Babylotsen unterstützen junge Eltern

Neues Angebot am St. Franziskus-Hospital für Neugeborene und ihre Familien

Münster – Ab sofort beraten am St. Franziskus-Hospital in Münster Babylotsinnen werdende und frischgebackene Eltern. Zusätzlich zur medizinischen Versorgung von Mutter und Kind stehen die Babylotsinnen für Fragen und Sorgen zur Verfügung und sprechen diese auf besondere Belastungen an. Im Bedarfsfall stellt die Babylotsin auf Wunsch den Kontakt zu weiterführenden Angeboten der Frühen Hilfen in Münster her. Das Angebot ist für die Eltern freiwillig und kostenlos. Finanziert wurde das Projekt vom St. Franziskus-Hospital und aus Mitteln der GlücksSpirale. Der Caritasverband für die Diözese Münster hatte sich bei der Lotterie für die Unterstützung des Projektes am St. Franziskus-Hospital engagiert.

Babylotsen

Bild: Freuen sich auf den Start der „Babylotsen“ (v.l.): Christiane Kröger (Fördermittelberatung Stabsstelle Wirtschaftliche Beratung und Revision, Caritasverband für die Diözese Münster), Dr. Ansgar Klemann (Kaufmännischer Direktor St. Franziskus-Hospital Münster), Beate Riße (Babylotsin), Marita Ortmann (Pflegedienstleitung), Hiltrud Meyer-Fritsch (Babylotsin) und Chefarzt Dr. Heinz Albers (Zentrum für Frauen, Klinik für Geburtshilfe am St. Franziskus-Hospital).

Hiltrud Meyer-Fritsch (Diplomtheologin, Vorgeburtliche Bindungsförderung und Bindungsanalyse) und Beate Riße (Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Dozentin der Elternschule) heißen die Babylotsinnen am St. Franziskus-Hospital Münster. Beide sind schon seit Jahren im Hospital tätig und kennen die Herausforderungen, die eine Schwangerschaft und Geburt mit sich bringen. „Wir Babylotsen stehen den Frauen mit Rat und Tat zur Seite. Manchmal verläuft eine Schwangerschaft anders, als man es sich gewünscht hat. Auch die Geburt selbst und die Zeit danach sind nicht immer einfach. Dann sind wir Babylotsen gerne an ihrer Seite, um bestmögliche Voraussetzungen für Familien schaffen. Vor allem benachteiligte Familien können von unserem Angebot profitieren“, betonen sie. Die Babylotsen klären mit den Familien gemeinsam, welche Unterstützungsmöglichkeiten es in den konkreten Situationen gibt. Gerne begleiten sie die Mütter während Ihres Aufenthaltes im St. Franziskus-Hospital. Auch für die Zeit nach der Geburt gibt es zahlreiche unterstützende Angebote in Münster und Umgebung. Hier bieten sie Information und Vernetzung.

An 19 Geburtskliniken in vier Bundesländern arbeiten bereits Babylotsen. Ihre Aufgabe ist es, Familien mit besonderen Belastungen zu erkennen, zu beraten und in die mittlerweile nahezu flächendeckend vorhandenen Netzwerke Früher Hilfen zu vermitteln. Die frühe Kontaktaufnahme in der Geburtsklinik – teilweise schon vor der Entbindung – ermöglicht es, Probleme wie ungeklärte Formalitäten, eine nicht geregelte Nachsorge, psychische Probleme der Mutter oder familiäre Konfliktsituationen in Angriff zu nehmen und damit den Start ins Familienleben zu erleichtern. Im Zentrum steht dabei immer das gesunde und ungefährdete Aufwachsen des neugeborenen Kindes. Seit dem Startschuss im Marienkrankenhaus Hamburg 2007 erreichte das von der Stiftung SeeYou Familienorientierte Nachsorge Hamburg entwickelte Programm rund 70.000 Familien – das entspricht in 2014 rund 5,7 Prozent aller Geburten in Deutschland.

Quelle: © St.-Franziskus-Hospital Münster