Vortrag über „Muslime im Krankenhaus“

St. Franziskus-Hospital informierte im Rahmen der „Münsteraner Wochen gegen Rassismus“

SFH_Muslime-im-Krankenhaus_24032015Münster – „Wir leben Vielfalt und Respekt!“ Unter diesem Motto beteiligt sich das St. Franziskus-Hospital an den Münsteraner Wochen gegen Rassismus. Aus diesem Anlass fand am Dienstag für die Mitarbeiter des Hospitals und für die Schülerinnen und Schüler der Schule für Gesundheitsberufe ein Vortrag zum Thema „Muslime im Krankenhaus“ statt. Dabei informierten Fadime Eroglu, eine Mitarbeiterin des St. Franziskus-Hospitals und Dialogpreis-Gewinnerin 2014, und Annegret Wolf vom Seelsorge-Team des St. Franziskus-Hospitals über die Gemeinsamkeiten und Besonderheiten des islamischen und christlichen Glaubens und boten Lösungsansätze an für die Herausforderungen, die sich daraus im Krankenhausalltag ergeben.

„Information ist die wichtigste Grundlage für ein gutes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen“, ist Fadime Eroglu überzeugt. Daher leitet die Muslima regelmäßig Führungen in der Münsteraner DITIB-Moschee und engagiert sich seit 17 Jahren ehrenamtlich im „Christlich-Islamischen Frauenarbeitskreis“ – ein Engagement, für das sie letztes Jahr aus den Händen von Bischof Felix Genn den „Dialogpreis“ entgegen nahm, der jährlich vom Bistum Münster und dem Dialogverlag verliehen wird. Welche Aspekte im Krankenhausalltag besondere Bedeutung haben, weiß Fadime Eroglu aus eigener Erfahrung, da sie seit 2004 im Team der Cafeteria des St. Franziskus-Hospitals arbeitet. „Im Umgang mit muslimischen Patienten kann es den Mitarbeitern im Krankenhaus helfen, die muslimischen Essensvorschriften und bestimmte Traditionen zu kennen – zum Beispiel, dass Frauen möglichst von Frauen untersucht werden“, erklärte sie in ihrem Vortrag.

Annegret Wolf vom Seelsorge-Team des St. Franziskus-Hospitals erläuterte die Berührungspunkte und Unterschiede der Glaubensrichtungen aus christlicher Sicht und ging besonders auf die franziskanische Tradition des Hospitals ein. „Schon der Namenspatron des St. Franziskus-Hospitals, der Heilige Franz von Assisi, setzte sich für Respekt und Wertschätzung gegenüber allen Menschen ein“, führte sie aus. Auch sie findet, dass bessere Information ein wichtiger Schritt für Verständnis und gegen jede Form von Rassismus und religiös bedingten Auseinandersetzungen ist und hat deshalb schon einige Veranstaltungen gemeinsam mit Fadime Eroglu gestaltet. „Damit machen wir sehr positive Erfahrungen“, freuen sich die beiden Frauen, und sie sind sich einig: „Jede Religion ist letztlich ein Ausdruck der Liebe zu den Menschen.“

Quelle: © St.-Franziskus-Hospital Münster