Aktionstag gegen den Schmerz
informiert Betroffene und Angehörige

Gemeinsame Veranstaltung münsterischer Krankenhäuser:
Vorträge und Workshops am St. Franziskus-Hospital zum Umgang mit Schmerzen

Münster – Münsterische Krankenhäuser beteiligen sich gemeinsam am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“ am 2. Juni: Zwischen 15 und 17 Uhr können sich Betroffene, Angehörige, Therapeuten und Pflegende über Behandlungsmöglichkeiten informieren und beraten lassen. Der Themenschwerpunkt des Aktionstages in Münster liegt in diesem Jahr auf dem Zusammenhang zwischen Schmerz und Bewegung. Veranstaltungsort ist das Marienhaus am St. Franziskus-Hospital, St. Mauritz-Freiheit 48, in Münster.

„Es gibt gute Therapiekonzepte, die helfen, den Schmerz zu lindern“, betont Martina Lammers, Pain Nurse am St. Franziskus-Hospital Münster und Mitorganisatorin des Aktionstages. „Wichtig ist, dass Schmerzursachen und die besondere Lebenssituation des Patienten gründlich abgeklärt werden und alle Professionen fachübergreifend gut zusammenarbeiten.“ Zur Bedeutung von Bewegung für Körper, Psyche und Sozialverhalten referiert daher zu Beginn Bärbel Overkamp, Fachlehrerin für präventive und rehabilitative Mobilisation aus dem Clemenshospital. Wie hilfreich Bewegung bei der Bewältigung von Schmerzen sein kann, können die Besucher des Aktionstags anschließend in Workshops erleben. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Aktionstag-Schmerz

Bild: Pflegeexperten zum Thema Schmerz in Münster (v.l.): Elisabeth Buddenberg, Cornelia Schünemann, Ruth Boche, Nadja Nestler, Thomas Wittling, Martina Lammers und Martina Rettig.

Mit dem „Aktionstag gegen den Schmerz“ macht die Deutsche Schmerzgesellschaft mit Unterstützung von weiteren Schmerzorganisationen, Pflegeverbänden und auch Apotheken jedes Jahr auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden. Bundesweit finden in über 500 Praxen, Kliniken und Apotheken Aktionen, Infotage und Vorträge statt. Der Aktionstag in Münster wird nunmehr zum vierten Mal veranstaltet.

Den „Aktionstag gegen den Schmerz“ in Münster führen folgende Institutionen gemeinsam durch: Clemenshospital, Evangelisches Krankenhaus Münster, St. Franziskus-Hospital, Herz-Jesu-Krankenhaus Hiltrup, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Raphaelsklinik Münster und das Universitätsklinikum Münster.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft hat eine kostenlose Patientenhotline eingerichtet:
Am 2. Juni 2015 stehen in der Zeit von 9 bis 18 Uhr Schmerztherapeuten den Schmerzpatienten Rede und Antwort in einer kostenlosen Telefonhotline (Tel: 0800-818 120). Erstmalig in diesem Jahr machen auch Pflege-Schmerzexperten beim Aktionstag mit. Als Extraservice für Pflegefachkräfte hat die Deutsche Schmerzgesellschaft gemeinsam mit den Pflegeverbänden ein Expertentelefon „Schmerz & Pflege“ für den 2. Juni eingerichtet. Pflegende können sich zwischen 9 und 18 Uhr unter Tel. 0800-18 18 129 von Pflegeexperten beraten lassen.

Etwa 23 Mio. Deutsche (28 Prozent) berichten über chronische Schmerzen, 95 Prozent davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen 6 Mio. Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liegt bei 2,2 Mio. Deutschen.

„Aktionstag gegen den Schmerz“
Datum: 02.06.2015
Ort: Marienhaus am St. Franziskus-Hospital, St. Mauritz-Freiheit 48, in Münster
Uhrzeit: 15.00 – 17.00 Uhr
Zielgruppe: Betroffene, Angehörige, Therapeuten und Pflegende