Betroffene gründen regionale Selbsthilfegruppe für Menschen mit neuroendokrinen Tumoren im Münsterland

Münster (ukm/lie) – „Das kommt bestimmt vom Stress.“ Als Sandra van Schöll vor gut zwei Jahren immer mal wieder unter Bauch- und Rückenschmerzen litt, ahnte sie zunächst nichts Böses. Erst als während des gemeinsamen Herbsturlaubs mit ihrem Mann starke Koliken auftraten, ging die heute 43-Jährige zu ihrem Hausarzt, um die Ursachen abklären zu lassen. Die ersten Untersuchungen lieferten keine eindeutigen Ergebnisse. Doch im Juni vergangenen Jahres erhielt van Schöll die erschreckende Diagnose: ein neuroendokriner Tumor (NeT) am Übergang zwischen Bauchspeicheldrüse und Zwölffingerdarm. […]

Das Darmkrebszentrum des Clemenshospitals wurde vor zehn Jahren gegründet

Münster – Prof. Dr. Udo Sulkowski erinnert sich an sein Lehrbuch für Chirurgie aus dem Jahr 1982: „Dort steht, dass die Heilungschancen bei Patienten mit einem Dick- oder Enddarmkrebs bei 20 Prozent liegt. Heute liegen wir bei 80 Prozent“. Ein Grund für diesen Erfolg liegt in der Gründung von Darmkrebszentren, in denen alle Beteiligten eng zusammenarbeiten, um Reibungsverluste und Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Das erste Darmkrebszentrum Münsters, das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert wurde, befindet sich im Clemenshospital und heißt „Darmzentrum Portal 10 Münster“. […]

Endometriose „Awareness Monat“: Information tut Not

Viele Jahre haben Frauen über das sehr private Thema der eigenen Menstruation nicht viel gesprochen – wenn überhaupt mit dem Frauenarzt oder dem engsten Umfeld. Die massive Einschränkung der Lebensqualität wird von vielen Frauen hingenommen, bis es nicht mehr zu ertragen ist. In einer aufgeklärten Gesellschaft sollte die Menstruation aber nicht länger ein Tabuthema sein. Aktuelle Schätzungen besagen, dass in Deutschland zwischen 10 bis 15 Prozent aller Frauen im Alter von 15 bis 50 Jahren an Endometriose erkrankt sind – vielfach ohne, dass sie ihren Beschwerden selbst einen Krankheitswert zumessen. […]

Münstersche Physiologen erfolgreich in Europa: EU bewilligt vier Millionen Euro für die Erforschung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Münster(mfm/sw) – EU-Förderung für die Erforschung des Bauchspeicheldrüsenkrebs: Das vom Institut für Physiologie II der Universität Münster aus koordinierte „Marie Skłodwska Curie Innovative Training Network“ mit der Bezeichnung pHioniC erhält vier Millionen Euro – und geht somit in eine zweite Runde. „Mit unserer Bewerbung konnten wir uns in einem hochrangigen Umfeld durchsetzen“, freut sich Prof. Albrecht Schwab. Das erfolgreiche Konsortium sei bei rund 400 Bewerbungen unter die besten zehn gekommen. Es umfasst zwölf Partner aus sieben europäischen Ländern und wird in den nächsten vier Jahren 15 internationale Doktoranden ausbilden. Rund 400.000 Euro der Fördersumme entfallen auf den Standort Münster. […]

Kieferorthopädie im Kreuzfeuer: Alles nur Ästhetik?

Ein vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebenes Gutachten erweckte jüngst den Eindruck, dass viele kieferorthopädische Behandlungen nicht nachhaltig oder gar nicht erst notwendig seien. Ist Kieferorthopädie also nur reine Ästhetik? Eine Auffassung, die laut Prof. Ariane Hohoff, Direktorin der Poliklinik für Kieferorthopädie am UKM (Universitätsklinikum Münster), weder wissenschaftlich noch medizinisch-praktisch zu halten ist. […]

Infoabend: Ängste, Zwänge und Depression im Jugendalter

Am 20. März informieren Dr. med. YooJeong Lee, leitende Oberärztin der Christoph-Dornier-Klinik, und Dipl.-Psych. Vera Frühauf Jugendliche und Erwachsene über Anzeichen, Gründe und Behandlungsmöglichkeiten von Angst-, Zwangs- und depressiven Erkrankungen im Jugendalter. Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin leitet den Bereich Jugendliche und junge Erwachsene und ist stellvertretende leitende Psychotherapeutin der Klinik. […]

Mehr Massel als Brassel: Türmerin Martje Saljé und Autorin Marion Lohoff-Börger veranstalten Masematte-Abend

Münster – Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Alexianer Waschküche gegenüber vom Hauptbahnhof, als die Autorin Marion Lohoff-Börger und Münsters musikalische Türmerin Martje Saljé zum Masematte-Abend einluden. Das Thema war die Liebe, schließlich war Valentinstag. „Masematte umfasst rund 600 Worte nur leider keines für die Liebe“, erklärte Lohoff-Börger. Dass es trotz dieses Mangels sehr lustig zugehen kann, wenn es auf Münsters Geheimsprache um das schönste aller Gefühle geht, zeigte sich zum Beispiel bei der bekannten Geschichte um den schwarzen Schwan Petra, der sich vor über zwölf Jahren auf dem Aasee in ein Tretboot verliebte. […]