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Götz Alsmann wirbt für die Grippeschutzimpfung

Münster – Grippe ist kein Schnupfen, das macht der ärztliche Direktor der Raphaelsklinik, Prof. Dr. Claus Spieker, deutlich. „Während der vergangenen Grippewelle hatten wir zwei junge Patienten auf unserer Intensivstation liegen, bei denen als Folge einer Grippeerkrankung schwere Komplikationen aufgetreten sind“, erinnert sich der Internist. Mögliche Schäden am Herzmuskel bilden sich auch nicht wieder zurück, wie der Experte betont.

Um die Mitarbeiter von Clemenshospital und Raphaelsklinik zu motivieren, die kostenlose Grippeimpfung in Anspruch zu nehmen und dadurch nicht nur sich selber sondern auch die Patienten zu schützen, kam prominente Unterstützung in das Innenstadtkrankenhaus, der Entertainer Götz Alsmann schaute vorbei und informierte sich bei den Ärzten über den Nutzen der Grippeschutzimpfung. „Ich selber bin leider ein Impfmuffel, weil ich im Herbst meist erkältet bin und gehört habe, dass man sich dann lieber nicht impfen lassen sollte“, erklärt Alsmann. Dr. Carolin Dame vom Clemenshospital nimmt Alsmann hier allerdings den Wind aus den Segeln: „Eine einfache Erkältung ist kein Grund, sich nicht impfen zu lassen“. Es geht den Verantwortlichen der Kliniken um die sogenannte Herdenimmunität, für die so viele Menschen in einer Gesellschaft geimpft sein müssen, dass es nicht mehr zu einer Ausbreitung eines Erregers kommen kann. „Unser Ziel ist, dass sich 80 Prozent der Mitarbeiter impfen lassen“, erklärt Dame.

„Keine Impfung polarisiert so wie die Grippeschutzimpfung“, weiß die Betriebsärztin der Kliniken, Dr. Katharina Fastenrath und erklärt die mögliche Ursache: „Jeder kennt jemanden der jemanden kennt, der nach der Impfung krank wurde. Es ist aber absolut normal, dass im Herbst die Menschen vermehrt Erkältungen bekommen, das passiert vollkommen unabhängig von einer Grippeschutzimpfung“.

Als Slogan der Impfwochen für die Mitarbeiter haben sich die Organisatoren „Wir holen euch ins Boot“ ausgedacht und das Schlauchboot auch gleich mitgebracht. Mobile Impfteams gehen mit dem Vierfach-Impfstoff auf die Stationen und bieten denjenigen das Impfen an, die nicht zu den Terminen der Betriebsärztin kommen können, immer das Schlauchboot im Schlepptau.

„Beim Hausarzt kann man sich kostenlos gegen Grippe impfen lassen, wenn man entweder älter als 60 Jahre, schwanger oder chronisch krank ist. Auch Personen, die in einem medizinischen oder pflegerischen Beruf arbeiten, müssen für die Impfung nichts bezahlen“, erklärt Dr. Carolin Dame. Als Anreiz für die Mitarbeiter von Clemenshospital und Raphaelsklinik werden Freifahrten auf der MS Günther verlost: „Wir haben das ganze Boot gemietet und werden mit 130 Mitarbeitern auf große Fahrt gehen“, wie Dame erklärt.

Bild: Götz Alsmann (2.v.l.) unterstützt das Team von Clemenshospital und Raphaelsklinik beim Werben für die Grippeschutzimpfung