Optimale Versorgung von Schwerverletzten: TraumaNetzwerk und Klinik für Unfallchirurgie des UKM erneut zertifiziert

Netzwerk unter Federführung des UKM umfasst mehr als 30 Einrichtungen / 24-stündige Verfügbarkeit eines Spezialistenteams / Vernetzung vergrößert Überlebenschance in lebensbedrohlichen Situationen

TraumaNetzwerk_NordwestBad Bentheim/Münster (ukm/jug) – Schnelle Hilfe rund um die Uhr: Das zur flächendeckenden Versorgung von schwerverletzten Patienten gegründete TraumaNetzwerk NordWest, das federführend von der Klinik für Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des UKM (Universitätsklinikum Münster) koordiniert wird, ist jetzt ebenso rezertifiziert worden wie die münstersche Klinik selbst. „Dank der Arbeit des Netzwerks wird die Unfallchirurgie in der Region insgesamt gestärkt. Durch die Vernetzung der Kliniken vergrößern wir die Überlebenschance eines jeden Patienten in lebensbedrohlichen Situationen“, sagt Klinikdirektor Prof. Dr. Michael Raschke, Sprecher des TraumaNetzwerks NordWest. Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, Nachweise zur Vernetzung der Kliniken sowie standardisierte Versorgungs- und Alarmpläne waren Voraussetzung für die erfolgreiche Rezertifizierung.

Jährlich werden in den Kliniken des TraumaNetzwerks NordWest über 1.600 schwerverletzte Patienten behandelt, von denen mehr als jeder dritte lebensbedrohlich verletzt ist. Insgesamt haben sich grenzüberschreitend mehr als 30 Krankenhäuser (darunter auch eins in den Niederlanden) und Reha-Kliniken im TraumaNetzwerk NordWest zusammengeschlossen, das den nördlichen Teil Nordrhein-Westfalens, den südlichen Teil Niedersachsens sowie die angrenzende Region Twente der Niederlande umfasst. Als eines von aktuell drei überregionalen Traumazentren in der Region und durch sein kindertraumatologisches Zentrum stellt das UKM einen wichtigen Bestandteil des Verbunds dar.

UKM_Rezertifizierung_TraumaNetzwerk

Bild: Übergabe der Zertifizierungsurkunde in Bad Bentheim mit Vertretern der mehr als 30 Krankenhäuser und Reha-Kliniken des TraumaNetzwerks NordWest.

Im Jahr 2007 gegründet, verfolgt das Netzwerk das Ziel, jedem Schwerverletzten zu jeder Tageszeit eine optimale Versorgung zu ermöglichen. „Wir stellen sicher, dass Menschen in lebensbedrohlichen Situationen innerhalb von dreißig Minuten in ein geeignetes Krankenhaus transportiert werden“, erklärt Raschke. Die zusammenarbeitenden Kliniken müssen dabei bestimmte Kriterien erfüllen, darunter fallen u.a. ein Hubschrauberlandeplatz, eine eigene Blutbank sowie ein Notoperationssaal. Hinzu kommt die 24-stündige Verfügbarkeit eines Spezialistenteams. Die jetzt erfolgte Rezertifizierung des Netzwerks durch die DIOcert GmbH wurde von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) angeregt. Die medizinischen Leistungen der einzelnen Kliniken werden jedes Jahr im TraumaRegister der DGU veröffentlicht. [Weitere Informationen zum TraumaNetzwerk]