Apr. 29, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Toni Kroos sprach mit Eltern, lachte mit Kindern am Krankenbett und im Therapieraum, verteilte Spielsachen an die kleinen Patientinnen und Patienten und zeigte, wie sehr ihm das Schicksal von Familien schwerkranker Kinder am Herzen liegt. (© Foto by Meike Reiners)
Münster – Seit 2021 unterstützt die Toni Kroos Stiftung die kinderneurologische Frührehabilitation im Clemenshospital Münster – ein Krankenhaus der Alexianer. Die besondere Station der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin wurde gestern vom Stifter und Ex-Fußballprofi persönlich besucht. Toni Kroos sprach mit Eltern, lachte mit Kindern am Krankenbett und im Therapieraum, verteilte Spielsachen und zeigte, wie sehr ihm das Schicksal schwerkranker Familien am Herzen liegt. „Meinen Kindern zu Hause, meiner Frau und mir geht es glücklicherweise sehr gut, aber es gibt viele, bei denen es nicht so ist. Da muss man einfach helfen. Dafür habe ich meine Stiftung gegründet“, sagte er. „Wenn es mir gelingt, mit einem Besuch viele Kinder glücklich zu machen, dann sollte ich das auch tun. Mir persönlich bedeuten Momente wie diese sehr viel.“
Der Besuch hinterließ bleibenden Eindruck: „Toni Kroos ist sehr empathisch, sucht den direkten Kontakt mit den Kindern, ihren Familien und auch mit uns Ärzten und Pflegenden. Das gibt allen Kraft und positive Energie. Für sein Engagement und das seiner Stiftung sind wir von Herzen dankbar“, so Dr. Otfried Debus, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.
„Das ist ein verspäteter Aprilscherz, oder?“, so reagierte Michael auf die Nachricht, dass seine Familie Toni Kroos treffen würde. Jonna, die Tochter von Lisa und Michael Klein, kam am 27. April als Frühchen zur Welt. „Auch wenn Jonnas Start ins Leben nicht leicht ist – dass er sich Zeit für sie und für uns genommen hat, finden wir ganz besonders. Wahrscheinlich wollte Jonna schnell auf die Welt, um das Treffen nicht zu verpassen“, sagt Jonnas Mama Lisa. Insgesamt traf der Stifter an diesem Tag rund 25 Kinder und ihre Familien.
Die Stiftung hat bereits zahlreiche Projekte im Clemenshospital gefördert, Veranstaltungen organisiert und hilft Familien auch nach dem Klinikaufenthalt. Während seines Besuchs besichtigte Toni Kroos auch das von seiner Stiftung mit 400.000 Euro unterstützte Pelikanhaus – ein Ort der Geborgenheit für Eltern und Geschwister schwerkranker Kinder in direkter Kliniknähe. „Der tatsächliche Nutzen ist enorm. Es ist schön zu sehen, was daraus geworden ist“, so sein Fazit.
„Die Spenden der Toni Kroos Stiftung schaffen wertvolle Angebote, besondere Therapien und schenken Kindern sowie ihren Angehörigen in herausfordernden Zeiten Momente des Durchatmens. Solche Augenblicke bleiben – und machen im Klinikalltag den Unterschied. Der Überraschungsbesuch wird uns allen lange in Erinnerung bleiben“, sagt Sabrina Schulz vom Fundraising-Team. In enger Zusammenarbeit mit dem Team rund um Jessica und Toni Kroos sind bereits weitere Projekte geplant.
Apr. 28, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Als frisch zertifiziertes Alterstraumazentrum treten sie in der Unfallchirurgie interdisziplinär für eine bessere Behandlung von älteren Patientinnen und Patienten ein (v.l.): Ute Haking, Dr. Kathrin Kothe, Monika Denno, Prof. Dr. Michael Raschke, Dorothee Deinken, Esmira Aslan, Claudia Bamming, Hildegard Muhmann, Janina Borkert, Barbara Ahrens und Dr. Josef Stolberg-Stolberg. (© Foto by UKM/Heine)
Bessere interdisziplinäre Behandlung für ältere Patienten
Wenn ältere Menschen stürzen und sich verletzen wird häufig eine Operation nötig – gleichzeitig steigt mit höherem Lebensalter das Risiko für Komplikationen während oder nach einer OP. Um dem durch bestmögliche interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit entgegenzuwirken und dem wachsenden gesellschaftlichen Bedarf gerecht zu werden, hat sich die Unfallchirurgie jetzt zum Alterstraumazentrum der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifizieren lassen.
Münster (ukm/lwi) – Wie kaum einen anderen Gesellschaftsbereich fordert der demografische Wandel das Gesundheitssystem. Eine immer älter werdende Gesellschaft schafft immer größere Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung – nicht nur in der Pflege, der Inneren Medizin oder der Kardiologie, sondern auch in der Unfallchirurgie. Je älter ein Mensch, desto wahrscheinlicher werden Stürze und damit Verletzungen wie Knochenbrüche. „Zu den häufigsten alterstypischen Frakturen zählen die des Oberschenkels, der Wirbelkörper, des Beckens und des Handgelenks, aber auch Frakturen der Oberarme“, sagt Privatdozent Dr. Josef Stolberg-Stolberg, Oberarzt in der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am UKM.
Ältere Patienten, die mit einem solchen Trauma vorstellig werden, bringen häufig viele weitere Erkrankungen mit, die spätestens im Hinblick auf eine sichere Operation und bestmögliche Rehabilitation berücksichtigt werden müssen. Um die älteren Menschen ab 70 Jahren noch individueller und besser zu behandeln, hat sich die Unfallchirurgie am UKM zu Beginn dieses Jahres von der Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) als Alterstraumazentrum zertifizieren lassen.
Dr. Kathrin Kothe, Oberärztin aus der „Medizinischen Klinik D“ des UKM, hat den Zertifizierungsprozess als Geriaterin begleitet. „Als Alterstraumazentrum rücken wir die interprofessionelle und interdisziplinäre Behandlung älterer Menschen weiter in den Fokus. Neben der Unfallchirurgie ist die Geriatrie dabei genauso Teil des Teams wie die Pflege, Physio- und Ergotherapie sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter. Bei der Identifikation der infrage kommenden Patientinnen und Patienten schauen wir aber nicht allein auf das Alter, sondern natürlich auf den Gesamtzustand und individuelle geriatrische Risikofaktoren, um zu beurteilen, wie groß die Wahrscheinlichkeit für einen komplikativen Verlauf ist“, sagt Kothe. „Ist eine bestimmte Risikokonstellation gegeben, besprechen wir gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten die weiteren Optionen.“
Aus ärztlicher Sicht bedeutet dies für Patientinnen und Patienten etwa, dass rund um ihre Operation ein besonderes Augenmerk auf Vorerkrankungen und die Wechselwirkungen von Medikamenten gelegt wird. Neben der üblichen Versorgung erhalten sie außerdem zwei geriatrische Visiten pro Woche. Ergo- und physiotherapeutisch sowie pflegerisch wird ein Schwerpunkt auf aktivierende Pflege, also eine frühe Mobilisation und Krankengymnastik gelegt, um eine möglichst gute Rehabilitation zu ermöglichen. Dort knüpft dann der Sozialdienst an, der die Patientinnen und Patienten im Rahmen des Entlassmanagements bei ganz praktischen Fragen rund um die Reha, den neuen Alltag oder auch zu finanziellen Aspekten berät.
„Insgesamt können wir als Alterstraumazentrum eine individuellere und engmaschigere Begleitung rund um die Operation anbieten. Damit optimieren wir den Heilungsprozess und reduzieren Probleme wie postoperative Verwirrungszustände, Pneumonie oder thromboembolische Komplikationen. Durch den demografischen Wandel steigt der Bedarf für altersgerechte Behandlungen. Diese sind interdisziplinär und müssen immer weiter verbessert werden“, gibt Klinikdirektor Prof. Michael Raschke einen Ausblick auf die kommenden Jahre.
Apr. 17, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Haben sich für die Zusammenarbeit im Brustkrebszentrum UKM I Clemenshospital stark gemacht: (vorne) Dr. Isabel Radke, (Mitte, v.l.) Priv.-Doz. Dr. Rüdiger Liersch, Dr. Joke Tio, Univ.-Prof. Dr. Alex Friedrich, (hinten, v.l.) Dr. Carl Opitz, Dr. Christian von Klitzing. (© Foto by UKM/Kochinke)
Im neuen Brustkrebs-Zentrum UKM I Clemenshospital arbeiten verschiedene Spezialistinnen und Spezialisten des Universitätsklinikums Münster und des Clemenshospitals ab sofort kooperativ zusammen. Von den gemeinsam abgestimmten und sich ergänzenden Versorgungskonzepten profitieren betroffene Patientinnen und Patienten in beiden Häusern.
UKM und Clemenshospital bündeln Kräfte für optimale Versorgung bei Brustkrebs
Münster (ukm/lie) – Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: Jede achte Frau in Deutschland erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Aber auch Männer können betroffen sein. „Die Diagnose ist für die Patientinnen und Patienten ein einschneidendes Ereignis. Umso wichtiger ist für die Betroffenen das Wissen, dass ihnen eine bestmögliche medizinische Versorgung zur Verfügung steht“, betont Dr. Joke Tio, Leiterin des Brustkrebszentrums UKM | Clemenshospital.
Für das neue kooperative Zentrum wurden in den vergangenen Monaten von zahlreichen Beteiligten der zertifizierten Brustzentren des WTZ (Westdeutsches Tumorzentrum) Münster am UKM (Universitätsklinikum Münster) und des Clemenshospitals aufeinander abgestimmte und sich ergänzende Versorgungskonzepte erarbeitet. „Der Bedarf an professioneller Begleitung im Ernstfall ist ungebrochen hoch und beide Häuser bringen langjährige Erfahrung mit. Unter der Koordination von Dr. Joke Tio übernimmt ein erfahrenes und hochkompetentes Team die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten“, sagt Dr. Christian von Klitzing, Sprecher der Hauptgeschäftsführung der Alexianer. „Wir freuen uns sehr, dass dieser Brückenschlag zwischen dem UKM und den Alexianern als Trägern des Clemenshospitals nun in die Tat umgesetzt wird.“
Ein zentrales Element der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Tumorkonferenz, in der die Spezialistinnen und Spezialisten beider Häuser und unterschiedlicher Fachbereiche wie Onkologie, Radiologie, Strahlentherapie, Pathologie und Senologie individuelle Therapieentscheidungen für die Betroffenen diskutieren. Zudem kann das gesamte Spektrum der plastisch-rekonstruktiven Mammachirurgie angeboten werden. Weiterhin wird im Rahmen der Kooperation das universitäre Studienangebot ausgebaut, um mehr Patientinnen und Patienten den Zugang zu innovativen Therapien zu ermöglichen.
Die Netzkoordination im neuen kooperativen Brustkrebszentrum übernimmt Dr. Joke Tio, die im Zentrum zusammen mit Dr. Isabel Radke und Dr. Carl Opitz tätig ist. „Mit den aufeinander abgestimmten Versorgungskonzepten bündeln wir in dieser Kooperation die Expertise beider Standorte, um Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs in Münster eine umfassende und wohnortnahe Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau zu bieten. Deshalb ist es uns auch wichtig, das im nächsten Schritt von der Ärztekammer Westfalen-Lippe durch die Zertifizierung nach ÄKzert® bestätigen zu lassen. Trägerübergreifende Zertifizierungen werden die Zukunft sein“, hebt Univ.-Prof. Dr. Alex Friedrich, Ärztlicher Direktor des UKM, hervor. Und Priv.-Doz. Dr. Rüdiger Liersch, Ärztlicher Direktor des Clemenshospitals und Leiter der Münsteraner Allianz gegen Krebs (MAgKs) unterstreicht: „Die enge Zusammenarbeit unserer beiden Standorte schafft zusätzliche Möglichkeiten für spezialisierte Behandlungsangebote – etwa durch den Einsatz moderner Operationsverfahren oder den Zugang zu innovativen Studien. So stärken wir die Qualität der Versorgung und verbessern zugleich die Perspektiven der Betroffenen.“
Apr. 16, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Hautkrebs-Netzwerk Deutschland lädt am 26. April zum 9. Hautkrebs-Patiententag in Münster ein
Münster – Von Betroffenen für Betroffene: Das Hautkrebs-Netzwerk Deutschland (HKND) lädt alle von Hautkrebs Betroffenen sowie Angehörige und Interessierte am 26.04.2025 zum 9. Deutschen Hautkrebs-Patiententag in die Fachklinik Hornheide in Münster ein. Die Veranstaltung bietet gut verständliche Fachvorträge rund um das Thema Hautkrebs, Informationen zu Beratungsmöglichkeiten und Selbsthilfearbeit in der Region sowie Raum für Fragen und den persönlichen Austausch. Der Hautkrebs-Patiententag wird seitens der Selbsthilfe organisiert und möchte Betroffenen neues Wissen vermitteln und ihnen eine stärkere Stimme geben. Das HKND und die Fachklinik Hornheide freuen sich über jeden Besucher und jede Besucherin. Die Teilnahme ist kostenfrei und für kulinarische Verpflegung ist gesorgt. Eine Anmeldung ist für die bessere Planung erwünscht.
Warum sich ein Besuch lohnt
Mit Vorträgen in allgemeinverständlicher Form werden Ihnen Informationen zur Entstehung, Vorbeugung und Behandlung von Hautkrebs geboten. Lernen Sie zudem Selbsthilfegruppen sowie Beratungs- und Hilfsangebote aus der Region kennen. Unsere Abschlussrunde bietet Zeit und einen geschützten Raum für den moderierten Austausch, Ihre Fragen und Anregungen. Wir freuen uns sehr darauf, Sie in Hornheide zu begrüßen!
Apr. 15, 2025 | Pressemitteilungen
Bild: Dr. Christoph Hoppenheit, Jennifer Mendes-Herzog und Dagmar Mangels mit dem neuen Kinderbuch „Fräulein Rosine und die magische Handtasche“. (© Foto by UKM)
Münster (ukm/pg) – Was passiert eigentlich in der Notaufnahme? Wie sieht es in der Blutspende aus? Und was geschieht auf den verschiedenen Kinderstationen? Zum 100-jährigen Jubiläum der Universitätsmedizin wird am UKM ein besonderes Kinderbuch veröffentlicht, das eine Entdeckungsreise durch Münster und speziell dem UKM verspricht. Autorin Dr. Jennifer Mendes-Herzog ist nicht nur durch ihre Arbeit in der Transfusionsmedizin des UKM mit dem Standort Münster verbunden. Nachdem die gebürtige Münsteranerin nach mehreren Jahren in ihre Heimatstadt zurückkehrte, erlebte sie die Stadt und das Klinikum nochmal von einer ganz neuen Seite – durch die Perspektive ihrer Kinder. Inspiriert von Umgebung und Arbeitsplatz setzte Mendes-Herzog ihre Ideen schließlich mit viel Engagement und Fantasie in die Tat um.
Im Buch „Fräulein Rosine und die magische Handtasche“ begleitet die quirlige Hauptfigur die jungen Leserinnen und Leser auf eine spannende Entdeckungsreise durch das UKM und vermittelt dabei mit ihren tierischen Freunden einen einfühlsamen Blick in die Welt des Klinikums. „Da ich den Großteil meiner Arbeitszeit in meiner Abteilung verbringe, war es mir wichtig, auch andere Bereiche des UKM kennenzulernen, um authentisch darüber schreiben zu können“, berichtet Mendes-Herzog. Während ihrer Arbeit am Kinderbuch hatte die Münsteranerin die Möglichkeit, zahlreiche Stationen und Abteilungen zu besuchen. „Das war eine ganz neue Perspektive auf unsere Klinik, die ich sonst nicht erlebe.“ Die farbenfrohen Bilder lieferte Illustratorin Christa Lippich.
Zehn Jahre nach dem ersten Kinderbuch des UKM, dem blauen Wimmelbuch, dass die Kinder mit auf eine Entdeckungsreise durch das UKM genommen hat, ist Dr. Christoph Hoppenheit, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Kaufmännischer Direktor am UKM, aus zweierlei Hinsichten stolz auf das neue Druckstück. „Das Projekt ist ein tolles Beispiel dafür, wie kreativ und engagiert unsere Mitarbeitenden sind“, betont Hoppenheit. „Frau Mendes-Herzog hat nicht nur ein Geschenk für die Kinder geschaffen, sondern auch den Geist unseres Hauses in einer einzigartigen Form festgehalten.“ Von den vielen anschaulichen Erklärungen der verschiedenen Bereiche und Untersuchungen sollen zukünftig vor allem junge Patientinnen und Patienten, aber auch Geschwisterkinder von länger erkrankten Kindern, die am UKM stationär aufgenommen sind, profitieren.
Dagmar Mangels, Projektkoordinatorin „100 Jahre Universitätsmedizin“, freut sich ebenfalls über die aktuelle Auflage des besonderen Kinderbuches, das passend zum Jubiläum erscheint: „Es ist bemerkenswert, dass wir hier in der Universitätsklinik neben der medizinischen Kompetenz auch bei vielen Mitarbeitenden ein kreatives Potential haben. Mit dem neuen Kinderbuch und den Erlebnissen von Fräulein Rosine wollen wir nicht nur den kleinsten Patientinnen und Patienten einen unbefangenen Einblick in den Klinikalltag geben.“