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Münster mittendrin unterstützt „Mehr Raum für Nähe“

Menschenkicker-Turnier für den guten Zweck

Münster – Das diesjährige Stadtfest „Münster mittendrin“ lockte wieder zahlreiche Besucher in die Innenstadt. Viele feuerten bei den Menschenkicker-Promi-Spielen am Sonntag auf dem Stubengassenplatz das Team des St. Franziskus-Hospitals Münster an, das für den guten Zweck gegen eine Auswahl vom USC Münster und vom SC Preußen 06 e.V. Münster angetreten war. Bei hochsommerlichen Temperaturen hatten die Franziskus-Kicker das Spiel gegen die Volleyballerinnen gewonnen und gegen die Adlerträger knapp verloren. Jetzt übergaben Bernd Redeker, Organisator und Gesellschafter des Stadtfestes „Münster mittendrin“, Carsten Becker von der Preußen Münster Traditions-Elf, Christian Wasmuth, Geschäftsführer von Team Escape, und Edith Preuß, Zahnärztin in Münster, den Erlös an die Spendenkampagne „Mehr Raum für Nähe“. „Wir haben für jedes Tor gespendet und die Summe gemeinsam auf 2.600 Euro aufgerundet. Wir freuen uns, dass damit vier Quadratmeter in der Kinderklinik umgebaut und kindgerecht ausgestattet werden können“, betonen sie. Bereits am Freitag erspielten die WWU Baskets, die Preußen Traditionself und ein Allstar-Team u.a. mit Ex-Preußen-Torwart Daniel Masuch den ersten Teil der Spendensumme.

Bei der Übergabe dabei waren zudem Hanna Orthmann, Spielerin beim USC Münster, und Preußen-Kapitän Adriano Grimaldi. Beide waren beim Menschenkicker-Turnier gegen die Franziskus-Auswahl angetreten und wünschten auch künftig viel Erfolg bei der Spendenkampagne.

Bild: Dr. Ansgar Klemann (r.), Kaufmännischer Direktor, und Dr. Florian Urlichs (l.), Chefarzt der Klinik für Neonatologie und Kinderintensivmedizin, bedankten sich für die Spende. Überreicht wurde sie von (v.l.) Carsten Becker, Edith Preuß, Adriano Grimaldi, Bernd Redeker, Hanna Orthmann und Christian Wasmuth.

Der Chefarzt der Klinik für Neonatologie und Kinderintensivmedizin Dr. Florian Urlichs und der Kaufmännische Direktor Dr. Ansgar Klemann freuten sich sehr über die Spende: „Wir danken den Veranstaltern von ‚Münster mittendrin‘ und allen Spendern für die tatkräftige Unterstützung und den wichtigen Beitrag für kranke Kinder und ihre Eltern“.

Weitere Informationen: www.mehr-raum-für-nähe.de

Durch die Spendenkampagne „Mehr Raum für Nähe“ will das St. Franziskus-Hospital in den nächsten Jahren einen Teil der Gesamtkosten für die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen der Kinder- und Jugendklinik einwerben. Die Modernisierung ist dringend erforderlich, denn die bauliche Ausstattung entspricht nicht mehr den aktuellen räumlichen Anforderungen einer modernen Kinderklinik. Doch selbst so wichtige Vorhaben wie dieses lassen sich heute nicht mehr aus eigenen und öffentlichen Mitteln finanzieren. Zur Umsetzung des Bauvorhabens benötigt das Hospital knapp 13 Millionen Euro. Etwa 9,5 Millionen Euro werden aus öffentlichen und Eigenmitteln abgedeckt und rund 3,3 Millionen Euro müssen über Spenden finanziert werden.

Quelle: © St. Franziskus-Hospital Münster

Pflegekräfte: Begleitung beim beruflichen Wiedereinstieg

Pflegende bekommen individuelle Betreuung und praktische Anleitung nach mehrjähriger Berufspause

Münster/Greven – Das St. Franziskus-Hospital Münster und das Maria-Josef-Hospital Greven bieten examinierten Pflegekräfte, die mehrere Jahre beruflich pausiert haben, einen Wiedereinstiegs­-Kurs für eine Rückkehr in den Pflegeberuf an. Ausgebildete Pflegekräfte bekommen damit die Chance, den Anschluss an die aktuellen berufsfachlichen Kenntnisse und Verfahren zu erlangen.

Der Pflegeberuf ist noch immer hauptsächlich ein Frauenberuf. Damit verbunden unterbricht häufig ein hoher Anteil sehr gut ausgebildeter Fachkräfte familienbedingt ihre Berufstätigkeit. Möchten die Pflegenden nach einigen Jahren wieder in den Beruf einsteigen, trauen sie sich jedoch die Arbeit auf den Stationen oft nicht mehr zu. Die Sorge, der rasanten Entwicklung von medizinischen, technologischen und pflegerischen Neuerungen nicht Stand zu halten, hält viele von ihrer Rückkehr in den Pflegeberuf ab.

Diese Sorge ist nicht unbegründet: Der professionelle Pflegebereich hat sich stetig verändert und weiter entwickelt. Weiterbildungen sind hier unabdingbar, um mit den schnellen Entwicklungen des Pflegeberufs Schritt halten zu können. Bei dem geplanten Kurs setzen sich die Berufsrückkehrer und –innen mit den aktuellen Themen des theoretischen und praktischen Pflegewissens auseinander. Sie können dadurch schnell an ihr berufliches Können anknüpfen und erlangen Sicherheit für die Rückkehr in die Pflegepraxis im Krankenhaus.

Bild: Pflegesituation im Maria- Josef- Hospital Greven, Schubert Fotografie

„Es gibt zahlreiche motivierte und ausgezeichnet qualifizierte Pflegekräfte. Es wäre schade, wenn sie dem Arbeitsmarkt verloren gingen, obwohl sie nach der Familienphase gerne wieder arbeiten würden, es sich jedoch nicht zutrauen“, so die Initiatoren Leonhard Decker und Matthias Apken. Die beiden Pflegedirektoren sind sich einig: „Mit unserem Angebot können wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf die aktuelle Entwicklungen im Berufsleben optimal vorbereiten und Mut machen, den Neustart anzugehen.“

Der Wiedereinstieg soll inhaltlich wie auch organisatorisch den Bedürfnissen der potenziellen Teilnehmer angepasst werden. Dies beinhaltet je nach Kenntnisstand und evtl. bestehenden Fachweiterbildungen die Teilnahme an Fortbildungen zu aktuellen Pflegethemen, wie z.B. Pflege- und Hygienestandards, EDV-Dokumentationen, Reanimationstraining oder Kinästhetik. Ebenso werden die Rückkehrer intensiv durch erfahrene Kollegen im Stationsalltag betreut und angeleitet. Der Praxiseinsatz findet im St. Franziskus-Hospital Münster oder im Maria-Josef-Hospital Greven statt. Der Kurs mit der theoretischen und praktischen Anleitung findet vom 7.11. bis 1.12.2017 statt.

Alle interessierten, potenziellen Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer sind zu einer Infoveranstaltung am Mittwoch, 5. Juli um 18.30 Uhr ins Marienhaus des St. Franziskus-Hospital Münster (St. Mauritz-Freiheit 48) eingeladen. Um unverbindliche Anmeldung unter 0251 935-3999 wird gebeten.

Quelle: @ St. Franziskus-Hospital Münster

High-Tech fürs Herz: St. Franziskus-Hospital erweitert Herzkatheterlabor

Münster – Mit einer feierlichen Einsegnung nahm das St. Franziskus-Hospital Münster nach mehrmonatiger Umbauphase ein zweites Herzkatheterlabor in Betrieb. Das neue High-Tech-Gerät setzt neben den gewohnten Linksherzkatheter­untersuchungen einen weiteren kardiologischen Schwerpunkt: die elektrophysiologische Untersuchung (EPU) und die kathetergeleitete Ablations­behandlung von Herzrhythmusstörungen.

„Unser Behandlungsspektrum bei Herzkatheter-Untersuchungen wird damit noch einmal entscheidend erweitert“, freut sich Dr. Peter Kleine-Katthöfer, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie. „Mit modernster Technik können wir jetzt zeitgleich z.B. Patienten mit akutem Herzinfarkt und Patienten mit komplexen Herzrhythmusstörungen behandeln“. Dazu gehören alle Formen des Herzrasens wie Vorhofflattern, Vorhofflimmern und die Kammertachykardien (Herzrasen aus den Herzkammern). Wartezeiten für die Patienten werden verkürzt und Engpässe aufgrund von Notfällen vermieden. Gemeinsam mit dem auch von anderen Abteilungen genutzten Hybrid-OP sind nun drei Katheter­unter­suchungen und –Behandlungen gleichzeitig möglich.

Bereits im Sommer 2016 wurde ein erster neuer Linksherzkatheter-Messplatz in Betrieb genommen und nun um das zweite System ergänzt. In zwei Bauabschnitten wurde das gesamte Herzkatheterlabor (HKL) um- und ausgebaut. Die neuen Räume mit den medizinischen Großgeräten und den Monitor-Überwachungsräumen sind hell, mit freundlichen Farben gestaltet, bieten viel Platz und gleichem einem hoch technisierten Operationssaal. Neben der räumlichen Erweiterung wurde auch das ärztliche und pflegerische Team vergrößert.

Bild: Freuen sich über den zweiten nun in Betrieb genommenen Linksherzkatheter-Messplatz v.l.: Pater Gisbert Schütte, stellv. Pflegeleiter Gerd Hoffmann, Chefarzt Dr. Peter Kleine-Katthöfer, Oberarzt Dr. Christian Reiner, Architekt Torsten Gohrbandt und der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Michael Möllmann

Bei den Messplätzen handelt es sich um Geräte der neusten Generation mit einer deutlich verbesserten Bildauflösung – und stark verminderten Röntgenstrahlen. Hierauf ist Chefarzt Dr. Kleine-Katthöfer besonders stolz: „Dank der neuen Technologie kann die Strahlenbelastung für die Patienten und Mitarbeiter erheblich gesenkt werden.“ Zudem werde durch den Einsatz der modernen Geräte das Personal entlastet und es könne sich mehr auf die Belange der Patienten konzentrieren.

Für das Hospital bedeutet der Umbau und die Installation eine wesentliche Erweiterung des medizinischen Behandlungsspektrums und der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Michael Möllmann betonte: „Die neuen Räumlichkeiten und Geräte schaffen die optimalen Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der Kardiologie.“ Pro Jahr werden ca. 3000 Patienten in der kardiologischen Klinik behandelt und über 1800 Katheteruntersuchungen im Herzkatheterlabor durchgeführt – Tendenz steigend.

Elektrophysiologie im St. Franziskus-Hospital Münster

Die zweite nun in Betrieb genommene Anlage wurde besonders auf die Behandlung von Herzrhythmusstörungen (EPU) eingerichtet. Neben der Röntgenanlage wurde eine Elektrophysiologieeinheit (3D-Mappingtechnik) der neusten Version eingebaut. Das Department für interventionelle Elektrophysiologie wird von Dr. Christian Reiner geleitet.
Hauptziel der EPU ist es, die Ursache von Herzrhythmusstörungen herauszufinden und diese mittels Katheterablation zu behandeln. Nach örtlicher Betäubung werden mit Elektroden ausgestattete Katheter über die Leistenvenen erst in den rechten Vorhof und je nach Ursprung der Störung in die anderen Herzkammern eingeführt. Hierüber werden elektrische Signale an verschiedenen Stellen des Herzens gemessen. Durch kleine schmerzlose Stromimpulse werden anschließend die Herzrhythmusstörungen ausgelöst, um deren Ursprungsort zu lokalisieren. In den meisten Fällen können die Herzrhythmusstörungen dann mittels Ablation (=“Verödung“) beseitigt werden. Ein besonderer Schwerpunkt der Abteilung ist die Ablation von Vorhofflimmern, die bei 40-50 Prozent aller EPU-Patienten durchgeführt wird.

Quelle: © St. Franziskus Hospital Münster

Christliche Krankenhaushilfe sucht Ehrenamtliche

Info-Veranstaltung: „Besuchsdienst“

Münster – Die Christliche Krankenhaushilfe (CKH) im St. Franziskus-Hospital Münster sucht weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den ehrenamtlichen „Besuchsdienst“. Der „Besuchsdienst“ der Christlichen Krankenhaushilfe wurde bereits vor 25 Jahren mit dem Ziel gegründet, alten und kranken Menschen beizustehen. Einmal wöchentlich nehmen sich die Damen und Herren der CKH Zeit und stellen diese in den Dienst der Patienten.

Datum: Donnerstag, 02.03.2017
Ort: im Marienhaus, St. Mauritz-Freiheit 48, 48145 Münster
Uhrzeit: 18.00 Uhr
Besonderheiten: Anmeldung nicht erforderlich, kostenfrei

Sie bieten Gespräche an, übernehmen kleine Dienste und begleiten Menschen in schwierigen Situationen. Durch Zuwendung und Aufmerksamkeit leisten sie einen Beitrag zum Gesundwerden. „Es macht große Freude, gebraucht zu werden und die Patienten geben uns viel zurück. Mit unserer Arbeit durchbrechen wir die weit verbreitete Anonymität und stellen eine Beziehung zu den Menschen her“, beschreibt Teamkoordinatorin Eva-Martina Holtmann die Arbeit.

Zurzeit besteht der „Besuchsdienst“ aus 19 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich regelmäßig zu Fortbildungen und zum Erfahrungsaustausch treffen. Die Grundlagen der Arbeit seien Verschwiegenheit, Verlässlichkeit und Geduld, erklärt Holtmann. „Wenn wir zu einem Patienten gehen, steht er im Mittelpunkt – und nur er.“ Neue Ehrenamtliche werden gründlich vorbereitet und haben die Möglichkeit, zu hospitieren. Für weitere Informationen erreichen Interessierte Frau Holtmann telefonisch unter 0251-34934.

Quelle: © St. Franziskus-Hospital Münster

St. Franziskus Hospital als Wirbelsäulenzentrum der höchsten Stufe zertifiziert

Überzeugende Qualität

Münster – Die Klink für Wirbelsäulenchirurgie im St. Franziskus-Hospital Münster unter der Leitung von Prof. Dr. Ulf Liljenqvist wurde als „Level I-Wirbelsäulenzentrum der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG)“ zertifiziert. Landesweit wurde der Klinik damit als einziges Zentrum die höchste Stufe der Maximalversorgung bestätigt.

Unabhängige Experten bescheinigen dem Zentrum einen hervorragenden Standard bei der Patientenversorgung und eine außerordentliche Behandlungsqualität. Für die erfolgreiche Zertifizierung werden strenge Qualitätsansprüche an die Strukturen und Prozesse der Klinik gestellt. Umfangreiche Anforderungen an die Qualifikation der ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Mitarbeiter müssen dabei genauso nachgewiesen werden wie optimale medizintechnische Voraussetzungen. Darüber hinaus werden ein umfassendes operatives Behandlungsspektrum und standardisierte Behandlungspfade ebenso wie eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachabteilungen und nachbehandelnden Einrichtungen vorausgesetzt. Vergeben wird die Auszeichnung nur an Kliniken, die Merkmale wie eine 24-stündige Notfallversorgung, die ständige Verfügbarkeit einer Schmerztherapie und radiologischer Diagnostik sowie wissenschaftliche Aktivitäten nachweisen können.

Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie im St. Franziskus-Hospital hat sich darüber hinaus selbst verpflichtet, alle operativen Fälle – ca. 1300 Patienten im Jahr – in ein nationales Register einzutragen und hat diesen Prozess Anfang des Jahres in die Abläufe integriert. „Trotz des zusätzlichen Arbeitsaufwandes haben wir uns dazu entschlossen. Das Register mit der Datensammlung stellt zukünftig einen besonderen Mehrwert bei der Optimierung der Patientenversorgung und Qualitätssicherung dar“, erklärt Chefarzt Prof. Liljenqvist und freut sich über die erfolgreiche Zertifizierung. „Wir sind sehr stolz auf die Auszeichnung. Sie dokumentiert das hohe Versorgungsniveau, das unsere Patienten bei Diagnostik und Therapie täglich erfahren und bestärkt uns in unserer Arbeit.“
Das St. Franziskus-Hospital ist in eines von bundesweit fünf Level-I-Wirbelsäulenzentren und das einzige Zentrum der Maximalversorgung in NRW. Landesweit gibt es noch jeweils in Bochum und Köln ein Level-II-Zentrum.

Bild: Das Ärzteteam der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie im St. Franziskus-Hospital Münster mit Chefarzt Prof. Dr. Ulf Liljenqvist (M.)

Quelle: © St.-Franziskus-Hospital Münster

„Königskinder“ zu Besuch im St. Franziskus-Hospital Münster

Ambulanter Kinderhospizdienst informiert über seine Arbeit

Münster – Der ambulante Kinderhospizdienst „Königskinder“ informierte jetzt im St. Franziskus-Hospital Münster über sein Angebot sowie den Tag der Kinderhospizarbeit, der jährlich am 10. Februar stattfindet. Um diesem Aktionstag mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, werden im Vorfeld bundesweit grüne Bänder als Symbol der Solidarität verteilt. „Wir hoffen, dass viele Menschen die Bänder am Tag der Kinderhospizarbeit sichtbar tragen. Wir möchten damit für das Thema sensibilisieren und es enttabuisieren“, erklärt Maike Biermann, Leiterin der Königskinder.

Bereits seit vielen Jahren besteht eine enge Kooperation zwischen dem St. Franziskus-Hospital Münster und dem ambulanten Kinderhospizdienst. Die Königskinder finanzieren eine halbe Stelle für eine psychosoziale Mitarbeiterin, die betroffene Kinder während des Krankenhausaufenthalts betreut. Im Rahmen dieser Stelle begleitet und berät Britta Franz, Diplom-Heilpädagogin und Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, im Franziskus Hospital Patienten und ihre Familienangehörigen und unterstützt sie mit Hilfe von unterschiedlichen Angeboten bei ihrem Prozess der Krankheitsbewältigung.

Der ambulante Hospizdienst unterstützt Familien in Münster und Umgebung, in denen ein Kind, Jugendlicher oder junger Erwachsener schwerst oder lebensverkürzend erkrankt ist. In dieser schwierigen Situation entlastet das Team aus rund 50 ehrenamtlichen Mitarbeitern die Familien und ermöglicht Erholungsphasen. Die Kinderhospizarbeit setzt zum Zeitpunkt der Diagnose ein und kann sich oft über sehr viele Jahre hinziehen.

Bild: (v.l.n.r.) Kathrin Assauer, ehrenamtliche Mitarbeiterin, Maike Biermann sowie Katrin Beerwerth, beide Leiterinnen der Königskinder, informierten im St. Franziskus-Hospital Münster über ihre Arbeit.

Quelle: © St. Franziskus-Hospital Münster

St. Franziskus-Hospital startet Spendenkampagne für Erweiterung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Kranke Kinder brauchen „Mehr Raum für Nähe“ / Spendenziel: 3,3 Mio. Euro

Münster – Mit einem grundlegenden Umbau soll für Eltern und kleine Patienten in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am St. Franziskus-Hospital bald mehr Raum für Nähe geschaffen werden: Die bauliche Ausstattung der Kinder- und Jugendstationen entspricht nicht mehr den aktuellen räumlichen Anforderungen einer modernen Kinderklinik. Für die Finanzierung des Vorhabens geht das Hospital jetzt ganz neue Wege. Mit einer Spendenkampagne soll in den nächsten vier Jahren ein Teil der Kosten für die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen eingeworben werden.

Ganz gleich, wie weit die moderne Medizin und Pflege voranschreiten: Menschliche Nähe bleibt ein wichtiges Heilmittel, vor allem für kleine Patientinnen und Patienten im Krankenhaus. Hier brauchen sie die Nähe ihrer Familie und Freunde, um wieder gesund zu werden. Besonders Neugeborene sind auf eine Umgebung angewiesen, in der Nähe und Bindung überhaupt erst entstehen können. Zahlreiche Eltern im Münsterland vertrauen der Kinder- und Jugendmedizin im St. Franziskus-Hospital. „Doch die Klinikräume sind zu eng, zu nüchtern und die Wege dazwischen viel zu weit. Die mittlerweile selbstverständliche familienintegrierte Behandlung, die die Eltern und Geschwister einbezieht, ist aufgrund der Raumsituation nur eingeschränkt möglich. Die momentan beengte Situation macht es Eltern schwer, auch über Nacht bei ihren kranken Kindern zu bleiben, weil sie nur auf Notbetten übernachten können“, beschreibt Christine Gradert, stellvertretende Stationsleitung auf der Kinderstation, die aktuellen Gegebenheiten. Deshalb muss der Baustandard dringend angepasst werden. „Wir möchten bald die Kinderstationen komplett umstrukturieren und unsere Räumlichkeiten für kleine Patienten endlich erweitern. Der Umbau soll 2017 beginnen und spätestens 2024 mit dem letzten Bauabschnitt fertiggestellt sein“, erklärt Dr. Ansgar Klemann, Kaufmännischer Direktor des St. Franziskus-Hospitals.

Doch selbst so wichtige Vorhaben wie dieses lassen sich heute nicht mehr aus eigenen und öffentlichen Mitteln finanzieren. So sehr es die Gesundheit von Kindern auch fördert – für kindgerechte Patienten- und Familienzimmer, für lernunterstützende Spielgeräte und Unterrichtsräume oder für Spiel- oder Stillzimmer sieht das Gesetz keine Mittel vor. Wer mehr möchte als eine apparatemedizinische Versorgung, muss dafür selbst aufkommen. „Bei Umbaukosten von knapp 13 Mio. Euro ist uns das aus eigener Kraft allein unmöglich. Einen Anteil von 4,5 Mio. Euro können wir über öffentliche Fördermittel abdecken, zusätzliche 5 Mio. Euro kommen aus Eigen- bzw. Fremdmitteln. Damit verbleibt ein Rest von etwa 25 Prozent – rund 3,3 Mio. Euro – den wir nur über private Spenden finanzieren können. Das sind bei einer Fläche von 5.120 qm also ca. 650 Euro pro Quadratmeter“, erläutert Dr. Ansgar Klemann.
Dr. Daisy Hünefeld, Vorstandsmitglied der St. Franziskus-Stiftung Münster, betont: „Wir suchen Menschen, die die Gesundheit unserer Kinder zu ihrer Herzensangelegenheit machen und mit uns gemeinsam mehr Raum für Nähe schaffen. Mit jeder Spende sichern sie die optimale Versorgung im St. Franziskus-Hospital – und damit die Zukunft Münsters als Leuchtturm der deutschen Kinder- und Jugendmedizin.“

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Bild: Mit 15.000 EUR, die von den Mitarbeitern eingebracht wurden, ist das „Spenden-Fundament“ für die neue Klink für Kinder- und Jugendmedizin bereits gelegt. darüber freuen sich (v.l.): PD Dr. Michael Böswald, Chefarzt der Allgemeinen Kinder- und Jugendmedizin St. Franziskus-Hospital Münster, Dr. Ansgar Klemann, Kaufmännischer Direktor, Leonhard Decker, Pflegedirektor, Professor Dr. Michael Möllmann, Ärztlicher Direktor, Christine Gradert, stellvertretende Stationsleitung und Dr. Florian Urlichs, Chefarzt der Neonatologie und Kinderintensivmedizin.

Spendenkampagne „Mehr Raum für Nähe“ gestartet

Die Spendenkampagne des St. Franziskus-Hospitals ist auf rund vier Jahre angelegt und hat schon jetzt zum Start viele Unterstützer: „Die Spendensumme für die ersten Quadratmeter haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des St. Franziskus-Hospitals in den letzten Monaten mit vielen kreativen Aktionen und Ideen erbracht: Mit den eingeworbenen mehr als 15.000 Euro ist der Spendenanteil für 24 qm Kinder- und Jugendklinik bereits abgedeckt. Damit haben wir das Fundament gelegt“, freut sich PD Dr. Michael Böswald, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin. Für die Erstellung der kampagnenbegleitenden Broschüren und Plakate haben sich viele Eltern ehemaliger Patienten und ihre Kinder zur Verfügung gestellt. „Viele haben spontan zugesagt. Sie waren gerne bereit, mit ihren Geschichten und Gesichtern zu zeigen, wer von unseren Umbauplänen profitiert. Damit haben sie uns sehr geholfen und können unser Anliegen authentisch rüberbringen“, unterstreicht Dr. Florian Urlichs, Chefarzt der Neugeborenen- und Kinderintensivmedizin. Zudem hat das St. Franziskus-Hospital einen Kreis von namhaften Unterstützern aus der Münsteraner Stadtgesellschaft gegründet, der sich für die Spendenkampagne einsetzen will. Auch Schwester Hiltrud Vacker, Provinzvikarin bei den Mauritzer Franziskanerinnen, ist dabei: „Den uns anvertrauten Menschen wollen wir ein Höchstmaß an Sicherheit, Trost und Hoffnung geben. Dazu gehört völlig selbstverständlich eine familiäre Umgebung, die Wertschätzung und Geborgenheit vermittelt. Der Umbau der veralteten Kinder- und Jugendstationen ist eine unverzichtbare Maßnahme, die ich zum Wohl der Kinder von Herzen gerne unterstütze.“

Auf der Internetseite www.mehr-raum-fuer-naehe.de gibt es weitere Informationen zur Spendenkampagne.

Spendenkonto
Kontoinhaber: St. Franziskus-Hospital GmbH
Bank: DKM Darlehnskasse Münster
IBAN: DE02 4006 0265 0007 3736 10
BIC: GENODEM1DKM
Verwendungszweck: „Mehr Raum für Nähe“

Zahlen & Fakten zum Bauvorhaben

artikel-sfh_04102016_finanzgrafikZiel der Baumaßnahme der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am St. Franziskus-Hospital Münster: 5.120 qm Raum für Nähe.

Mehrere Stationen in verschiedenen Gebäudeteilen werden ab 2017 in vier Bauabschnitten bei laufendem Betrieb umgebaut.

1. Schritt: Kinder- und Jugendmedizin (Station 14)
Ziel: bessere Unterbringung für Patientinnen und Patienten zwischen 3 und 17 Jahren sowie Rooming-In für Eltern
■ ca. 1.050 m2 mit 28 Betten
■ Gesamtkosten: ca. 3,51 Mio. Euro – Spendenbedarf: ca. 680.000 Euro
■ geplante Fertigstellung: 2018

2. Schritt: Neugeborenenmedizin und Kinderintensivstation
Ziel: kurze Wege zwischen Entbindungs-, Intensiv- und Wöchnerinnenstation durch eine Früh- und Neugeborenen-Intensivstation direkt neben dem Kreißsaal
■ ca. 1.640 qm mit 29 Betten
■ Gesamtkosten: ca. 3,7 Mio. Euro – Spendenbedarf: ca. 1.070.000 Euro
■ geplante Fertigstellung: 2020

3. Schritt: Behandlungsbereich der Kinder- und Jugendmedizin
Ziel: dringend notwendige Neugestaltung von Untersuchungs- und Behandlungszimmern
■ ca. 880 qm mit funktionsgerechter Struktur
■ Gesamtkosten: ca. 1,91 Mio. Euro – Spendenbedarf: ca. 570.000 Euro
■ geplante Fertigstellung: 2022

4. Schritt: Kinder- und Jugendmedizin (Station 24)
Ziel: bessere Unterbringung für Babys und Kleinkinder bis 3 Jahre und ihre Eltern (Rooming-In)
■ ca. 1.550 qm mit 26 Betten
■ Gesamtkosten: ca. 3,71 Mio. Euro – Spendenbedarf: ca. 1.010.000 Euro
■ geplante Fertigstellung: 2024

Informationen zur Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Die Klinik für Kinder-und Jugendmedizin am St. Franziskus-Hospital besteht aus der Allgemeinen Kinder- und Jugendheilkunde, der Früh- und Neugeborenenmedizin sowie der Kinderintensivmedizin. Ergänzt wird das Spektrum durch die Kinder- und Neuroorthopädie sowie die Kinderchirurgie. Alle Abteilungen arbeiten Hand in Hand, auch bei der Betreuung der kleinen Patienten anderer Fachbereiche im Haus – wie die der Augenheilkunde, der HNO, der Wirbelsäulenchirurgie oder der anderen chirurgischen Abteilungen. Mehr als 5.000 Neugeborene, Kinder und Jugendliche werden hier jährlich untersucht und behandelt. Etwa 3.000 kleine Patientinnen und Patienten werden im Notdienst ambulant mitbetreut. In Kooperation mit der Geburtshilfe im Zentrum für Frauen betreibt die Klinik zudem ein Perinatalzentrum Level 1 – der höchstmöglichen Versorgungsstufe für Frühgeborene und kranke Neugeborene. Zur Behandlung stehen den Neonatologen/-innen Spezialisten der Kinderchirurgie, -orthopädie, -kardiologie, der Neuropädiatrie, der HNO sowie Augenheilkunde und viele weitere Experten zur Seite. Die Eltern werden von Anfang an in die Betreuung ihrer Kinder einbezogen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege und im ärztlichen Dienst ist es selbstverständlich, jedes Kind so zu behandeln, als wäre es das eigene.

Quelle: © St. Franziskus-Hospital Münster

Sehr gute Behandlungserfolge bei Mastdarm-Krebs

Neue schonende Operationstechnik im St. Franziskus-Hospital

Münster – Gute Nachrichten für Patienten mit Mast- und Enddarmkrebs: Im St. Franziskus-Hospital Münster wird erfolgreich eine neue, sehr schonende Operationsmethode eingesetzt. „Dank dieser neuen Technik, die deutschlandweit nur in wenigen Zentren durchgeführt wird, können wir wahrscheinlich die Heilungschancen weiter verbessern und einigen Patienten einen bleibenden künstlichen Darmausgang ersparen“, freut sich Prof. Dr. med. Matthias Brüwer, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie und Leiter des Zentrums für Darmerkrankungen des St. Franziskus-Hospitals Münster. Eine Operationsmethode, die hoffentlich vielen Patienten zu Gute kommen wird: Der bösartige Tumor des Dickdarms ist die zweithäufigste Krebsart. Allein im zertifizierten Darmzentrum des St. Franziskus-Hospitals werden jährlich mehr als 120 Patienten mit Darmkrebs operiert.

Die Behandlung von Mast- und Enddarmkrebs ist höchst anspruchsvoll, wie Prof. Brüwer erläutert. „Dieser Darmabschnitt ist im Becken unmittelbar von anderen Organen, Nerven und Blutgefäßen umgeben, die bei einer Operation unbedingt geschont werden müssen, um alle wichtigen Funktionen der Beckenorgane, wie die Blasenfunktion, die Sexualfunktion und natürlich die Stuhlhaltefunktion aufrecht zu erhalten.“ Die neue Technik basiert auf der Idee, die Operation nicht wie bisher nur „von oben“, also von der Bauchhöhle aus durchzuführen, sondern „von unten“, durch den After. Dabei wird nicht nur in der Bauchhöhle, sondern auch über den After eine spezielle 3D-Schlüsselloch-Chirurgie eingesetzt, die den Operateuren optimale Sicht und räumliches Orientierungsvermögen erlaubt. Besonders bietet sich das Verfahren bei schließmuskelnahen Tumoren an sowie bei übergewichtigen Patienten und bei Männern mit engem langen Becken oder einer vergrößerten Prostata. Prof. Brüwer geht davon aus, dass die neue Operationstechnik auch bei der operativen Therapie weiterer Darmerkrankungen wie der Colitis ulcerosa zukünftig einen immer größeren Stellenwert erlangen wird.

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Bild: Mit Patient Osman Yjagci freuen sich die Operateure über den guten Behandlungserfolg mit der neuen Operationstechnik (v.l.n.r.): Dr. med. Claus Wagner und Dr. med. Walther Engels (Oberärzte der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie des St. Franziskus-Hospitals Münster), Prof. Dr. med. Matthias Brüwer (Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie und Leiter des Zentrums für Darmerkrankungen des St. Franziskus-Hospitals Münster).

Quelle: © St.-Franziskus-Hospital Münster