„Dumbo“-Krake wird von Forschern der Universität Münster in Hochfeld-MRT untersucht

Münster (mfm/jk) – Ohrenartige Flossen rechts und links des Kopfes, spiralenförmig gleiten sie damit durch das Wasser. Nicht zufällig werden sie auch „Dumbo“-Kraken genannt, denn zu auffällig ist ihre Ähnlichkeit mit Disneys Elefanten. Beinahe niedlich sind diese Wesen, die aussehen, als kämen sie von einem fremden Planeten. Und ihr eigentlicher Lebensraum ist auch eine uns nahezu unbekannte Welt: die Tiefsee. Forscher aus Münster, Bonn und den USA haben nun zum ersten Mal einen Dumbo-Schlüpfling mithilfe eines speziellen Kleintier-MRT-Gerätes untersucht und ihre Ergebnisse in der „Current Biology“ publiziert. Das Team rund um Prof. Cornelius Faber aus dem Institut für klinische Radiologie der Universität Münster konnte durch die im MRT entstandenen Aufnahmen die inneren Organe des Kraken-Jungen in einen Zusammenhang mit der Verhaltensweise und dem Entwicklungszyklus dieser Tiefsee-Tiere bringen. […]

MALDI-TOF-Massenspektrometrie: Mikrobiologen entwickeln Methode zur beschleunigten Bestimmung von Antibiotikaresistenzen

Münster (mfm/sm) – Atemwegs-, Harnwegs- oder Wundinfektion, Sepsis: Die Liste der typischerweise durch multiresistente Keime ausgelösten Erkrankungen ist lang, deren Verlauf oft schwer oder gar tödlich. Therapeutischer Königsweg sind exakt auf den krank machenden Erreger zugeschnittene Antibiotika, doch genau hier liegt das Problem: Tests, welcher Keim den Patienten krankmacht und gegen welche Antibiotika dieser noch empfindlich ist, dauern oft lange. Ein Forscherteam des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Universität Münster hat nun eine Methode entwickelt, die das Verfahren deutlich beschleunigt. Unterstützt durch eine neue Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bringen die Forscher die Methode in Kooperation mit einem Technologieunternehmen derzeit zur Marktreife, sodass sie Patienten schon bald zugutekommen kann. […]

„Schmerz kann alles sein“:
Schmerzambulanz für Kinder und Jugendliche am UKM

Münster (ukm/aw) – Jahrelang litt Julia Wesselmeier aus Hörstel unter immer wiederkehrenden Bauchschmerzen. Mit ihren Eltern war die heute 15-Jährige quasi Dauergast bei niedergelassenen Ärzten und in Krankenhäusern. „Doch niemand konnte eine Ursache finden, man fühlt sich irgendwann nur noch hilflos“, so Julias Mutter. Als dann noch unerklärliche Taubheit in den Knien dazu kam, kam Familie Wesselmeier mit Julia zum UKM (Universitätsklinikum Münster). „Julia war insgesamt neun Wochen stationär hier und wir haben sie noch einmal medizinisch gründlich untersucht: Gleichzeitig haben wir aber auch intensiv nach nicht körperlichen Ursachen für ihre Schmerzen gesucht“, sagt Dr. Martina Monninger, leitende Oberärztin der Kinderpsychosomatik in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am UKM. […]

Knochen aus dem 3D-Drucker

Münster (ukm/maz) – Leuchtendes Rot, kräftiges Blau, strahlendes Grün: Die modellierten Knochen und Gelenke, die in der Klinik für Allgemeine Orthopädie und Tumororthopädie des UKM (Universitätsklinikum Münster) zu sehen sind, sind längst nicht mehr in klassischem Kalkweiß. Denn die bunten Kunststoffwerke stammen aus einem 3D-Drucker. Eine Technologie, die immer häufiger Einsatz in der Medizin findet. […]

Neues AVWL-Projekt:
„Apotheke 2.0“ optimiert Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen

Westfalen-Lippe – Wie können Apotheken mithilfe moderner Technologien die Gesundheitsversorgung älterer und multimorbider Menschen in ländlichen Regionen optimieren? Dieser Frage geht der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) mit seinem neuen Projekt „Apotheke 2.0“ auf den Grund – zusammen mit der Universität Osnabrück und dem Netzwerk Gesundheitsregion EUREGIO. […]

Meilenstein im Kampf gegen Brustkrebs

Münster (ukm/maz) – CDK4/6-Hemmer heißt der Lichtblick in der Krebstherapie, der holprig klingt, aber eine Medikamentengruppe beschreibt, die lange von Medizinern herbeigesehnt wurde. Diese Medikamente, die seit einem Jahr auch in Europa zugelassen sind, greifen direkt Metastasen an und hemmen das Zellwachstum deutlich – gesunde Zellen werden hingegen kaum beeinträchtigt. „Wir können den Krebs damit unmittelbar bekämpfen, ohne dass Betroffene starke Nebenwirkungen haben wie bei einer Chemotherapie“, erklärt Dr. Joke Tio, Leiterin des Brustzentrums am UKM (Universitätsklinikum Münster), die neuartige Wirkweise, von der auch ihre Patientin Ingrid S. profitiert. […]

Gefangen in Scham

Münster – Scham hält traumatisierte Menschen nicht nur davon ab, sich frühzeitig Hilfe zu suchen. Sie verstärkt auch die psychischen Folgen und bietet häufig den Nährboden für weitere Traumatisierungen. Besonders Jugendliche neigen dazu, sich klein und unsichtbar zu machen, um ihre Familie zu schützen – und werden dadurch noch verletzlicher. Scham ist eines der stärksten Gefühle, und eines der unangenehmsten, die ein Mensch erleben kann. Kaum ein anderes Gefühl ist so intim. Scham betrifft immer die gesamte Person und deren soziale Integrität. Denn mit ihr geht nicht nur eine negative Selbstbewertung einher, sondern auch die Befürchtung, von anderen abgewertet oder ausgeschlossen zu werden. Forschungen zeigen, dass Menschen, die sich für ein traumatisches Erlebnis schämen, ein erhöhtes Risiko tragen, psychisch krank zu werden. […]

Bunte Deckenbilder für kranke Kinder

Münster – Auch in kleinen Schweinchen kann viel Gutes stecken, beim Sparschwein der Komfortstation des Clemenshospitals waren es rund 2.500 Euro. „Im Lounge-Bereich unserer Station stehen ein Kaffeeautomat und ein Kühlschrank mit kleinen Snacks für die Patienten kostenlos zur Verfügung“, berichtet die Leitung des Patientenservice, Sabine Rügenhagen. Da viele Patienten und Angehörige trotzdem gerne eine kleine Aufmerksamkeit hinterlassen möchten, wurde ein Sparschwein aufgestellt, um Geld für die Station zur neurologischen Frührehabilitation von Kindern im Clemenshospital zu sammeln. “Wir von der Station 6A freuen uns, dass nach drei Jahren eine so hohe Summe zusammengekommen ist und möchten uns bei Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern für Ihre Spendenbereitschaft herzlich bedanken.“ […]