Promotionsstipendium für den Kampf gegen Blutkrebs: José-Carreras-Leukämie-Stiftung fördert Jana Mormann

Münster (mfm) – „Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem“ – dieses große Ziel von José Carreras ist nur über den medizinischen Fortschritt erreichbar. Gemeinsam mit der Fachgesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) hat sich die von Carreras gegründete Stiftung daher zum Ziel gesetzt, besonders begabte Nachwuchswissenschaftler zu motivieren, in der Kinder- und Jugendmedizin zu forschen und ihnen dafür optimale Voraussetzungen zu bieten. In diesem Jahr ging das José-Carreras-GPOH-Promotionsstipendium an drei herausragende Talente aus der Humanmedizin und verwandten naturwissenschaftlichen Fächern. Eines davon: Jana Mormann, Promovendin der Universität Münster.

Für ihre Doktorarbeit hat sich Mormann „Die Identifizierung von epigenetischen Zielstrukturen in SMARCB1- negativen PTCL“ als Thema vorgenommen. Die Studie will sie in der Arbeitsgruppe „Pädriatische Neuroonkologie“ von Dr. Kornelius Kerl verfassen, die zur Pädriatischen Hämatologie und Onkologie der Uniklinik Münster gehört. Als Stipendiatin wird die Medizinerin nun ein Jahr lang mit 800 Euro pro Monat plus einmalig 400 Euro für projektbezogene Reisen unterstützt. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgte durch ein Gremium aus Experten der GPOH und des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung.

Zusammen mit Mormann erhielten Cora Beckmann aus Freiburg und Jonas Wilhelm aus München ein Promotionsstipendium. „Wir hoffen, dass unsere Nachwuchsforscher mit ihrer Arbeit dazu beitragen, die Überlebenschancen der betroffenen jungen Patienten weiter zu verbessern“, erklärt Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand der José-Carreras-Leukämie-Stiftung. Diese hat bislang rund 150 Stipendien mit einer Fördersumme von fast 12 Millionen Euro finanziert. Dazu zählen nationale wie internationale Forschungsstipendien und auch bereits 39 Promotionsstipendien.

Bild: Dr. Gabriele Kröner von der Carreras-Stiftung (l.) und Prof. Angelika Eggert von der GPOH (r.) übergaben Jana Mormann in Frankfurt/Main ihre Auszeichung (Foto: DJCLS/Fricke)