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Per Qwiek-Up: Blumenwiese auf der Intensivstation

Per Qwiek-Up: Blumenwiese auf der Intensivstation

Bild: Der pflegerische Leiter der Intensivstation, Alexander Mahler, mit dem Qwiek-Up am Bett eines Patienten.

Eine Spende der Sparkasse Münsterland Ost und des Windparks Hollich ermöglichte im Clemenshospital die Anschaffung eines Qwiek-Up. „Mithilfe dieses mobilen Gerätes können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Intensivstation beruhigende Filmszenen an die Wand oder Decke projizieren“, berichtet Sabrina Schulz vom Fundraising. „Während der Pandemie sind die Besuchsmöglichkeiten aus nachvollziehbaren Gründen stark eingeschränkt. Durch das Projizieren von Waldspaziergängen oder einer Strandwanderung können unsere Patientinnen und Patienten dennoch von der belastenden Situation auf der Intensivstation eine Auszeit nehmen“, erklärt der pflegerische Bereichsleiter der Intensivstationen, Christian Wessels. Auch einem Delirium, also einem plötzlichen Verwirrtheitszustand, wie er während der Behandlung auf einer Intensivstation gelegentlich vorkommt, kann der Einsatz des Gerätes entgegenwirken.

Neben vorgefertigten Filmszenen können Angehörige auch Fotos und selbstgedrehte Filme auf USB-Sticks in das Clemenshospital bringen, die ebenfalls von dem 5.600 Euro teuren Qwiek-Up projiziert werden, sodass die Patientinnen und Patienten aus der Ferne weiterhin am Familienleben teilnehmen können.

Pflegeberufe: Im Aufwind dank Corona

Pflegeberufe: Im Aufwind dank Corona

Bild: Die Leiterin der Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard, Regula Toellner, am Rande der diesjährigen Abschlussfeier.

Münster – „Corona ist ein Marathon, gerade für Sie im Gesundheitswesen. Diese Dauersituation ist emotional und körperlich sehr belastend. Unter solchen Umständen das Examen mit all seinen Prüfungen abzulegen, ist eine ganz besondere Leistung!“, Regula Toellner von der Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard ist während ihrer Rede zur Abschlussfeier (der Pflegeberufe) sichtbar beeindruckt von dem, was die ehemaligen Auszubildenden in der zurückliegenden Zeit geleistet haben.

Trotz dieser zusätzlichen Belastung erfahren die Pflegeberufe während der Pandemie einen spürbaren Aufschwung, da sind sich Toellner und ihr Kollege Peter Ahaus sicher. Die Schule, an der das Clemenshospitals und die Raphaelsklinik den beruflichen Nachwuchs ausbilden, verzeichnet seit anderthalb Jahren eine deutliche Zunahme an Bewerberinnen und Bewerbern. „Wir werden am 1. August mit drei Kursen starten, in denen jeweils 28 Auszubildende zu Pflegefachrauen und Pflegefachmännern ausgebildet werden. Das sind wesentlich mehr als in den Vorjahren“, freut sich die Leiterin der Schule, Regula Toellner. „Das zunehmende Interesse der Medien, in deren Berichten die Pflegeberufe oft als hochqualifiziert und sehr anspruchsvoll dargestellt werden, hat offenbar viele junge Menschen dazu gebracht, diese berufliche Laufbahn einzuschlagen“, wie der stellvertretende Schulleiter Peter Ahaus vermutet.

Ein weiterer Grund könnte nach Meinung der Pflegepädagogen die Einführung der generalistischen Ausbildung sein, in der es keine Unterscheidung zwischen Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege mehr gibt, „das macht den Beruf attraktiver.“ „Für diejenigen, die aktuell an der Zentralschule ihre Ausbildung absolvieren, ist die Pandemie eine außergewöhnliche, herausfordernde und sehr komplexe Situation, wie sie keiner von uns bislang erlebt hat“, betont Ahaus. Seine Kollegin Toellner glaubt, dass dies bei vielen Auszubildenden zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins geführt hat, „Die Corona-Krise hat die Absolventen aufgebaut, sie sind sich ihrer Bedeutung bewusster geworden. Die Pflege ist der Pfeiler eines zukunftsfähigen Gesundheitssystems, das wissen viele von ihnen.“

Andererseits haben rund 20 Prozent der jungen Menschen während der Ausbildung das Handtuch geworfen, wie Toellner und Ahaus berichten. Aus Angst vor einer Infektion mit Covid-19 oder wegen zusätzlicher Belastungen, die der Lockdown oder das E-Learning mit sich gebracht haben, „Die Auszubildenden, die jetzt ihr Examen machen, haben wirklich mächtig was geleistet, das war kein einfaches Jahr!“

Lions unterstützen Pelikanhaus

Lions unterstützen Pelikanhaus

Bild: Maria Wachtel, Dr. Martina Klein und PD Dr. Otfried Debus vom Clemenshospital freuen sich über die Spende des Lions-Clubs Münster Westphalia, die von Prof. Dr. Heiner Rösmann und Ingo Dreßen (v.l.) symbolisch übergeben wurde.

Münster – Am Clemenshospital steigt die Vorfreude auf den Baubeginn des Pelikanhauses, da kommt die Spende des Lions-Clubs Münster Westphalia gerade richtig. 10.000 Euro haben die Mitglieder gesammelt und den Verantwortlichen der Klinik am Düesbergweg symbolisch übergeben. „Nicht nur der LC Münster Westphalia fördert das Pelikanhaus. Wir sind sehr stolz, dass alle fünf Lions Clubs dieses Projekt unterstützen. Das ist in Münster einmalig“, wie der Activity-Beauftragte des Lions-Clubs Münster Westphalia, Prof. Dr. Heiner Rösmann, betont. Gemeinsam mit dem Past-President Ingo Dreßen informierten sich die Gäste beim Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, PD Dr. Otfried Debus, über das Projekt Pelikanhaus, das nach seiner Fertigstellung als Zuhause auf Zeit für die Angehörigen der jüngsten Patientinnen und Patienten des Clemenshospitals dienen wird. „Wir freuen uns sehr über diese Spende, die erneut zeigt, wie wichtig es den Bürgerinnen und Bürgern Münsters ist, dass Angehörige schwerstkranker Kinder und Jugendlicher gut untergebracht sind“, freut sich die Leiterin des Fundraisings, Dr. Martina Klein, über die Spende des Lions-Clubs.

Aktuelles zum Thema Krebs

Aktuelles zum Thema Krebs

Bild: Dr. Rüdiger Liersch ist Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie am Clemenshospital. (Foto: M. Hauschild)

Münster – Am Mittwoch, 23. Juni, sendet AlexOnline ab 18 Uhr wieder live aus der Alexianer Waschküche. Der Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie des Clemenshospitals, Dr. Rüdiger Liersch, berichtet unter dem Titel „Krebs – Diagnose, Therapien und Perspektiven“ über den Stand der Dinge auf dem Gebiet der Krebsbehandlung. Die Übertragung kann auf www.alexonline-muenster.de verfolgt werden, ein spezielles Programm oder eine Anmeldung sind nicht notwendig. Ab sofort und während der Übertragung können dem Experten per Mail an alexonline.ms@alexianer.de fragen gestellt werden, die im Studio beantwortet werden.

Vieles hat sich auf dem Gebiet der Krebstherapie in den letzten zehn Jahren getan. Dennoch erleben Ärzte wie Dr. Rüdiger Liersch immer wieder, dass viele Menschen eine Krebsdiagnose als schweren Schicksalsschlag erleben. Was ist das Gefährliche an einer Krebserkrankung? Welche Ursachen können diese haben und wie sehen aktuell die Chancen des Patienten aus, eine Krebserkrankung zu überstehen? Hat die Pandemie Auswirkungen auf das Erkennen und Behandeln von Krebserkrankungen? Das sind einige der Fragen, die der Experte während der rund einstündigen Live-Übertragung beantworten wird.
In der Reihe AlexOnline berichten Experten des Clemenshospitals und der Raphaelsklinik einmal pro Monat über aktuelle Themen aus ihrem jeweiligen Fachgebiet. Eine Übersicht der geplanten Themen findet sich auf der Seite www.alexonline-muenster.de

BERESA spendet 5.000 Euro für das Pelikanhaus

BERESA spendet 5.000 Euro für das Pelikanhaus

Bild: Beresa-Geschäftsführer Thomas Ulms (l.) freut sich, Dr. Martina Klein und Dr. Otfried Debus vom Clemenshospital die Spende überreichen zu können. (Foto: Alexianer)

Münster – Wenn schwerkranke Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland im Clemenshospital Münster über Wochen oder sogar Monate in der kinderneurologischen Frührehabilitation behandelt werden, ist das auch für ihre Angehörigen eine schwere Zeit. Ab 2022 finden die Familien im Pelikanhaus direkt gegenüber dem Krankenhaus eine unkomplizierte und günstige Wohnmöglichkeit, denn in dieser Phase ist für beide Seiten nichts wichtiger als Nähe.

12 behindertengerechte Zimmer mit eigenem Bad, eine große Küche, gemütliche Gemeinschaftsräume, Garten, Spieleangebote für die Geschwister: Das Zuhause auf Zeit bietet in stressfreier Umgebung Geborgenheit, Ablenkung und die Möglichkeit, sich mit anderen Familien über Sorgen und Erfahrungen auszutauschen. BERESA Geschäftsführer Thomas Ulms war sofort begeistert: „Bei einem solchen Projekt sind wir natürlich gern Beifahrer. Diese hervorragende Idee und das Engagement wollten wir deshalb im letzten Jahr mit unserer Weihnachtsspende unterstützen, aber leider hat der Lockdown im Dezember die offizielle Übergabe verhindert.“

Diese wurde am Freitag, 28. Mai, bei BERESA an der Egbert-Snoek-Straße nachgeholt. Den Scheck in Höhe von 5.000,00 Euro nahmen Dr. Martina Klein, Leiterin des Alexianer Fundraisings, und Priv.-Doz. Dr. med. Otfried Debus, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Clemenshospitals, in einer kleinen Zeremonie entgegen. Als Dankeschön überreichte Dr. Klein die im hauseigenen Inklusionsbetrieb „AlexProWerk“ produzierten Pelikan-Plätzchen. Ein wesentlicher Teil des Erlöses aus dem Verkauf dieses leckeren Gebäcks fließt direkt in die Finanzierung des Neubaus, der am Standort des Pfarrhauses der Gnadenkirche errichtet wird. Das sanierungsbedürftige „Angehörigenhaus“ am Düesbergweg, ein Bau aus den 60er Jahren, kann nur sechs Familien beherbergen und ist zudem weder kind- noch behindertengerecht. Die für Ende nächsten Jahres geplante Fertigstellung des Pelikanhauses wird die Wohnsituation deutlich entspannen.

Dr. Debus sieht den ersten Spatenstich in greifbarer Nähe: „Diese großzügige Spende von BERESA ist ein wertvoller Beitrag, mit dem unser ‚Pelikanhaus‘ bald Fahrt aufnehmen kann. Wir freuen uns darauf, den Angehörigen unserer jüngsten Patientinnen und Patienten bald einen modernen, wohnlichen Ort bieten zu können, der auch die Möglichkeit zum Rückzug bietet.“