„Wir brauchen Sie hier“: PTA-Schülerinnen zu Besuch in der Krankenhausapotheke des UKM

Mangel an Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen in Krankenhausapotheken / Kaum Kenntnisse über das Tätigkeitsfeld der PTA im Krankenhausumfeld

Münster (ukm/aw) – Zusammen mit ihrer Lehrerin haben sich heute PTA-Schüler der Völker-Schule Osnabrück auf Studienfahrt ins benachbarte Münster begeben. 27 junge Frauen und ein Mann der PTA-Schule hatten ein Ziel: die Krankenhausapotheke des UKM (Universitätsklinikum Münster).

Ein für beide Seiten wichtiger Austausch, freut sich der Leiter der Krankenhausapotheke, Dr. Christoph Klaas: „Kaum eine Pharmazeutisch-technische Assistentin lernt in ihrer Ausbildung einmal die Krankenhausseite kennen. Die meisten arbeiten deswegen im Anschluss auch in öffentlichen Apotheken.“ Eine spontane Umfrage unter den angehenden PTAs scheint das zu bestätigen: Nur eine hat für die erste Anstellung eine Krankenhausapotheke ins Auge gefasst – dort will sie drei Monate arbeiten. „Da genau wollen wir mit dem Besuch ansetzen“, sagt Klaas. „Viele PTAs wissen gar nicht, wie interessant das Arbeitsfeld in einer Krankenhausapotheke ist.“ Er schätzt, dass bisher höchstens fünf Prozent der meist weiblichen Absolventen jemals in einer Krankenhausapotheke arbeiten.

UKM_PTA_Schüler_Apotheke

Bild: 27 junge Frauen und ein Mann: Die PTA-Abschlussklasse der Osnabrücker Völker-Schule besucht die Krankenhausapotheke des UKM. Leiter Dr. Christoph Klaas und Apothekerin Dr. Nardos Hölscher standen Rede und Antwort.

Wie spannend und vielseitig der Beruf PTA im Krankenhaus sein kann, davon konnten sich die Schüler heute beim Rundgang durch die Apotheke überzeugen. So wurde ihnen unter anderem der neue Arzneimittel-Kommissionierautomat erklärt, der erst im vergangenen Jahr neu angeschafft wurde. Das Raumwunder bietet Platz für 45.000 Medikamente und ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Technologie in die Krankenhausapotheke Einzug gehalten hat. Aber auch wie Ernährungslösungen oder Kapseln mit Spezialdosierungen für die Patienten hergestellt werden, konnten die Schüler lernen.

Am Ende des Besuchs wendet sich Christoph Klaas noch einmal direkt an die Völker-Schüler: „Gerade in der Zukunft werden wir noch mehr von Ihnen brauchen. Der Aufgabenbereich entwickelt sich im Krankenhaus ständig weiter. Hier gibt es Zukunftsperspektiven. Wir brauchen Sie hier.“

Quelle: © Universitätsklinikum Münster