Gesundheit Münsterland
Das [eu]regionale Gesundheitsportal für Münster und das Münsterland
100 Jahre Universitätsmedizin Münster

100 Jahre Universitätsmedizin Münster

Bild: Freuen sich, dass die Feierlichkeiten zum Jubiläum 100 Jahre Universitätsmedizin Münster starten (v.l.): Dekan Prof. Frank Ulrich Müller Prof. Alex W. Friedrich (Ärztlicher Direktor UKM) und Projektmanagerin Christa Farwick, die stellvertretend für das Projekt- Team steht. (© Foto by UKM/MFM/M. Ibrahim)

Ein Jubiläum zum Entdecken, Staunen und Mitmachen

Als 1925 die ersten Kliniken der neu gegründeten Medizinischen Fakultät in Münster bezogen wurden, war das ein Meilenstein für Stadt, Region und Wissenschaft. Hundert Jahre später feiern Fakultät und UKM (Universitätsklinikum Münster) dieses Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen – von Mitmachaktionen über medizinische Talks bis hin zur „Langen Nacht der Universitätsmedizin“ wird die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des bedeutenden Gesundheitsstandorts erlebbar gemacht.

Münster (tb/maz) – Mit dem Einzug in die bis heute erhaltenen Backsteinbauten entlang der Domagkstraße nahm eine Erfolgsgeschichte ihren Anfang: Heute zählt die Universitätsmedizin Münster mit rund 12.000 Mitarbeitenden zu den größten Arbeitgebern der Region. Jährlich werden ambulant und stationär mehrere Hunderttausend Patientinnen und Patienten versorgt, rund 2.200 Forschende treiben medizinische Innovationen voran. Etwa 3.000 Studierende absolvieren in Münster ihre Ausbildung – die Fakultät gehört bundesweit zu den gefragtesten Standorten. „Wir können sehr stolz sein, was an diesem Standort in 100 Jahren geschaffen wurde“, sagt Prof. Frank Ulrich Müller, Dekan der Medizinischen Fakultät. „Die runde Zahl nehmen wir zum Anlass, mit der Öffentlichkeit, mit Stadt und Region zu feiern – in Form von rund 20 Veranstaltungen. Das Publikum ist eingeladen, bei diesen die Vielfalt der Uni-Medizin zu entdecken.“

Der Veranstaltungsreigen dauert von Mai bis September und beginnt offiziell am 16. Mai mit einem Festakt im Schloss der Universität Münster, bei dem als Ehrengäste unter anderem NRW-Forschungsministerin Ina Brandes und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erwartet werden. Ab dem 24. Mai geht die Uni-Medizin dann „on the Road“: Sechs Stopps in Münster und der Region (Warendorf, Coesfeld, Gronau und Borghorst) laden ein zum „Entdecken, Staunen und Mitmachen“. Immer mit dabei: der Bühnen-Truck von Antenne Münster. Medizin-Talks, Infostände, Live-Programm und Mitmachangebote widmen sich an jedem Ort einem Schwerpunktthema – moderiert von Sven Sandbothe, Moderator-Urgestein bei Antenne Münster. Zum Auftakt geht es um die psychische Gesundheit. Auf dem Lamberti-Kirchplatz in Münsters Innenstadt geben Fachleute von 11 bis 14 Uhr Impulse zu Resilienz, Stressbewältigung oder Suchterkrankungen. Auch Pflegekräfte und Mentale Ersthelfer kommen zu Wort – ein multiprofessioneller Blick auf ein gesellschaftlich hochrelevantes Thema.

Kooperationspartner sind Teil der Roadshows

An allen externen Standorten sind auch Fachleute von örtlichen Krankenhäusern im Programm vertreten, denn die Orte von „Uni-Medizin on the Road“ wurden nicht zufällig gewählt: „Die Kooperation mit den vorhandenen regionalen Strukturen gehört zur DNA der Universitätsmedizin und ist eine Daueraufgabe“, erläutert Prof. Alex W. Friedrich, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM. „Wir wollen zeigen, was die Universitätsmedizin Münster heute leistet – für die Region, für die Wissenschaft und für die Patientinnen und Patienten. Und das mit einigen unserer vielen regionalen Kooperationspartner im Nordwesten Deutschlands.“ So veranschaulicht die Veranstaltung in Warendorf, auf welchen Gebieten das UKM mit dem Josephs-Hospital fachlich zusammenarbeitet und in Gronau geht es auch um grenzüberschreitende Kooperationen. Die beteiligten Kliniken gehören zu den 34 Akademischen Lehrkrankenhäusern der Medizinischen Fakultät.

Nur wenige Tage nach der letzten Roadshow folgt am 12. September der Höhepunkt des Jubiläumsjahres: die zweite „Lange Nacht der Universitätsmedizin Münster“. Die Premiere 2018 zog über 10.000 Besucherinnen und Besucher auf den Campus. Schon jetzt (die interne Anmeldung läuft noch) haben über 60 Einrichtungen – Kliniken, Institute, weitere Abteilungen – angekündigt, ihre Türen zu öffnen, mit bisher rund 100 Programmpunkten für alle Altersgruppen: Getestet werden können nicht nur hochtechnisierte OP-Roboter, auch Mitmach-Labore, Führungen, Großmodelle wie ein begehbarer – 20 Meter langer – Darm, Bühnen mit Kulturprogramm und viele interaktive Stationen im Außenbereich rund um die Domagkstraße machen die Uni-Medizin an diesem Tag erlebbar. „Nach dem großen Erfolg vor sieben Jahren wurden wir immer wieder gefragt, wann es eine Neuauflage der Langen Nacht geben wird“, berichtet Dr. Christoph Hoppenheit, Kaufmännischer Direktor des UKM. „Ich bin sicher, für viele Mitarbeitende zu sprechen, wenn ich sage: Wir freuen uns sehr!“ Pflegedirektor Thomas van den Hooven ergänzt: „Wir sind sehr stolz, erneut zeigen zu können, wer wir sind und was unsere Teams hier jeden Tag leisten.“

Architektour Universitätsmedizin 100

Neben Gegenwart und Zukunft bekommt auch die Geschichte des Standorts ihren Raum: Eine besondere Führung unter dem Titel „Architektour Universitätsmedizin 100“ mit dem Architekten und Journalisten Stefan Rethfeld lädt an fünf Terminen dazu ein, bauliche Zeitschichten zu erkunden – von den Gründerbauten von 1925 über das Zentralklinikum von 1983 bis zum aktuellen Masterplan 2028.

Auch medizinhistorisch wird das Jubiläum begleitet: Prof. Hans-Georg Hofer vom Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin bereitet das Jubiläum seit zwei Jahren vor. Über eine Lehrveranstaltung zur Standortgeschichte und mehrere daraus entstehende Dissertationen hinaus organisiert sein Team einen Kongress am 16. Mai sowie eine Ringvorlesung mit sechs Vorträgen – etwa zur Rolle von Frauen in der Uni-Medizin oder zum Nobelpreisträger Gerhard Domagk. Mit einem ebenfalls in Hofers Regie erstellten Sammelband mit 40 Beiträgen zur Geschichte der Universitätsmedizin Münster, der im Aschendorff-Verlag erscheinen wird, findet das Jubiläumsjahr im Oktober seinen Abschluss.

Unabhängig von Zeit und Ort stehen neben dieser Publikation weitere Medien zur Verfügung, die all die vielfältigen historischen wie aktuellen Themen rund um das Jubiläum vereinen: Ein über 80-seitiges Festmagazin lädt ebenso zu einer Reise durch 100 Jahre Universitätsmedizin Münster ein wie eine eigene Videoreihe, die sowohl auf Social-Media-Kanälen als auch auf der offiziellen Jubiläumswebsite zu finden sein werden. Hineinschauen lohnt sich – dessen sind sich mit Prof. Alex W. Friedrich und Prof. Frank Ulrich Müller der gesamte UKM-Vorstand und das Fakultäts-Dekanat einig.

Alle Termine, Inhalte und Hintergrundgeschichten zum Jubiläumsjahr gibt es unter: www.100-jahre-universitaetsmedizin-muenster.de

Kinderbuch – Wenn Medizin auf Fantasie trifft

Kinderbuch – Wenn Medizin auf Fantasie trifft

Bild: Dr. Christoph Hoppenheit, Jennifer Mendes-Herzog und Dagmar Mangels mit dem neuen Kinderbuch „Fräulein Rosine und die magische Handtasche“. (© Foto by UKM)

Münster (ukm/pg) – Was passiert eigentlich in der Notaufnahme? Wie sieht es in der Blutspende aus? Und was geschieht auf den verschiedenen Kinderstationen? Zum 100-jährigen Jubiläum der Universitätsmedizin wird am UKM ein besonderes Kinderbuch veröffentlicht, das eine Entdeckungsreise durch Münster und speziell dem UKM verspricht. Autorin Dr. Jennifer Mendes-Herzog ist nicht nur durch ihre Arbeit in der Transfusionsmedizin des UKM mit dem Standort Münster verbunden. Nachdem die gebürtige Münsteranerin nach mehreren Jahren in ihre Heimatstadt zurückkehrte, erlebte sie die Stadt und das Klinikum nochmal von einer ganz neuen Seite – durch die Perspektive ihrer Kinder. Inspiriert von Umgebung und Arbeitsplatz setzte Mendes-Herzog ihre Ideen schließlich mit viel Engagement und Fantasie in die Tat um.

Im Buch „Fräulein Rosine und die magische Handtasche“ begleitet die quirlige Hauptfigur die jungen Leserinnen und Leser auf eine spannende Entdeckungsreise durch das UKM und vermittelt dabei mit ihren tierischen Freunden einen einfühlsamen Blick in die Welt des Klinikums. „Da ich den Großteil meiner Arbeitszeit in meiner Abteilung verbringe, war es mir wichtig, auch andere Bereiche des UKM kennenzulernen, um authentisch darüber schreiben zu können“, berichtet Mendes-Herzog. Während ihrer Arbeit am Kinderbuch hatte die Münsteranerin die Möglichkeit, zahlreiche Stationen und Abteilungen zu besuchen. „Das war eine ganz neue Perspektive auf unsere Klinik, die ich sonst nicht erlebe.“ Die farbenfrohen Bilder lieferte Illustratorin Christa Lippich.

Zehn Jahre nach dem ersten Kinderbuch des UKM, dem blauen Wimmelbuch, dass die Kinder mit auf eine Entdeckungsreise durch das UKM genommen hat, ist Dr. Christoph Hoppenheit, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Kaufmännischer Direktor am UKM, aus zweierlei Hinsichten stolz auf das neue Druckstück. „Das Projekt ist ein tolles Beispiel dafür, wie kreativ und engagiert unsere Mitarbeitenden sind“, betont Hoppenheit. „Frau Mendes-Herzog hat nicht nur ein Geschenk für die Kinder geschaffen, sondern auch den Geist unseres Hauses in einer einzigartigen Form festgehalten.“ Von den vielen anschaulichen Erklärungen der verschiedenen Bereiche und Untersuchungen sollen zukünftig vor allem junge Patientinnen und Patienten, aber auch Geschwisterkinder von länger erkrankten Kindern, die am UKM stationär aufgenommen sind, profitieren.

Dagmar Mangels, Projektkoordinatorin „100 Jahre Universitätsmedizin“, freut sich ebenfalls über die aktuelle Auflage des besonderen Kinderbuches, das passend zum Jubiläum erscheint: „Es ist bemerkenswert, dass wir hier in der Universitätsklinik neben der medizinischen Kompetenz auch bei vielen Mitarbeitenden ein kreatives Potential haben. Mit dem neuen Kinderbuch und den Erlebnissen von Fräulein Rosine wollen wir nicht nur den kleinsten Patientinnen und Patienten einen unbefangenen Einblick in den Klinikalltag geben.“

Gesundheit-Muensterland.de
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von Ihnen, wenn Sie auf diese Website zurückkehren, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für Sie am interessantesten und nützlichsten sind.