Schober-Stiftung spendet 40.000 Euro für Palliativ-Versorgung

Schober-Stiftung spendet 40.000 Euro für Palliativ-Versorgung

Bild: 40.000-Euro-Spende fördert Studie zur Verbesserung der palliativen Versorgung. Vorstandsvorsitzender Univ.-Prof. Hugo Van Aken (4.v.r.) und Geschäftsführer Dr. Christian Lingg (4.v.l.) von der Stiftung Universitätsmedizin bedanken sich bei dem Ehepaar Dr. Anna und Univ.-Prof. Otmar Schober (Mitte) für die Unterstützung. Mit dabei: Prof. Philipp Lenz (2.v.l.), Direktor der Palliativmedizin am UKM, und der Leiter der UKM-Apotheke, Dr. Christoph Klaas (r.), sowie weitere Mitarbeitende aus der UKM-Apotheke und des Palliativnetzes Münster. (Foto © UKM/Heine)

Münster – Eine interdisziplinäre Studie der Medizinischen Fakultät der Universität Münster und der Zentralen Einrichtung für Palliativmedizin am UKM (Universitätsklinikum Münster) soll Palliativ-Patientinnen und -Patienten den Übergang von stationärer zu ambulanter Versorgung erleichtern. So soll den Betroffenen in ihrer letzten Lebensphase eine Rückkehr nach Hause ohne den bekannten „Drehtür-Effekt“, also die ständige Wiederaufnahme in einer Klinik, ermöglicht werden. Auf der anderen Seite sollen aber auch drohende Versorgungslücken abgewendet werden. Die Schober-Stiftung fördert das palliativmedizinische Projekt „EntMedPall“ mit einer Spende in Höhe von 40.000 Euro an die Stiftung Universitätsmedizin Münster.

Nach einer stationären Behandlung im Krankenhaus besteht für Betroffene immer der Wunsch, möglichst schnell wieder in die vertraute häusliche Umgebung zurückzukehren. Das gilt insbesondere für Menschen mit fortgeschrittenen schwerwiegenden Erkrankungen, die eine stationäre palliative Versorgung erfordern. „Die meisten Patientinnen und Patienten möchten ihre letzte Lebensphase zu Hause verbringen und können die Entlassung kaum abwarten. Bei einer unzureichenden Planung besteht allerdings ein hohes Risiko von Versorgungslücken und einer ständigen Rückkehr in die Klinik“, erklärt Philipp Lenz, Leiter der Palliativmedizin im UKM.

Während dieser Übergänge von der stationären in eine ambulante Behandlung können sich immer wieder Hürden ergeben, die eine kontinuierliche Versorgung und damit die Gesamtsituation der Betroffenen erschweren, beispielsweise durch die fehlende Verfügbarkeit von Medikamenten. Arzneimittel dürfen von Krankenhäusern nicht für mehrere Tage mitgegeben werden, nicht alle Medikamente sind im ambulanten Bereich verschreibungsfähig und verordnete Medikamente können durch Lieferengpässe in den Apotheken auch einmal nicht vorrätig sein.

Die UKM-Apotheke bildet deshalb im Projekt „EntMedPall“ eine besondere Brücke, die einen lückenlosen Übergang in die ambulante Versorgung gewährleisten soll. „Durch eine interprofessionelle Abstimmung sollen Medikationspläne angepasst und mit den Patientinnen und Patienten sowie mit Angehörigen und Mitarbeitenden des Palliativnetzes besprochen werden, um so die bestmögliche Arzneimitteltherapie sicherzustellen“, erläutert Dr. Christoph Klaas, Leiter der UKM-Apotheke.

Die Schober-Stiftung sieht großes Potential in diesem Projekt und stellt dafür 40.000 Euro bereit. „Wir wollen mit der Unterstützung eine Brücke für Erwachsene mit lebensbegrenzenden Erkrankungen bauen und dazu beitragen, dass die Versorgungswege in der Palliativmedizin langfristig verbessert und gesichert werden“, betont Dr. Anna Schober von der Schober-Stiftung. Mit der Spende der Schober-Stiftung wird im Rahmen der Studie unter anderem über ein Jahr die Stelle einer Apothekerin finanziert.

Weiterhin wird der Entlass-Prozess von Palliativ-Patientinnen und -Patienten bezüglich der Arzneimitteltherapie standardisiert und umfangreich begleitet, wodurch weniger Rückfragen und Unklarheiten entstehen sollen. Hier erfolgt eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Palliativnetz Münster. Ziel ist es, mit der Optimierung der Arzneimitteltherapie auch das stationäre und ambulant tätige Personal zu entlasten. Vor allem aber sollen die Palliativ-Patientinnen und -Patienten profitieren: „Die Verbesserung der palliativen Versorgung ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Wir sind sehr dankbar für die großzügige Unterstützung der Schober-Stiftung und freuen uns, durch enge Zusammenarbeit die Verbindungen im palliativen Versorgungsnetz stärken zu können“, bekräftigt Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hugo Van Aken, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Universitätsmedizin Münster. Damit Betroffene in ihrer letzten Lebensphase nach einem Krankenhausaufenthalt reibungslos in das gewohnte Umfeld zurückzukehren können.

4000 Euro für das Pelikanhaus

4000 Euro für das Pelikanhaus

Bild: Bei der Spendenübergabe im Clemenshospital (v.l.): Dr. Martina Klein, Iris Sohn und Isabella Römer von Fundraising der Alexianer.

Münster – Gleichzeitig sich selber und anderen etwas Gutes tun? Für Iris Sohn ist dies die ideale Kombination und so spendete sie rund 4000 Euro für das Pelikanhaus des Clemenshospitals. „Die Summe setzt sich zusammen aus den Spenden der Friseurkunden in den 16 beteiligten Salons und dem Verkauf von Kevin Murphy Bürsten. Die Salons stellten Spendenhäuschen auf, ein Team spendete sogar die Trinkgelder der Kunden“, wie Sohn begeistert berichtet. Die Unternehmerin bot zudem in einzelnen Salons kostenlose Handmassagen an, für die sie im Gegenzug um Spenden für das geplante Pelikanhaus bat. Das Pelikanhaus wird nach seiner Fertigstellung Angehörigen schwerkranker Kinder und Jugendlicher, die im Clemenshospital behandelt werden, ein Zuhause auf Zeit bieten. „Wir freuen uns sehr über diese großzügige Spende, die vollständig dem Projekt zugutekommen wird!“, wie die Leiterin des Fundraisings der Alexianer, Dr. Martina Klein, bestätigt.

Gesundheitsregion EUREGIO e.V. spendet Tablets für gute Zwecke

Gesundheitsregion EUREGIO e.V. spendet Tablets für gute Zwecke

Bild: Vorzeitige Weihnachtsgeschenke – Gesundheitsregion EUREGIO e.V. spendet Tablets für gute Zwecke. (© Foto: Ems-Vechte-Welle)

Neuenhaus – Die Gesundheitsregion EUREGIO e.V. verbreitet vorzeitige Weihnachtsfreude in der Region. Am Freitag, dem 15.12.2023, wurden acht (gemeinnützige) Organisationen mit einer großzügigen Spende von insgesamt 134 Tablets bedacht. Die Geräte, die im Rahmen des ReKo-Projektes (Regionales Pflegekompetenzzentrum) angeschafft wurden, dienten ursprünglich der Unterstützung von Klient*innen im Bereich der Kommunikation und beim Überwinden digitaler Hemmnisse. Der Vorstand beschloss, diese Ressource auch nach Abschluss des ReKo-Projektes für gemeinnützige Zwecke in der Region zu nutzen und wurde von Seiten des Projektträgers (Gemeinsamer Bundesausschuss, G-BA und DLR) im Vorschlag bestärkt.

Nach einem Aufruf auf der Mitgliederversammlung am 24.08.2023 erhielt die Gesundheitsregion EUREGIO zahlreiche Bewerbungen von interessierten Mitgliedern und gemeinnützigen Akteuren. Der Vorstand wählte schließlich die glücklichen Empfänger anhand klar definierter Kriterien aus, darunter gemeinnütziger Zweck, regionale Bedeutung und Reichweite.

Die begünstigten Organisationen, darunter der Kreisfeuerwehrverband Grafschaft Bentheim e.V., der Treff am Mühlenpark der Diakoniestation Neuenhaus-Veldhausen, der Mentor – Die Lesehelfer Grafschaft Bentheim e.V., das Mehrgenerationenhaus Senfkorn, die Wilhelm-Staehle-Schule Neuenhaus, der PingPong Parkinson Deutschland e.V., der Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises Grafschaft Bentheim sowie die Jugendpflege und Freiwilligenagentur der Gemeinde Hilter a.T.W., erhielten ihre Tablets bei einem Treffen in der Geschäftsstelle der Gesundheitsregion EUREGIO in Neuenhaus.

In einer vorweihnachtlichen Atmosphäre bedankten sich Dr. Arno Schumacher (Vorstandsvorsitzender der EUREGIO) und Geschäftsführer Thomas Nerlinger persönlich bei den Vertreter*innen der Organisationen. „Es freut uns, dass wir solch tolle Projekte und Initiativen mit den Tablets bereichern können!“, sagte Dr. Schumacher. „Vor allem die Teilhabe vulnerabler Gruppen zu stärken und Hemmnisse gegenüber der Digitalisierung zu brechen sind wichtige Themen, mit denen sich auch der Verein identifiziert!“, betont Thomas Nerlinger und ergänzt: „Wir haben den heutigen Zeitpunkt bewusst gewählt: „Gestern hat der Bundestag die beiden Digitalisierungsgesetze DigiG und GDNG beschlossen. Damit ist der Weg frei für die Umsetzung digitaler Anwendungen zum Gemeinwohl der Bürger*innen. Das eRezept wird schon zum Jahreswechsel Realität. Ebenso erhalten alle GKV-Versicherte ab 2025 ihre elektronische Patientenakte (ePA). Bundesgesundheitsminister Lauterbach und die Berichterstatter der Ampelfraktionen haben zur Unterstützung bei der Umsetzung aufgerufen. Unsere Gesundheitsregion EUREGIO mit ihren über 180 Mitgliedern und Kooperationspartnern folgt dem Aufruf und packt in den 130 Mitgliedsregionen mit an! Unsere erfolgreichen Projektaktivitäten der Gesundheitsregion EUREGIO – beginnend in 2015 mit dem BMBF-Projekt ‚Dorfgemeinschaft 2.0‘ – und fortgesetzt im ReKo-Projekt zeigen: Unsere Region zieht mit allen Akteuren an einem Strang. Wir nutzen die Chancen der Digitalisierung im ländlichen Raum. Die interessierten Bürger*innen haben dabei keine Hemmung, neues zu erproben. Voraussetzung ist, dass es Ansprechpartner*innen gibt, die bei Problemen und Fragen zur Seite stehen. Immer häufiger steht auf Grund des demografischen Wandels kein Angehöriger zur Seite. Da ist es gut, dass es nach der ReKo-Projektlaufzeit weiterhin Kümmerer (Case Manager*innen) in den Kommunen gibt, die Hilfe organisieren können. Dabei ist es eine besondere Stärke, dass wir in der ReKo-Modellregion Grafschaft Bentheim und im Emsland ehrenamtliche Strukturen haben, die gewachsene bedarfsgerechte Unterstützung vor Ort anbieten können. Wir danken den Bewerbern für die Bereitschaft, den Staffelstab zu übernehmen und die Tablets weiterhin sinnstiftend im Sinne des Projektträgers G-BA und des des Projekt-Konsortiums und der Kooperationspartner einsetzen. So leisten wir gemeinsam die gewünschte Unterstützung von Bundesgesundheitsminister Lauterbach und dem Bundestag.“

Die Tablets werden vielseitig eingesetzt. Der Kreisfeuerwehrverband nutzt sie bei Übungen und Einsätzen, der Treff am Mühlenpark fördert die soziale Interaktion seiner Tagesgäste, Mentor setzt sie zur Leseförderung bei Kindern ein, die Wilhelm-Staehle-Schule unterstützt Sprachlernschüler, PingPong Parkinson organisiert Tischtennisturniere, die Gemeinde Hilter fördert den Technikzugang für Senioren und Kinder, das Senfkorn nutzt sie im Rahmen der Digital-Lotsen-Arbeit, und der Seniorenstützpunkt des Landkreises Emsland setzt die Tablets für das Projekt „Medien und -Techniklotsen“ ein.

Bei Kaffee und Speisen tauschten sich die Teilnehmenden aus, diskutierten über die Vorteile der Tablets und drückten ihre Dankbarkeit gegenüber der Gesundheitsregion EUREGIO aus. Mit lachenden Gesichtern und einem großen Paket unter dem Arm verließen die Teilnehmenden gegen 15 Uhr die Geschäftsstelle in der Hauptstraße in Neuenhaus.

Die Gesundheitsregion EUREGIO setzt damit ein positives Zeichen für den gemeinnützigen Einsatz von Technologie und unterstreicht die Bedeutung von Digitalisierung und Teilhabe für alle.

Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V. unterstützt Musiktherapie im Clemenshospital

Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V. unterstützt Musiktherapie im Clemenshospital

Bild: Dank Spende der „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“ von mehr als 47.000 Euro kann die Musiktherapie am Clemenshospital der Alexianer in Münster weiterhin angeboten und sogar ausgebaut werden. Die Spende wurde nun an das Fundraising des Clemenshospitals übergeben. (Foto: RTL/Guido Engels)

Münster – Singen und Musik bringen den Menschen Leichtigkeit und Glück. Musik kann dabei helfen, Wut auszudrücken oder eine willkommene Abwechslung im Alltag sein. Für Patient*innen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und der Kinderneurologischen Frührehabilitation im Clemenshospital ist deshalb Musik bei bestimmten Erkrankungsbildern fester Bestanteil der Therapie.
Die Musiktherapie kann Spannung von den Kindern nehmen, die etwa durch die ungewohnte Umgebung oder die Trennung von den Eltern entsteht. Sogar in der Bewusstlosigkeit lassen sich Effekte auf Herz- und Atemfrequenz sowie Hirndruck beobachten und auch das Befinden von Frühgeborenen wird durch Melodien beeinflusst. Manche der jungen Patient*innen werden erst durch positive Emotionen, die in der Musiktherapie geweckt werden, bereit für das weitere therapeutische Vorgehen.

Von den Krankenkassen wird diese Therapieform nur selten bezahlt, deshalb ermöglichen Spenden diese besondere Zuwendung für junge Patient*innen. Die „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern“ unterstützt bereits seit 2020 regelmäßig die Musiktherapie im Clemenshospital. In diesem Jahr erhält sie mit 47.117 Euro so viel wie noch nie. Das Geld aus einer großen Spendenaktion im Herbst wurde nun übergeben. Insgesamt summiert sich die Unterstützung der Stiftung für die Musiktherapie seit 2020 bereits auf mehr als 100.000 Euro.

„Kinder und Jugendliche mit ganz besonderen Problemen umfassend zu begleiten und zu helfen ist ein immer wichtiger werdendes Thema – auch bei uns in Deutschland. Die Musiktherapie im Clemenshospital in Münster ist ein großartiges Beispiel dieser Hilfe, die wir von der ,Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.‘ sehr gerne unterstützen“, sagt Wolfram Kons, RTL Charity Gesamtleiter und Vorstand der Stiftung des Kölner Senders.

Das Angebot im Clemenshospital richtet sich bisher an junge Patient*innen mit Hirnschädigung und chronischen Erkrankungen. „Das sind Patienten mit langen Liegedauern, denen die Musiktherapie auch ein großes Stück Lebensqualität zurückgibt“, erläutert Dr. Otfried Debus, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Mithilfe der Spende sollen nun mehr Kinder und Jugendliche in den Genuss des Angebots kommen – insbesondere während länger andauernder Krankenhausaufenthalte. Außerdem sollen ab August 2023 Kinder und Jugendliche mit psychosomatischen Erkrankungen auf diese Weise gefördert werden.

Rotary-Club spendet für Pelikanhaus

Rotary-Club spendet für Pelikanhaus

Bild: Priv.-Doz. Dr. Otfried Debus, Sabrina Schulz (Fundraising) und Josef Rudde und (v.l.) an der Baustelle des zukünftigen Pelikanhauses.

Münster – Mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro beteiligt sich der Rotary-Club Coesfeld am Bau des „Pelikanhauses“, dessen Grundsteinlegung kürzlich erfolgte. In dem modernen Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zum Clemenshospital werden nach Fertigstellung die Angehörigen schwerkranker Kinder und Jugendlicher, die in dem Krankenhaus der Alexianer behandelt werden, ein Zuhause auf Zeit finden. Überbracht wurde die Spende von Josef Rudde, dem ersten Vorsitzenden des Hilfswerks des Rotary-Clubs.

„Das Pelikanhaus wird nicht nur eine Unterkunft zum Übernachten, sondern auch ein Rückzugsort und ein Ort der Kommunikation mit anderen Angehörigen sein, die in einer ähnlichen Situation sind. Auch für die Kinder und Jugendlichen ist es wichtig, dass sie zwischendurch allein für sich sind, schließlich sind sie zu Hause normalerweise auch nicht 24 Stunden lang zusammen“, wie Priv.-Doz. Dr. Otfried Debus, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Clemenshospitals, erläutert.