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Organspende: Richtig. Wichtig. Lebenswichtig

Dr. Judith Hoppe arbeitet als Oberärztin der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im St. Marien-Hospital Lüdinghausen, Zudem ist sie Transplantationsbeauftragte der Klinik. Foto © by St. Marien-Hospital Lüdinghausen
Bild: Dr. Judith Hoppe arbeitet als Oberärztin der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im St. Marien-Hospital Lüdinghausen, Zudem ist sie Transplantationsbeauftragte der Klinik. (© Foto by St. Marien-Hospital Lüdinghausen)

Zum Tag der Organspende am 7. Juni: Wenn aus Verlust neues Leben wird

Lüdinghausen – „Der heutige Tag der Organspende ist eine wichtige Gelegenheit, um das Bewusstsein für die Notwendigkeit und den Wert von Organspenden zu schärfen“, sagt Dr. Judith Hoppe, Oberärztin der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im St. Marien-Hospital Lüdinghausen und Transplantationsbeauftragte der Klinik. „Es ist notwendig, dass die Menschen informiert sind und wissen, wie sie sich in einem solchen Fall verhalten sollen.“ Die Organspende ist ein lebenswichtiges Thema, das viele Menschen betrifft und eine bedeutende Rolle im Gesundheitswesen spielt.

„In Deutschland gilt die sogenannte Entscheidungslösung“, erklärt die Medizinerin, das bedeute, dass jeder Bürger seinen Entschluss für oder gegen eine Organspende zu Lebzeiten dokumentieren kann. Dies kann im Organspendeausweis, in einer Patientenverfügung oder seit März 2024 im zentralen Organspendenregister online geschehen. Das Register ist für Transplantationszentren zugänglich und hilft, die Entscheidung des Verstorbenen schnell und rechtssicher zu ermitteln. eine Änderung oder der Widerruf der Organspende sind übrigens jederzeit möglich. Liegt keine Entscheidung vor, müssen die Angehörigen im Todesfall eine Entscheidung im Sinne des Verstorbenen treffen. „Trotz intensiver Aufklärungskampagnen bleibt die Zahl der Organspender in Deutschland sehr niedrig“, so Dr. Hoppe. „2024 wurden postmortale 2.854 Organe in Deutschland gespendet, auf der Warteliste für eine Organtransplantation stehen jedoch rund 8.500 Menschen, was zeigt, dass deutlich weniger Organe zur Verfügung stehen als benötigt werden.“ Wichtig sei es, den Menschen mit Ängsten und Bedenken in Bezug auf eine Organspende durch eine entsprechende Aufklärung die Unsicherheit zu nehmen.

„Viele Menschen befürchten, dass medizinisches Personal bei einem Unfall oder einer schweren Krankheit nicht alles tun könnte, um ihr Leben zu retten. Eine weitere Ungewissheit herrscht über die Definition des Hirntods. Einige haben Angst, dass sie für tot erklärt werden könnten, obwohl dieser Zustand noch nicht eingetreten ist“, erklärt die Medizinerin aus dem St. Marien-Hospital. Die Feststellung des sogenannten „Hirntodes“ als Voraussetzung für eine potentielle Organspende in Deutschland ist deutlich komplexer und ausführlicher als jede andere Todesfeststellung und wird von mehreren Fachärzten durchgeführt. Ohne diese Voraussetzung sei eine Organentnahme gar nicht möglich.

Dr. Judith Hoppe engagiert sich als Transplantationsbeauftrage im Krankenhaus in Lüdinghausen für das Thema Organspende und möchte mit ihren Vorträgen und Informationsveranstaltungen den Menschen die Angst vor dem Unbekannten nehmen, damit leichter eine Entscheidung getroffen und diese dokumentiert werden kann. Zu den am häufigsten gespendeten Organen gehören die Nieren, auch Leber, Herz, Lunge, Darm und Bauchspeicheldrüse können gespendet werden, ebenso sind Gewebespenden von Hornhaut, Herzklappen, Haut, Blutgefäße und Knochengewebe möglich.

„Jede Organspende – und dabei gibt es keine obere Altersgrenze – kann Leben retten und die Lebensqualität von schwerkranken Menschen erheblich verbessern“, betont Dr. Hoppe. „Die Frage nach der eigenen Bereitschaft, postmortal Organe und Gewebe zur Verfügung zu stellen, ist eine persönliche und bedeutende Entscheidung. Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Bereitschaft, nach dem Tod Organe zu spenden, deutlich höher liegt als es schriftliche Erklärungen dazu gibt. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns alle mit diesem Thema auseinandersetzen und unsere Entscheidungen klar kommunizieren und vor allem dokumentieren, damit unsere Angehörigen im Fall der Fälle nicht mit dieser Entscheidung alleine sind.“

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