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Infoabend: Ängste, Zwänge und Depression im Jugendalter

Münster – Erwachsen zu werden ist nicht immer ganz einfach. Zusätzliche Probleme, wie z. B. die Trennung der Eltern, ein Umzug, Liebeskummer, Leistungsdruck oder Ärger mit Anderen, machen es noch schwerer. Im Jugendalter ist das Risiko, an Ängsten, Zwängen oder Depressionen zu erkranken besonders hoch. Je früher psychische Erkrankungen behandelt werden, desto besser sind die Chancen, gesunde Bewältigungsstrategien zu entwickeln und das eigene Leben selbstbestimmt gestalten zu können.

Am 20. März informieren Dr. med. YooJeong Lee, leitende Oberärztin der Christoph-Dornier-Klinik, und Dipl.-Psych. Vera Frühauf Jugendliche und Erwachsene über Anzeichen, Gründe und Behandlungsmöglichkeiten von Angst-, Zwangs- und depressiven Erkrankungen im Jugendalter. Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin leitet den Bereich Jugendliche und junge Erwachsene und ist stellvertretende leitende Psychotherapeutin der Klinik.

Thema: Ängste, Zwänge und Depression im Jugendalter
Datum: Samstag, 20.03.2019
Ort: Tibusstraße 7-11
Uhrzeit: 18.00 Uhr

Der Infoabend richtet sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter 0251 48 10-102 oder im Internet unter www.christoph-dornier-klinik.de.

Mehr Massel als Brassel: Türmerin Martje Saljé und Autorin Marion Lohoff-Börger veranstalten Masematte-Abend

Mit Masematte Gutes tun

Münster – Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Alexianer Waschküche gegenüber vom Hauptbahnhof, als die Autorin Marion Lohoff-Börger und Münsters musikalische Türmerin Martje Saljé zum Masematte-Abend einluden. Das Thema war die Liebe, schließlich war Valentinstag. „Masematte umfasst rund 600 Worte nur leider keines für die Liebe“, erklärte Lohoff-Börger. Dass es trotz dieses Mangels sehr lustig zugehen kann, wenn es auf Münsters Geheimsprache um das schönste aller Gefühle geht, zeigte sich zum Beispiel bei der bekannten Geschichte um den schwarzen Schwan Petra, der sich vor über zwölf Jahren auf dem Aasee in ein Tretboot verliebte. Da musste mit der „Trampelpünte“ auch schonmal ein neuer Masematte-Begriffe konstruiert werden. Auch Zuhörer, die nicht mit Masematte aufgewachsen sind, stellte der Abend vor nicht allzu große Probleme. Viele Vokabeln erklärte die Autorin den Zuhörern im Vorfeld und wenn es kompliziert wurde, bewies die Türmerin bemerkenswerte Qualitäten als Simultanübersetzerin. Martje Saljé zeigte an der Gitarre und am Klavier einmal mehr ihr musikalisches Talent, startete den Abend mit einem Medley bekannter Liebeslieder und begeisterte das Publikum unter anderem mit Liedern von Udo Lindenberg, Rio Reiser oder Herbert Grönemeyer. Dessen Lied „Der Weg“, in dem er den Tod seiner Frau thematisiert, verwies auf den Anlass des Abends, dessen Einnahmen dem Förderverein Palliativmedizin der Raphaelsklinik gespendet wurden. „Valentinstag ist nicht nur der Tag der Liebe sondern auch der Nächstenliebe“ unterstrich die Vereinsvorsitzende Gaby Marbach. Die Spendeneinnahmen des Abends schienen diese Vermutung zu bestätigen, 2220 Euro kamen insgesamt zusammen, die von einem Unterstützer noch verdoppelt werden. „Auf der Palliativstation werden schwerstkranke Menschen betreut, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist“, erklärte Marbach, betonte aber gleichzeitig: „Das oberste Ziel aller, die auf der Palliativstation der Raphaelsklinik arbeiten, ist das Leben und die Lebensqualität“. Die Vereinsmittel dienen dazu, das Umfeld auf der Station wohnlicher zu gestalten, aber auch um Angebote wie die Musiktherapie zu ermöglichen, die von den Kassen nicht finanziert werden. [www.palliativ-muenster.de]

Bild: Münsters Türmerin Martje Saljé (l.) und die Autorin Marion Lohoff-Börger engagieren sich für die Palliativstation der Raphaelsklinik.

Nach Anstieg der Grippefälle: Sofortdiagnostik schon bei Verdacht

Seit Mitte dieser Woche steigt die Zahl der Patienten, die mit Verdacht auf Influenza in die Notaufnahme des UKM kommen. Als Konsequenz aus der letztjährigen heftigen Grippewelle geht das UKM mit sofortiger Wirkung zu einer besonders schnellen Diagnostik über.

Münster (ukm/aw) – Nach einer kurzen Sitzung zwischen Vorstandsmitglied und Pflegedirektor Thomas van den Hooven und dem Leiter der interdisziplinären Notaufnahme Prof. Philipp Kümpers ergreift das UKM (Universitätsklinikum Münster) mit sofortiger Wirkung Maßnahmen, die der jetzt anrollenden Grippewelle entgegenwirken sollen. „Seit Mitte dieser Woche stellen sich in unserer Notaufnahme viele Patienten mit typischen Krankheitssymptomen wie Fieber, trockenem Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemein starkem Krankheitsgefühl vor“, so Kümpers. „Inklusive des Dienstags haben wir an allen Tagen in drei bis vier Fällen eine echte Influenza nachweisen können.“ Nach der ernsten Grippewelle im vergangenen Winter habe man aber Konsequenzen gezogen und den Ablauf in der Notaufnahme optimiert. „Als Konsequenz Schlussfolgerung aus dem heftigen Verlauf im vergangenen Jahr bekommen Patienten mit sofortiger Wirkung bei Verdacht auf Grippe eine Schnelldiagnostik, eine komplette Laboruntersuchung sowie eine Röntgenaufnahme der Lunge, sofern eine Lungenentzündung vorliegen könnte. So können wir innerhalb weniger Stunden sagen, ob es sich um eine echte Grippeerkrankung handelt.“

Auch für die stationären Patienten des UKM wird in Verdachtsfällen ab sofort eine Schnelldiagnostik angeordnet. Pflegedirektor Thomas van den Hooven glaubt, dass die sofortigen Maßnahmen geeignet sind, einer weiteren Ausbreitung der Grippe zumindest entgegenzuwirken. „Wir separieren diese Erkrankten von anderen Patienten und bekommen innerhalb kürzester Zeit aus unserer klinischen Virologie die Diagnose. Bestätigt sich die Grippeinfektion, werden schwere Fälle isoliert stationär versorgt, ohne relevante Vorerkrankungen werden Patienten aus der Notaufnahme nach Hause geschickt und wir verordnen Bettruhe.“

Insgesamt scheint das diesjährige Grippevirus nicht so aggressiv zu sein wie das der Saison 2017/18, wo laut Robert-Koch-Institut deutschlandweit neun Millionen Menschen grippebedingt einen Arzt aufsuchen mussten. Die bisher Erkrankten zeigen nach Einschätzung Kümpers‘ einen klinisch typischen und für die Grippe normalen Verlauf. UKM-Virologe Prof. Joachim Kühn rät auch jetzt noch zur Grippeimpfung: „Wer noch nicht erkrankt ist und beruflich oder privat Kontakt zu vielen Menschen hat, sollte sich unbedingt auch jetzt noch impfen lassen. Zwar benötigt der Impfstoff etwa zwei Wochen, bis er seine vollständige Wirkung aufgebaut hat, aber bereits vorher fällt eine Erkrankung meist deutlich schwächer aus, so dass das auch jetzt noch Sinn macht.“

Foto/UKM: Prof. Philipp Kümpers, Leiter der interdisziplinären Notaufnahme am UKM.

Integration ausländischer Fachkräfte: Startschuss für eine bessere Zukunft

61 ausländische Fachkräfte am UKM absolvieren Prüfung zur Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikation / Berufliche Sicherheit erleichtert Integration in Deutschland

Münster (ukm/som) – Es ist ein erster Schritt in ein neues Leben: insgesamt 52 italienische und neun brasilianische Fachkräfte des UKM (Universitätsklinikum Münster) haben bis Ende Januar ihre Prüfung zur Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpfleger in Deutschland erfolgreich abgeschlossen. Dafür absolvierten die Pflegenden in den letzten sechs bis acht Monaten knapp 1.000 Unterrichtsstunden. Diese Herausforderungen und den weiten Weg nach Deutschland nehmen die ausländischen Fachkräfte aufgrund fehlender Arbeitsplätze in ihrer Heimat in Kauf.

Das seit 2012 geltende Gesetz auf Anerkennung ermöglicht es den Pflegenden, nach der Teilnahme an den Anpassungslehrgängen hier in Deutschland in ihrem erlernten Beruf arbeiten zu können. „Wir bieten den ausländischen Kolleginnen und Kollegen eine berufliche Perspektive“, weiß Eugenie Rottmann, Integrationsfachkraft am UKM. „Mit der Anerkennung ist der Grundstein für ihre berufliche Zukunft in Deutschland gelegt. In vielen Fällen folgt nach erfolgreicher Prüfung die Familie aus dem Ausland.“ Möglich gemacht haben die gelungene Integration der ausländischen Pflegekräfte unter anderem die pflegerischen Mentoren auf den jeweiligen Stationen, die immer mit Rat und Tat zur Seite standen.

Sinnbildlich für die Integration ausländischer Fachkräfte steht die Geschichte von Luca Scampoli, Gesundheits- und Krankenpfleger am UKM (Pressemitteilung aus dem Jahr 2017). Der Italiener arbeitet auf der interdisziplinären Station 7 am UKM und hat sich mit seiner Frau und der ersten Tochter gut in Münster eingelebt. Anfang Januar wurde am UKM nun seine zweite Tochter Daphne geboren. „Es ist ein großes Glück, dass ich mir hier in Münster mit meiner kleinen Familie ein neues Leben aufbauen kann. Darauf bin ich stolz“, freut sich Scampoli.

Bild: Beruflicher Neustart in Deutschland für 61 ausländische Pflegekräfte. (© UKM/Tronquet)

Weltkrebstag 2019: PIPAC-Therapie – Mit Hochdruck gegen Bauchfellkrebs

Experten bringen innovative Behandlungsmethode ans UKM. „Weniger Nebenwirkungen – mehr Lebenszeit und -qualität!“

Münster (ukm/lie) – Bauchfellkrebs wird zumeist sehr spät diagnostiziert – oft erst dann, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist. Mit dem fortschrittlichen PIPAC-Verfahren haben die Experten im UKM (Universitätsklinikum Münster) nun jedoch eine weitere Behandlungsoption, um die Prognosen zu verbessern. „Das Ziel dieser neuen Therapie ist, bei Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung das Tumorwachstum auszubremsen, Lebenszeit zu gewinnen und dabei die Lebensqualität zu erhalten“, sagt Dr. Urs Pabst-Giger, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am UKM.

Die Abkürzung PIPAC steht für Pressurized Intra Peritoneal Aerosol Chemotherapy. Dabei werden im Rahmen einer Bauchspiegelung Chemotherapeutika als Aerosol, also als feiner Sprühnebel, unter Druck direkt in die Bauchhöhle gegeben. So können die Tumoren gezielter erreicht und angegriffen werden. „Durch das Vernebeln verteilen sich die Chemotherapeutika sehr gut im Bereich des befallenen Gewebes. Zudem fördert der während des Eingriffs herrschende Überdruck im Bauchraum das Eindringen der Medikamente in den Tumor“, erklärt Dr. Pabst-Giger. „Somit benötigen wir mit der PIPAC-Methode lediglich ein Zehntel der Wirkstoffmenge im Vergleich zur herkömmlichen Chemotherapie.“ Daher gebe es deutlich weniger Nebenwirkungen wie Haarausfall, Müdigkeit und Erbrechen. Der Spezialist für Bauchfellkrebs (Peritonealkarzinose) ist bereits seit 2012 gemeinsam mit einem interdisziplinären Team der Ruhr-Universität Bochum maßgeblich an der Entwicklung des inzwischen auch international anerkannten Verfahrens beteiligt. Im vergangenen Jahr wechselte das gesamte Expertenteam von Bochum nach Münster, um seine Arbeit im Viszeralonkologischen Zentrum des UKM fortzusetzen.

Bild: Auch eine Art Bildgebung: Wie die Krebszellen bei PIPAC unter Druck gesetzt werden, veranschaulichen Dr. Urs Pabst-Giger (r.) und sein Kollege Dr. Jens Peter Hölzen mit einer eigens von diesem angefertigten Zeichnung.

„Wir behandeln im Zentrum die unterschiedlichsten Krebserkrankungen des Magen-Darm-Traktes“, erläutert Dr. Jens Peter Hölzen, geschäftsführender Oberarzt in der Chirurgischen Klinik (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Andreas Pascher). „Mit PIPAC haben wir nun eine zusätzliche Behandlungsoption – quasi einen weiteren Baustein – in der Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem Bauchfellkrebs, bei denen die herkömmlichen Chemotherapien über die Vene nicht mehr greifen oder aus anderen Gründen nicht mehr gegeben werden können.“ Neben modernster Diagnostik und Therapie ist für die optimale Behandlung vor allem auch die enge Zusammenarbeit der Kollegen aller beteiligten Fachbereiche von besonderer Bedeutung. In regelmäßig stattfindenden Tumorkonferenzen tauschen sich daher z.B. Onkologen, Radiologen, Pathologen und Chirurgen aus und besprechen, welche Therapie zu welchem Zeitpunkt am besten für einen Patienten in seiner persönlichen Situation geeignet ist. „Auch die engen Absprachen mit Ernährungstherapeuten, Psychoonkologen und Palliativmedizinern sind bei komplex verlaufenden Erkrankungen wie dieser besonders wichtig“, betont Hölzen.

Jedes Jahr erkranken deutschlandweit mehr als 20.000 Menschen neu an Bauchfellkrebs. Oft ist er die Folge anderer Erkrankungen wie Eierstock-, Magen- oder Darmkrebs. Über 2.000 PIPAC-Applikationen hat das Expertenteam rund um Dr. Pabst-Giger allein in den letzten fünf Jahren durchgeführt. Dokumentiert und ausgewertet werden alle Behandlungsergebnisse im nun ebenfalls von Münster aus geführten internationalen Studienregister unter der Leitung von Dr. Cédric Demtröder mit 52 teilnehmenden Kliniken weltweit. „Auch wenn Bauchfellkrebs bisher nur selten heilbar ist, hat sich in der Behandlung der Erkrankung viel getan“, sind sich die Mediziner einig und fassen die Vorteile des effektiven und zugleich schonenden Verfahrens zusammen: „Weniger Nebenwirkungen – mehr Lebenszeit und -qualität!“

Neuer Chefarzt im St. Franziskus-Hospital: Priv.-Doz. Dr. med. Sebastian Reith

Experte für minimal invasive Herzklappen-Therapie

 
Münster – Zum 1. Januar 2019 hat Privatdozent Dr. med. Sebastian Reith die Leitung der Klinik für Kardiologie und Angiologie des St. Franziskus-Hospitals Münster übernommen.

PD Dr. Reith ist Facharzt für Innere Medizin – Kardiologie, Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin. Er absolvierte sein Medizinstudium an den Universitäten Bonn und Aachen und war zuletzt leitender Oberarzt, stellvertretender Klinikdirektor und Leiter des Herzkatheterlabors am Universitätsklinikum Aachen.
Der 50-Jährige gilt als ausgewiesener Spezialist der interventionellen Kardiologie und der interventionellen Herzklappentherapie. So beherrscht er die modernen Verfahren der minimal invasiven (= kathetergestützten) Herzklappenimplantation im Bereich der Aortenklappe (TAVI) und im Bereich der Mitralklappe (MitraClip).  Diesen Schwerpunkt möchte PD Dr. Reith in seiner neuen Funktion im St. Franziskus-Hospital weiter ausbauen und darüber hinaus auch neue Akzente im Bereich der Therapie struktureller Herzerkrankungen und der Herzinsuffizienz setzen.
„Ich will an das hohe Qualitätsniveau der Abteilung anknüpfen und das bereits etablierte Leistungsspektrum für die Bevölkerung im Münsterland ausweiten“, beschreibt er seine Pläne für die zukünftige Arbeit. Neben der interventionellen Therapie legt er dabei auch einen Fokus auf innovative Verfahren der koronaren Diagnostik wie der intrakoronaren Bildgebung. „Diese neuen Verfahren ermöglichen es uns, das akute Behandlungsergebnis zum Beispiel nach einem Herzinfarkt sofort zu kontrollieren und falls erforderlich unmittelbar zu optimieren“, so PD Dr. Reith.

Seit Kurzem ist er nun im St. Franziskus-Hospital tätig: „Ich wurde sehr herzlich und offen empfangen und lerne gerade ein wirklich tolles und erfahrenes Team kennen, das hoch motiviert ist und mir den Start sehr leicht macht.“ Neben der beruflichen Eingewöhnung will er mit seiner Partnerin und den zwei kleinen Töchtern auch die für ihn neue Stadt Münster und deren Umgebung noch kennenlernen.

Masematte-Lesung mit Türmerin

Münster – Am Dienstag, 14. Februar, findet in der Alexianer-Waschküche, Bahnhofstraße 6, um 19 Uhr die Musiklesung „Mehr Massel als Brassel (mit der Liebe)“ statt. Die Autorin Marion Lohoff-Börger liest auf Masematte aus ihrem aktuellen Buch und Münsters Türmerin Martje Saljé singt zur Gitarre. Karten für die Veranstaltung zu Gunsten des „Fördervereins Palliativmedizin Raphaelsklinik“ gibt es für 15 Euro im WN-Ticketshop und an der Abendkasse.

Bei der Musiklesung wird diesmal ömmes (tatsächlich) die beseibelte Kowe (dreckige Wäsche) in Sachen Liebe gewaschen. Die Künstler-Kaline Martje Saljé schallert und die Autorin Marion Lohoff-Börger liest aus ihrem Fleppenhaufen (Buch), der im letzten Sommer im agenda Verlag erschienen ist. Wer den Valentinstag nutzen will, um den Förderverein mit seinem Lowi (Geld) zu unterstützen, der kann schon jetzt seine Kaline oder seinen Seegers überraschen und Eintrittskarten biggen (kaufen). Dann dollewinieren (denken) wir nicht nur an uns und den Massel und Brassel mit unserer Liebe, sondern wir makeimern (machen) was Jovles für die Leute, wo der Mulopenk (Tod) schon an die Paze (Tür) klopft.  Denn Liebe hat auch etwas mit Vergänglichkeit zu tun.
Mit Jontev (Freude) und Fez (Spaß), aber auch ömmes mit Pani inne Döppen (Tränen in den Augen), wird an diesem Abend das Thema Liebe mit musikalischen Beiträgen, Lyrik und Texten auf Münsters untergegangener Geheimsprache Masematte beleuchtet.

Bild: Münsters Türmerin Martje Saljé und die Autorin Marion Lohoff-Börger (r.) treten gemeinsam in der Alexianer-Waschküche gegenüber vom Hauptbahnhof auf.

Essstörungen: Magersucht und Bulimie erkennen und bewältigen

Infoabend der Christoph-Dornier-Klinik in Münster zum Thema Essstörungen am 30. Januar 2019 von 18 bis 20 Uhr für Jugendliche und Erwachsene

Obwohl das Essverhalten vielleicht schon lange nicht mehr gesund ist, fühlt es sich oft gar nicht krank an. Denn die Übergänge sind fließend. Kreisen die Gedanken ständig um Essen und Gewicht? Macht die Vorstellung zuzunehmen Angst? Werden bestimmte Lebensmittel oder ganze Mahlzeiten ausgelassen? Kommt es zu Essanfällen, nach denen auf verschiedenen Wegen versucht wird, die Kalorien wieder loszuwerden?

All dies können Anzeichen für eine Essstörung sein. Halten die Symptome länger an, nehmen sie weiter zu oder immer mehr Raum im Leben ein, ist es wichtig, sich professionelle Hilfe zu holen. Denn Magersucht und Bulimie sind schwerwiegende Erkrankungen, die kaum aus eigener Kraft zu bewältigen sind.

Am 30. Januar 2019 informieren der leitende Arzt der Christoph-Dornier-Klinik, Dr. med. Andreas Pelzer, und der leitende Psychotherapeut, Dr. Dipl.-Psych. Benedikt Klauke, jugendliche und erwachsene Betroffene, Angehörige und Interessierte über Merkmale, Hintergründe und Behandlungsmöglichkeiten. Der Infoabend beginnt um 18 Uhr in der Tibusstraße 7-11, 48143 Münster.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen telefonisch unter 0251/4810-102 oder im Internet unter www.christoph-dornier-klinik.de.