standorts nachhaltig und bieten unseren Patientinnen und Patienten eine Versorgung auf sehr hohem Niveau – wohnortnah und menschlich zugewandt.“ So profitieren auch Menschen aus dem Münsterland und dem südlichen Ruhrgebiet von kurzen Wegen, präziser Diagnostik und innovativer Therapie – ohne auf Qualität verzichten zu müssen.
Das St. Marien-Hospital Lüdinghausen ist ein Krankenhaus der Grund-und Regelversorgung mit den Fachabteilungen Anästhesie und Intensivmedizin, Chirurgie, Innere Medizin und dem Zentrum für Akutgeriatrie und geriatrische Rehabilitation. Das Krankenhaus verfügt über 221 somatische Betten sowie über 25 Betten in der geriatrischen Rehabilitation, in dem das Pflegesystem der Bereichspflege praktiziert wird, und ist zudem Träger des Altenwohnhauses St. Ludgerus-Haus mit 80 Einzelpflegeplätzen und 14 Wohnungen für betreutes Wohnen. Hauptgesellschafter der St. Marien-Hospital Lüdinghausen GmbH ist die St. Franziskus-Stiftung Münster, die derzeit für 15 Krankenhäuser mit über 4.000 Betten und neun Behinderten und Senioreneinrichtungen in den Ländern Nordrhein-Westfalen und Bremen verantwortlich ist. Darüber hinaus hält sie Beteiligungen u. a. an ambulanten Rehabilitationszentren, Pflegediensten und Hospizen.
Juni 3, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Dr. Judith Hoppe arbeitet als Oberärztin der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im St. Marien-Hospital Lüdinghausen, Zudem ist sie Transplantationsbeauftragte der Klinik. (© Foto by St. Marien-Hospital Lüdinghausen)
Zum Tag der Organspende am 7. Juni: Wenn aus Verlust neues Leben wird
Lüdinghausen – „Der heutige Tag der Organspende ist eine wichtige Gelegenheit, um das Bewusstsein für die Notwendigkeit und den Wert von Organspenden zu schärfen“, sagt Dr. Judith Hoppe, Oberärztin der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im St. Marien-Hospital Lüdinghausen und Transplantationsbeauftragte der Klinik. „Es ist notwendig, dass die Menschen informiert sind und wissen, wie sie sich in einem solchen Fall verhalten sollen.“ Die Organspende ist ein lebenswichtiges Thema, das viele Menschen betrifft und eine bedeutende Rolle im Gesundheitswesen spielt.
„In Deutschland gilt die sogenannte Entscheidungslösung“, erklärt die Medizinerin, das bedeute, dass jeder Bürger seinen Entschluss für oder gegen eine Organspende zu Lebzeiten dokumentieren kann. Dies kann im Organspendeausweis, in einer Patientenverfügung oder seit März 2024 im zentralen Organspendenregister online geschehen. Das Register ist für Transplantationszentren zugänglich und hilft, die Entscheidung des Verstorbenen schnell und rechtssicher zu ermitteln. eine Änderung oder der Widerruf der Organspende sind übrigens jederzeit möglich. Liegt keine Entscheidung vor, müssen die Angehörigen im Todesfall eine Entscheidung im Sinne des Verstorbenen treffen. „Trotz intensiver Aufklärungskampagnen bleibt die Zahl der Organspender in Deutschland sehr niedrig“, so Dr. Hoppe. „2024 wurden postmortale 2.854 Organe in Deutschland gespendet, auf der Warteliste für eine Organtransplantation stehen jedoch rund 8.500 Menschen, was zeigt, dass deutlich weniger Organe zur Verfügung stehen als benötigt werden.“ Wichtig sei es, den Menschen mit Ängsten und Bedenken in Bezug auf eine Organspende durch eine entsprechende Aufklärung die Unsicherheit zu nehmen.
„Viele Menschen befürchten, dass medizinisches Personal bei einem Unfall oder einer schweren Krankheit nicht alles tun könnte, um ihr Leben zu retten. Eine weitere Ungewissheit herrscht über die Definition des Hirntods. Einige haben Angst, dass sie für tot erklärt werden könnten, obwohl dieser Zustand noch nicht eingetreten ist“, erklärt die Medizinerin aus dem St. Marien-Hospital. Die Feststellung des sogenannten „Hirntodes“ als Voraussetzung für eine potentielle Organspende in Deutschland ist deutlich komplexer und ausführlicher als jede andere Todesfeststellung und wird von mehreren Fachärzten durchgeführt. Ohne diese Voraussetzung sei eine Organentnahme gar nicht möglich.
Dr. Judith Hoppe engagiert sich als Transplantationsbeauftrage im Krankenhaus in Lüdinghausen für das Thema Organspende und möchte mit ihren Vorträgen und Informationsveranstaltungen den Menschen die Angst vor dem Unbekannten nehmen, damit leichter eine Entscheidung getroffen und diese dokumentiert werden kann. Zu den am häufigsten gespendeten Organen gehören die Nieren, auch Leber, Herz, Lunge, Darm und Bauchspeicheldrüse können gespendet werden, ebenso sind Gewebespenden von Hornhaut, Herzklappen, Haut, Blutgefäße und Knochengewebe möglich.
„Jede Organspende – und dabei gibt es keine obere Altersgrenze – kann Leben retten und die Lebensqualität von schwerkranken Menschen erheblich verbessern“, betont Dr. Hoppe. „Die Frage nach der eigenen Bereitschaft, postmortal Organe und Gewebe zur Verfügung zu stellen, ist eine persönliche und bedeutende Entscheidung. Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Bereitschaft, nach dem Tod Organe zu spenden, deutlich höher liegt als es schriftliche Erklärungen dazu gibt. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns alle mit diesem Thema auseinandersetzen und unsere Entscheidungen klar kommunizieren und vor allem dokumentieren, damit unsere Angehörigen im Fall der Fälle nicht mit dieser Entscheidung alleine sind.“
Mai 22, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Chefärztin Dr. Irina Herren kümmert sich um die funktionelle wie ästhetische Rekonstruktion bei Hautkrebs. © Foto by St. Marien-Hospital Lüdinghausen
Verdopplung in 20 Jahren: Die stille Gefahr auf unserer Haut
Lüdinghausen – Hautkrebs ist auf dem Vormarsch: Die Zahl der stationären Behandlungen hat sich in 20 Jahren fast verdoppelt, so das Statistische Bundesamt (Destatis). Im Jahr 2023 wurden rund 116.900 Patientinnen und Patienten mit Hautkrebs stationär behandelt – ein Anstieg um 88 Prozent im Vergleich zum Jahr 2003, in dem noch 62.000 Behandlungen verzeichnet wurden.
„Besonders auffällig ist der Zuwachs bei hellem Hautkrebs“, sagt Dr. Irina Herren, Chefärztin der Abteilung für Plastische und Ästhetische Chirurgie im St. Marien-Hospital Lüdinghausen. „Auch beim schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom, ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.“ Ein maßgeblicher Faktor für diese Entwicklung sei laut Medizinexperten übrigens der demografische Wandel. „Wir haben eine älter werdende Bevölkerung – und Hautkrebs tritt vorwiegend bei älteren Menschen auf“, erklärt Dr. Herren. „Während heller Hautkrebs allerdings überwiegend ältere Menschen betrifft, beobachten wir als Fachleute bei schwarzem Hautkrebs auch eine wachsende Zahl jüngerer Patienten“, warnt Dr. Irina Herren. Als erfahrene Tumorchirurgin am St. Marien-Hospital berichtet sie von einem deutlich höheren Operationsaufkommen in den vergangenen Jahren: „Gerade bei schwarzem Hautkrebs ist eine frühzeitige Diagnose lebensrettend. “Wir bieten überdies die Wächter- Lymphknoten Entfernung mit hoher Expertise durch enge Kooperation mit der Nuklearmedizin des Franziskus Hospital in Münster anbieten.
Dr. Irina Herren betont die große Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Dermatologie, Plastischer Chirurgie und Onkologie: „Früherkennung und Aufklärung bleiben wie so oft entscheidend.“
Ebenso entscheidend ist die funktionelle wie ästhetische Rekonstruktion, da der weiße Hautkrebs häufig an stark sonnenexponierten Stellen wie dem Gesicht, der Nase, den Ohren, dem behaarten Kopf oder der Unterlippe auftritt. Daher ist bei der Behandlung nicht nur die vollständige Entfernung des Tumors, sondern auch die funktionelle und ästhetische Wiederherstellung des Gesichts besonders wichtig, damit der betroffene Patient nach der Behandlung wieder vollständig am sozialen und beruflichen Leben teilnehmen kann, ohne sich durch sichtbare Veränderungen im Gesicht beeinträchtigt zu fühlen. Angesichts der großen Zunahme an Hautkrebserkrankungen unterstreichen medizinische Fachleute einmal mehr die Bedeutung von Prävention und Früherkennung. Regelmäßige Hautuntersuchungen sowie ein bewusster Umgang mit Sonnenstrahlung können entscheidend dazu beitragen, Hautkrebs frühzeitig zu erkennen oder sogar zu vermeiden. UV-Schutz durch Sonnencremes, schützende Kleidung und das Meiden intensiver Sonnenstrahlung sollte dabei unbedingt berücksichtigt werden.
„Der deutliche Anstieg der stationären Behandlungen auch bei uns in Lüdinghausen zeigt, wie wichtig es ist, Hautkrebs als Volkskrankheit ernst zu nehmen“, betont die Chirurgin aus dem St. Marien-Hospital.