Gute Resonanz beim Stomatag

Münster – Das Foyer der Raphaelsklinik war am Samstag gut besucht. Mehr als 70 Interessierte und Betroffene informierten sich beim Stomatag über verschiedene Themen rund um den künstlichen Darmausgang.

Vor 25 Jahren riefen ein Chirurg und eine Krankenschwester in der Raphaelsklinik die Stomapflege ins Leben. Inzwischen ist sie ein wichtiger Bestandteil der Stomatherapie im eigenen Darmkrebszentrum. Bei einer Informationsveranstaltung zum Thema Stoma, berichteten Experten des Darmkrebszentrums der Raphaelsklinik unter anderem über die Entwicklung der Pflege in der Stomatherapie, über Darm- und Stomachirurgie sowie über Hilfsmittel und Kostenübernahme. Der künstliche Darmausgang ist immer noch ein Tabuthema. Dabei erkranken in Deutschland jedes Jahr über 70.000 Menschen an Darmkrebs, mehr als 100.000 Menschen leben mit einem Stoma (Quelle: Deutsche ILCO). „Bei meiner Arbeit in der stomatherapeutischen Pflege schaue ich, wie die Bedürfnisse der Patienten sind, damit ich die Versorgung individuell für den Betroffenen anpassen kann. Ziel ist es, möglichst nah an die gewohnte Lebensqualität heranzukommen“, erklärte Olaf Hagedorn, Krankenpfleger mit Weiterbildung Pflegeexperte Stoma, Inkontinenz und Wunde. Dafür gibt es über 200 Stoma-Systeme. Genug, um für jeden Patienten das individuell passende System zu finden. Einige der bewährten Systeme und neuen Produkte konnten sich interessierte Patienten beim Stomatag von den verschiedenen Anbietern zeigen lassen.

Die Raphaelsklinik hat den stomatherapeutischen Bereich der Pflege bereits vor 25 Jahren in die Behandlungsabläufe integriert. Um Patienten mit Darmkrebs menschlich und fachlich bestmöglich zu behandeln, haben Experten aus allen beteiligten Fachbereichen im Jahr 2009 das Darmkrebszentrum der Raphaelsklinik Münster gegründet, das seitdem jährlich von der Deutschen Krebsgesellschaft überprüft wird.

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Bild: Angelika Gerhardy, pflegerische Zentrumsleitung in der Raphaelsklinik Münster, erklärte den Betroffenen was auf sie zukommt, wenn sie ins Krankenhaus müssen.

Quelle: © Raphaelsklinik Münster