Innovative Methode zur Brustrekonstruktion

Brustzentrum im St. Franziskus-Hospital erfolgreich mit DIEP-Lappenplastik

Münster – Gabriele Kleinehollenhorst ist glücklich: Sie ist die erste Patientin, der am Brustzentrum des St. Franziskus-Hospitals mit einer innovativen Operationstechnik geholfen werden konnte. „’DIEP-Lappenplastik’ heißt diese Methode zur Brustrekonstruktion, bei der Eigengewebe vom Bauch ohne Bauchmuskulatur verwendet wird“, erläutert Dr. med. Philipp Behrendt, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, der bereits über jahrelange Erfahrung in dieser mikrochirurgischen Operationsmethode verfügt und sie jetzt erstmalig auch in Münster durchgeführt hat. Damit ist das Brustzentrum am St. Franziskus-Hospital eines der wenigen in Deutschland, das die ‚DIEP-Lappenplastik“ anbietet. „Wir freuen uns sehr, dass wir damit unser Angebot abrunden können“, sagt Dr. med. Barbara Krause-Bergmann, Chefärztin des Brustzentrums, „und wir hoffen, dass wir damit noch vielen weiteren Patientinnen helfen können, die ihre Brust durch eine Krebserkrankung verloren haben.“

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Bild: Das Team des Brustzentrums am St. Franziskus-Hospital freut sich mit Patientin Gabriele Kleinehollenhorst (3. v.l.) über die erfolgreich durchgeführte DIEP-Lappenplastik, v.l.n.r.: Dr. med Barbara Krause-Bergmann, Chefärztin der Klinik für Brusterkrankungen, Corina Neumann, Oberärztin an der Klinik für Brusterkrankungen, Dr. med. Philipp Behrendt, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie.

Die DIEP-Lappenplastik (Deep inferior epigastric perforator) ist eine Operationstechnik, bei der nur Haut und Fettgewebe vom Bauch der Patientin zur Brustrekonstruktion verwendet wird. „Diese Methode ist schonender als andere Verfahren der Eigengewebsrekonstruktion und besser für die Bauchdecke, weil kein Muskel durchtrennt wird“, erklärt Dr. Behrendt. „Ein weiterer Vorteil ist, dass ein sehr natürlicher Brustaufbau möglich ist“, ergänzt Corina Neumann, Oberärztin der Klink für Brusterkrankungen. Darüber freut sich auch Gabriele Kleinehollenhorst. „Nach zwei Krebserkrankungen und mehreren Brustoperationen ist mein Leidensweg jetzt endlich zu Ende“, sagt die Horstmarerin, „ich bin zufrieden und glücklich.“