Pedelec-Simulator: Mit dem Pedelec durchs Klinikfoyer

Münster – Es ist der Albtraum jedes Radfahrers: Gemütlich mit der Leeze auf Münsters Straßen unterwegs zu sein, mit den Gedanken vielleicht gerade ganz woanders und plötzlich öffnet sich die Tür eines Autos oder Kinder kommen zwischen parkenden Fahrzeugen hervorgelaufen. Solche und weitere kniffelige Verkehrssituationen haben sich im Foyer des Clemenshospitals abgespielt und sowohl Mitarbeiter als auch Besucher die Schweißperlen auf die Stirn getrieben.

Mit Westfalens einzigem Pedelec-Simulator konnten unterschiedliche Gefahrensituationen geprobt werden, ein Computerprogramm ermittelte danach die Reaktionsgeschwindigkeit des Fahrers und zeigte an, bei welcher Geschwindigkeit es unweigerlich zum Zusammenstoß gekommen wäre. „Viele Fahrer von E-Bikes müssen erst lernen, langsam zu fahren“, erklärte der Geschäftsführer der Verkehrswacht Münster, Christoph Becker und verwies darauf, dass in vielen Bereichen Münsters eine Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde einfach zu schnell sei. Eine Geschwindigkeit, die auch für ungeübte oder ältere Fahrer mit einem E-Bike problemlos erreicht werden kann.
„Wir finden es natürlich gut, wenn unsere Kolleginnen und Kollegen mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen und auf diese Weise etwas für ihre Gesundheit tun“, erklärte die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung des Clemenshospitals, Reinhild Everding und fuhr fort „allerdings möchten wir auch, dass sie unfallfrei unterwegs sind, da ist dieser Pedelec-Simulator eine tolle Sache!“. Für das erfolgreiche Absolvieren der simulierten Pedelec-Fahrten gab es für jeden Teilnehmer eine Sicherheitsweste. „Viele Mitarbeiter und Besucher der Klinik haben das Angebot genutzt“, freute sich Everding über den Erfolg der Aktion.

Bild: Christoph Becker und Alexander Barth (r.) von der Verkehrswacht Münster beobachten die Reaktionsgeschwindigkeit einer Klinikbesucherin auf dem Pedelec-Simulator (© Foto Clemenshospital