Höhere Lebensqualität nach Enddarmoperationen

Münster – Etwa 100 Interessierte kamen in das Foyer der Raphaelsklinik, um sich während eines Patiententages über das Thema “Bessere Lebensqualität nach Enddarmoperationen“ zu informieren. Experten des Darmkrebszentrums berichteten über aktuelle Operationsmethoden bei gut- und bösartigen Enddarmerkrankungen, die Vor- und Nachsorge, Ernährungsempfehlungen und Ernährungstherapien sowie die Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensqualität während und nach einer Chemotherapie. „Die Frage, was mit dem Patienten nach einer Operation am Enddarm passiert, wurde früher leider stiefmütterlich behandelt“, sagt Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Raphaelsklinik. Heute hingegen rücke die Frage der Lebensqualität nach einem solchen Eingriff immer mehr in den Mittelpunkt, zumal sich die Ergebnisse durch moderne Operationsmethoden und Fortschritte bei Bestrahlungen und Chemotherapien immer weiter verbessern.

Dr. Ulrich Peitz, Chefarzt der Gastroenterologie der Raphaelsklinik, machte in seinem Vortrag deutlich, dass die empfohlene Ernährung bei einer Enddarmerkrankung durchaus nicht fade sein muss: „Es muss schmecken, sonst fällt es schwer, die Ernährungsempfehlungen umzusetzen“. Ein Tumor im Enddarm führt oft zu Veränderungen beim Stuhlgang, daher empfiehlt Peitz, diesen aufmerksam zu beobachten, „Wenn sich der Stuhlgang ständig ändert, es zu Durchfällen und Verstopfungen kommt, ohne dass die Ernährung verändert wurde, kann dies ein Alarmzeichen sein, es könnte ein Tumor dahinterstecken“.

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Bild: Priv.-Doz. Dr. Ulrich Peitz gibt Tipps zur Ernährung bei Enddarmerkrankungen

Quelle: © Raphaelsklinik Münster