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Opfer des Amokfahrers werden intensiv versorgt

Münster – Zwei schwerstverletzte Opfer der Amokfahrt vom gestrigen Samstag werden im Clemenshospital behandelt, ein weiteres in der Raphaelsklinik. Die Patienten im Clemenshospital werden intensivmedizinisch betreut und weiterhin engmaschig überwacht. Das Opfer, das in der Raphaelsklinik operiert wurde, konnte inzwischen auf eine Normalstation verlegt werden. Im Clemenshospital wurde bis nach Mitternacht operiert. „Alle Mitarbeiter haben am Samstag Großartiges geleistet“, bestätigt der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie und Sportmedizin, Prof. Dr. Horst Rieger.

Bild: Zahlreiche Mitarbeiter kamen nach der Alarmierung zum Clemenshospital und in die Raphaelsklinik, um bei der Versorgung der Schwerstverletzten zu helfen.

Auch in der Raphaelsklinik sei man Dank des gut geschulten Teams sehr gut vorbereitet gewesen, „Die Organisation der Zentralen interdisziplinären Ambulanz hat sehr gut funktioniert“, sagt der Oberarzt der Klinik für Unfall- und orthopädische Chirurgie, Dr. Frank Jung. In beiden Kliniken sind unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Amokfahrt zahlreiche Mitarbeiter spontan zur Arbeit erschienen um ihre Kollegen zu unterstützen. Unter ihnen waren neben Ärzten und Pflegenden auch Techniker, Verwaltungsmitarbeiter und Vertreter der Klinikseelsorge. Die Alarmierung erfolgte über den elektronischen Alarmserver, der nach der Auslösung die Mitarbeiter automatisch auf ihrem Handy angerufen hat.

Selbst medizinisch geschulte Bürger, die nicht in den beiden Kliniken arbeiten, haben sich telefonisch gemeldet, um ihre Hilfe anzubieten. „Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeitern sehr herzlich für ihr großes Engagement und die Welle der Hilfsbereitschaft. Auch die Kommunikation mit den Einsatzkräften lief vorbildlich!“, bekräftigt der Geschäftsführer der Trägergesellschaft Alexianer Misericordia am Tag nach der Amokfahrt. Für alle Beteiligten überraschend war auch die Solidarität seitens der Bevölkerung, die zum Teil mit Lebensmitteln in die Kliniken kamen, um die vielen Helfer zu unterstützen.

Opfer des Amokfahrers auf dem Weg der Besserung

Münster – 11.04.2018, 12.45 Uhr – In der Raphaelsklinik ist das Opfer des Amokfahrers, das am Samstag operiert und nach der Betreuung auf der Intensivstation bereits am Sonntag auf eine Normalstation verlegt werden konnte, weiterhin auf dem Weg der Besserung.
Der Zustand der beiden schwerstverletzten Opfer, die sich seit Samstag in intensivmedizinischer Behandlung finden, ist ebenfalls inzwischen gebessert. Während ein Opfer weiterhin künstlich beatmet wird und nicht bei Bewusstsein ist, ist das zweite Opfer inzwischen bei Bewusstsein und wird nicht mehr künstlich beatmet. Von beiden Personen kann gesagt werden, dass eine akute Lebensgefährdung nicht mehr besteht, die intensivmedizinische Betreuung jedoch weiterhin dringend notwendig ist.
Vom Universitätsklinikum Münster erfolgte heute Vormittag die Verlegung eines Opfers zu uns ins Clemenshospital, da es sich um den Ehepartner eines der beiden Schwerverletzten in unserer Klinik handelt. Diese Person muss nicht intensivmedizinisch betreut werden und kann auf einer Normalstation weiterbehandelt werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aus Gründen des Datenschutzes weder zum Geschlecht noch zum Alter oder der Herkunft der Betroffenen Auskunft geben.

Clemenshospital informiert über Patientensicherheit

Keine Angst vor weißen Kitteln:
Infoveranstaltung am 22.09.2017 am Celemsnhospital

Münster – Wer als Patient ins Krankenhaus geht, braucht in erster Linie eines: Vertrauen. Vertrauen in die Fähigkeiten der Ärzte und Pflegenden und darin, dass hinter den Kulissen alles korrekt abläuft. Anlässlich des internationalen Tags der Patientensicherheit informierten Mitarbeiter des Risikomanagements des Clemenshospitals darüber, was im Krankenhaus bereits unternommen wird, um Risiken zu minimieren und gaben Tipps, was Patienten selber unternehmen können, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Unter dem Motto „Wenn Schweigen gefährlich ist“ stand in diesem Jahr das Thema Kommunikation im Fokus. „Die Patienten und deren Angehörige sollen unbedingt mit den behandelnden Ärzten sprechen, wenn sie glauben, dass zum Beispiel bei der Gabe der Tabletten etwas nicht stimmt“, rät Dr. Carolin Dame vom Risikomanagement, mit Blick auf den allgegenwärtigen Zeitdruck im Krankenhaus fügt die Medizinerin hinzu: „Die Zeit zum Reden muss sein!“

Bild: Informierten im Clemenshospital über das Thema Patientensicherheit (v.l.): Jens Lammers, Dr. Carolin Dame und Rudolf Noltensmeier.

Am Freitag, 22.09., informiert das Team des Risikomanagements der Raphaelsklinik mit einem Infostand im Klinikfoyer ebenfalls über das Thema Patientensicherheit. Interessierte sind herzlich willkommen.

Der Fachkrankenpfleger für Intensivpflege Rudolf Noltensmeier ist ebenfalls Mitglied im Team des Risikomanagements des Clemenshospitals und kennt die Zurückhaltung vieler Patienten, wenn es darum geht, Ärzte aktiv anzusprechen: „Patienten sollten nicht zu viel Respekt vor weißen Kitteln und akademischen Titeln haben und so lange fragen, bis sie alles verstanden haben“, empfiehlt er. Ein großes Thema im Krankenhaus ist die Hygiene. Die Angst vor schwer zu behandelnden Infektionen mit resistenten Keimen gehört zu den größten Sorgen vieler Patienten: „Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ärzte und Pfleger sich nicht häufig genug die Hände desinfizieren oder das Zimmer nicht gründlich genug gereinigt wird, dann äußern Sie diese Bedenken bitte“, sagt Dame. Überhaupt, da sind sich Dr. Carolin Dame, Rudolf Noltensmeier und der Leiter des Qualitätsmanagements, Jens Lammers einig, muss auf allen Ebenen viel miteinander gesprochen werden, um Fehler zu vermeiden.

Quelle: © Clemenshospital Münster

Einziges Level-II-Wirbelsäulenzentrum in Münster zertifiziert

Münster – Das Wirbelsäulenzentrum der Klinik für Neurochirurgie am Clemenshospital wurde von der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) zertifiziert. Unter der Leitung von Prof. Dr. Uta Schick erfüllt das Zentrum damit offiziell die strengen Kriterien der größten, fachgebundenen Wirbelsäulengesellschaft Europas.

Zu den Kriterien der DWG gehören unter anderem eine 24-Stunden-Versorgung an sieben Tagen in der Woche, spezielle diagnostische und therapeutische Einrichtungen sowie eine bestimmte Anzahl von Fachärzten und Wirbelsäulen-Operationen. Mit der Erfüllung dieser Kriterien ist es das einzige Level-II-Zentrum in Münster.

Das Behandlungsspektrum der Neurochirurgischen Klinik umfasst nicht nur komplexe Eingriffe an Kopf und Gehirn, sondern etwa zum gleichen Anteil auch die operative Versorgung von allen degenerativen und tumorösen Krankheitsbildern an Wirbelsäule und Rückenmark vom Kindesalter bis ins hohe Erwachsenenalter. Außerdem versorgt die Klinik als Partner des regionalen Traumazentrums am Clemenshospital Patienten mit unfallbedingten instabilen Verletzungen der Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule mit oder ohne Rückenmarkbeteiligung.

Das Zentrum bietet eine überregionale Versorgung auf höchstem Niveau nach dem neuesten Standard an und fungiert unter anderem als Referenzklinik für die exakte Schraubenplatzierung an der Halswirbelsäule. Eine Besonderheit stellt die elektrophysiologische Überwachung der neurologischen Funktion während einer Operation dar, die ein hohes Maß an Patientensicherheit gewährleistet.

Die Deutsche Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DGW) ist die größte, fachgebundene Wirbelsäulengesellschaft Europas. Sie wurde am 4. Juni 1987 in Hamburg gegründet, als eine Vereinigung von Chirurgen, Unfallchirurgen, Orthopäden, Neurochirurgen sowie weiteren Personen, die auf dem Gebiet der Wirbelsäule in Klinik und Forschung tätig waren.

Bild: Freuen sich über die offizielle Bestätigung der guten Leistung (v. l.): Dr. Roland Hahn, Oberarzt in der Klinik für Neurochirurgie, Prof. Dr. Uta Schick, Chefärztin der Klinik für Neurochirurgie und Dr. Oliver Timm, Oberarzt in der Klinik der Neurochirurgie.

P.A.R.T.Y im Clemenshospital: Jedes Unfallopfer ist eins zu viel

Münster – „Das Handy war durch den Unfall so kaputt, dass es nicht mehr auslesbar war, aber der Ohrabdruck und Spuren von Gehirngewebe am Handy ließen darauf schließen, dass der Fahrer telefoniert hat.“ Udo Weiss, Polizeidirektor a.D., ist einer der Ehrenamtlichen, die sich für das Präventionsprojekt P.A.R.T.Y. (Prevent Alcohol and Risk-Related Trauma in Youth) engagieren. Im Clemenshospital Münster haben 20 Schüler der Klassen 7 bis 10 des Gymnasiums in Versmold die verschiedenen Stationen eines Schwerverletzten gesehen.

20 interessierte Schulsanitäter aus Versmold verbrachten einen Tag im Clemenshospital Münster. Vom Rettungswagen über den Schockraum, die Intensivstation bis zur Physiotherapie, lernten Sie den oft sehr langen Weg eines Unfallopfers durch das Krankenhaus kennen.

Bild: Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und Mitarbeiter des Clemenshospitals ermöglichten es den Schülern, einen Rettungswagen von innen zu entdecken.

„Im Jahr verunglücken 20.000 Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren, das sind 60 Jugendliche täglich“, klärte Dr. Marie Kleine-König, Assistenzärztin im Department für Kinderorthopädie und Deformitätenkorrektur die Gymnasiasten auf. Das P.A.R.T.Y-Programm soll jungen Menschen bewusst machen, wie schnell und wodurch Unfälle passieren können.

Die meisten Unfälle werden nicht nur durch Alkohol, Drogen oder dadurch verursacht, dass sich Jugendliche überschätzen. Eine große Gefahr ist auch die Nutzung des Handys im Straßenverkehr. Oft ist das Smartphone Schuld, wenn Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer abgelenkt sind. „Das Gehirn konzentriert sich immer auf die Haupttätigkeit. Das ist in dem Fall das Telefonat. Dann ist automatisch die visuelle Wahrnehmung des Straßenverkehrs eingeschränkt“, erklärte Udo Weiss.

Der Blick auf das Handy berge die größte Gefahr. „Der Verbindungsaufbau dauert 45 Sekunden. Bei 50 Kilometern pro Stunde fahre ich 14 Meter in der Sekunde, multipliziert man das mit 45, bedeutet es, dass ich 630 Meter blind fahre“.

„Ihr denkt, das passiert immer nur den anderen?“, fragte der erfahrene Polizeibeamte in die Runde ohne auf eine Antwort zu warten. „Guckt nach links und rechts, das sind die anderen, es betrifft also uns alle, es kann jedem passieren.“

Bild: Jethro Rotter, stellvertretende Leitung Anästhesie-Pflege im Clemenshospital erklärte den Jugendlichen im Schockraum, was in den ersten 10 Minuten nach einem Unfall wichtig ist.

Unter den ehrenamtlichen Unterstützern der Aktion, sind neben den Mitarbeitern des Clemenshospitals und der Polizei, auch die Berufsfeuerwehr der Stadt Münster, der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) sowie ehemalige Unfallopfer. Darunter ein Jugendlicher, der vor drei Jahren durch eine Fehleinschätzung ungebremst mit dem Motorrad in einen Sprinter gefahren ist. Er hatte ein schweres Schädel-Hirn Trauma, seine Gesichtsknochen waren zertrümmert, die Augenhöhle, ein Arm und zahlreiche Rippen gebrochen, seine Lunge hatte ein Loch und die Hälfte seines Körpers war gelähmt. Er musste beatmet werden und brauchte lange, um wieder sprechen und laufen zu lernen. Seine Schilderung des langen Leidensweges, der durch einen kurzen Moment der Überschätzung verursacht wurde, beeindruckte die anwesenden Jugendlichen an diesem Tag besonders.

Das Clemenshospital Münster ist im Verbund des TraumaNetzwerks NordWest Anlaufstelle für schwere Unfälle aus dem gesamten Münsterland. Das Team der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie und Sportmedizin unter der Leitung von Prof. Dr. med. Horst Rieger versorgt Unfallverletzte aller Schweregrade, von Verkehrsunfällen über Arbeitsunfälle bis zu gravierenden Sportverletzungen.

Das bundesweite Unfallpräventionsprogramm P.A.R.T.Y. (Prevent Alcohol and Risk-Related Trauma in Youth) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) wird von der Akademie der Unfallchirurgie (AUC) koordiniert.

Quelle: © Clemenshospital Münster

Clemenshospital: Spatenstich zum offiziellen Baubeginn

Münster – Das Clemenshospital in Münster wird größer, moderner und schöner. Da wo lange geplant und vor einigen Wochen mit den ersten Bauarbeiten begonnen wurde, haben die Geschäftsführung der Alexianer und der Alexianer Misericordia, die Betriebsleitung und die Bauleitung des Clemenshospitals sowie die Architekten der PDA Planungsgruppe den Spatenstich zum offiziellen Auftakt der Bauarbeiten gemacht. Es sind die umfangreichsten Baumaßnahmen und mit 50 Millionen Euro die größte Investition seit Eröffnung des Krankenhauses im Jahr 1962.

Gebaut wird eine dreistöckige Tiefgarage mit direkter Anbindung an das Krankenhaus, sieben weitere Etagen mit modernen Pflegestationen und Veranstaltungsräumen sowie eine neue Eingangshalle und ein großes Café. „Wir haben uns für einen Neubau entschieden, um den laufenden Betrieb nicht zu beeinträchtigen“, sagte Hartmut Hagmann, Regionalgeschäftsführer der Alexianer Misericordia. Der Bau der Tiefgarage mit mehr als 270 Stellplätzen soll das Gelände um das Clemenshospital entlasten und die Parksituation in den angrenzenden Wohngebieten entspannen. Mit dem Bau des Bettenhauses wird die Situation der Patienten und Mitarbeiter deutlich verbessert. „Gleich am Anfang jeder Station wird es einen offenen Pflegestützpunkt geben. Das soll die moderne Willkommenskultur hier im Haus unterstreichen. Alle Patientenzimmer werden mit integrierter Nasszelle ausgestattet. Außerdem wird es Aufenthaltsräume für Patienten und für Mitarbeiter geben“, erklärte Hildegard Tönsing, Pflegedirektorin des Clemenshospitals.

„Die zukünftige Eingangshalle verbindet das Clemenshospital mit dem MedicalCenter und orientiert sich in Richtung Düesbergweg und Innenstadt. Dadurch bekommt das Clemenshospital ein neues Gesicht“, sagte Karl-Heinz Dörenkämper von der PDA Planungsgruppe.
Damit die Beeinträchtigung durch die Baustelle für alle Betroffenen möglichst gering bleibt, haben die Experten vorgesorgt: „Wir nutzen die neueste Technik und haben alle möglichen Maßnahmen ergriffen, um die Lärm- und Staubentwicklung auf ein Minimum zu reduzieren“, erklärte Sven Kabisch, Projektleitung und Technischer Leiter im Clemenshospital. Die Tiefgarage wird im Herbst/Winter 2018 in Betrieb genommen, erst dann beginnt der Bau des Bettenhauses.

Weitere Informationen

Alle Stationen sind mit modernsten Patientenzimmern, Untersuchungs- und Diensträumen sowie Pflegestützpunkten ausgestattet. In der ersten Etage baut das Clemenshospital als Akademisches Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität sowie NRW-weit erstes Akademisches Lehrkrankenhaus für Pflege zusätzliche Räume für Schulungen, Weiterbildungen und Veranstaltungen. Im Erdgeschoss entsteht ein großzügiges Café mit einem deutlich erweiterten Shopangebot und 70 Außenplätzen auf einer am Teich gelegenen Terrasse. Die Grünflächen und die große Gräfte bieten Patienten und Besuchern nach der Bauzeit wieder die gewohnten Entspannungsmöglichkeiten an der frischen Luft. Während der Arbeiten im Erdreich werden noch alte Fundamente von Haus Geist erwartet. Die Reste des im 17. Jahrhundert errichteten Anwesens werden von Archäologen aufgenommen und dokumentiert.

Zahlen und Fakten zum Bau

Für das Grundgerüst werden im ersten Schritt auf 290 Metern 378 Bohrpfähle mit je 15 Metern Länge und 80 Zentimeter Durchmesser angelegt. Die Bohrgeräte haben ein Gewicht von 60 bis 80 Tonnen. Es werden 120 bis 150 Kubikmeter Beton pro Woche geliefert, der dann in die 15 Meter tiefen Bohrlöcher gegossen wird. Ist der Beton ausgehärtet, kann die Baugrube ausgehoben werden. Diese wird circa 3.700 Quadratmeter groß und zehn Meter tief. Dafür werden 35.000 Kubikmeter Erde bewegt. Im Herbst 2017 ist die Baugrube fertig, dann beginnen die Arbeiten an der Tiefgarage. Auf drei Etagen und 10.500 Quadratmetern entstehen mehr als 270 Stellplätze.
Interessierte können den Baufortschritt demnächst über eine WebCam auf der Seite www.clemenshospital.de verfolgen. Für Fragen und Anregungen zum Bau wurde eigens eine E-Mail-Adresse eingerichtet: baustelle@clemenshospital.de

Bild (v.l.): Hartmut Hagmann (Regionalgeschäftsführer Alexianer Misericordia), Hildegard Tönsing (Pflegedirektorin Clemenshospital), Andreas Mönnig (Verwaltungsdirektor Clemenshospital und Raphaelsklinik), Jens Lammers (Qualitätsmanagement und Projektorganisation Clemenshospitals), Sr. Marianne Candels (stellv. Pflegedirektorin Clemenshospital), Sven Kabisch (Projektleitung, Alexianer Misericordia), Udo Ahling (PDA Planungsgruppe), Karl-Heinz Dörenkämper (PDA Planungsgruppe), Hermann-Josef Eißing (Projektleitung, Alexianer Misericordia) und Andreas Barthold (Hauptgeschäftsführer Alexianer)

Quelle: © Clemenshospital Münster

Am seidenen Faden: Operation an der Halswirbelsäule verhinderte Querschnittslähmung

Münster – Unsicherheit beim Gehen, Schmerzen und Schwäche im Arm, die ersten Anzeichen für ihre Erkrankung kamen bei Magdalene Temminghoff schleichend. „Mir hat die Homöopathie gegen die Schmerzen zunächst immer sehr geholfen“, berichtet die 72-Jährige Vredenerin. Ende letzten Jahres spitzte sich die Situation dann jedoch zu: „Ich konnte manchmal meine eigene Schrift nicht mehr lesen und musste mich beim Gehen immer irgendwo festhalten“.

Bild: Das Bild des MRT zeigt deutlich, wie der Tumor das Rückenmark verdrängt hat (l.). Nach der OP war der Rückenmarkskanal wieder frei (r.).

Das Bild des Kernspintomografen (MRT) offenbarte die dramatische Ursache: Ein Tumor im Bereich des zweiten und dritten Halswirbels hatte das Rückenmark so stark verdrängt, dass die Versorgung des Körpers halsabwärts buchstäblich am seidenen Faden hing, es drohte eine Querschnittslähmung. „Je weiter oben die Nerven des Rückenmarks unterbrochen werden, desto größer ist der Bereich des Körpers, der nicht mehr mit den Signalen des Gehirns versorgt wird“, erläutert Prof. Dr. Uta Schick, Neurochirurgin am Clemenshospital. Bei Temminghoff hätte dies bedeutet, dass selbst die Atmung nicht mehr ohne Maschinen möglich gewesen wäre. „Uns war schnell klar, dass wir operieren mussten, allerdings wurde das Rückenmark bereits so stark verdrängt, dass wir sehr vorsichtig vorgehen mussten und auf dem üblichen Weg von vorne oder hinten nicht an den Tumor herangekommen wären, ohne die Patientin zu gefährden“ berichtet die Chefärztin. Um die Nerven zu schützen, mussten die Chirurgen seitlich zwischen den Wirbelkörpern hindurch zum Tumor vorstoßen, ein ungewöhnlicher und gefährlicher Weg.

„Entlang der Wirbelsäule verlaufen seitlich Arterien, das Gefäß auf der Operationsseite musste also zunächst vorsichtig freigelegt werden“. Eingriffe an der Halswirbelsäule sind ein Schwerpunkt der Abteilung von Professor Schick, dennoch war diese Operation für alle Beteiligten eine Herausforderung. Fast fünf Stunden dauerte der Eingriff, an dessen Ende der Tumor erfolgreich entfernt war. Da es sich um einen gutartigen Tumor handelte, bleiben der Patientin sowohl Chemotherapie als auch Bestrahlungen erspart. „Das MRT-Bild zeigt, dass das Rückenmark wieder viel Platz im Rückenmarkskanal hat. In ein paar Monaten werden auch die Gangstörungen zurückgegangen sein“, ist sich die Chefärztin sicher. „Bereits kurz nach der Operation war das Kribbeln in den Händen fast verschwunden und ich habe mich gewundert, wie gut ich wieder schreiben konnte“, freut sich Magdalene Temminghoff.

Bild: Magdalene Temminghoff (l.) freut sich mit ihrer Ärztin Prof. Dr. Uta Schick über die gelungene Operation

Quelle: © Clemenshospital Münster

Lungentag im Clemenshospital gut besucht

Münster – Anlässlich des 19. Deutschen Lungentags informierten Ärzte der Klinik für Pneumologie des Clemenshospitals und deren Kooperationspartner über die Funktion des Atmungsorgans, moderne Untersuchungsmethoden und Möglichkeiten der Therapie von Lungenerkrankungen.

Mit echten Endoskopen hatten die zahlreichen Besucher die Möglichkeit, an einer Übungspuppe Lungenspiegelungen vorzunehmen. Außerdem gab es Einblicke in die Bereiche der Lungenchirurgie, die Physiotherapie informierte über das Thema Atemtherapie. Besonders beliebt war die Lungenfunktionsprüfung, die direkt vor Ort mit einem Arzt besprochen werden konnte. Da viele Lungenerkrankungen vom Rauchen hervorgerufen oder verstärkt werden, war auch die Nichtraucherwerkstatt vor Ort, um Tipps für das Wegkommen von der Sucht zu geben.

Die Krebsberatungsstelle Münster war als enger Kooperationspartner des Lungenkrebszentrums des Clemenshospitals ebenfalls mit einem Stand vertreten. „Wir haben uns über den guten Zuspruch unserer Veranstaltung sehr gefreut, zumal das Thema Lungenerkrankungen üblicherweise nicht so im öffentlichen Fokus steht“, wie der kommissarische Leiter der Klinik für Pneumologie des Clemenshospitals, Dr. Klaus-Peter Czudaj erklärte.

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Bild: Fritzi hat die Lungenfunktionsprüfung professionell absolviert, sie hat Asthma und kennt diese Untersuchungsmethode bereits sehr gut.

Quelle: © Clemenshospital Münster

Internationales Symposium der Neurochirurgie in Münster

Münster – 45 Neurochirurgen aus Europa und Asien trafen sich während eines zweitägigen internationalen Workshops der Klinik für Neurochirurgie des Clemenshospitals Münster, um sich über den aktuellen Stand der mikrochirurgischen Operationen im Bereich der Schädelbasis zu informieren.

Unter der Leitung der Chefärztin Prof. Dr. Uta Schick und des Oberarztes Khairi Mohamed Daabak demonstrierten die international renommierten Neurochirurgen Prof. Dr. Ali Krisht vom Arkansas Neuroscience Institute (USA), Herausgeber der Fachzeitschrift Contemporary Neurosurgery, und Prof. Dr. Helmut Bertalanffy vom Internationalen Neurowissenschaftlichen Institut Hannover, Herausgeber von Neurosurgical Review, an acht Arbeitsplätzen in der Prosektur der Anatomie der Westfälischen Wilhelms-Universität die für den Patienten gleichzeitig schonendsten und erfolgreichsten Wege zum Operationsgebiet. Der Leiter der Prosektur, Prof. Dr. Wolfgang Knabe, referierte über die anatomischen Grundlagen und stellte die Präparate und Räumlichkeiten zur Verfügung. Operationen an der Schädelbasis sind zum Beispiel bei Hirntumoren notwendig, die zu Sehstörungen, Schwerhörigkeit oder Gesichtsschmerzen führen können. Krisht wurde von Prof. Mahmut Gazi Yasargil und Prof. Ossama Al-Mefty ausgebildet und gilt als weltweit führender Experte für Tumoren der Schädelbasis und Aneurysmen der Arteria basilaris.

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Bild: Prof. Ali Krisht, Prof. Uta Schick, Prof. Helmut Bertalanffy (vordere Reihe v.l.) referierten beim Schädelbasisworkshop unter der Leitung von Prof. Schick, Klink für Neurochirurgie des Clemenshospitals.

Quelle: © Clemenshospital Münster