Alle Jahre wieder: Wie gute Vorsätze gelingen

Münster – Am Jahresende steht häufig die Erkenntnis: Von den guten Vorsätzen ist nicht viel geblieben. „Grund ist die eingebaute Misserfolgsfalle“, sagt Judith Müller von der Christoph-Dornier-Klinik für Psychotherapie in Münster und erklärt, wie man dieser Falle entgehen kann.

Die Misserfolgsfalle ist ein motivationspsychologisch sehr einfacher, aber wirkungsvoller Mechanismus:
„Wer sich zu viel auf einmal vornimmt, ohne die notwendigen Verhaltensänderungen zu planen und auch Rückschläge einzukalkulieren, fühlt sich nach kurzer Zeit überfordert, scheitert, verliert den Glauben daran, etwas ändern zu können – und gibt die guten Vorsätze wieder auf. Im Extremfall kann das selbst dringend notwendige Veränderungen blockieren“, erläutert Judith Müller, stellvertretende leitende Psychologische Psychotherapeutin der Christoph-Dornier-Klinik.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich gute Vorsätze meistens auf Angewohnheiten beziehen, die schonlange bestehen und sich nur mit einiger Anstrengung ändern lassen. Damit es nicht nur beim guten Vorsatz bleibt, empfiehlt die Psychologin:

  • Nur Vorsätze fassen, die man selbst wirklich will. Gewohnheiten nicht der Familie, Freunden oder dem Arzt zuliebe ändern.
  • Vorteile, die man sich von der Veränderung erwartet, klar benennen und aufschreiben.
  • Sich nicht zu viel auf einmal vornehmen. Wer seine guten Vorsätze nacheinander umsetzt, hat die besten Aussichten auf Erfolg.
  • Vorsätze klar formulieren und den Weg der Umsetzung festlegen.
  • Sich realistische Ziele setzen und in kleinen Schritten vorgehen.
  • Vorher planen, wie man mit Versuchungen und Hemmnissen umgeht.
  • Sich belohnen, wenn die Umsetzung eines Vorsatzes gut klappt und Teilerfolge erzielt wurden.
  • Nicht aufgeben, wenn die Pläne kurzfristig nicht gelingen. „Ausrutscher“ sind verzeihlich.
  • Bei tiefgreifenden, die Lebensplanung betreffenden Entscheidungen kann ein wichtiger erster Schritt sein, sich fachkundige Unterstützung zu suchen. Vor allem wenn psychische Probleme eine Verhaltensänderung erschweren.
Hintergrundinformationen zur Klinik
Die Christoph-Dornier-Klinik wurde 1993 in Münster als konzessionierte Privatklinik für Psychotherapie eröffnet. Mit ihrem wissenschaftlich begründeten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlungskonzept leistete sie in Deutschland Pionierarbeit. Auf Basis aktueller Forschungsergebnisse und langjähriger Erfahrung wurde dieses um klärungsorientierte und schematherapeutische Anteile erweitert. Zu den Behandlungsschwerpunkten des 50-Betten-Hauses zählen Angsterkrankungen, Zwangserkrankungen, Essstörungen, Depressionen, Traumafolgestörungen, Persönlichkeitsstörungen und Internetabhängigkeit. Das Intensivkonzept der Klinik beinhaltet bis zu zehn Einzelsitzungen pro Woche zuzüglich weiterer, auf den individuellen Bedarf abgestimmter Gruppentherapien. Bei Bedarf finden therapeutische Übungen auch im Lebensumfeld des Patienten statt. Das Behandlungsangebot richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren.

Quelle: © Christoph-Dornier-Klinik Münster