Multiple Sklerose:
Expertenvorträge für Patienten und Angehörige in Münster

Münster – Multiple Sklerose: diese Diagnose hören jedes Jahr 2.500 Menschen in Deutschland zum ersten Mal. Die meisten Betroffenen sind schockiert, haben Angst, langfristig auf den Rollstuhl angewiesen zu sein. Dabei ist MS zwar unheilbar. Doch eine Behinderung ist dank neuer Therapien meist zu vermeiden. Wie? – Das und mehr erfahren Patienten und Interessierte am Freitag, 29. Mai 2015. Dann laden das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) und das Universitätsklinikum Münster (UKM) mit Unterstützung der Deutschen Multiple Sklerose-Gesellschaft (DMSG) Münster zum Infotag in die Räume der Bezirksregierung Münster.

„Unsere Veranstaltung bietet sowohl aktuelle Informationen über Chancen und Risiken der MS-Therapie als auch einen Einblick in den Stand der MS-Forschung“, so Prof. Dr. Heinz Wiendl, Direktor der Klinik für Allgemeine Neurologie des UKM und stellvertretender Vorstandssprecher des KKNMS. „Viele Patienten sind durch die erweiterte Bandbreite an Therapien und immer wieder auftretende, zum Teil schwere, Nebenwirkungen verunsichert. Es ist uns daher besonders wichtig, den Zuhörern die Gelegenheit zu geben, ihre Fragen zu stellen.“, betont Prof. Dr. Heinz Wiendl. Er wird die Veranstaltung mit einem Vortrag zum aktuellen Stand der MS-Therapie eröffnen und die Möglichkeiten, Wirkung und Erfolge der momentan verfügbaren Medikamente erläutern. UKM-Neurologin Dr. Luisa Klotz geht im Anschluss auf die Risiken und dadurch notwendige Überwachung der modernen MS-Therapien ein: Welche Untersuchungen sind in welchen Abständen notwendig, um mögliche Nebenwirkungen rechtzeitig zu erkennen? In einem weiteren Vortrag gibt Prof. Dr. Dr. Sven Meuth, stellvertretender Direktor der neurologischen Uniklinik, einen Einblick in die aktuellen Forschungsaktivitäten rund um die Multiple Sklerose. Die Teilnehmer erfahren, welchen Fragen sich die Wissenschaft momentan widmet und wie die in Studien gesammelten Daten und Proben hierzu beitragen. Auf die Fatigue geht Diplompsychologe Andreas Johnen im letzten Vortrag des Nachmittags ein. Er ordnet die Ermüdungserscheinung, unter der mehr als die Hälfte der MS-Betroffenen leidet, neuropsychologisch ein und stellt Maßnahmen vor, um sie zu lindern.

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Bild: Eröffnet wird die Veranstaltung durch das KKNMS, Prof. Dr. Heinz Wiendl (Stellv. Vorstandssprecher) Universitätsklinikum Münster, Klinik für Allgemeine Neurologie

Nach jedem Vortrag sowie in der Pause stehen die Referenten für Fragen zur Verfügung. Außerdem sind die DMSG Münster und das KKNMS bereits während des Begrüßungskaffees vor Beginn der Vorträge mit einem Infostand vertreten.

Seit sieben Jahren rückt der internationale Welt-MS-Tag Ende Mai die unheilbare Krankheit Multiple Sklerose in den Fokus.

Datum: 29.05.2015
Uhrzeit: 14.30 – 17.30 Uhr
Ort: Bezirksregierung Münster, Saal 1, Domplatz 1-3, 48143 Münster
Zielgruppe: Patienten und Angehörige
Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis 22. Mai 2015 bei Frau Sarah Khalil für die Veranstaltung an:
Telefon +49 251 83-46811 oder sekretariat.neurologie@ukmuenster.de

Das vollständige Programm und eine Anfahrtsskizze zum Veranstaltungsort können Sie sich hier: [Programm/Anfahrtsskizze] herunterladen.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster