P.A.R.T.Y. zeigt Schülern die Folgen von Drogen und Alkohol im Straßenverkehr

Artikel-CLH11062015Münster – Häufig sind Kinder und Jugendliche Opfer schwerer Verkehrsunfälle. In der Universitätsstadt Münster mit seinen 500.000 „Leezen“ befinden sich viele Fahrradfahrer unter den Opfern. Nicht selten stehen die Unfallverletzten unter Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss. Es wird immer wieder deutlich, dass unfallbedingt das Leben von jungen Menschen in Sekundenschnelle drastisch verändert oder schlimmstenfalls sogar beendet wird – oftmals ausgelöst durch Alkohol- oder Drogenkonsum. Häufig können Jugendliche die potenziellen Gefahren nicht realistisch einschätzen können. Daher engagiert sich das Team der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie und Sportmedizin des Clemenshospitals unter der Leitung von Prof. Dr. Horst Rieger seit mehr als einem Jahrzehnt im Bereich der Unfallprävention, unter anderem mit der Aktion „Schutzkleidung ist cool“.

Mit dem Präventionsprojekt P.A.R.T.Y (Prevent Alcohol and Risk-Related Trauma in Youth) wird das Bewusstsein für Unfallrisiken bei Schülern geschärft. Dabei handelt es sich um ein von der Akademie der Unfallchirurgie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie koordiniertes Programm, das junge Menschen zwischen 15 und 18 Jahren über Risikoverhalten und seine Folgen informiert und aufklärt. Im Rahmen einer bundesweiten „P.A.R.T.Y-Woche“ wird das Programm im Clemenshospital vorgestellt und eingeführt. Unterstützt wird die Aktion von der Polizei, der Berufsfeuerwehr der Stadt Münster sowie von ehemaligen Unfallopfern. Mit einem ambitionierten Programm werden die Stationen eines Unfallopfers vom Schockraum über die Intensivstation bis zur Rehabilitation den jungen Menschen vor Augen geführt. Zu diesem Zweck werden mitunter sehr dramatische Patientenverläufe geschildert und der persönliche Kontakt zu ehemaligen Unfallopfern hergestellt. [Informationen zum Programmablauf]

Quelle: © Clemenshospital Münster