Essstörungsprävention für Münsteraner Schüler

Münster – Mehr als 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben ein gestörtes Essverhalten. Die Grenze zu einer behandlungsbedürftigen Essstörung ist oft fließend, Prävention deshalb so wichtig. Am 15. und 22. April öffnet die Christoph-Dornier-Klinik Siebtklässlern des Münsteraner Schlaun-Gymnasiums ihre Türen, um sie über Anzeichen von Magersucht und Bulimie, Ansprechpartner und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Weitere Schulkooperationen sollen folgen.

Essstörungen sind ein Problem, das immer mehr Jugendliche in immer jüngerem Alter betrifft. Vorwiegend Mädchen, aber auch Jungen leiden immer häufiger an dem Wunsch, besonders dünn oder besonders muskulös zu sein und geraten hierdurch in eine Essstörung. Häufig ziehen die Betroffenen sich zurück und versuchen ihre Erkrankung zu verstecken. Fällt Familienmitgliedern oder Lehrern eine Veränderung auf und sprechen sie diese an, ernten sie oft Ablehnung. Häufig verleugnen die Jugendlichen die Schwere ihrer Probleme auch. So ist die Erkrankung meist schon weit fortgeschritten, bevor es zu einer Therapie kommt. Und auch hier stellen sich viele Fragen: An wen wendet man sich? Eher an einen Psychologischen Psychotherapeuten in einer Praxis, eine Beratungsstelle oder eine Klinik? Und wenn ja: Welche Klinik ist besonders geeignet? Wer kennt sich mit dem Problem gut aus?

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Bild: Mehr als 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben ein gestörtes Essverhalten. Die Grenze zu einer behandlungsbedürftigen Essstörung ist oft fließend, Prävention deshalb so wichtig.

Die 90-minütige Informationsveranstaltung der Christoph-Dornier-Klinik richtet sich an Schülerinnen und Schüler der siebten Klasse. Zunächst klärt ein Therapeut der Klinik über Essstörungen auf: Wie entstehen diese? Welche Symptome sind typisch? Warum gehen sie meist nicht von selbst wieder weg? Was kann ich machen, wenn ich selbst darunter leide? Was kann ich tun, wenn ich sehe, dass ein Freund oder eine Freundin darunter leidet? Danach haben die Schülerinnen und Schüler die Chance, mit einem Therapeuten offen über das Thema zu sprechen, Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen, und so die Hemmschwelle sowie Ängste vor diesem Thema abzubauen. Die Veranstaltung findet an einem Schultag während einer Doppelstunde statt und wird von einem Lehrer begleitet. Lehrer und Schülervertreter anderer Schulen mit Interesse an einer Kooperation erhalten weitere Informationen unter 0251/48 10-102.

Quelle: © Christoph-Dornier-Klinik für Psychotherapie