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„Babylotsen-Projekt“ am St. Franziskus-Hospital: Kooperationsvertrag sichert Zukunft

Münster – Mit dem „Babylotsen-Projekt“ startete das St. Franziskus-Hospital Münster vor vier Jahren ein einzigartiges Präventionsprojekt rund um Schwangerschaft und Geburt, um Familien mit Betreuungsbedarf zu erkennen und ihnen die individuell nötige Unterstützung in den Kommunen und Kreisen zu vermitteln. Das Krankenhaus als eine der größten Geburtskliniken in NRW konnte eine Projektförderung durch die Glücksspirale erreichen, die aber im vergangenen Jahr auslief. Das Hospital sprang ein, um die Finanzierung mit geringer Stundenzahl aufzufangen. Dank des Einsatzes der Projektleitung, die zusammen mit der Babylotsin die umliegenden Jugendämter persönlich aufgesucht und Anträge an die Kommunen und Kreise geschrieben hat, konnten fast alle Angesprochenen von der Dringlichkeit und der Qualität des Projektes überzeugt werden und die Finanzierung nun langfristig ausgebaut werden. In einer Feierstunde dankten die Projektbeteiligten des Hospitals den Förderern.

„Babylotsen sind Ansprechpartner und Netzwerker, wenn sich rund um die Geburt Anhaltspunkte für Belastungen bei den Schwangeren oder in der Familie ergeben“, beschrieb Beate Riße ihre Aufgabe als Babylotsin in der Geburtsklinik des St. Franziskus-Hospitals. Schon beim Aufnahmegespräch mit den Patientinnen werde mit Hilfe eines speziellen Erhebungsbogens ermittelt, ob Hilfe- und Beratungsbedarf bestehe. Da über 90 Prozent der Frauen in einer geburtshilflichen Klinik entbinden, habe man hier die einmalige Gelegenheit, den größten Teil der Mütter und Familien zu erreichen und frühzeitig zu beraten. „Das Projekt ist eine echte Herzens­angelegenheit geworden und ein gelungenes Beispiel für Prävention beim Lebensstart. Wir konnten damit eine Lücke zwischen der Jugend-, Sozial- und Gesundheitshilfe schließen“, erläuterte der projektverantwortliche Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Michael Böswald. Im Namen des St. Franziskus-Hospitals dankte er den Vertretern der Städte Münster, Greven, Emsdetten und des Kreises Steinfurt für die finanzielle Unterstützung, die es seit Jahresanfang 2019 ermöglicht, das Beratungsangebot langfristig zu etablieren und zeitlich auszubauen: Eine anteilsmäßige Finanzierung wurde in entsprechenden Kooperationsverträgen festgeschrieben. Zusammen mit dem Eigenanteil des Hospitals stehen so jährlich rund 80.000 Euro für das Projekt zur Verfügung.

Bild: Gelbe Rosen als symbolischer Dank (v.l.): Dr. Dagmar Schwarte (Gesundheitsamt Münster), Heiner Vogt (Stellv. Leiter Amt für Kinder, Jugendliche und Familie, Münster), Jutta Möllers (Ratsmitglied Stadt Münster, Kinder- und Jugendpolitische Sprecherin Bündnis90/Die Grünen), Petra Gittner (Leiterin Jugendamt Emsdetten), Beate Tenhaken (Leiterin Jugendamt Greven), Dr. Anke Hövels (Lt. Oberärztin Geburtshilfe), Priv.-Doz.Dr. Michael Böswald Projektverantwortlicher Chefarzt), Monja Göcke (Babylotsin), Tillmann Fuchs (Sozialdezernent Kreis Steinfurt) und Regionalgeschäftsführer Burkhard Nolte.

„Bisher hat das St. Franziskus-Hospital das Babylotsen-Angebot allein aus Eigenmitteln und Spenden finanziert“, erläuterte Regionalgeschäftsführer Burkhard Nolte. „Dank der finanziellen Unterstützung der Kommunen und des Kreises Steinfurt kann das Projekt nun nicht nur aufrechterhalten, sondern sogar personell erweitert werden.“ Künftig stehen den Familien zwei Mitarbeiterinnen im Hospital mit insgesamt ca. 50 Wochenstunden zur Verfügung.

„Der Beratungsbedarf bei Schwangeren und ihren Familien ist groß – und es war bisher nicht möglich, dieser Nachfrage gerecht zu werden“, führte Beate Riße aus. So habe es 2018 im St. Franziskus-Hospital 2530 Geburten gegeben und bei jeder fünften Schwangeren oder ihrer Familie sei ein Bedarf für das Babylotsen-Angebot zu erkennen gewesen. „Die individuelle Kontaktvermittlung und Beratung wird sehr gerne in Anspruch genommen und schafft bei den Schwangeren Vertrauen – und für ihre Lebenssituation Zuversicht “, sind sich Dr. Michael Böswald und Babylotsin Beate Riße einig.

Das St. Franziskus-Hospital ist neben dem Mathias Spital in Rheine das einzige Krankenhaus im Münsterland, in dem Babylotsen tätig sind.

Babylotsen sind Netzwerker, die wissen, wer helfen kann
Werdende Eltern unterliegen oftmals unterschiedlichen Belastungen: Wirtschaftliche Not oder Arbeitslosigkeit, fehlende Integration, schwindende familiäre Strukturen, Trennung oder Krankheit der Eltern. Nicht alle Familien verfügen über ausreichend eigene Ressourcen, um mit diesen Belastungen fertig zu werden. So kann es zu Überforderung und im schlimmsten Fall zur Gefährdung des Kindeswohls kommen. Babylotsen sorgen dafür, dass hilfebedürftige Schwangere und Familien frühzeitig durch den oft unübersichtlichen Dschungel aus Hilfsangeboten geleitet werden.

Hierfür ist es besonders wichtig, den Hilfe- und Beratungsbedarf von Familien professionell zu erkennen und frühzeitig zu ihnen Kontakt aufzunehmen. Babylotsen zeichnen sich durch ihre besonders gute Vernetzung zu den verschiedenen Einrichtungen der frühen Hilfen aus. Sie zeigen den Familien einen Weg auf und motivieren sie, an Hilfemaßnahmen teilzunehmen. Bestehende Angebote sollen dabei nicht ersetzt werden. So gibt es von freien und kommunalen Trägern sehr viele Angebote vor und nach der Geburt. Die Wahrnehmung dieser Hilfen kann aber ausgebaut werden. Durch die Babylotsen kann in den Geburtskliniken der akute Bedarf ermittelt und Hilfe sehr früh an die Familien gebracht und die schon vorhandenen Netze besser genutzt werden. Babylotsen leisten somit einen präventiven Beitrag zum Kinderschutz.

Babylotsin Beate Riße: „Lange Zeit hatte ich ein ungutes Gefühl bei dem Gedanken, dass es so viele werdende Mütter und Familien gibt, die mit Ihrer Lebenssituation überfordert sind. Als Babylotsin habe ich den Eindruck, diesen Menschen wirklich helfen zu können. Das ungute Bauchgefühl weicht einem Gefühl der Hoffnung“.

Altersmedizin: Betreuung älterer Patienten im Krankenhaus

Maria Klein-Schmeink und Kordula Schulz-Asche zu Besuch im St. Franziskus-Hospital

Münster – Die Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen Maria Klein-Schmeink, Gesundheitspolitische Sprecherin und Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik, besuchten das St. Franziskus-Hospital und informierten sich über das Konzept zur Betreuung älterer Patienten rund um die Operation.

Dr. Simone Gurlit, Leitende Ärztin der Abteilung für perioperative Altersmedizin, erläuterte das Konzept, das zunächst als mehrfach ausgezeichnetes Modellprojekt gestartet war und seit mittlerweile 15 Jahren als fester Bestandteil in der Regelversorgung des Hospitals etabliert ist:

Vor allem ältere Patienten, die sich einer Operation unterziehen, haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen wie z.B. eine neu aufgetretene Verwirrtheit („Delir“) – insbesondere bei bereits vorbestehenden Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit. Hierdurch kann sich der Krankenhausaufenthalt verlängern und die Betroffenen können dauerhaft zum Pflegefall werden. Das Konzept am St. Franziskus-Hospital stellt neben einer frühestmöglichen Identifikation von Risikopatienten und einer angemessenen Narkoseführung die soziale Betreuung der Patienten in den Vordergrund. Besonders geschulte Altenpflegerinnen, das so genannte Geriatrie-Team, begleiten gefährdete Patienten. „Bereits bei Aufnahme, im OP und auch nach der Operation haben die Betroffenen stets eine ihnen vertraute Person um sich, die Sicherheit vermittelt und die erforderliche persönliche und ganzheitliche Betreuung gewährleistet. So werden Angst und Stress nachweislich reduziert und die Delirrate gesenkt“, erklärt Gurlit. Das Konzept der Abteilung für perioperative Altersmedizin ist so erfolgreich, dass bereits seit sechs Jahren ein vom Land NRW gefördertes Hospitationsprogramm angeboten wird, in dem andere Krankenhäuser konkrete Praxisanregungen erhalten. Außerdem werden die beteiligten Berufsgruppen bereits in ihrer Ausbildung mehrfach geschult und für die besonderen Anforderungen älterer Patienten sensibilisiert.

Die Politikerinnen waren beeindruckt von der zukunftsweisenden Konzeption und waren sich gemeinsam mit dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Möllmann und Geschäftsführer Burkhard Nolte einig, dass die zeit- und personalintensive patientenindividuelle Betreuung in den Vordergrund der politischen Bemühungen rücken sollte.

Bild: (v.l.) Kordula Schulz-Asche, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Michael Möllmann, Maria Klein-Schmeink, Geschäftsführer Burkhard Nolte, Leitende Ärztin Dr. Simone Gurlit

Neuartige Stent-Technologie:
Europaweite OP-Premiere in Münster

Münster – Erstmalig europaweit wurde im St. Franziskus-Hospital Münster ein neuartiges Gefäßimplantat (Stent) angewendet. Unter Leitung von Prof. Dr. Giovanni Torsello, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Direktor des Centrums für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie des Universitätsklinikums Münster, behandelte das Team damit erfolgreich u.a. Patienten, die unter schweren Formen der arteriellen Verschlusskrankheit, der sogenannten „Schaufensterkrankheit“ litten.

Bei diesem Krankheitsbild können sich Gefäßveränderungen in gewundenen Bereichen der Schlagader befinden. Hierfür wurden bislang besonders flexible Gefäßimplantate eingesetzt, die der Gefäßführung nachgeben. Diese besitzen jedoch für schwere Läsionen oft nicht die ausreichende Aufstellkraft, bzw. Stabilität. Demgegenüber sind besonders „starke“ Stents für bewegliche Gefäßabschnitte nicht flexibel genug. Der neuartige Stent besitzt gleichzeitig eine hohe Stabilität und Flexibilität. „Zusätzlich ist er mit einer gerinnungshemmenden Substanz ausgekleidet, die einen erneuten Verschluss verhindert. Patienten mit Verletzungen der Becken- oder Bauchschlagader oder mit einem komplexen Aneurysma profitieren besonders von dieser neuen Entwicklung“, erklärt der leitende Oberarzt PD Dr. Martin Austermann. Im Vorfeld sei die Produktneuheit aus den USA umfangreichen Prüfungen im St. Franziskus-Hospital in einer kontrollierten Laborumgebung unterzogen worden.
Das neue Präparat hat sich beim europaweit ersten Einsatz bewährt. Bernhard Henneken ist einer der Ersten, denen der neue Stent eingesetzt worden ist. Wie auch die anderen Patienten, hat er die Operation gut überstanden. Bereits einen Tag nach dem Eingriff konnte er fit nach Hause entlassen werden.

Seit vielen Jahren gehört die Klinik für Gefäßchirurgie erfolgreich zu den Produktpionieren. Als führende Klinik für gefäßchirurgische Innovationen werden hier wiederholt europa- und weltweit erstmalig Technologien und Produktneuheiten eingesetzt. So wurde der inzwischen weltweit am häufigsten eingesetzte Stent (= Endurant Prothese) zum ersten Mal vor zehn Jahren im St. Franziskus-Hospital verwendet. Ebenso blickt das Team auf zahlreiche OP-Premieren mit neuen, besonders schonenden minimal-invasiven Verfahren zurück.

Bild: Chefarzt Prof. Dr. Giovanni Torsello (l.) und der leitende Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Martin Austermann mit Bernhard Henneken, bei dem europaweit zum ersten Mal der neue Stent eingesetzt wurde.

Hebammen überwinden Sprachbarrieren bei der Geburt

Sozialpreis des Katholischen Krankenhausverbandes verliehen: St. Franziskus-Hospital Münster unter den sechs besten Projekten

Münster – In Berlin wurde jetzt der Sozialpreis des Katholischen Krankenhausverbands Deutschlands (kkvd) verliehen. Unter den sechs nominierten Krankenhäusern war auch das St. Franziskus-Hospital Münster. Es hatte sich passend zum diesjährigen Caritas-Motto „Zusammen sind wir Heimat“ mit dem Projekt „Kultursensible Geburtshilfe“ beworben, das Sprachbarrieren überwinden hilft.

Die Idee dazu hatte Henrike Adam, Hebamme im St. Franziskus-Hospital. Das Haus verzeichnet jährlich rund 2500 Geburten; etwa 350 Mütter haben einen Migrationshintergrund. Fehlende Sprachkenntnisse können die Betreuung vor, während und nach der Entbindung erschweren. Im Rahmen einer Caritas-Weiterbildung zur Stationsleitung beschäftigte sich Henrike Adam mit Fragen der Verständigung. Ziel des Projektes „Kultursensible Geburtshilfe“ war es, bei den Patientinnen und Mitarbeitern Sprachbarrieren abzubauen, Empathie und Verständnis für kulturelle Unterschiede zu schaffen und Sicherheit zu vermitteln.

Im Juli 2016 wurde eine eigene Projektgruppe gegründet, welche aus drei Hebammen und zwei Gynäkologinnen des St. Franziskus-Hospitals bestand. Gemeinsam haben sie bebilderte Karten mit Begriffen in sechs Sprachen entwickelt. Sie ermöglichen die Verständigung rund um die Geburt auch ohne Deutsch- und Lesekenntnisse. Zudem wurden Anamnesebögen zum Ankreuzen in verschiedenen Sprachen erarbeitet. Für die Mitarbeiter wurde darüber hinaus eine Mappe mit Informationen über den Umgang mit traumatisierten Frauen erstellt. Die Arbeitsabläufe konnten damit vereinfacht und der Informationsfluss verbessert werden. „Ich finde es schön, dass mein Projekt so viel Zuspruch gefunden hat. Unter die Nominierten des kkvd-Sozialpreises zu gehören, hat mich sehr gefreut“, erzählt Henrike Adam.

Bild: Bei der Preisverleihung in Berlin (v.l.): kkvd-Vorsitzender Generalvikar Theo Paul, Iris Schulte-Bocholt, Henrike Adam, Monika Lottmann, Hebammen im St. Franziskus-Hospital Münster, Bernadette Rümmelin, Geschäftsführerin des kkvd, und Dr. Klaus Goedereis, Vorstandsvorsitzender St. Franziskus-Stiftung Münster.

Bauen Sie mit: „FranziskusSteinchen“ gegen Spende abzugeben

Kaufleute unterstützen neue Kinder- und Jugendmedizin

Münster – Was ist aus Kunststoff, klein, fast quadratisch, in vielen Farben und mit Aufdruck gestaltet, lädt zum Spielen und Sammeln ein und ist ab sofort bei ausgewählten Partnern in Münster für eine Spende erhältlich? Mit den „FranziskusSteinchen“ erweitern ab sofort zahlreiche Geschäfte ihr Sortiment, um Gutes zu tun: Die zehn Euro, um die pro Steinchen gebeten wird, wandern direkt an das Spendenprojekt des St. Franziskus-Hospitals „Mehr Raum für Nähe“. Mit den Kunststoffsteinchen, auf denen Hinweise zur Spendenkampagne aufgedruckt sind, lässt sich allerhand bauen, daher lohnt es sich, gleich mehrere zu erwerben. Also ruft das St. Franziskus-Hospital Münster auf: Bauen Sie mit!

Von den Kaufleuten am Prinzipalmarkt haben sich im ersten Schritt das Schuhhaus Zumnorde mit mehreren Filialen, das Modehaus Petzhold und der Kieferorthopäde Dr. Frank Lohkamp vom Ärztezentrum am Prinzipalmarkt spontan zum Mitmachen bereit erklärt. Auch im Bettenhaus vor dem Esche an der Königsstraße, bei feine art an der Windthorststraße, bei Otmar im Hauptbahnhof und im La Californie (Picasso-Museum) sind die“FranziskusSteinchen“ ab sofort erhältlich.

Die Chefärzte in der Klinik für Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin PD Dr. Michael Böswald und Dr. Florian Urlichs sind begeistert von der Unterstützung der Kaufleute: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Aktion mit so vielen neuen Partnern startet! Jede Spende für die neue Kinderklinik ist wichtig und hilft – damit unsere kleinen Patienten die Nähe und Geborgenheit bekommen, die sie zum Gesundwerden brauchen. FranziskusSteinchen gibt es selbstverständlich auch bei uns im St. Franziskus-Hospital: Die Bücherei im Krankenhaus hat sie ab sofort im Sortiment.“

Wer ebenfalls „FranziskusSteinchen“ in seinem Unternehmen anbieten und so die Kampagne „Mehr Raum für Nähe“ unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen, zum Mit-Bauen aufzurufen. Informationen dazu gibt es unter Tel. 0251/935-1935.

Bild: Auf dem Prinzipalmarkt trafen sich jetzt einige Vertreter der „Vertriebspartner“ der ersten Stunde zum Aktionsstart (v.l.): Thomas Zumnorde, Dr. Florian Urlichs, Chefarzt der Neonatologie und Kinderintensivmedizin, NN vor dem Esche, Tina Siegel (Modehaus Petzhold), PD Dr. Michael Böswald, Chefarzt der Allgemeinen Kinder- und Jugendmedizin und Kieferorthopäde Dr. Frank Lohkamp aus dem Ärztezentrum Prinzipalmarkt. Auf dem Foto fehlt Wolfgang Nietan von „feine art“.

Zur Umsetzung des Bauvorhabens benötigt das Hospital knapp 13 Millionen Euro. Etwa 9,5 Millionen Euro werden aus öffentlichen und Eigenmitteln abgedeckt und rund 3,3 Millionen Euro müssen über Spenden finanziert werden. Die Bauarbeiten für die neue Klinik, in der pro Jahr rund 9.000 Kinder und Jugendliche versorgt werden, sind in diesen Wochen gestartet.

Spendenkampagne „Mehr Raum für Nähe“
Durch die Spendenkampagne „Mehr Raum für Nähe“ will das St. Franziskus-Hospital Münster in den nächsten Jahren einen Teil der Gesamtkosten für die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen der Kinder- und Jugendklinik einwerben. Die Modernisierung im Bestand ist dringend erforderlich, denn die bauliche Ausstattung entspricht nicht mehr den aktuellen räumlichen Anforderungen einer modernen Kinderklinik: Die kleinen und großen Patienten und ihre Begleitpersonen brauchen mehr Platz sowie eine kinderfreundliche Atmosphäre, um künftig noch besser gesund zu werden.
Mehr Infos zum Projekt gibt es unter www.mehr-raum-für-nähe.de

Pflegekräfte: Begleitung beim beruflichen Wiedereinstieg

Pflegende bekommen individuelle Betreuung und praktische Anleitung nach mehrjähriger Berufspause

Münster/Greven/Telgte – Das St. Franziskus-Hospital Münster, das Maria-Josef-Hospital Greven und die Klinik Maria Frieden Telgte bieten examinierten Pflegekräfte, die mehrere Jahre beruflich pausiert haben, einen Wiedereinstiegs­-Kurs für eine Rückkehr in den Pflegeberuf an. Ausgebildete Pflegekräfte bekommen damit die Chance, den Anschluss an die aktuellen berufsfachlichen Kenntnisse und Verfahren zu erlangen.

Der Pflegeberuf ist noch immer hauptsächlich ein Frauenberuf. Damit verbunden unterbricht häufig ein hoher Anteil sehr gut ausgebildeter Fachkräfte familienbedingt ihre Berufstätigkeit. Möchten die Pflegenden nach einigen Jahren wieder in den Beruf einsteigen, trauen sie sich jedoch die Arbeit auf den Stationen oft nicht mehr zu. Die Sorge, der rasanten Entwicklung von medizinischen, technologischen und pflegerischen Neuerungen nicht Stand zu halten, hält viele von ihrer Rückkehr in den Pflegeberuf ab.

Diese Sorge ist nicht unbegründet: Der professionelle Pflegebereich hat sich stetig verändert und weiter entwickelt. Weiterbildungen sind hier unabdingbar, um mit den schnellen Entwicklungen des Pflegeberufs Schritt halten zu können. Bei dem geplanten Kurs setzen sich die Berufsrückkehrer und –innen mit den aktuellen Themen des theoretischen und praktischen Pflegewissens auseinander. Sie können dadurch schnell an ihr berufliches Können anknüpfen und erlangen Sicherheit für die Rückkehr in die Pflegepraxis im Krankenhaus.

Der Wiedereinstieg soll den Bedürfnissen der potenziellen Teilnehmer angepasst werden. Dies beinhaltet je nach Kenntnisstand die Teilnahme an Fortbildungen zu Themen, wie z.B. Pflege- und Hygienestandards, EDV-Dokumentationen, Reanimationstraining oder Kinästhetik. Ebenso werden die Rückkehrer intensiv durch Kollegen im Stationsalltag betreut und angeleitet. Der Praxiseinsatz findet im St. Franziskus-Hospital Münster, im Maria-Josef-Hospital Greven oder in der Klinik Maria-Frieden Telgte statt.

Der Kurs mit der theoretischen und praktischen Anleitung findet vom 7.11. bis 1.12.2017 statt.
Alle Interessierten sind zu einer Infoveranstaltung am Mittwoch, 6. September 2017 um 18.30 Uhr ins Marienhaus des St. Franziskus-Hospital Münster (St. Mauritz-Freiheit 48) eingeladen. Um unverbindliche Anmeldung unter Telefon 0251.935-3999 wird gebeten.

Münster mittendrin unterstützt „Mehr Raum für Nähe“

Menschenkicker-Turnier für den guten Zweck

Münster – Das diesjährige Stadtfest „Münster mittendrin“ lockte wieder zahlreiche Besucher in die Innenstadt. Viele feuerten bei den Menschenkicker-Promi-Spielen am Sonntag auf dem Stubengassenplatz das Team des St. Franziskus-Hospitals Münster an, das für den guten Zweck gegen eine Auswahl vom USC Münster und vom SC Preußen 06 e.V. Münster angetreten war. Bei hochsommerlichen Temperaturen hatten die Franziskus-Kicker das Spiel gegen die Volleyballerinnen gewonnen und gegen die Adlerträger knapp verloren. Jetzt übergaben Bernd Redeker, Organisator und Gesellschafter des Stadtfestes „Münster mittendrin“, Carsten Becker von der Preußen Münster Traditions-Elf, Christian Wasmuth, Geschäftsführer von Team Escape, und Edith Preuß, Zahnärztin in Münster, den Erlös an die Spendenkampagne „Mehr Raum für Nähe“. „Wir haben für jedes Tor gespendet und die Summe gemeinsam auf 2.600 Euro aufgerundet. Wir freuen uns, dass damit vier Quadratmeter in der Kinderklinik umgebaut und kindgerecht ausgestattet werden können“, betonen sie. Bereits am Freitag erspielten die WWU Baskets, die Preußen Traditionself und ein Allstar-Team u.a. mit Ex-Preußen-Torwart Daniel Masuch den ersten Teil der Spendensumme.

Bei der Übergabe dabei waren zudem Hanna Orthmann, Spielerin beim USC Münster, und Preußen-Kapitän Adriano Grimaldi. Beide waren beim Menschenkicker-Turnier gegen die Franziskus-Auswahl angetreten und wünschten auch künftig viel Erfolg bei der Spendenkampagne.

Bild: Dr. Ansgar Klemann (r.), Kaufmännischer Direktor, und Dr. Florian Urlichs (l.), Chefarzt der Klinik für Neonatologie und Kinderintensivmedizin, bedankten sich für die Spende. Überreicht wurde sie von (v.l.) Carsten Becker, Edith Preuß, Adriano Grimaldi, Bernd Redeker, Hanna Orthmann und Christian Wasmuth.

Der Chefarzt der Klinik für Neonatologie und Kinderintensivmedizin Dr. Florian Urlichs und der Kaufmännische Direktor Dr. Ansgar Klemann freuten sich sehr über die Spende: „Wir danken den Veranstaltern von ‚Münster mittendrin‘ und allen Spendern für die tatkräftige Unterstützung und den wichtigen Beitrag für kranke Kinder und ihre Eltern“.

Weitere Informationen: www.mehr-raum-für-nähe.de

Durch die Spendenkampagne „Mehr Raum für Nähe“ will das St. Franziskus-Hospital in den nächsten Jahren einen Teil der Gesamtkosten für die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen der Kinder- und Jugendklinik einwerben. Die Modernisierung ist dringend erforderlich, denn die bauliche Ausstattung entspricht nicht mehr den aktuellen räumlichen Anforderungen einer modernen Kinderklinik. Doch selbst so wichtige Vorhaben wie dieses lassen sich heute nicht mehr aus eigenen und öffentlichen Mitteln finanzieren. Zur Umsetzung des Bauvorhabens benötigt das Hospital knapp 13 Millionen Euro. Etwa 9,5 Millionen Euro werden aus öffentlichen und Eigenmitteln abgedeckt und rund 3,3 Millionen Euro müssen über Spenden finanziert werden.

Pflegekräfte: Begleitung beim beruflichen Wiedereinstieg

Pflegende bekommen individuelle Betreuung und praktische Anleitung nach mehrjähriger Berufspause

Münster/Greven – Das St. Franziskus-Hospital Münster und das Maria-Josef-Hospital Greven bieten examinierten Pflegekräfte, die mehrere Jahre beruflich pausiert haben, einen Wiedereinstiegs­-Kurs für eine Rückkehr in den Pflegeberuf an. Ausgebildete Pflegekräfte bekommen damit die Chance, den Anschluss an die aktuellen berufsfachlichen Kenntnisse und Verfahren zu erlangen.

Der Pflegeberuf ist noch immer hauptsächlich ein Frauenberuf. Damit verbunden unterbricht häufig ein hoher Anteil sehr gut ausgebildeter Fachkräfte familienbedingt ihre Berufstätigkeit. Möchten die Pflegenden nach einigen Jahren wieder in den Beruf einsteigen, trauen sie sich jedoch die Arbeit auf den Stationen oft nicht mehr zu. Die Sorge, der rasanten Entwicklung von medizinischen, technologischen und pflegerischen Neuerungen nicht Stand zu halten, hält viele von ihrer Rückkehr in den Pflegeberuf ab.

Diese Sorge ist nicht unbegründet: Der professionelle Pflegebereich hat sich stetig verändert und weiter entwickelt. Weiterbildungen sind hier unabdingbar, um mit den schnellen Entwicklungen des Pflegeberufs Schritt halten zu können. Bei dem geplanten Kurs setzen sich die Berufsrückkehrer und –innen mit den aktuellen Themen des theoretischen und praktischen Pflegewissens auseinander. Sie können dadurch schnell an ihr berufliches Können anknüpfen und erlangen Sicherheit für die Rückkehr in die Pflegepraxis im Krankenhaus.

Bild: Pflegesituation im Maria- Josef- Hospital Greven, Schubert Fotografie

„Es gibt zahlreiche motivierte und ausgezeichnet qualifizierte Pflegekräfte. Es wäre schade, wenn sie dem Arbeitsmarkt verloren gingen, obwohl sie nach der Familienphase gerne wieder arbeiten würden, es sich jedoch nicht zutrauen“, so die Initiatoren Leonhard Decker und Matthias Apken. Die beiden Pflegedirektoren sind sich einig: „Mit unserem Angebot können wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf die aktuelle Entwicklungen im Berufsleben optimal vorbereiten und Mut machen, den Neustart anzugehen.“

Der Wiedereinstieg soll inhaltlich wie auch organisatorisch den Bedürfnissen der potenziellen Teilnehmer angepasst werden. Dies beinhaltet je nach Kenntnisstand und evtl. bestehenden Fachweiterbildungen die Teilnahme an Fortbildungen zu aktuellen Pflegethemen, wie z.B. Pflege- und Hygienestandards, EDV-Dokumentationen, Reanimationstraining oder Kinästhetik. Ebenso werden die Rückkehrer intensiv durch erfahrene Kollegen im Stationsalltag betreut und angeleitet. Der Praxiseinsatz findet im St. Franziskus-Hospital Münster oder im Maria-Josef-Hospital Greven statt. Der Kurs mit der theoretischen und praktischen Anleitung findet vom 7.11. bis 1.12.2017 statt.

Alle interessierten, potenziellen Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer sind zu einer Infoveranstaltung am Mittwoch, 5. Juli um 18.30 Uhr ins Marienhaus des St. Franziskus-Hospital Münster (St. Mauritz-Freiheit 48) eingeladen. Um unverbindliche Anmeldung unter 0251 935-3999 wird gebeten.