Kampf den Keimen durch Aufklärung

Artikel-SFH_03082015Münster – Das St. Franziskus-Hospital nimmt an der landesweiten Hygiene-Initiative „Keine Keime.“ der Krankenhausgesellschaft NRW teil. Bis zum 14. August informieren die drei Hygienefachkräfte des Hospitals über antibiotikaresistente Krankheitserreger, Infektionsschutz und Hygiene. An einem Infostand im Foyer stehen die Experten mit Broschüren, Plakaten und Demonstrationsmedien für alle Interessierten als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie möchten aufklären, sensibilisieren, das Bewusstsein für die Thematik stärken und vor allem Ängste nehmen.

„Keime sind etwas ganz natürliches und gehören zum Körper wie Pflanzen zum Ökosystem. Bakterien sind zum Teil sogar lebenswichtig und ein wichtiger Teil unseres Immunsystems“, erklärt Simone Hirsch, Hygienefachkraft in Weiterbildung, und führt aus: „Wenn diese winzig kleinen Lebewesen aber zur falschen Zeit am falschen Ort sind, z.B. in einer Wunde, können sie Schaden anrichten. Dann wird der Keim zum Krankheitserreger“, – den es zu verhindern, bzw. bekämpfen gilt. […]

Münster nimmt durch Bluthochdruckstudie Vorreiterposition ein

Artikel-CLH_30072015Münster – Hämmernde Kopfschmerzen, Hautrötung, Herzklopfen, Ilona Rambow hat jahrelang unter ihrem sehr hohen Blutdruck gelitten, selbst drei unterschiedliche Medikamente, die sie regelmäßig einnehmen musste, halfen nicht mehr. Im April wurde sie im Rahmen der WAVE IV-Studie im Clemenshospital mit einer neuen Methode behandelt, „Der Blutdruck ist daraufhin von über 200 mmHg auf unter 150 mmHg gesunken, die Beschwerden sind verschwunden.“ […]

Angriff des Immunsystems durch Schmetterlingsflechte

Vor 19 Monaten ging es Tina plötzlich schlecht, Niere, Herz und Hirn waren stark beeinträchtigt. Diagnose: Systemischer Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte), eine seltene Autoimmunerkrankung. Jetzt hat sie Abitur gemacht. Zur Kontrolle ins UKM muss sie nur noch selten.

Artikel-UKM_30072015Münster (ukm/maz) – Erhöhter Hirndruck, Herzbeutelentzündung, Verdacht auf Leukämie: Der Dezember 2013 war für Familie H. ein Höllenritt. Von Tag zu Tag ging es Tochter Tina (16) schlechter, plötzlich schwollen auch die Hände und das Gesicht an, die Nieren arbeiteten nur noch eingeschränkt. Den Ärzten im Krankenhaus in Lippstadt ist es zu verdanken, dass Tina heute, anderthalb Jahre später, mit beiden Beinen fest im Leben steht, nach erfolgreichem Abitur nun auf einen Studienplatz wartet. […]

Eine App für alle Fälle: App „Notfallstandards“

Artikel-UKM_24072015Münster (ukm/rem) – Reger Andrang in der Notaufnahme – gerade nachts und am Wochenende ist das keine Seltenheit. Insbesondere in Notfallsituationen sind schnelles Handeln und differenzialdiagnostische Überlegungen überlebenswichtig. Die interdisziplinäre Notaufnahme (LANO) des UKM (Universitätsklinikum Münster) hat jetzt einen Weg gefunden, diesen Anforderungen noch besser gerecht zu werden. Mit der App „Notfallstandards“, die vom Universitätsspital Basel entwickelt wurde, bietet das Klinikum den Ärzten schnelle Informationen im Notfall. „Bei dem zeitlichen Druck, der in der Notaufnahme herrscht, bleibt nicht immer Zeit, um alle relevanten Differentialdiagnosen in den üblichen Lehrbüchern nachzuschlagen. Die App liefert dann einen kurzen symptom- und fachorientierten Leitfaden“, beschreibt Privat-Dozent Dr. Philipp Kümpers, oberärztlicher Leiter der LANO, die Vorteile der Anwendung. […]

Wir verstehen uns:
Mehrsprachige Broschüre unterstützt Pflegekräfte und Patienten bei der Verständigung

Artikel-UKM_17072015Münster (ukm/ks) – Für ein verständnisvolles Miteinander: Eine mehrsprachige Broschüre mit pflegerelevanten Fragen hilft ab sofort Pflegenden und ausländischen Patienten am UKM (Universitätsklinikum Münster) im Klinikalltag. Initiiert wurde die laminierte und somit abwaschbare Broschüre vom Internationalen Patientenmanagement (IPM). Die Verantwortlichen des IPM waren von dem praktischen Vorgehen der Gesundheits- und Krankenpfleger begeistert, die schon seit mehreren Jahre einen Ordner führen, in dem Sie pflegerelevante Fragen und deren Übersetzungen sammeln. „Am UKM haben wir viele Patienten, die weder deutsch noch englisch sprechen. Bei der Visite ist deshalb ein Übersetzer dabei, aber natürlich kann dieser nicht 24 Stunden bereitstehen“, heißt es von Dr. Kathrin Schepers vom Internationalen Patientenmanagement. […]

Verschlucktes Kindspech:
Lucy lebt dank Spezialtherapie (ECMO-Therapie)

Artikel-UKM_14072015Münster (ukm/jb) – Wenn Lucy lächelt und gluckst, strahlen auch ihre Eltern glücklich. Doch noch vor wenigen Tagen war daran nicht zu denken. Die Neugeborene konnte nicht eigenständig atmen, war abhängig von Maschinen, da während des Geburtsvorgangs Stuhlgang (Mekonium, auch „Kindspech“ genannt) aus dem Fruchtwasser in die Lunge eingedrungen war. Diagnose: Mekoniumaspirationsyndrom (MAS). Letztendlich sicherte eine Kanüle, die Blut von der Leiste – angereichert durch Sauerstoff – in den Hals transportierte, das Überleben des kleinen Mädchens. „Diese sehr spezielle Methode gehört längst nicht zur Standardtherapie und wird nur bei Patienten eingesetzt, die durch Beatmungsmaschinen nicht mehr oder nur schwer beatmet werden können“, erklärt Dr. Claudius Werner, Leiter der Neonatologie und Pädiatrischen Pneumologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin – Allgemeine Pädiatrie – des UKM (Universitätsklinikum Münster). Seit zwei Jahren ist das UKM Mitglied im ARDS (akutes Lungenversagen)-Netzwerk Deutschland und eines der wenigen Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen, das diese so genannte ECMO-Therapie einsetzt – bei Kindern und Erwachsenen. […]

Medienabhängigkeit:
Wann ist eine stationäre Therapie sinnvoll?

Artikel-CDK_13072015Münster – 560.000 Menschen gelten in Deutschland als computer- oder onlinesüchtig. Gefangen in der virtuellen Welt verlieren sie die Kontrolle über ihr Leben. Eine stationäre Therapie kann helfen, der digitalen Abhängigkeit zu entkommen.

Medienabhängigkeit: Viele Menschen nutzen das Internet, um Problemen im realen Leben zu entkommen. Sie suchen Entlastung, Gemeinschaft und Anerkennung, auch Herausforderung, und werden in Online-Spielen oder sozialen Netzwerken fündig. Oft merken sie gar nicht, dass sie immer mehr Zeit im Internet verbringen und ihr Tagesablauf zunehmend computergesteuert ist. Der Übergang in eine Sucht ist fließend. „Es gibt inzwischen gute ambulante Hilfsangebote, auch wenn die Versorgungslage insgesamt noch nicht optimal ist. Eine stationäre Behandlung ist zu empfehlen, wenn das Problem schon länger besteht, sich schwerwiegende Folgen wie der Verlust der Partnerschaft oder des Arbeitsplatzes abzeichnen, der soziale Rückhalt fehlt und weitere psychische Störungen auftreten“, sagt Judith Kugelmann, stellvertretende leitende Psychologin der Christoph-Dornier Klinik in Münster. […]

Bewährte Qualität:
Zentrum für Krebsmedizin des UKM (CCCM) zum vierten Mal in Folge zertifiziert

Artikel-UKM_10072015Münster (ukm/lie) – Beim Kampf gegen Krebs sind schnelles Handeln und die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Experten besonders wichtig. Das Zentrum für Krebsmedizin (CCCM – Comprehensive Cancer Center Münster) des UKM (Universitätsklinikum Münster) überzeugte nun bereits zum vierten Mal in Folge bei der Prüfung durch das unabhängige Institut OnkoZert, das im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) das Zertifizierungssystem betreut. „Wir sind stolz darauf, dass wir unseren Patienten nun schon im vierten Jahr den Nachweis bieten können, dass unser Zentrum über die notwendigen Strukturen und ein reibungslos funktionierendes Netzwerk von Spezialisten zur bestmöglichen und ganzheitlichen Behandlung verfügt“, freut sich Zentrumsdirektor Prof. Dr. Jörg Haier über die Auszeichnung. Insgesamt sechs externe Auditoren nahmen zwei Tage lang Strukturen, Zahlen und Arbeitsabläufe in Augenschein. Ziel des Zertifizierungssystems ist es, die Versorgung von Krebspatienten flächendeckend zu verbessern. […]