Info- und Beratungstelefon zu Traumafolgestörungen

Artikel-CDK_08122015Münster – Ein Trauma kann das Gedächtnis verändern. Ungewollte Flashbacks und Erinnerungslücken deuten auf eine unzureichende Verarbeitung hin. Am 15. Dezember schaltet die Christoph-Dornier-Klinik für Betroffene, Angehörige und Fachpersonal ein kostenloses Info- und Beratungstelefon.

Etwa 40 Prozent aller Menschen erleben im Laufe ihres Lebens ein für sie einschneidendes traumatisches Ereignis. Ein Viertel von ihnen erkrankt danach an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Belastungsreaktionen nach einem schrecklichen Erlebnis sind erst einmal ganz normal. In vielen Fälle bilden sie sich im Laufe eines Jahres zurück. Wenn sie die Lebensqualität jedoch stark einschränken oder die Symptome bestehen bleiben, ist professionelle Hilfe gefragt. Denn das Risiko einer Chronifizierung und einer Traumfolgestörung wie der PTBS ist hoch, ebenso die Gefahr weiterer Begleiterkrankungen.
Bei einer PTBS ist das Gedächtnis gestört, der bewusste Zugriff auf Erinnerungen an das traumatische Erlebnis erschwert, während Bilder, Geräusche oder andere lebhafte Eindrücke ungewollt und fragmentarisch wiedererlebt werden. Typisch ist zudem ein erhöhter Erregungszustand des Körpers mit Ein- und Durchschlafproblemen, zunehmender Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und übermäßiger Schreckhaftigkeit.

Am 15. Dezember 2015 von 16.00 bis 19.00 Uhr schaltet die Christoph-Dornier-Klinik für Psychotherapie ein mit psychologischen Psychotherapeuten besetztes Info- und Beratungstelefon. Zu erreichen sind die Experten unter 0251/48 10-148. Die Beratung ist kostenlos.

Quelle: © Christoph-Dornier-Klinik