Einweihung des neuen UKM Trainingszentrums

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze weiht Trainingszentrum am UKM ein

Münster (ukm/aw) – Mehr Patientensicherheit und die Implementierung einer berufsgruppenübergreifenden Sicherheitskultur zur Verbesserung der Patientensicherheit in der Klinik: Das sind die erklärten Ziele, mit denen das Trainingszentrum am UKM (Universitätsklinikum Münster) an den Start geht. Mit dem Grundgedanken, dass höchstmögliche Sicherheit nie alleine, sondern immer nur gemeinsam erreicht werden kann, wurde seit 2007 eine Idee weiterentwickelt, die mit der offiziellen Einweihung des UKM Trainings-zentrums heute ihren vorläufigen Höhepunkt findet. Mitarbeiter aller Berufsgruppen aus dem ärztlichen und aus den pflegerischen sowie therapeutischen Bereichen finden nun sowohl ausgezeichnete technische als auch räumliche Bedingungen für fachübergreifende Schulungen und Trainings vor.

Neue Sicherheitskultur durch interdisziplinäre Simulationstrainings

„Alle lernen miteinander und voneinander, und das im geschützten Raum“, sagte NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze anlässlich der feierlichen Einweihung. „Die Universitätsmedizin in Münster geht hier mit gutem Beispiel voran und ist mit dem Trainingszentrum führend in NRW. Nach dem Studienhospital für die Studierenden hat die Hochschulmedizin eine weitere Einrichtung für das ‚praktische Training‘ geschaffen. Das kommt nicht nur den Patienten zugute. Die Mitarbeiter gewinnen so mehr Sicherheit bei komplexen und lebenswichtigen Behandlungsabläufen.“

Von der Geburt bis zur Notfallsituation

Am UKM Trainingszentrum sind realitätsnahe Simulationstrainings die wesentliche Lehrmethode, die es erlaubt eine Vielzahl komplexer medizinischer Anforderungen zu trainieren. Im Anschluss erfolgen jeweils eine Auswertung per Videoanalyse sowie eine individuelle Nachbesprechung. „Das Jahr 2016 steht für uns ganz im Zeichen der Sicherheit. Wir räumen der Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern den höchsten Stellenwert ein und wollen in der Hochleistungsmedizin ein Bewusstsein schaffen, dass ohne Trainings etwas Entscheidendes fehlt“, freut sich der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende, Prof. Dr. Norbert Roeder. „Unabhängig von Hierarchien leistet jeder einzelne Mitarbeiter dazu einen unverzichtbaren Beitrag.“

Und das Leitungsteam, bestehend aus Michael Klatthaar, der ursprünglich aus der Pflege kommt, und dem Anästhesiologen Dr. med. Tim Güß, wagt einen anschaulichen Vergleich: „Das UKM Trainingszentrum stellt in Zukunft den Werkzeugkasten dar, die Dinge in die Praxis zu bringen. Es wird so sein, wie bei der Einführung von Sicherheitsgurten für Autofahrer in den 70ern. Erst waren alle skeptisch – heute sind Gurte nicht mehr wegzudenken.“

Gut zwei Jahre dauerte die Bauphase für das UKM Trainingszentrums am Malmedyweg. Die Gesamtinvestitionssumme betrug rund 2,5 Millionen Euro. „Das ist uns die Sicherheit wert“, ergänzte Dr. Christoph Hoppenheit, Kaufmännischer Direktor des UKM.

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Bild: Der organisatorische Leiter des UKM Trainingszentrums, Michael Klatthaar, erklärt der Ministerin die Videoanalysetechnik der Simulationstrainings.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster