Sep. 6, 2022 | Pressemitteilungen
Bild: Teils mit, teils ohne Hilfsmittel arbeitet das interprofessionelle Team mit den Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation 19 Ost am UKM, wie Physiotherapeut und Medizinwissenschaftler Dr. rer. medic Jochen Bräunig zeigt.
Die Atemwege befreien oder trotz vieler Schläuche aufstehen: Am UKM arbeitet das Team der Physiotherapie auf der Intensivstation rund um die Uhr, um Komplikationen bei schwerkranken Patientinnen und Patienten aufgrund von Bettlägerigkeit vorzubeugen. Außerdem unterstützt die Mobilisierung einen möglichst optimalen Übergang bei der Verlegung auf die Normalstation und ist damit ein wichtiger Baustein, dass Patientinnen und Patienten zurück ins Leben finden.
Münster (ukm/ik) – Man könnte denken, dass schwerkranke Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation möglichst viel Ruhe brauchen. Aber Bettlägerigkeit und Immobilisation bringen erhebliche Nachteile mit sich: Schon nach wenigen Tagen verlieren Betroffene viel Kraft und kommen nur schwer wieder auf die Beine. „Physiotherapie beginnt schon auf der Intensivstation, meistens direkt am Aufnahmetag“, sagt Dr. rer. medic. Jochen Bräunig, Physiotherapeut und Medizinwissenschaftler am UKM (Universitätsklinikum Münster). Zwei Schwerpunkte stehen dabei im Vordergrund: Die Erhaltung wichtiger physischer Grundfunktionen und die Förderung von Mobilität und Atmung ohne Hilfsmittel. All das geschieht mit dem Ziel, die Patientinnen und Patienten so zu stabilisieren, dass sie von der Intensivstation auf die Normalstation verlegt werden können, um dort den weiteren Rehabilitationsprozess zu starten.
Täglich trifft sich deshalb das ganze Team der Intensivstation 19 Ost, bestehend aus den Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Pflegenden und dem ärztlichen Personal, zum sogenannten ‚Team-Timeout‘. Sie gehen die Situation jeder Patientin und jedes Patienten sorgfältig durch. Anschließend organisiert Bräunig seine Behandlungen mit den Pflegekräften, die für die einzelnen Patientinnen und Patienten verantwortlich sind. „Zuerst erheben wir den Gelenkstatus, ob der Patient beweglich ist oder es Einschränkungen gibt, und fangen an, die Arme und Beine des Patienten langsam zu bewegen – in Rückenlage, aber auch an der Bettkante mit technischem Geräteeinsatz“, erklärt der 52 Jahre alte Münsteraner. Ohne dieses ‚Durchbewegen‘ würden sich die Muskeln verkürzen und die Gelenke steif werden. Danach erfolgt die Atemtherapie: Zu zweit vertiefen die Physiotherapeuten die Atmung des Patienten, damit sich der Schleim in der Lunge löst und mithilfe eines speziellen kleinen Schlauchs abgesaugt werden kann. Auch beim Extubieren, dem Entfernen des Schlauchs für die künstliche Beatmung, sind die Physios im Einsatz. „Das ist Teamwork und ich kann aus meinem eigenen Alltag sagen: Wenn ich arbeite, habe ich das Gefühl, das jeder hinter mir steht“, sagt Bräunig, der inzwischen über 25 Jahre Erfahrung als Physiotherapeut hat.
Seit dem Beginn der Corona-Pandemie betreut er auch Patientinnen und Patienten, die aufgrund der Corona-Erkrankung auf die Intensivstation müssen. Das verlangt eine komplexe therapeutische Herangehensweise unter besonderen Bedingungen – aber bringt damit auch eine Herausforderung mit sich, der sich Jochen Bräunig gerne stellt. „Man muss für die Arbeit auf der Intensivstation brennen und das tue ich. Hier gibt es keine Kittel, wir tragen alle die gleiche Berufskleidung und es gibt keine Rangabzeichen. Jeder hat seinen Beitrag zu leisten, um gemeinsam den größten Erfolg zu erzielen.“
Sep. 6, 2022 | Gesundheit
Bild: Kaum etwas ist so entspannend wie Kuscheln mit Katzen. Doch viele Menschen reagieren allergisch auf die Stubentiger. Foto: djd/Bencard Allergie/wavebreakmediamicro/123RF.com
(djd) – Niesen, laufende Nase oder Juckreiz, wenn eine Katze, ein Hund oder ein anderes Tier im Raum ist? Dann könnte eine Tierhaarallergie vorliegen. Wobei der Begriff „Tierhaarallergie“ umgangssprachlich ist, eigentlich reagiert man auf Eiweißbestandteile in Speichel, Talg oder Urin der Vierbeiner. Bei einer Tierhaarallergie hilft wie bei den meisten Allergien vor allem die Meidung des Auslösers. Allerdings kann man den Allergenen – gerade denen von Katzen – nur schwer entkommen. Diese haben hervorragende Schwebeeigenschaften und können sich so bis in Räume ausbreiten, die noch nie ein Tier betreten hat. Doch den geliebten Vierbeiner abgeben? Das kommt für viele trotz der Beschwerden nicht infrage! Eine neue wissenschaftliche Studie der Charité Berlin zeigt nun, dass mit einer gezielten Nährstoff-Kombination allergische Symptome von Katzenhaarallergikern gelindert werden können.
Zusammenhang zwischen Allergien und Nährstoffen
Denn allergische Erkrankungen wie Katzenhaarallergien können mit einem Mangel an bestimmten Mikronährstoffen, allem voran mit einem funktionellen Eisenmangel, in Verbindung gebracht werden. Dieser kann die Funktion des Immunsystems der Betroffenen beeinflussen. Forschungsergebnisse zeigen: Ist der Körper nicht ausreichend mit wichtigen Mikronährstoffen – vor allem Eisen – versorgt, reagiert das Immunsystem empfindlicher auf die Allergene. Das kann die Entwicklung einer allergischen Reaktion begünstigen. Für die aktuelle Studie wurden Betroffene in einer Allergenexpositionskammer Katzenallergenen ausgesetzt, einmal vor und einmal nach der dreimonatigen täglichen Einnahme von Immunobon. Bei Lutschtabletten wie dieser handelt es sich um eine gezielte Mikroernährung, basierend auf dem Bauernhof-Effekt – mehr Informationen dazu gibt es unter www.immunobon.de. Es zeigte sich, dass die allergischen Symptome insgesamt um etwa 50 Prozent reduziert wurden. Vor allem die Symptome an Nase und Augen sowie das Jucken konnten deutlich gelindert werden. Zudem berichteten die Patienten über eine Verbesserung ihres allgemeinen Wohlbefindens.
Einsetzbar bei vielen Allergien – auch Kinder profitieren
Eine Patienten-Befragung belegte bereits die sehr gute Verträglichkeit der Lutschtablette, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist. Es wurden positive Effekte bei allergischem Schnupfen durch Birken- und Gräserpollen, Hausstaubmilben, Tierhaare und multiplen Allergien geschildert. Auch Kinder können von der Mikroernährung profitieren – einer weiteren Untersuchung zufolge verringerte auch bei den Kleinen eine dreimonatige Einnahme allergische Symptome der Nase und der Augen deutlich.
Sep. 1, 2022 | Pressemitteilungen
Bild: Die Finanzierung einer neuen Teilzeit-Stelle am „Treffpunkt an der Clemenskirche“ würdigten (v. l.) Rainer Stöppler, Anne Hüffer, Caroline Freifrau von Ketteler (alle Dr. Franz-Schölling-Stiftung), Holger Lühring (Mitarbeiter „Treffpunkt an der Clemenskirche“), Dr. Martina Klein (Fundraising Alexianer GmbH), Schwester Klara-Maria Breuer („Treffpunkt an der Clemenskirche“) und Norbert Illerhaus (Dr. Franz-Schölling-Stiftung).
Münster – Ein Stück weit mehr Kontinuität und Sicherheit haben beim Alexianer „Treffpunkt an der Clemenskirche“ Einzug gehalten. Dieser wird als Aufenthaltsmöglichkeit von Menschen in sozialer Not genutzt. Dem Engagement der Dr. Franz-Schölling-Stiftung ist es zu verdanken, dass die Arbeit, die Helfer Holger Lühring mit großem Engagement bisher ehrenamtlich geleistet hat, nun über drei Jahre in Teilzeit finanziert wird. Eine Anschubfinanzierung leitstete zudem die Deutsche Rentenversicherung Westfalen als Rehabilitationsträger.
Im Treffpunkt finden hilfsbedürftige Menschen Zuflucht, eine warme Mahlzeit und Unterstützung, um ihren eigenen Weg zu gehen. Die Helfer vor Ort bieten diesen Menschen außerdem einen Ort zum Knüpfen von sozialen Kontakten, ein großes Netzwerk an Hilfsorganisationen, Beratung bei Behördenfragen, Begleitung bei Ämtergängen und vieles mehr.
Anne Hüffer, Vorsitzende der Dr. Franz-Schölling-Stiftung, erläutert die Gründe für das Engagement: „Herr Lühring leistet im Clemenstreff einen wichtigen Dienst an unseren Mitmenschen, die auf Hilfe angewiesen sind, und macht ihnen auf diese Weise auch ihre eigene Würde bewusst. Die Dr. Franz-Schölling-Stiftung möchte genau hier unterstützen und tut dies durch die Finanzierung der Stelle.“
Zudem würdigte der Stiftungs-Vorstand das große Engagement von Schwester Klara-Maria Breuer und der Clemensschwestern im Treffpunkt. Dem schließt sich Dr. Martina Klein, Leiterin des Fundraising bei der Alexianer GmbH, gerne an.
Aug. 30, 2022 | Pressemitteilungen
Bild: Freuen sich, dass das Café-Bistro „21 Ost“ nun allen Klinikbesuchern zugänglich ist: Der Kaufmännische Direktor Dr. Christoph Hoppenheit (2.v.l.) sowie Abteilungsleiter Andreas Hettich (3.v.l.) und sein Stellvertreter Frederik Schön (l.) mit dem Team der Gastronomie, das neben Mitarbeitenden ab sofort auch Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen auf dem Dach des Ostturms willkommen heißt.
Café-Bistro „21 Ost“: Modernes Gastro-Angebot und einzigartiger Blick über Münster
Was für Mitarbeitende bereits seit Frühjahr möglich war, wird jetzt dank veränderter Corona-Regelungen auch für Patientinnen und Patienten des UKM und ihre Angehörigen Realität: ein Besuch des Café-Bistros „21 Ost“ auf dem Dach des Ostturms. Die neue Aufenthaltsfläche auf dem Klinikgelände bietet neben einem modernen gastronomischen Angebot einen eindrucksvollen Blick über Münster. Eine Besonderheit auf der über 60 Meter hohen Terrasse sind sogenannte Windflüchter, zur Wetterseite abgeneigt wachsende Bäume.
Münster (ukm/js/maz) – 21 Sekunden braucht der Aufzug von der Ebene 03 Ost im UKM (Universitätsklinikum Münster) ohne Unterbrechungen auf die Ebene 21 Ost – wenn sich dann die Aufzugstür öffnet, bietet sich Besucherinnen und Besuchern eine einzigartige Sicht über Münster und Umgebung. Dieser Panorama-Blick macht das neue Café-Bistro „21 Ost“ zu einem besonderen Ort über den Dächern der Stadt, nicht nur im UKM, sondern sicherlich in ganz Münster. „Die Freude war im Frühjahr groß, dass wir nach gut zweijähriger Bauzeit einen Ort geschaffen hatten, an dem unsere Patientinnen und Patienten, Angehörige und Gäste sowie Mitarbeitende in einer wunderbaren Atmosphäre eine kleine Auszeit genießen können – und umso schöner ist es jetzt, dass wir nach den veränderten Corona-Regelungen am UKM nun tatsächlich auch allen Klinikbesuchern den Zugang ermöglichen können“, sagt Dr. Christoph Hoppenheit (Kaufmännischer Direktor UKM) mit Blick darauf, dass aus Infektionsschutzgründen bisher nur Mitarbeitenden des UKM ein Besuch gestattet war. „Wir haben uns schon lange eine moderne und angenehme Aufenthaltsfläche abseits des Krankenhausalltags gewünscht und sind sehr froh, dass wir dieses Projekt mit dem vom Land NRW zur Verfügung gestellten Sonderprogramms realisieren konnten.“
Allen Besucherinnen und Besuchern endlich die besondere Atmosphäre auf dem Klinikdach zeigen zu können, darauf fieberte auch das gastronomische Team um Andreas Hettich hin. „Hier ist ein Ort für alle, um kurz dem Alltag zu entfliehen und eine Pause einzulegen“, lädt der Leiter der UKM-Gastronomie in die neuen Räumlichkeiten ein. Täglich von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr steht eine große Auswahl an Speisen, Getränken und Snacks zur Auswahl. „Unser Angebot reicht vom klassischen Frühstück über vegane Bowls und Panini bis hin zu Köstlichkeiten aus dem Tagesangebot und wir unterscheiden zwischen Speisen und Getränken mit und ohne tierische Produkte“, erklärt Hettich das gastronomische Konzept, für das immer, wenn möglich, regionale Zutaten zum Einsatz kommen.

Bild: Ein besonderer Hingucker auf der Dachterrasse des Café-Bistro „21 Ost“ sind die Windflüchter, zur Wetterseite abgeneigt wachsende Bäume.
Realisiert wurde das in 63 Metern Höhe liegende Bauprojekt durch die UKM Infrastruktur Management GmbH unter der Leitung von Geschäftsführer und Architekt Stephan Triphaus, der mit seinem Team bei der Aufstockung des Ostturms um eine 21. Etage die gesamte Architektur auf den Rundum-Panoramablick abgestimmt hat. Bodentiefe Fenster sowie ein ruhiges und zurückhaltendes Farbkonzept lenken den Blick immer wieder auf die beeindruckende Aussicht auf Münster und Umgebung. Daneben steht den Besucherinnen und Besuchern im Café-Bistro „21 Ost“ ein windgeschützter Außenbereich zur Verfügung – versehen mit einem optischen Highlight: Gepflanzt wurden auf der Terrasse sogenannte Windflüchter, also Bäume, die zur Wetterseite abgeneigt wachsen.
Weitere Informationen und Zugangsregelungen: www.ukm.de/21-ost
Aug. 27, 2022 | Pressemitteilungen
Bild: In der Veranstaltungsreihe AlexOnline berichtet Dr. Stefan Nöschel, Chefarzt der Chirurgischen Klinik des EVK, am Mittwoch, 31. August, ab 18 Uhr über diesen speziellen Bereich der sogenannten Endoprothetik. (Foto: Alexianer Misericordia GmbH)
Münster – Der Ersatz schmerzender oder in ihrer Beweglichkeit eingeschränkter Kniegelenke durch ein künstliches Gelenk ist mit rund 175.000 Operationen pro Jahr in Deutschland inzwischen Routine. Die Behandlung älterer Menschen mit einem künstlichen Gelenkersatz verlangt allerdings von den behandelnden Ärztinnen, Ärzten, Pflegenden und Therapeutinnen und Therapeuten viel Erfahrung, da zahlreiche spezielle Aspekte der Altersmedizin beachtet werden müssen. Das EVK Münster – Alexianer Johannisstift ist spezialisiert auf den Bereich der Altersmedizin und verfügt über viel Praxis im Bereich der Implantation künstlicher Gelenke bei Menschen fortgeschrittenen Alters.
Veranstaltung: Alex Online – Vortrag
Thema: Künstliche Kniegelenke beim älteren Menschen
Datum: 31. Agust 2022
Uhrzeit: ab 18:00 Uhr
Ort: Alexianer Waschküche, Bahnhofstraße 6
Anmeldung: per Mail an
alexonline.ms@alexianer.de notwendig.
In der Veranstaltungsreihe AlexOnline berichtet Dr. Stefan Nöschel, Chefarzt der Chirurgischen Klinik des EVK, am Mittwoch, 31. August, ab 18 Uhr über diesen speziellen Bereich der sogenannten Endoprothetik. Was bedeutet der Begriff Alter im medizinischen Zusammenhang, wie kann eine Endoprothese vermieden werden und welche Behandlungsalternativen gibt es, wie wirkt sich eine Osteoporose auf den Behandlungserfolg aus, wo sind die Grenzen der Leidensfähigkeit, wenn man eine Arthrose hat und welche Möglichkeiten der Korrektur von Fehlstellungen und Funktionsverlusten bieten die verschiedenen Prothesenmodelle? Dies sind einige der Fragen, die der Experte beantwortet.
Der Vortrag zum Thema: Künstliche Kniegelenke beim älteren Menschen wird aus der Alexianer Waschküche, Bahnhofstraße 6, übertragen und kann sowohl live auf der Seite www.alexonline-muenster.de als auch vor Ort verfolgt werden. Ein spezielles Programm oder eine Anmeldung sind für die Online-Übertragung nicht notwendig. Vor und während der Veranstaltung können Fragen per Mail an alexonline.ms@alexianer.de oder über eine Chatfunktion gesendet werden, der Experte im Studio beantwortet die Fragen anonym ohne Nennung des Absendernamens. Eine persönliche Teilnahme an der Veranstaltung ist ebenfalls möglich. Da die Teilnehmerzahl jedoch auf 40 Personen begrenzt ist, ist eine Anmeldung per Mail an alexonline.ms@alexianer.de notwendig. Die Teilnahme ist sowohl online als auch vor Ort kostenlos.