Intensivmedizin am UKM ausgezeichnet

Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie erhält das bundesweit erstmalig vergebene Zertifikat für intensivmedizinische Schwerpunktversorgung

Münster (ukm/jug) – Große Anerkennung für die münstersche Intensivmedizin: Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) hat der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am UKM (Universitätsklinikum Münster) als einer von zwei Kliniken bundesweit erstmalig das Zertifikat „Intensivmedizin – Schwerpunktversorgung“ verliehen. „Um dieses Zertifikat zu erhalten, mussten wir in verschiedensten Bereichen der Klinik unsere medizinische Expertise nachweisen und es ist eine Bestätigung für die qualitativ hochwertige Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, freuen sich Klinikdirektor Prof. Dr. Dr. h. c. Hugo van Aken und Prof. Dr. Björn Ellger, Leiter der operativen Intensivstationen.

Für den Erhalt des Zertifikates müssen die Voraussetzungen einer aufwändigen intensivmedizinischen Komplexbehandlung erfüllt werden, wie z.B. eine 24-stündige Anwesenheit von erfahrenen Ärzten und Pflegekräften sowie Aufnahme- und Operationsbereitschaft für kritische Patienten, tägliche Visiten durch Intensivmediziner mit entsprechender Zusatzbezeichnung und tägliche Physiotherapiemöglichkeiten. Im Bereich der medizinischen Infrastruktur müssen bauliche und hygienische Vorgaben erfüllt und spezielle Geräte vorgehalten werden. Darüber hinaus wurden sogenannte Prozessvoraussetzungen überprüft und sichergestellt, dass die Klinik die etablierten Maßnahmen der Qualitätssicherung betreibt.

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Bild: Große Freude über das DGAI-Zertifikat „Intensivmedizin – Schwerpunktversorgung“ beim Ärztlichen Direktor des UKM, Prof. Dr. Norbert Roeder (2.v.l.), und Klinikdirektor Prof. Dr. Dr. h. c. Hugo van Aken (2.v.r.) mit seinem Leitungsteam Prof. Dr. Alexander Zarbock (l.) und Prof. Dr. Björn Ellger.

Insgesamt wurden dem UKM acht Kompetenzmodule im Bereich der Schwerpunktversorgung attestiert, darunter fallen u.a. die Bereiche Polytrauma, Neuro, Kardiovaskulär, Transplantation sowie Forschung und Lehre. Das Zertifikat ist Voraussetzung, um (in einem nächsten Schritt) als Zentrum für telemedizinische Versorgung in der Intensivmedizin anerkannt zu werden.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster