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Volles Haus beim Bauchspeicheldrüsentag in der Raphaelsklinik

Münster – Beim Bauchspeicheldrüsentag in der Raphaelsklinik Münster informierten Experten des Pankreaszentrums Münster mehr als 150 Besucher rund um das zentrale Bauchorgan. Ein vielseitiges Programm aus Vorträgen zu interessanten Themen rund um die Bauchspeicheldrüse lockte mehr als 150 Interessierte in die Raphaelsklinik. Ärzte, Ernährungsberater, Aromatherapeuten und andere Experten standen für Fragen zur Verfügung und das wurde rege genutzt. Neben der Selbsthilfegruppe der Pankreasoperierten waren auch Produktanbieter mit Informationsständen vor Ort.

Betroffene und Interessierte informierten sich bei Kurzvorträgen, an zahlreichen Informationsständen sowie bei Gesprächen mit den Experten. Von der Anatomie über Untersuchungsmöglichkeiten bis hin zur Frage der Ernährung nach Operationen an der Bauchspeicheldrüse, waren alle wichtigen Themen vertreten. Auch über die neuesten Behandlungsmöglichkeiten in der modernen Medizin erfuhren die Besucher mehr.

In der Raphaelsklinik Münster wurde für die Behandlung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse eigens ein Zentrum aufgebaut, in dem modernste Methoden zur Diagnostik und Therapie eingesetzt werden. Kern der Arbeit ist die interdisziplinäre Tumorkonferenz, bei der Spezialisten aus den Bereichen Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gastroenterologie, Radiologie, Strahlentherapie, Onkologie und Endokrinologie eng zusammenarbeiten. Die beteiligten Ärzte treffen sich wöchentlich, um gemeinsam neue Fälle zu diskutieren.

Ausstattung und Leistungsfähigkeit des Pankreaszentrums der Raphaelsklinik werden jährlich durch die Deutsche Krebsgesellschaft geprüft. Das Pankreaszentrum Münster ist eines der ersten zertifizierten Pankreaszentren in Nordrhein-Westfalen.

Bild: Dr. Erik Allemeyer, Koordinator des Pankreaszentrums Münster erklärt den zahlreichen Besuchern des Bauchspeicheldrüsentages in der Raphaelsklinik zunächst den Aufbau und die Funktion der Bauchspeicheldrüse.

Quelle: © Raphaelsklinik Münster

Informationsveranstaltung: Leben ohne Bauchspeicheldrüse

Informationsveranstaltung von Ärzten und Patientenverein soll Betroffenen helfen / Lebensqualität im Blickpunkt

Münster (ukm/aw) – René Hohenhausen hat vierzig Jahre mit Bauchspeicheldrüse gelebt – in den vergangenen Jahren eher schlecht als recht, denn eine chronische Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) bereitete ihm heftigste Schmerzen. Jetzt, rund zwei Monate nachdem ihm das Organ vollständig entfernt wurde, könne es daher nur noch bergauf gehen: „Die kommenden vierzig Jahre werde ich hoffentlich besser ohne dieses Organ leben können“, sagt der junge Familienvater. In einer komplizierten fünfeinhalbstündigen Operation hatte Prof. Daniel Palmes, Oberarzt an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am UKM (Universitätsklinikum Münster) das Pankreas schließlich entfernt. Er war auch derjenige, der Hohenhausen im Vorfeld überzeugte, dass eine Resektion der Bauchspeicheldrüse die bessere Alternative sei: „Die täglichen schlimmen Schmerzen ließen den Patienten teils sogar ohnmächtig werden. Er musste langfristig für sich entscheiden, ob er das weiter ertragen wollte.“ Palmes, der auch Leiter der Oberbauchsprechstunde am UKM ist, riet aber noch aus einem weiteren Grund zur Entfernung: „Als Herr Hohenhausen sich Anfang des Jahres bei mir vorgestellt hat, war er bereits insulinpflichtig geworden. Seine Bauspeicheldrüse hatte durch die jahrelange Entzündung die Insulinproduktion weitgehend eingestellt. Das sprach natürlich auch dafür, das Organ – das in seiner endokrinen Funktion ja bereits weitestgehend überflüssig geworden war – zu entfernen.“

Datum: Samstag, 22. Juli 2017
Ort: Konferenzraum, Ebene 04, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude W1, 48149 Münster
Uhrzeit: 10.00 – 13.00 Uhr
Zielgruppe: Betroffene und ihre Partner und/oder Angehörige

Bild: René Hohenhausen (Mitte) lässt sich am gemeinsamen Patienten-Informationstag für Bauchspeicheldrüsenerkrankte von AdP und UKM informieren. (links: Prof. Daniel Palmes, rechts: Matthias Erlenburg, AdP) – © Foto: UKM/Wengenroth

Nicht genug, dass eine schwerwiegende Operation anstand – auch die langfristigen Folgen für seine Lebensqualität konnte Hohenhausen zunächst kaum einschätzen: „Ich wusste nicht, was da noch alles auf mich und auch auf meine Familie zukommen würde“, sagt er. „Von Prof. Palmes habe ich den Tipp bekommen, mich zur besseren Orientierung an den Patientenverein AdP zu wenden, der Bauspeicheldrüsenerkrankte berät.“

Matthias Erlenburg vom Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. (AdP) erlebt immer wieder, dass sich Patienten in ihrer Unsicherheit an ihn wenden: „Wir unterstützen alle Bauspeicheldrüsenerkrankten aber auch ihre Angehörigen, die oft von den Folgen der Erkrankung mitbetroffen sind. Das alles in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Medizinern. Die Lebensqualität der Patienten steht für uns an erster Stelle. Hier können wir wertvolle Erfahrungswerte weitergeben“, so Erlenburg, der als Angehöriger selbst betroffen ist.

Um ihr Wissen den Betroffenen aus der Region zur Verfügung zu stellen, veranstalten der AdP und die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am 22. Juli 2017 einen Patienten-Informationstag. Hier können neben dem Umgang mit den Folgen der Erkrankung auch die Fragen nach Rehabilitations-maßnahmen oder Frühverrentung geklärt werden.

Das pankreaszentrum ist Bestandteil des Viszeralonkologischen Zentrums am UKM. In der Oberbauchsprechstunde der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie (Anmeldung unter Telefon: 0251.8356361 werden unter anderem patienten mit akuten und chronischen Entzündungen sowie mit Tumoren der Bauchspeicheldrüse durch Spezialisten behandelt.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Die Bauchspeicheldrüse im Fokus

Artikel-RAK_04112015Münster – Rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten während einer öffentlichen Infoveranstaltung im Foyer der Raphaelsklinik die Vorträge der Expertinnen und Experten des Pankreaszentrums Münster. In kurzen Vorträgen berichteten die Mediziner über Lage und Funktion des Organs, stellten die wichtigsten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden vor und gaben Tipps zur richtigen Ernährung nach Operationen der Bauchspeicheldrüse. Besonders die Bedeutung der engen Zusammenarbeit unterschiedlicher medizinischer Disziplinen untereinander und mit den Selbsthilfegruppen hoben die Experten immer wieder in ihren Vorträgen hervor.
Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sind bei den Betroffenen oft mit Unsicherheit und Ängsten verbunden, dabei sind diese in den meisten Fällen gutartig, wie der Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Raphaelsklinik, Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann, beruhigt. Dennoch warnen die Mediziner davor, eine chronische Erkrankung zu unterschätzen, denn im Laufe der Zeit könne sich daraus ein Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickeln.
Das Pankreaszentrum Münster ist eines von deutschlandweit 60 Zentren dieser Art, die von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert sind. Es steht unter der Leitung der Chefärzte Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann und Dr. Ulrich Peitz von der Raphaelsklinik.

Quelle: © Raphaelsklinik Münster

Vortrags-Veranstaltungen

Veranstaltung: Vorträge zum Thema Brustkrebs

Artikel-RAK_26102015Münster – Am Mittwoch, 28.10., findet um 14.30 Uhr im Clemenshospital, Düesbergweg 124, ein Informationsnachmittag des Brustzentrums Münsterland zum Thema Brustkrebs statt. Als Referentin wird die Autorin, Stiftungsgründerin und ehemalige Betroffene Annette Rexrodt von Fircks Perspektiven aufzeigen, wie nach einer Brustkrebserkrankung neue Kraft geschöpft werden kann. Dr. Rüdiger Langenberg, ärztlicher Leiter des Brustzentrums und Chefarzt der Frauenklinik des Clemenshospitals, wird in seinem Beitrag schwerpunktmäßig die psychischen Aspekte, das sogenannte Fatigue-Syndrom, behandeln. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, die Teilnahme ist kostenlos.

Datum: Mittwoch, 28.10.2015
Ort: Clemenshospital, Düesbergweg 124
Uhrzeit: 14.30 Uhr
Referenten: Annette Rexrodt von Fircks, Autorin, Stiftungsgründerin und ehemalige Betroffene
Besonderheiten: Anmeldung nicht erforderlich, kostenfrei

Veranstaltung: Aktionstag Bauchspeicheldrüse

Am Samstag, 31.10., findet um 10 Uhr in der Raphaelsklinik, Loerstraße 23, ein öffentlicher Aktionstag zum Thema „Bauchspeicheldrüse“ statt. Immer mehr Menschen sind von Erkrankungen dieses Organs betroffen. Diese sind überwiegend gutartig, können selten aber auch bösartig sein. In jedem Fall kann die moderne Medizin ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten bieten. Zahlreiche Experten des Pankreaszentrums informieren über Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten der Bauchspeicheldrüse. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, die Teilnahme ist kostenlos.

Datum: Samstag, 31.10.2015
Ort: Raphaelsklinik, Loerstraße 23
Uhrzeit: 10.00 Uhr
Besonderheiten: Anmeldung nicht erforderlich, kostenfrei

Quelle: © Raphaelsklinik Münster