Neue Therapien gegen den Krebs

Münster – Mit Krebs im Leben stehen – der Titel des Informationstages der Münsteraner Allianz gegen Krebs (MAgKs) mag auf den ersten Blick etwas seltsam klingen, haben die meisten Betroffenen doch zunächst Angst, ihr Leben könnte sich dem Ende neigen. Doch die Diagnose Krebs ist heutzutage nicht mehr automatisch ein Todesurteil. Im Gegenteil: Die moderne Medizin ermöglicht vielen Betroffenen ein längeres Leben mit durchaus hoher Lebensqualität. Welche neuen Therapien dazu beitragen und wie sich die Selbstuntersuchung oder auch die Früherkennung darauf auswirken, erfuhren Betroffene, Angehörige und alle Interessierten beim Infotag der MAgKs am Mittwoch, 17. Februar, von 10 bis 14.30 Uhr in der Bezirksregierung Münster.

Die Betreuung aus einer Hand hat sich die MAgKs auf die Fahnen geschrieben. Durch den Zusammenschluss von Clemenshospital, Raphaelsklinik und Fachklinik Hornheide zur Allianz ist es möglich, das beste Ergebnis für den Patienten zu erzielen. Gemeinsam werden Diagnosen diskutiert und Behandlungen besprochen. Kurze Wege für den Patienten sind dabei ganz wichtig. Und nicht nur die medizinisch-pflegerische Versorgung spielt dabei eine Rolle, auch Psychoonkologen, Ernährungswissenschaftler und Selbsthilfegruppen arbeiten in der Allianz eng zum Wohle des Patienten zusammen. All diese Berufsgruppen präsentierten sich daher auch beim Patiententag, und standen den Besuchern für persönliche Gespräche zur Verfügung.

Selbsthilfegruppen

Bild: Bei der Talkrunde der Selbsthilfegruppen wurde dazu ermuntert, sich mit seinen Sorgen und Ängsten einer Gruppe anzuvertrauen.

Während der Talkrunde mit Vertretern unterschiedlicher Selbsthilfegruppen wurde deutlich, dass die Hemmschwelle bei vielen Betroffenen groß ist, sich Fremden gegenüber zu öffnen. Oftmals sei die Angst da, nur über Krankheiten sprechen zu müssen. Doch alle Vertreter bekräftigten, dass in Selbsthilfegruppen über alles geredet wird, was den Menschen bewegt, und dass durchaus auch zusammen gelacht wird.

Neben den medizinischen Vorträgen rund um neue Therapien bei Lymphdrüsenkrebs oder die minimal invasive radiologische Krebstherapie gab zudem Gilbert Aldejohann, Geschäftsführer der Alexianer Misericordia GmbH, einen Überblick darüber, welche Rechte Patienten im Krankenhaus haben.

Bei seinem Vortrag mit dem Titel „Früherkennung: Der Blick mit Ultraschall und Endoskopie in den Magen-Darm-Trakt“ wies Privat-Dozent Dr. Ulrich Peitz, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie an der Raphaelsklinik daraufhin, dass die Darmkrebsvorsorge zwar erst mit 55 Jahren von den Krankenkassen bezahlt wird, sie aber bei erblicher Vorbelastung oder Beschwerden auch früher durchgeführt werden kann und sollte.

Abgerundet wurde das Angebot durch zahlreiche Informationsstände der Tumorzentren und Selbsthilfegruppen.

Quelle: © Clemenshospital Münster