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Urologen spenden für Palliativstation

Münster – Über eine Spende in Höhe von 5.000 Euro kann sich der „Förderverein Palliativmedizin Raphaelsklinik e.V.“ freuen. Übergeben wurde der Betrag von den Leitern der Urologischen Gemeinschaftspraxis Münster Dr. Walter Otto, Dr. Eckart Gronau und Dr. Maximilian Cohausz an die Vereinsvorsitzende Gaby Marbach. Es handelt sich um das mit der Verleihung des Alexander-von-Lichtenberg-Preises verbundene Preisgeld, das von der Deutschen Gesellschaft für Urologie vergeben wird. Ausgezeichnet wurde damit unter anderem die außergewöhnlich enge Verzahnung zwischen der ambulanten und stationären Versorgung der Patienten und die Erweiterung des Behandlungsspektrums um sogenannte komplementärmedizinische Angebote wie die traditionelle chinesische Medizin. Der Förderverein unterstützt die Palliativstation der Raphaelsklinik bei der Finanzierung von Leistungen, die von den Kassen nicht übernommen werden wie die Musiktherapie oder spezielle Rollstühle. „Diese großzügige Spende wird zu 100 Prozent den Patienten unserer Palliativstation zugute kommen!“, wie Marbach während der Spendenübergabe zusagte.

Bild: Die Vorsitzende des Fördervereins, Gaby Marbach (3.v.r.), nimmt die Spende von Dr. Maximilian Cohausz (3.v.l.) von der Urologischen Gemeinschaftspraxis entgegen.

Prominenter Hilfspfleger auf der Palliativstation

Münster – Der neue Mitarbeiter der Palliativstation der Raphaelsklinik dürfte vielen Patienten bekannt vorgekommen sein, Jörg Adler hat am Freiwilligentag einen Vormittag lang die Dienstkleidung des Krankenpflegers übergezogen und bei der Pflege mitgeholfen. „Es war zum Teil wie ein déjà vu für mich, ich habe Anfang der Siebziger während des Studiums auf einer Intensivstation gearbeitet und viele Handgriffe sind mir sofort wieder eingefallen“, berichtete der USC-Präsident und ehemalige Zoodirektor.

Bettlägerige Patienten waschen und in die richtige Lage bringen, damit sie sich nicht wundliegen, Gespräche mit Schwerstkranken führen, Adler schenkte sich nichts und half den Pflegern und Schwestern wo es ging. „Es ist sehr eindrucksvoll, wie viel Zeit notwendig ist, um einen Menschen rundum zu versorgen. Was die Pflegenden leisten, wird in der Öffentlichkeit gar nicht wahrgenommen“ schilderte Adler seine Eindrücke. Die letzte Stunde seines Einsatzes auf der Palliativstation verbrachte Adler am Krankenbett von Barbara Zimmermann.

Gesprächsstoff gab es genügend, über Vietnam, das beide bereist haben und Adler als seine zweite Heimat bezeichnet oder über Borneo, einem Traumziel des 70-Jährigen, „wegen der Nasenaffen“. Doch nicht nur das Reisen ist Thema, auch das Umziehen. Adler arbeitet bei der Caritas, vermittelt Wohnungen für Flüchtlinge und ist gewissermaßen ein Umzugsexperte. Barbara Zimmermann benötigt nach ihrem Umzug nach Coerde dringend Küchenmöbel, der Förderverein der Palliativstation der Raphaelsklinik, dessen Schirmherr Adler ist, hat bereits beim Kauf eines Kühlschranks geholfen, doch das Küchenmobiliar ist ein Problem. Adler will sich umhören. Als er die Dienstkleidung wieder abgelegt hat, war er um viele Eindrücke reicher, wie er sagte. Und die Pflegenden waren froh über die tatkräftige Hilfe durch den prominenten Hilfspfleger.

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Bild: Prominenter Aushilfspfleger: Jörg Adler (m.) mit dem ärztlichen Leiter der Palliaitvstation, Dr. Marc Theisen (l.) am Bett von Barbara Zimmermann.

Häkelbären brachten Spende für die Palliativstation

Münster – Ob im Urlaub am Strand oder abends vor dem Fernseher, Gaby Marbach häkelt. Die Früchte ihrer Arbeit sind allerdings keine Socken oder Topflappen sondern niedliche kleine Bären, die kein Herz kalt lassen. Für 15 Euro pro Stück hat die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Raphaelsklinik die knuffigen Gesellen während der Adventszeit und bei öffentlichen Veranstaltungen an die Besucher der Innenstadtklinik verkauft. Die unglaubliche Summe von 1615 Euro ist auf diese Weise zusammengekommen.

Der Schirmherr des Fördervereins Palliativmedizin Raphaelsklinik e.V., Jörg Adler, der leitende Arzt Dr. Marc Theisen und der Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Dr. Holger Timmer freuen sich über die großzügige Spende: „Das Geld kommt vollständig den Patienten der Palliative Care Einheit zugute“, erläutert Theisen und berichtet, dass nicht alles, was die Patienten der Station benötigen, von der Klinik oder den Krankenkassen bezahlt werden kann. Anschaffungen wie kleine Tischventilatoren für die heißen Sommertage, Musikanlagen für jedes Zimmer oder teure Spezialrollstühle für die Fahrt in den Klinikgarten können nur über Spenden finanziert werden.

„Während ich die Bären verkauft habe, kam ich oft mit den Menschen ins Gespräch und konnte über die Palliativmedizin informieren. Viele Menschen haben falsche Vorstellungen von den Aufgaben einer solchen Station“, berichtet Gaby Marbach.

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Bild: Jörg Adler, Dr. Marc Theisen und Dr. Holger Timmer (v.l.) freuen sich über den Erfolg der Häkelaktion von Gaby Marbach (2.v.r.).