Eine Woche nach der Tat: Trauma-Folgen bei Kindern und Jugendlichen und die Rolle von bürgerlichem Zusammenhalt

Münster (ukm/aw) – Die engagierten Bürger Münsters helfen bei der psychischen Verarbeitung des Amok, sagt Prof. Georg Romer, Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am UKM (Universitätsklinikum Münster). Rund eine Woche nach der Amokfahrt am Kiepenkerl sind die äußeren Verletzungen der Betroffenen in Behandlung. Welche seelischen Folgen die Tat bei Kindern und Jugendlichen haben kann und wann man von einer Traumatisierung spricht, erläutert Romer im Interview. […]

Altersmedizin: Betreuung älterer Patienten im Krankenhaus

Münster – Die Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen Maria Klein-Schmeink, Gesundheitspolitische Sprecherin und Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik, besuchten das St. Franziskus-Hospital und informierten sich über das Konzept zur Betreuung älterer Patienten rund um die Operation. […]

Traumaambulanz richtet telefonische Sprechstunde nach Amokfahrt ein

Münster – Anlässlich der Amokfahrt am 7. April in der münsterschen Innenstadt bietet die Traumaambulanz der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) eine telefonische Sprechstunde für Betroffene an. Die Psychotherapeutin Dr. Antje Krüger-Gottschalk und der Psychotherapeut Prof. Nexhmedin Morina sind täglich zwischen 12 und 13 Uhr unter der Telefonnummer 0251 – 8334132 erreichbar. Das Angebot besteht bis Ende April. Die Psychotherapeuten an der WWU geben Hinweise zur psychologischen Verarbeitung derartiger Situationen und informieren Betroffene und ihre Angehörigen darüber, wo sie fachmännische Unterstützung erhalten. […]

Opfer des Amokfahrers werden intensiv versorgt

Münster – Zwei schwerstverletzte Opfer der Amokfahrt vom gestrigen Samstag werden im Clemenshospital behandelt, ein weiteres in der Raphaelsklinik. Die Patienten im Clemenshospital werden intensivmedizinisch betreut und weiterhin engmaschig überwacht. Das Opfer, das in der Raphaelsklinik operiert wurde, konnte inzwischen auf eine Normalstation verlegt werden. Im Clemenshospital wurde bis nach Mitternacht operiert. „Alle Mitarbeiter haben am Samstag Großartiges geleistet“, bestätigt der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie und Sportmedizin, Prof. Dr. Horst Rieger. […]

„Ich durfte alles fragen und bekam jede Antwort“: Brücken-Team begleitet schwerkranke und deren Familien

Münster (ukm/aw) – Sarah und ihre Mutter Johanna Krajewska sind eng miteinander verbunden: „Wir leben quasi in Symbiose. Ich spüre, wenn es meiner Tochter schlecht geht und umgekehrt merkt sie das auch.“ „Durch Sarahs schwere Erkrankung ist das ganz erklärlich“, sagt die Ärztliche Leiterin des Brücken-Teams am UKM (Universitätsklinikum Münster), Dr. Margit Baumann-Köhler. „Wir erleben das oft bei Eltern, deren Kinder, lebensbegrenzend erkrankt sind. Insbesondere natürlich, wenn die Kinder sich, wie es bei Sarah der Fall ist, nicht selbst äußern können.“ Sarah leidet von Geburt an unter einer Form von Mukopolysaccharidose, einer schweren Stoffwechselstörung. […]

Zecken – mal wieder auf der Lauer

Münster (ukm/hch) – Sie lauern auf Gräsern und in Büschen – Zecken. Doch wie entfernt man sie richtig? Und handelt es sich um einen Biss oder einen Stich? Von April bis September ist Zeckenzeit. Dr. Frieder Schaumburg vom Institut für Medizinische Mikrobiologie am UKM (Universitätsklinikum Münster) kennt sich mit den Parasiten aus: „Bei jedem Zeckenstich gilt: Die schnelle Entfernung der Zecke ist entscheidend. Das Risiko sich bei einem Zeckenstich mit Borreliose zu infizieren wird maßgeblich von der Saugdauer der Zecke beeinflusst.“ Es vergehen bis zu 24 Stunden, bis die Erreger der Borreliose auf den Menschen übertragen werden. „Deshalb sollte man sich nach einem Tag im Freien gründlich auf Zecken untersuchen, um die Gefahr einer Infektion zu minimieren“, rät der Leiter der Impfsprechstunde. […]

Schwirrende Gefahr aus dem Viehstall: Münstersche Forscher beleuchten Fliegen als Überträger antibiotikaresistenter Keime

Auf Fliegen – hier eine Schmeißfliege (Calliphora sp.) – konnten bereits sämtliche hoch gefährlichen Antibiotikaresistenzen nachgewiesen werden (© Foto: FZ/E. Wibberg)Münster (mfm/sm) – Kuhfladen, Schweinemist, Schlachtabfälle – was für den Menschen eher unappetitlich daherkommt, ist für so manche Fliege im wahrsten Sinne ein gefundenes Fressen. Gerade in der Tiermast werden allerdings viele Antibiotika verwendet, die resistente Keime entstehen lassen. Genau diese nehmen über die Ausscheidungen der Nutztiere auch die Insekten auf. Da Fliegen ebenfalls Kontakt zu Menschen haben, sind sie so ein „idealer“ Überträger von Erregern. Wissenschaftler der Universität Münster haben daher nun gemeinsam mit einem internationalen Team die Bedeutung der Schmutzfliege bei der Verbreitung antibiotikaresistenter Bakterien genauer beleuchtet. […]

Spinalkanalstenose: „Als ob jemand mit dem Messer in das Bein schneiden würde“

Münster – Rückenprobleme sind in Deutschland der häufigste Grund für eine Krankschreibung. Was während des Arbeitslebens beginnt, setzt sich im Alter fort: „Bei etwa jedem fünften Menschen über 60 Jahren können Sie eine Einengung des Wirbelkanals auf den Bildern des Computertomographen (CT) oder des Magnetresonanztomographen (MRT) erkennen. In vielen Fällen macht dies aber keine Beschwerden“, berichtet Dr. Oliver Timm, neurochirurgischer Oberarzt und Koordinator des von der deutschen Wirbelsäulengesellschaft zertifizierten Wirbelsäulenzentrums im Clemenshospital. […]