Schlagwort-Archive: St. Franziskus-Hospital

Ausländische Studierende entdeckten das St. Franziskus- Hospital

Münster – 16 ausländische Medizinstudenten trafen jetzt zu einem Besuch des St. Franziskus-Hospitals ein. In Begleitung der Betreuerin Evelyn Dunkel erhielten die Gäste einen Einblick in die Strukturen und Besonderheiten eines deutschen Krankenhauses. Die Studierenden sind allesamt Teilnehmer am mehrwöchigen Hochschulsommerkurs für Mediziner und lernen Deutsch in Kooperation mit dem Verein WiPDaF (Wissenschaftliche internationale Partnerschaft Deutsch als Fremdsprache) des Sprachenzentrums der Universität Münster. Angereist nach Münster waren die Studierenden aus zwölf verschiedenen Nationen: Ägypten, Aserbaidschan, Armenien, Bulgarien, Kasachstan, Kirgistan, Kroatien, Mauritius, Polen, Russland, Usbekistan, Tschechien.

Prof. Dr. Michael Möllmann, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, nahm die Gruppe in Empfang. Anschließend gab er einen Überblick über das allgemeine Krankenhauswesen in Deutschland und ging insbesondere auf die Leistungen des St. Franziskus-Hospitals ein. Der Besuch erhielt positive Resonanz: „Herzlichen Dank für den freundlichen Empfang und die sehr informative Führung durch Ihre Klinik. Unsere Teilnehmer waren begeistert“, so das Resümee von Evelyn Dunkel.

Bild: Prof. Dr. Michael Möllmann, (Mitte) begrüßte die Studierenden, die sich mit Evelyn Dunkel (1.v.r.) auf den Weg ins St. Franziskus-Hospital gemacht hatten.

Quelle: © St.-Franziskus-Hospital Münster

Weltweite OP-Premiere: St. Franziskus-Hospital wendet neue Implantationstechnik in Brustschlagader an

Münster – Erstmalig weltweit wurde im St. Franziskus-Hospital Münster beim Einsetzen einer Gefäßprothese ein neues Instrument angewendet. Unter Leitung von Professor Dr. Giovanni Torsello, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Direktor des Centrums für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie des Universitätsklinikums Münster, behandelte das Team damit erfolgreich einen 75-jährigen Patienten, der unter einer lebensbedrohlichen Aussackung (Aneurysma) der Brustaorta litt.

Die minimalinvasive Behandlung dieses Krankheitsbildes, bei der ein Stent ohne Öffnung des Brustkorbes implantiert wird, ist seit Jahren etabliert und stellt eine besonders schonende Therapiemöglichkeit dar. Sehr wichtig hierbei ist die exakte Platzierung der Prothese unter Röntgendurchleuchtung, damit sie sicher in den noch intakten Gefäßbereichen verankert wird. Eine besondere Herausforderung ist die hohe Fließgeschwindigkeit des Blutes in der Brustschlagader. In vielen Fällen ist somit eine deutliche Reduktion des Blutdruckes erforderlich, um eine sichere Prothesenabgabe zu ermöglichen.

In diesem Zusammenhang wurde nun ein Freisetzungsmechanismus entwickelt, der es möglich macht, eine bewährte Endoprothese sehr kontrolliert, sicherer und exakter zu platzieren. Priv.-Doz. Dr. Martin Austermann, leitender Oberarzt in der Klinik für Gefäßchirurgie, hat diese Technik vor einigen Tagen zum ersten Mal eingesetzt und erklärt die Vorteile: „Dank dieses Instrumentes ist es nicht mehr notwendig, den Blutdruck drastisch zu senken. Trotz starkem Blutfluss kann die Prothese sehr exakt platziert werden. Hierbei wird das Implantat nach dem Einsetzen zunächst nur zur Hälfte eröffnet, so dass außerhalb und innerhalb der Prothese weiterhin Blutfluss stattfinden kann. In einem zweiten Schritt wird die Prothese komplett freigesetzt. Jederzeit kann dann die Prothesenlage zusätzlich korrigiert werden.“

Dieser neue Mechanismus hat sich bei dem weltweit ersten Einsatz bewährt. Auch die Produktentwickler selbst haben die Operation vor Ort beobachtet und freuen sich über den Erfolg: Gerhard Jännekes hat die Operation gut überstanden und ist bereits zwei Tag nach der OP weitgehend erholt und fit.

Bild: Das OP-Team freut sich über die erfolgreiche Premiere mit dem neuen Freisetzungsmechanismus.

Quelle: © St. Franziskus-Hospital Münster

Geburt in Wohlfühlatmosphäre

St. Franziskus-Hospital eröffnet modernisierten Kreißsaal

Münster – Mit einer feierlichen Einsegnung nahm das St. Franziskus-Hospital einen renovierten und umgestalteten Kreißsaal offiziell in Betrieb. Zusammen mit dem angeschlossenen Bad mit Dusche und WC erfüllt der modernisierte Bereich in besonderer Weise die heutigen Anforderungen der Geburtshilfe.

Den Mittelpunkt des umgestalteten Raumes bildet ein großes Doppelbett, das auch vertikale Gebärpositionen unterstützt. Der direkte Zugang zu einem Duschbad mit WC bietet den werdenden Eltern Privatsphäre und praktischen Komfort. Helle, freundliche Farben an den Wänden und viel Licht sorgen für eine positive Stimmung und zusammen mit dem Mobiliar in Erdtönen wurde eine harmonische Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Dimmbare LED-Lampen an der Decke ermöglichen die Auswahl verschiedener Lichtfarben, wodurch unterschiedliche Stimmungen ausgelöst oder verstärkt werden können. „Wir möchten, dass sich die Geburt so individuell wie möglich entfalten kann. Und dazu gehört eine besondere Atmosphäre, die Geborgenheit und Gelassenheit gleichermaßen bietet“, erklärt Dr. Nikolaos Trifyllis, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, das Raumkonzept. Gemeinsam mit Jutta Rath, leitende Hebamme, erläutert er weitere Besonderheiten des modernisierten Kreißsaals: „Die Räumlichkeiten sind so ausgerichtet, dass man die medizinische Sicherheit spürt, die dafür notwendige Technik aber nicht sieht. Geräte oder technische Hilfsmittel sind jederzeit sofort verfügbar, bleiben aber verborgen und werden nicht wahrgenommen.“

Wer den renovierten Kreißsaal und die weiteren Räumlichkeiten besichtigen möchte, kann das bei den regelmäßig stattfindenden Kreißsaalbesichtigungen tun. Diese finden an jedem ersten, zweiten und dritten Donnerstag im Monat statt und beginnen um 18.30 Uhr. Der Treffpunkt ist immer das Foyer des Hospitals.

Bild: Freuen sich über den modernisierten und freundlich gestalteten Kreißsaal (hinten v.l.): Dr. Ansgar Klemann (Kaufmännischer Direktor), Marita Ortmann (Pflegedienstleitung), Professor Dr. Michael Möllmann (Ärztlicher Direktor).
Vorne v.l.: Dr. Anke Hövels (leitende Oberärztin der Geburtsklinik), Jutta Rath (leitende Hebamme), Dr. Nikolaos Trifyllis (Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe).
Sechs Kreißsäle tragen steigender Geburtenzahl Rechnung
Mit 2486 Geburten im Jahr 2016 ist die Klinik für Geburtshilfe am St. Franziskus-Hospital führend in Münster und belegt landesweit den zweiten Platz. Aufgrund der konstant steigenden Zahlen wurde bereits vor über einem Jahr das Raumangebot erweitert und die Klinik verfügt über sechs Kreißsäle inklusive zwei für Wassergeburten. Werdenden Eltern bietet die Klinik ein breites Spektrum natürlicher Gebärmethoden wie Wassergeburten oder die Entbindung in aufrechten Positionen – verbunden mit der medizinischen Sicherheit eines Perinatalzentrums Level I. „Die individuelle, ganzheitliche Betreuung der Schwangeren und Babys ist uns besonders wichtig – trotz oder gerade wegen der großen Zahl an Geburten“, so Dr. Anke Hövels, leitende Oberärztin der Geburtsklinik. Sie erläutert weiter: „Die meisten Entbindungen erfolgen bei uns auf natürlichem Wege und die Kaiserschnittrate ist in den letzten Jahren kontinuierlich auf aktuell 26 Prozent gesunken.“

Näheres finden Sie im Internet unter www.geburten-muenster.de. Das St. Franziskus-Hospital ist eine Einrichtung der St. Franziskus-Stiftung Münster.

Quelle: © St. Franziskus-Hospital Münster

Weihnachtsbaumaktion kommt der Kinderklinik zu Gute

Landjugend Alverskirchen unterstützt „Mehr Raum für Nähe“

Münster – Eine Spende über 800 Euro hat die Katholische Landjugend Alverskirchen jetzt dem St. Franziskus-Hospital Münster übergeben. Die Summe soll für die anstehenden Umbau- und Modernisierungsarbeiten in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin verwendet werden, für die das Hospital unter dem Titel „Mehr Raum für Nähe“ Spenden sammelt. PD Dr. Michael Böswald, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, und Dr. Florian Urlichs, Chefarzt der Klinik für Neonatologie und Kinderintensivmedizin, bedankten sich herzlich bei den Vorstandsmitgliedern der Landjugend. Rund 30 fleißige Helfer hatten am ersten Januarwochenende bei eisigen Temperaturen in Alverskirchen ausgediente Weihnachtsbäume eingesammelt und um Spenden geworben, über die sich in diesem Jahr die Kinderklinik des St. Franziskus-Hospitals freut. Der Kontakt kam durch Vorstandsmitglied Kira Kreikenberg zustande, die im St. Franziskus-Hospital eine Ausbildung zur Diätassistentin macht.

Durch die Spendenkampagne „Mehr Raum für Nähe“ möchte das St. Franziskus-Hospital in den nächsten Jahren einen Teil der Gesamtkosten für die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen der Kinder- und Jugendklinik einwerben. Die Modernisierung ist dringend erforderlich, denn die bauliche Ausstattung entspricht nicht mehr den aktuellen räumlichen Anforderungen einer modernen Kinderklinik. Doch selbst so wichtige Vorhaben wie dieses lassen sich heute nicht mehr aus eigenen und öffentlichen Mitteln finanzieren. Zur Umsetzung des Bauvorhabens benötigt das Hospital knapp 13 Millionen Euro. Etwa 9,5 Millionen Euro werden aus öffentlichen und Eigenmitteln abgedeckt und rund 3,3 Millionen Euro müssen über Spenden finanziert werden.

Bild: PD Dr. Michael Böswald (l.) Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, und Dr. Florian Urlichs (r.), Chefarzt der Klinik für Neonatologie und Kinderintensivmedizin, freuen sich über die Spende. V.l.: Sophia Hülsmann, Lion Geßmann, Kira Kreikenberg, Tom Kröger und Sabrina Roer.

Quelle: © St.-Franziskus-Hospital Münster

Münsters Neujahrsbaby 2017 kommt im St. Franziskus-Hospital zur Welt

Münster – Die Eltern der kleinen Mila haben vom Silvesterfeuerwerk nicht viel mitbekommen: Sie begrüßten im St. Franziskus-Hospital Münster am 1. Januar 2017 um 00.34 Uhr ihre Tochter Mila. Sie ist damit Münsters erstes Baby 2017. Das Mädchen wog bei der Geburt 3460 Gramm und war 50 Zentimeter groß. Sie ist das dritte Kind von Ina und Anton Donhauser. Liliana, vier Jahre und Nika, ein Jahr, freuen sich über ihre Schwester. Auf Mila folgten am ersten Tag 2017 im Franziskus Hospital noch fünf weitere Babys.

2016 kamen in der Klinik für Geburtshilfe bei 2487 Geburten 2553 Kinder zur Welt. Hierbei gab es 64 Mehrlingsgeburten – es wurden 62-mal Zwillinge und zweimal Drillinge geboren. Die Klinik für Geburtshilfe zählt zu den größten Entbindungskliniken in Nordrhein-Westfalen. Werdenden Eltern bietet die Klinik ein breites Spektrum natürlicher Gebärmethoden wie Wassergeburten oder die Entbindung in aufrechten Positionen. Das Franziskus Hospital verfügt über sechs Kreißsäle inklusive zwei für Wassergeburten, in denen alle werdenden Eltern eine entspannte Atmosphäre und Ruhe genießen. „Individuelle Geburtshilfe ist uns sehr wichtig – trotz oder gerade auch wegen der großen Zahl an Geburten. Gleichzeitig können sich die Eltern auf den medizinischen Rückhalt eines Stufe 1-Perinatalzentrums verlassen. Die meisten unserer betreuten Geburten konnten auf natürlichem Wege erfolgen, so ist die Rate an Kaiserschnitten im letzten Jahr auf unseren Tiefststand von 25 Prozent gesunken“, erläutert Dr. Anke Hövels, leitende Oberärztin der Geburtshilfe. „Ich freue mich über das Vertrauen, dass uns seit vielen Jahren von den Eltern entgegengebracht wird“, so Dr. Nikolaos Trifyllis, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Das Team der Geburtshilfe und das Direktorium gratulieren sehr herzlich und wünschen alles Gute!

Bild: Neujahrsbaby Mila war ganz aufmerksam beim ihrem ersten Fotoshooting. Das Team der Geburtshilfe (v.l.): Jutta Rath, leitende Hebamme, Sonja Kiffmeier, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Henrike Adam, Hebamme sowie Dr. Anke Hövels, leitende Oberärztin Geburtshilfe, gratulierten der stolzen Mutter.

Spendenaktion „Mehr-Raum-für-Nähe“: Die Kinderklinik für die Wand

Zwölf Bilder aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des St. Franziskus-Hospitals

mehr-raum-fuer-naeheMünster – Das St. Franziskus-Hospital Münster hat für 2017 einen Benefizkalender gestaltet, der ab sofort in der Bücherei und im Pavillon Bröker im Hospital für eine Spende für die Kampagne „Mehr Raum für Nähe“ erhältlich ist. Der Wandkalender im Format DIN A3 quer setzt jeden Monat ein emotionales Bild mit Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern in Szene und gewährt vielfältige Einblicke in den Alltag der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

„Der Kalender ist ein echter Hingucker und ein ideales Weihnachtsgeschenk, um Familie und Freunden eine Freude zu bereiten und gleichzeitig etwas Gutes für die Kinder in unserer Region zu tun“, betont PD Dr. Michael Böswald, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin. Die Aufnahmen stammen von seiner Tochter Franziska Böswald, Fotografin aus Oxford, die sofort von der Idee des Kalenders begeistert war. Sie hat sich, wie auch die Druckerei „WWF Druck und Medien GmbH“, bereit erklärt, kostenfrei zu arbeiten. Dadurch kommt der gesamte Erlös zu 100 Prozent dem Umbau der Kinder- und Jugendklinik zu Gute. Diese Modernisierung ist dringend erforderlich, denn die bauliche Ausstattung entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen einer modernen Kinderklinik. Zur Umsetzung benötigt das St. Franziskus-Hospital Münster knapp 13 Millionen Euro. Etwa 9,5 Millionen Euro werden aus öffentlichen und Eigenmitteln abgedeckt und rund 3,3 Millionen Euro müssen über Spenden finanziert werden.

Weitere Informationen zur Kampagne: www.mehr-raum-fuer-naehe.de
Unser Spendenkonto: IBAN: DE02 4006 0265 0007 3736 10

benefizkalender

Bild: Freuen sich über den Benefizkalender (v.l.): Britta Franz, Heilpädagogin im St. Franziskus-Hospital Münster, PD Dr. Michael Böswald, Chefarzt der Klinik für Allgemein Kinder- und Jugendmedizin, Lisa-Marie Hanke, Kinderkrankenschwester und Laura Machena Aso, Assistenzärztin.

Quelle: © St. Franziskus-Hospital Münster

Patienten-Sicherheit im Focus

St. Franziskus-Hospital engagiert sich am Internationalen Tag der Patientensicherheit

Münster – Vor fünf Jahren richtete das St. Franziskus-Hospital als erstes Krankenhaus in Münster eine Pharmazeutische Aufnahme ein. Dort werden Arzneimittelgespräche von Apothekern mit Patienten im Rahmen der stationären Aufnahme geführt. Am Internationalen Tag der Patientensicherheit, diesjähriges Motto „Medikationssicherheit“, am Samstag, den 17.9.2016, feiern die Akteure dieses kleine Jubiläum und starten eine Aktion, um mehr Bewusstsein für die Sicherheitskultur in der Patientenversorgung zu schaffen.

Als „Leuchtturmprojekt für Patientensicherheit und optimale Arzneimitteltherapie“ wurde das pharmazeutische Aufnahmegespräch des St. Franziskus-Hospital 2011 mit dem Hospital-Innovationspreis ausgezeichnet. Ein Krankenhaus­apotheker erfasst direkt bei der Aufnahme systematisch alle Medikamente, die der Patient einnimmt. In diesem Gespräch wird überprüft, ob die Medikation korrekt eingenommen wird, ob sie im Rahmen des stationären Aufenthaltes angepasst werden muss, ob die Verträglichkeit gewährleistet ist oder ob Wechselwirkungen zu erwarten sind. Gemeinsam mit den Ärzten sorgt er so dafür, arzneimittelbezogene Probleme zu erkennen und im Sinne des Patienten zu vermeiden. „Durch dieses Angebot profitieren die Patienten direkt durch einen Zugewinn an Arzneimittelsicherheit und -verträglichkeit“, fasst Georg Rosenbaum, leitender Apotheker und Centerleiter des medicalORDERcenters Ahlen und Bochum zusammen.

Patienten sind jedoch nicht die Einzigen, die davon profitieren. Auch den Ärzten bringt die pharmazeutische Aufnahme viele Vorteile. Die Mediziner erhalten direkt zu Beginn des Klinikaufenthaltes einen Medikationsplan, der vom Apotheker bereits pharmakologisch überprüft wurde. Ebenso übersetzen die Pharmazeuten den Präparatennamen in die Wirkstoffbezeichnung und warnen in der elektronischen Patientenakte vor möglichen Wechselwirkungen. „Das Know-how der Apotheker bietet uns einen großen Komfort, auf den wir nicht mehr verzichten möchten“, lobt Prof. Dr. Michael Möllmann, Ärztlicher Direktor im St. Franziskus-Hospital. die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Apothekern. So steige die Versorgungsqualität und die Kosten nähmen ab.

„Die letzten fünf Jahre haben gezeigt, dass das Projekt auch in anderen Kliniken im Münsterland Anklang findet. So wurde es innerhalb der Franziskus Stiftung, neben Münster, auch in den Hospitälern in Ahlen und Beckum eingerichtet. Klinische Pharmazeuten haben direkt in der Klinik ihren Stellenwert bewiesen und aus Apothekern, Ärzten und Pflegenden ist ein therapeutisches Team geworden, das zugunsten des Patienten und seiner Arzneimittelsicherheit zusammenarbeitet“, resümiert Rosenbaum.

Neben der richtigen, verträglichen Medikation gibt es noch viele weitere Aspekte, die zur Patientensicherheit beitragen. Diese Bereiche abzustimmen, zu kontrollieren und zu optimieren gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Qualitäts- und Risikomanagements eines Krankenhauses. Neben Ablaufplänen, Checklisten, Schulungen etc. für die Mitarbeiter gewinnt nun auch eine weitere Personengruppe hierfür an Bedeutung. „Es hat sich gezeigt, dass auch Patienten eine aktive Rolle im Risikomanagement übernehmen können – und dieses vor allem auch wollen“, schildert Susanne Eschkötter aus dem Qualitäts- und Risikomanagement, die steigende Bereitschaft der Patienten, Rückmeldungen über ihre Behandlung und Betreuung zu geben. Sie nehmen Prozesse und Vorfälle aus einer anderen Perspektive wahr und sind aufmerksame Beobachter. „Niemand erhält gerne Beschwerden, aber wir nutzen die Rückmeldungen als wichtige Informationsquelle, um daraus Verbesserungen zu entwickeln und die Abläufe sicherer zu machen“, erläutert die Risikomanagerin. Am Thementag startet daher die Aktion „Mit Sicherheit in guten Händen“. Eine Woche lang werden die Patienten mit unterschiedlichen Slogans in Form von bunten Postkarten auf dem Essenstablett für das Thema Patientensicherheit sensibilisiert. Sie sollen motiviert werden, Hinweise zu entsprechenden Themen zu geben und Fragen zu stellen. Die abgebildeten Themen stellen einige der wichtigsten Handlungsfelder und Risikobereiche in der Patientenversorgung dar, wie z.B. Patienten-Armbänder, Medikamenten-Einnahme und Hygiene. „Viele Maßnahmen haben wir bereits etabliert. Diese Aktion ist ein weiterer Schritt, um die Patientensicherheit zu erhöhen und eine Sicherheitskultur aufzubauen“, so der Ärztliche Direktor.

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Bild: Am 17.9. feiert die Pharmazeutische Aufnahme (im Hintergrund) des St. Franziskus-Hospitals ihr fünfjähriges Bestehen. An diesem Internationalen Tag der Patientensicherheit startet darüber hinaus eine Aktion, um die Patienten für das Thema Patientensicherheit zu sensibilisieren. (v.l.) Dr. Hubert Buddendick, Leider Qualitätsmanagement-Center, Prof. Dr. Michael Möllmann, Ärztlicher Direktor und Risikomanagerin Susanne Eschkötter präsentieren die auffälligen Aktionskarten.

17.September „Internationaler Tag der Patientensicherheit“
Der Aktionstag wird zum zweiten Mal vom Verein „Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.“, bei dem die St. Franziskus-Stiftung Münster Mitglied ist, ins Leben gerufen. Der Verein will eine medizinisch hochwertige und zugleich sichere Versorgung der Patienten in Deutschland erreichen.
Thema 2016 „Gemeinsam Medikationsfehler vermeiden“
Der Aktionstag möchte mehr Bewusstsein für die Risiken bei der Anwendung von Medikamenten schaffen und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.
Die Arzneimitteltherapie gehört zu den wichtigsten und wirksamsten Maßnahmen der Medizin, doch die Gabe birgt Risiken. Falsch dosierte oder falsch eingenommene Medikamente oder eine Kombination verschiedener Arzneimittel mit Wechselwirkungen sind die häufigste Ursache von so genannten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW). Das Spektrum der Folgen reicht von leichten Gesundheitsstörungen bis hin zum Tod. Rund fünf Prozent der Krankenhauseinweisungen sind auf Medikationsfehler oder Überdosierungen zurückzuführen. Betroffen sind vor allem chronisch kranke oder ältere Patienten, die eine Vielzahl unterschiedlicher Medikamente einnehmen müssen und deren Stoffwechsel sich altersbedingt verändert. Neben der gesundheitlichen Schädigung der Patienten belasten Medikationsfehler durch ihre Folgekosten auch das Gesundheitssystem.

Quelle: © St.-Franziskus-Hospital Münster

Neuer Spielplatz am St. Franziskus-Hospital: Mehr Raum für Kinder – Spiel nun auch im Freien möglich

Neuer Spielplatz am St. Franziskus-Hospital eingesegnet

Münster – Ein lang gehegter Wunsch ist jetzt wahr geworden: Das St. Franziskus-Hospital Münster hat einen Spielplatz, der vor allem von den kleinen Patientinnen und Patienten genutzt werden soll. Auf der Rasenfläche neben dem Haupteingang wurde in den vergangenen Wochen eine Spielfläche errichtet, die nach der Einsegnung jetzt offiziell an die Kinder übergeben wurde. „Wir freuen uns besonders darüber, dass die Spielgeräte und der Aufbau ausschließlich aus privaten Spenden finanziert werden konnten. Allen ehemaligen Patienten, Angehörigen, Mitarbeitern und weiteren Unterstützern, die einen Beitrag für das Projekt geleistet haben, danken wir von Herzen“, betonte Dr. Ansgar Klemann, Kaufmännischer Direktor des St. Franziskus-Hospitals Münster, bei der Einsegnungsfeier.

Der neue Spielplatz verfügt über einen Notarztwagen aus Holz, der mit einer Kletterwand und einer Rutsche gleich mehrere Spielmöglichkeiten bietet. Die benachbarte Nestschaukel eignet sich für alle Altersgruppen und kann bei der heilpädagogischen Arbeit der Kinderklinik auch für kleine Patienten mit Bewegungseinschränkungen eingesetzt werden. Für PD Dr. Michael Böswald, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und die Heilpädagogin Britta Franz ist das ein ganz besonderer Tag: „Ein lang gehegter Wunsch wird wahr. Die Kinder können jetzt auf dem Gelände des Hospitals ihre wiedergewonnen Kräfte zeigen. Für viele der rund 8.000 kleinen Patientinnen und Patienten, die unser Team hier pro Jahr versorgt, ist der Spielplatz künftig ein toller Anreiz, sich zu bewegen – eine ganz besondere Medizin, die leider keine Krankenkasse finanziert.“

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Bild: Neben den Kindern Millane, Ben, Tom und Mino nahmen auch Britta Franz (Heilpädagogin) Chefarzt PD Dr. Michael Böswald (oben, 1.u.2.v.l.), Schwester Patricia und Gerold Gesing (Seelsorgeteam, Reihe davor) und Dr. Ansgar Klemann (Kaufmännischer Direktor, 1.v.r.) und weitere Mitarbeiter des St. Franziskus-Hospitals Münster den Notarztwagen gleich in „Spiel-Betrieb“.