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Endometriose: Regelschmerzen und unerfüllter Kinderwunsch

Informationsveranstaltung zum Thema Endometriose in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Münster

Münster – Wenn Frauen während ihrer monatlichen Regelblutung von heftigen Schmerzen geplagt werden, denken die wenigsten an eine ernsthafte Erkrankung. Doch starke Unterleibsschmerzen sind nicht normal. „Diese Schmerzen sollten in jedem Fall gynäkologisch abgeklärt werden, denn in 70-80 Prozent aller Fälle ist eine Endometriose die Ursache nicht nur für Schmerzen bei der Regel und beim Geschlechtsverkehr, sondern häufig auch für ungewollte Kinderlosigkeit“, so Prof. Dr. med. Ludwig Kiesel, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universitätsklinik Münster. In Deutschland ist schätzungsweise jede zehnte Frau davon betroffen, darunter auch viele junge Frauen: Denn die chronische Erkrankung setzt oft schon mit der ersten Regelblutung ein. „Eine frühe Diagnose ist wichtig, um rechtzeitig eine Therapie einzuleiten und spätere Unfruchtbarkeit zu verhindern“, so Professor Kiesel, denn nach wie vor dauert es durchschnittlich sechs bis sieben Jahre bis die richtige Diagnose gestellt wird.

Aufklärung tut not! In Zusammenarbeit mit der Europäischen Endometriose Liga lädt die Frauenklinik daher am Donnerstag, 29. Juni 2017, zu einer Informationsveranstaltung über Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten ein. Professor Kiesel, Ernährungsberaterin Maria Barnowski, Schmerztherapeut PD Dr. med. Daniel Pöpping, Dr. med. Sebastian Schäfer, Leiter des Endometriosezentrums und Kinderwunschexperte PD Dr. med. Andreas Schüring, stehen Besucherinnen für Fragen zur Verfügung. Zudem berichten betroffene Frauen über ihre Erfahrungen.

Endometriose – schmerzhaft aber behandelbar

Bei der Endometriose handelt es sich um die gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut. Herde von ‚versprengtem‘ Gebärmuttergewebe können sich an unterschiedlichen Stellen im kleinen Becken ansiedeln. „Das Gebärmuttergewebe baut sich im Zyklus der Frau auf und wieder ab. Dies führt zu Blutungen und oftmals zu starken Schmerzen“, so Dr. med. Sebastian Schäfer, Leitender Oberarzt und Leiter des Endometriosezentrums der Universitätsfrauenklinik. Anders als in der Gebärmutter kann das Blut nicht nach außen abfließen. Die Endometrioseherde werden immer größer und so können sich blutgefüllte Zysten oder Verwachsungen bilden – diese sind dann oft Ursache einer Unfruchtbarkeit.

Endometriose ist behandelbar. Die Wahl der Therapie wird nach einer gründlichen gynäkologischen Untersuchung getroffen. Je nach Ausprägung des Krankheitsbildes und der Lebensumstände der Patientin erfolgt der Einsatz von Medikamenten, teilweise auch kombiniert mit einer Operation.

Thema: Endometriose
Datum: Donnerstag, 29.06.2017
Ort: Universitätsklinikum, Lehrgebäude, Albert-Schweitzer-Campus 1, Münster
Uhrzeit: 18.30 Uhr
Zielgruppe: betroffene Frauen, ihre Partner und Interessierte
Referenten: Professor Kiesel, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am UKM,
Ernährungsberaterin Maria Barnowski, Schmerztherapeut PD Dr. Daniel Pöpping,
Dr. Sebastian Schäfer, Leiter des Endometriosezentrums
und Kinderwunschexperte PD Dr. Andreas Schüring
Besonderheiten: Anmeldung nicht erforderlich, kostenfrei

Quelle: Universitätsklinikum Münster

25 Jahre Stomapflege in der Raphaelsklinik

Lebensqualität mit künstlichem Darmausgang

Münster – Vor 25 Jahren riefen ein Chirurg und eine Krankenschwester in der Raphaelsklinik die Stomapflege ins Leben, die inzwischen ein wichtiger Bestandteil der Stomatherapie im eigenen Darmkrebszentrum ist. Gisela Schwarberg-Roesmann erinnert sich gut an den Tag vor über 20 Jahren, als sie einen künstlichen Darmausgang bekam: „Das war schrecklich, ich dachte ich müsste sterben.“ Sie ist eine von über 100.000 Menschen in Deutschland, die mit einem Stoma leben (Quelle: Deutsche ILCO).

Thema: Stoma – Leben mit künstlichem Darmausgang
Datum: Samstag, 19.11.2016
Ort: Foyer der Raphaelsklinik
Uhrzeit: 10.00 – 13.00 Uhr
Zielgruppe: Schwangere und ihre Partner und/oder Angehörige
Referenten: Chefarzt und Leitende Hebamme
Besonderheiten: Anmeldung nicht erforderlich, kostenfrei

„Gründe dafür einen künstlichen Darmausgang anzulegen, können gutartige Erkrankungen, wie entzündliche Darmerkrankungen, bösartige Erkrankungen und funktionelle Störungen, wie Inkontinenz sein. Manchmal ist das Stoma nur vorübergehend und der natürliche Zustand wird wieder hergestellt“, erklärt Dr. Frank Fischer, leitender Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie und Koordinator des Darmkrebszentrums Raphaelsklinik Münster. Fischer und Olaf Hagedorn, Krankenpfleger mit Weiterbildung Pflegeexperte Stoma, Inkontinenz und Wunde, kennen die Angst der meisten Patienten vor einem künstlichen Darmausgang. „Ich erlebe es bei der Beratung vor der Operation leider immer wieder, dass die Patienten glauben, ein Stoma bedeutet das Ende. Es wird oft mit Tod und Sterben assoziiert“, berichtet Olaf Hagedorn. Dabei habe sich so vieles verändert. „Bei meiner Arbeit in der stomatherapeutischen Pflege schaue ich, wie die Bedürfnisse der Patienten sind, damit ich die Versorgung individuell für den Betroffenen anpassen kann. Ziel ist es, möglichst nah an die gewohnte Lebensqualität heranzukommen“, sagt Hagedorn und Gisela Schwarberg-Roesmann ergänzt: „Damit man nichts sieht und nichts riecht.“ Dafür gibt es über 200 Stoma-Systeme. Genug, um für jeden Patienten das individuell passende System zu finden. „Beim Stomatag in der Raphaelsklinik sind auch einige Vertreter der Industrie vor Ort, die diese Produkte anbieten. Neben den Vorträgen können interessierte Patienten von Stand zu Stand gehen und auch neue Produkte sehen“, merkt Fischer an. Bei der Auswahl des Stomas werden viele Dinge berücksichtigt, unter anderem die Beschaffenheit des Bauches und die Kleidungsgewohnheiten. Vor der Operation schauen die Experten des Zentrums, wo eine geeignete Stelle im Bauchbereich ist. „Es ist für mich als Stomaträgerin beispielsweise wichtig, dass ich den Gürtel nicht über dem Stoma trage. In den zertifizierten Darmzentren wird das immer gemacht. Es gibt auch Häuser, wo darauf nicht geachtet wird“, gibt Gisela Schwarberg-Roesmann zu bedenken. Dr. Frank Fischer ergänzt, dass zertifizierte Darmzentren bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen müssen. Dazu gehöre das Anzeichnen des Stomas vor der Operation, das als ein Qualitätskriterium nachgewiesen werden müsse.

Olaf Hagedorn arbeitet bereits seit 23 Jahre in der Stomatherapie der Raphaelsklinik, die dort vor 25 Jahren in die Behandlungsabläufe integriert wurde. „Ich helfe den Betroffenen, wo ich kann. Vor allem bei der Entscheidung vor der Operation, aber auch danach beim Umgang mit dem Stoma“, sagt der Stomatherapeut. Seit 2007 bestehe zusätzlich die Möglichkeit, dass die Patienten auch im nachstationären Bereich von ihm betreut werden. „Das heißt, dass ich vor Ort unter häuslichen Bedingungen, die ganz anders sind als in der Klinik, weiterhelfen kann.“ Das ist wichtig, weiß auch Gisela Schwarberg-Roesmann, „weil die meisten Probleme erst zuhause auftreten.“ Oder auf Reisen. „Stomaträger bekommen ein Reisezertifikat, weil man nur 100 Milliliter Flüssigkeit ins Flugzeug mitnehmen darf. Die kämen sonst gar nicht durch den Zoll mit so einem Beutel“, berichtet Olaf Hagedorn aus langjähriger Erfahrung. „Wenn die Betroffenen am Flughafen einchecken und abgetastet werden, glauben die Beamten, da ist Flüssigsprengstoff am Körper. Das sind kleine Problemchen im Alltag, für die wir beratend da sind.“

Als Gisela Schwarberg-Roesmann mit 30 Jahren einen künstlichen Darmausgang bekam, war an Reisen nicht zu denken. Sie hat sich lange zurückgezogen. „Bis ich in eine Selbsthilfegruppe ging, die Deutsche ILCO. Ich war überrascht, wie viele Leute ein Stoma hatten. Ich habe mich zum ersten Mal nicht mehr allein gefühlt oder geschämt“, erinnert sich die Mittfünfzigerin. Die Deutsche ILCO ist eine Selbsthilfeorganisation für Stomaträger und für Menschen mit Darmkrebs und besteht bereits seit 40 Jahren. Sie umfasst neben dem Bundesverband acht eingetragene Landesverbände und über 300 Gruppen. Die etwa 800 ehrenamtlichen Mitarbeiter unterstützen pro Jahr über 20.000 Stomaträger, Darmkrebsbetroffene und Angehörige.

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Bild: Gut betreut in der Raphaelsklinik: Betroffene Gisela Schwarberg-Roesmann (Mitte) mit (v.l.) Dr. Frank Fischer, leitender Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie und Koordinator des Darmkrebszentrums, Raphaelsklinik Münster und Olaf Hagedorn, Krankenpfleger mit Weiterbildung Pflegeexperte Stoma, Inkontinenz und Wunde, Raphaelsklinik Münster.

Quelle: © Raphaelsklinik Münster

Diagnose Inkontinenz: Jeder Zehnte ist betroffen

Veranstaltung des UKM Kontinenz- und Beckenbodenzentrums für Patienten, Angehörige und medizinische Fachkräfte am 24. Juni im Franz Hitze Haus im Rahmen der Weltkontinenzwoche

Münster (ukm/ks) – Jeder zehnte Deutsche leidet laut der Deutschen Kontinenz Gesellschaft an einer Inkontinenz. 60 Prozent davon gehen mit ihrem Problem nicht zum Arzt. Als Hauptgrund wird in einer aktuellen Umfrage die Scham der Patienten genannt.

Im Rahmen der Weltkontinenzwoche, einer weltweiten Veranstaltungsserie zur Information und Aufklärung Betroffener, werden auch die Experten des UKM Kontinenz- und Beckenbodenzentrums am Mittwoch, 24. Juni 2015, mit Vorträgen und Einzelgesprächen dazu beitragen, bei Angehörigen und Patienten Ängste abzubauen. Von 16 bis 20 Uhr werden Ärzte und Therapeuten aus der Urologie, Allgemeinchirurgie/Proktologie, Gynäkologie, Physiotherapie und Urotherapie das breite Spektrum der Behandlung von der Harn- und Stuhlinkontinenz verständlich präsentieren und Auskunft über physiotherapeutische Übungen und Medikamente sowie mögliche operative Eingriffe geben. „In 90 Prozent der Fälle können wir helfen, ohne dass eine Operation notwendig ist. Und die Lebensqualität verbessert sich natürlich immens für die Betroffenen“, weiß Dr. Fabian Queißert, Koordinator des UKM Kontinenz- und Beckenbodenzentrums. „Es ist uns bewusst, dass man das Thema lieber für sich behält und schon gar nicht gerne in der Öffentlichkeit anspricht. Deshalb stehen wir gerne für Einzelgespräche zwischen den Vorträgen zur Verfügung.“

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Bild: Die Experten des Münsteraner Kontinenztages (v.l.): Gynäkologe Dr. Felix Strube, Chirurg Privat-Dozent Dr. Emile Rijcken sowie die Urologen Prof. Dr. Edwin Herrmann, Dr. Armin Secker und Dr. Fabian Queißert.
Thema: „Diagnose Inkontinenz: Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten“
Datum: Mittwoch, 24.06.2015
Ort: Franz Hitze Haus, Kardinal-von-Galen-Ring 50 in Münster
Uhrzeit: 16.00 – 20.00 Uhr
Besonderheiten: Eintritt frei. Weitere Informationen unter www.kontinenzzentrum.ukmuenster.de.

Quelle: @ Universitätsklinikum Münster

Aktionstag gegen den Schmerz
informiert Betroffene und Angehörige

Gemeinsame Veranstaltung münsterischer Krankenhäuser:
Vorträge und Workshops am St. Franziskus-Hospital zum Umgang mit Schmerzen

Münster – Münsterische Krankenhäuser beteiligen sich gemeinsam am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“ am 2. Juni: Zwischen 15 und 17 Uhr können sich Betroffene, Angehörige, Therapeuten und Pflegende über Behandlungsmöglichkeiten informieren und beraten lassen. Der Themenschwerpunkt des Aktionstages in Münster liegt in diesem Jahr auf dem Zusammenhang zwischen Schmerz und Bewegung. Veranstaltungsort ist das Marienhaus am St. Franziskus-Hospital, St. Mauritz-Freiheit 48, in Münster.

„Es gibt gute Therapiekonzepte, die helfen, den Schmerz zu lindern“, betont Martina Lammers, Pain Nurse am St. Franziskus-Hospital Münster und Mitorganisatorin des Aktionstages. „Wichtig ist, dass Schmerzursachen und die besondere Lebenssituation des Patienten gründlich abgeklärt werden und alle Professionen fachübergreifend gut zusammenarbeiten.“ Zur Bedeutung von Bewegung für Körper, Psyche und Sozialverhalten referiert daher zu Beginn Bärbel Overkamp, Fachlehrerin für präventive und rehabilitative Mobilisation aus dem Clemenshospital. Wie hilfreich Bewegung bei der Bewältigung von Schmerzen sein kann, können die Besucher des Aktionstags anschließend in Workshops erleben. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Aktionstag-Schmerz

Bild: Pflegeexperten zum Thema Schmerz in Münster (v.l.): Elisabeth Buddenberg, Cornelia Schünemann, Ruth Boche, Nadja Nestler, Thomas Wittling, Martina Lammers und Martina Rettig.

Mit dem „Aktionstag gegen den Schmerz“ macht die Deutsche Schmerzgesellschaft mit Unterstützung von weiteren Schmerzorganisationen, Pflegeverbänden und auch Apotheken jedes Jahr auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden. Bundesweit finden in über 500 Praxen, Kliniken und Apotheken Aktionen, Infotage und Vorträge statt. Der Aktionstag in Münster wird nunmehr zum vierten Mal veranstaltet.

Den „Aktionstag gegen den Schmerz“ in Münster führen folgende Institutionen gemeinsam durch: Clemenshospital, Evangelisches Krankenhaus Münster, St. Franziskus-Hospital, Herz-Jesu-Krankenhaus Hiltrup, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Raphaelsklinik Münster und das Universitätsklinikum Münster.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft hat eine kostenlose Patientenhotline eingerichtet:
Am 2. Juni 2015 stehen in der Zeit von 9 bis 18 Uhr Schmerztherapeuten den Schmerzpatienten Rede und Antwort in einer kostenlosen Telefonhotline (Tel: 0800-818 120). Erstmalig in diesem Jahr machen auch Pflege-Schmerzexperten beim Aktionstag mit. Als Extraservice für Pflegefachkräfte hat die Deutsche Schmerzgesellschaft gemeinsam mit den Pflegeverbänden ein Expertentelefon „Schmerz & Pflege“ für den 2. Juni eingerichtet. Pflegende können sich zwischen 9 und 18 Uhr unter Tel. 0800-18 18 129 von Pflegeexperten beraten lassen.

Etwa 23 Mio. Deutsche (28 Prozent) berichten über chronische Schmerzen, 95 Prozent davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen 6 Mio. Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liegt bei 2,2 Mio. Deutschen.

„Aktionstag gegen den Schmerz“
Datum: 02.06.2015
Ort: Marienhaus am St. Franziskus-Hospital, St. Mauritz-Freiheit 48, in Münster
Uhrzeit: 15.00 – 17.00 Uhr
Zielgruppe: Betroffene, Angehörige, Therapeuten und Pflegende

Essstörungsprävention für Münsteraner Schüler

Münster – Mehr als 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben ein gestörtes Essverhalten. Die Grenze zu einer behandlungsbedürftigen Essstörung ist oft fließend, Prävention deshalb so wichtig. Am 15. und 22. April öffnet die Christoph-Dornier-Klinik Siebtklässlern des Münsteraner Schlaun-Gymnasiums ihre Türen, um sie über Anzeichen von Magersucht und Bulimie, Ansprechpartner und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Weitere Schulkooperationen sollen folgen.

Essstörungen sind ein Problem, das immer mehr Jugendliche in immer jüngerem Alter betrifft. Vorwiegend Mädchen, aber auch Jungen leiden immer häufiger an dem Wunsch, besonders dünn oder besonders muskulös zu sein und geraten hierdurch in eine Essstörung. Häufig ziehen die Betroffenen sich zurück und versuchen ihre Erkrankung zu verstecken. Fällt Familienmitgliedern oder Lehrern eine Veränderung auf und sprechen sie diese an, ernten sie oft Ablehnung. Häufig verleugnen die Jugendlichen die Schwere ihrer Probleme auch. So ist die Erkrankung meist schon weit fortgeschritten, bevor es zu einer Therapie kommt. Und auch hier stellen sich viele Fragen: An wen wendet man sich? Eher an einen Psychologischen Psychotherapeuten in einer Praxis, eine Beratungsstelle oder eine Klinik? Und wenn ja: Welche Klinik ist besonders geeignet? Wer kennt sich mit dem Problem gut aus?

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Bild: Mehr als 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben ein gestörtes Essverhalten. Die Grenze zu einer behandlungsbedürftigen Essstörung ist oft fließend, Prävention deshalb so wichtig.

Die 90-minütige Informationsveranstaltung der Christoph-Dornier-Klinik richtet sich an Schülerinnen und Schüler der siebten Klasse. Zunächst klärt ein Therapeut der Klinik über Essstörungen auf: Wie entstehen diese? Welche Symptome sind typisch? Warum gehen sie meist nicht von selbst wieder weg? Was kann ich machen, wenn ich selbst darunter leide? Was kann ich tun, wenn ich sehe, dass ein Freund oder eine Freundin darunter leidet? Danach haben die Schülerinnen und Schüler die Chance, mit einem Therapeuten offen über das Thema zu sprechen, Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen, und so die Hemmschwelle sowie Ängste vor diesem Thema abzubauen. Die Veranstaltung findet an einem Schultag während einer Doppelstunde statt und wird von einem Lehrer begleitet. Lehrer und Schülervertreter anderer Schulen mit Interesse an einer Kooperation erhalten weitere Informationen unter 0251/48 10-102.

Quelle: © Christoph-Dornier-Klinik für Psychotherapie