Archiv für den Monat: Juni 2019

Eichenprozessionsspinner: Jetzt auch Notfälle in der UKM-Augenklinik

Dr. Lamis Baydoun, Oberärztin der UKM-AugenklinikMünster (ukm/aw) – Dass das massenhafte Auftreten des Eichenprozessionsspinners in diesem Jahr bei besonders vielen Menschen zu allergischen Reaktionen der Haut führt, ist seit einigen Wochen bekannt. Neu ist allerdings, dass der Schädling offenbar auch an den Augen heftige Reaktionen verursachen kann. Dr. Lamis Baydoun, Oberärztin der UKM-Augenklinik, berichtet von sechs Patienten, denen in dieser Woche Härchen des Prozessionsspinners aus dem Auge operiert werden mussten. Wissenschaftlich sind solche Fälle in Deutschland bisher noch nie beschrieben worden.

Frau Dr. Baydoun, Sie berichten von mehreren Patienten, die mit schwersten Augenbeschwerden notfallmäßig zu Ihnen in die Augenklinik kamen. Offenbar war der Eichenprozessionsspinner Anlass?
Wir waren ganz überrascht, seit dem letzten Wochenende haben wir täglich neue Fälle, inzwischen sechs Fälle , wo Patienten die Härchen vom Eichenprozessionsspinner im Auge hatten. Diese Patienten beschrieben, dass sie vorher Fahrrad gefahren sind, Laub aufgewirbelt haben oder bei der Reinigung der Bäume vom Eichenprozessionsspinner zugeschaut haben. Sie beklagen eine Rötung des Auges, ein Fremdkörpergefühl, Tränen, Jucken und starke Schmerzen, sodass wir gesagt haben, dass wir bei diesen Patienten die Härchen operativ entfernen müssen.

Das mit der Operation ist aber gar nicht so einfach…
Ja, im OP mussten wir feststellen, dass die Härchen so fein sind, dass wir sie selbst mit unseren filigransten Instrumenten kaum zu fassen kriegen. Man muss da schon als Operateur das Bild des Auges mit der größten Einstellung vergrößern, sonst könnte man diese kleinen Härchen gar nicht sehen. Und es ist sehr schwierig, die Härchen aus der Hornhaut zu bekommen, in der sie sich festsetzen. Aber generell muss man sagen, dass wir solche Fälle bislang in Münster noch nie hatten und wir es hier mit einem neuen Phänomen zu tun haben, dass unseres Wissens so als Serie deutschlandweit bisher nicht beschrieben ist.

Was empfehlen Sie Patienten, die in diesen Tagen unerklärliche Augenbeschwerden haben und befürchten, das könnte mit dem Eichenprozessionsspinner zusammenhängen?
Wir empfehlen Patienten, die plötzlich – auch einseitig – ein rotes Auge haben, das heftig schmerzt, tränt und juckt, nicht einfach abzuwarten, ob das von alleine weggeht. Menschen mit solchen Beschwerden sollten schnell zum Augenarzt gehen und überprüfen lassen, ob da vielleicht etwas im Auge ist. Denn wenn es wirklich der Prozessionsspinner ist, dann werden die Beschwerden ohne Behandlung nicht abklingen.

Sport und Hitze: Was geht?

Univ-Prof_Stefan-Martin-BrandMünster (ukm/aw) – Der Leiter des Instituts für Sportmedizin, Univ.-Prof. Stefan-Martin Brand, rät Hobbysportlern, bei der derzeitigen schweißtreibenden Hitze auf Sport im Freien am besten ganz zu verzichten. Zumindest aber sollte, wer beispielsweise das Laufen nicht lassen kann, gewisse Regeln einhalten, um einen Hitzschlag zu vermeiden.

Herr Prof. Brand, das Münsterland schwitzt bei Temperaturen bis weit über dreißig Grad. Trotzdem meinen einige, dass sie so wie jeden Tag Sport treiben müssen. Ist das eine gute Idee?
Für Ungeübte und Leute, die nicht sehr, sehr fit sind, würde ich beispielsweise das Laufen im Freien derzeit in gar keinem Fall empfehlen. Ansonsten sollten das nur Menschen tun, die wirklich fit sind und die wissen, auf was sie sich einlassen, wenn man das bei 36 Grad durchzieht. In der Regel braucht der Körper rund 14 Tage, bis er sich an solche Außentemperaturen angepasst hat. Also wenn es nicht unbedingt sein muss: Bitte das Laufen auf nächste Woche schieben!

Was muss ich an Vorkehrungen treffen, wenn ich es trotzdem tue?
Am besten, man wählt eine Umgebung ohne Sonneneinstrahlung, die Promenade in Münster hat ja zum Beispiel ein Blätterdach, da geht das einigermaßen. Und was ganz wichtig ist. Ausreichend trinken vorher. Bei über dreißig Grad ist das Trinken enorm wichtig!

Ab wann wird es gefährlich, wann sollte ich auf meinen Körper hören?
Also es gibt leider Hobbysportler, die die Zeichen ihres Körpers gerne übersehen. Die über bestimmte Punkte hinausgehen, weil sie ihre persönliche Leistung halten wollen. Die den Schmerz im Knie ignorieren oder vor dem Sport Schmerzmittel nehmen, damit sie eine bestimmte Strecke laufen können. Im Grunde sollte man aber wissen: Wenn plötzlich Schmerzen auftreten oder man durstig wird, dann sollte man immer aufhören!

Kompass D2: „Demenzsensible“ Region Münster

Münster (ukm/aw) – Demenzpatienten bleiben von operativen Eingriffen nicht verschont: Auch sie müssen sich z.B. wegen einer geplanten Hüft-OP, aufgrund von Knochenbrüchen oder auch beispielsweise wegen Erkrankungen von Herz oder Nieren ins Krankenhaus begeben. Dabei sollten allerdings gerade Patienten mit Demenz unter besonderer Beobachtung stehen. „Das Risiko von Komplikationen ist bei Patienten mit relevanten Gedächtnisstörungen deutlich erhöht“, so Prof. Thomas Duning aus der Klinik für Neurologie des UKM (Universitätsklinikum Münster). „Insbesondere eine akute Verwirrtheit, ein so genanntes Delir, während einer Krankenhausbehandlung ist eine unterschätzte, und bisher nicht gut verstandene Komplikation“.

Duning ist Leiter des Verbundprojektes „Kompass D2“, das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses mit 5,7 Millionen Euro gefördert wird. Darin angeschlossen sind als Konsortialpartner sechs Krankenhäuser aus der Region Münsterland. Das Evangelische Krankenhaus Johannisstift Münster (EVK), das Mathias-Spital und das Jakobikrankenhaus Rheine, das St. Josef-Stift Sendenhorst, das Josephs-Hospital Warendorf sowie das UKM Marienhospital Steinfurt weisen alle eine große Expertise bei der Versorgung von älteren Patienten mit kognitiven Störungen auf. Mithilfe der Fördermittel soll in diesen Häusern ein Standard entwickelt werden, um die Versorgung von Patienten, die sich zu einer Behandlung in eine Klinik begeben müssen, aber gleichzeitig die „Nebendiagnose Demenz“ haben, weiter zu verbessern.

„Das Projekt beinhaltet, dass in den angeschlossenen Häusern alle Patienten ab einem Alter von 70 Jahren nach gemeinsamen Leitlinien gezielt untersucht und betreut werden“, sagt Dr. Peter Kalvari, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Geriatrie des EVK. Im Rahmen des Modellprojekts erfolgt eine Beratung durch die Experten der teilnehmenden Krankenhäuser. Teil der Teams sind jeweils auch speziell ausgebildete Pflegekräfte und Apotheker. „Hintergrund ist, dass einige Medikamente bei älteren Patienten eine kognitive Verschlechterung während des Krankenhausaufenthaltes fördern können „, so Dr. Sebastian Baum, Apotheker im Team Demenzsensibles Krankenhaus des EVK.

Eine Besonderheit des „Kompass D2“- Projekts ist auch, dass die Fallgeschichten der betroffenen Patienten in telemedizinische Visiten besprochen werden, also in einer Bildschirmkonferenz der Experten, bei der auch Patienten angesehen werden können. Die technischen Voraussetzungen dafür werden in allen Häusern geschaffen. “
Auch nach Entlassung werden die Patienten und deren Angehörige weiter betreut und untersucht“, meint Sigrid Krause, Pflegedirektorin des Josephs-Hospitals Warendorf. „Das ist schon etwas Besonderes!“

Ziel des Projekts Kompass D2 ist es, die demenzsensible Behandlung in Krankenhäuser als Regelversorgung deutschlandweit zu etablieren. „Derzeit wird das Delir in deutschen Krankenhäusern nicht ausreichend erkannt, dokumentiert und entsprechend behandelt“, meint Dr. Angela Grote-Reith, Chefärztin der Abteilung für Geriatrie am Mathias-Spital Rheine. „Die Vernetzung der ausgewiesenen Experten in diesem Bereich wird den Patienten nützen. Die Region Münster mit den teilnehmenden Krankenhäusern wird als Referenz für andere Regionen genommen, insofern ist Kompass D2 ein Modellprojekt“, so der Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin des St. Josef-Stift Sendenhorst, Dr. Matthias Boschin.

Univ.-Prof. Heinz Wiendl, Direktor der Klinik für Neurologie des UKM fügt hinzu: „Mit Blick auf die demografische Entwicklung erscheinen solche Konzepte für Krankenhäuser zukunfts- und vor allem Patienten- und qualitätsorientiert. Sie sind damit praktisch unausweichlich. Wir freuen uns, dass die Region Münster hier eine Vorreiterrolle übernehmen kann und entsprechend gefördert wird.“

Weitere Projektpartner sind der Fachbereich Gesundheitsökonomie der Universität Bielefeld, die Krankenversicherungsträger DAK, Barmer und IKK sowie die zeb.business school und die Stadt Münster.

Projektpartner Kompass D2

Bild: Gemeinsam für eine bessere Behandlung von Demenzpatienten in Krankenhäusern: Prof. Thomas Duning (l.) und die Beteiligten des Modellprojekts. (© Foto (UKM/Wibberg)

Tagesklinik Roxel: Bei Schulproblemen – Eltern und Kinder gemeinsam auf der Schulbank

Eltern auf der Schulbank? Ein ungewöhnliches Bild. Im Rahmen des „Familie in Schule“-Projektes der Kinder und Tagesklinik Roxel ist das jedoch seit Anfang April zur Normalität geworden. Einmal wöchentlich werden junge Patienten und Patientinnen, die durch Schulprobleme auffallen, von einem Elternteil in der Schule unterstützt.

Münster (ukm/som) – Gespannt blicken vier Frauen auf einen Bildschirm, unterhalten sich angeregt. Wer denkt, hier läuft der neue Tatort oder eine Komödie, der irrt sich. Vielmehr wird hier Reality-TV geschaut: Es läuft die Live-Übertragung einer Unterrichtsstunde von Patienten und Patientinnen der Tagesklinik Roxel der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Münster (UKM). Sie werden im Nebenraum unterrichtet. Eltern, die ihre Kinder über Kameras beobachten? Was im ersten Moment stutzig macht, ist ein therapeutisches Konzept. Im Rahmen des „Familie in Schule“-Projektes, kurz FiSch-Projekt, soll die schulische Entwicklung der Patienten und Patientinnen während ihres Aufenthaltes positiv unterstützt werden. Seit April werden die Kinder und Jugendlichen daher im Rahmen ihrer Behandlung einmal wöchentlich von einem Elternteil im Schulunterricht begleitet.

Bild: Gemeinsam lernen macht doppelt Spaß: Durch die Unterstützung eines Elternteils werden die Kinder und Jugendlichen im Unterricht gestärkt.

„Gemeinsam mit den Therapeuten sitzen wir an einem Vormittag in der Woche zusammen, reflektieren das Verhalten unserer Kinder und können uns untereinander Tipps geben“, sagt eine teilnehmende Mutter. Tritt nun bei den Kindern ein Problem auf, möchte eines Hilfe oder fühlt sich überfordert, können die Eltern in das Klassenzimmer gehen und ihr Kind aktiv unterstützen. „Im Umgang miteinander können Schüler und Eltern so neue Handlungsmöglichkeiten erproben“, erklärt Dr. Antje Herbst, Oberärztin an der Tagesklinik. „So wird die Entwicklung eines positiven Selbstkonzepts gefördert, was den Kindern die erfolgreiche Teilnahme am Unterricht erleichtert.“ Im Anschluss eines jeden FiSch-Tages besprechen Eltern, Schüler und Therapeuten gemeinsam im Plenum die Lernziele der Kinder: Was hat schon gut geklappt? Wo ist für die nächsten Wochen aber auch noch Verbesserungspotential?

Für den Erfolg des Projektes ist eine enge Kooperation zwischen der Tagesklinik und der Helen-Keller-Schule (Schule für Kranke der Stadt Münster), an der die jungen Patientinnen und Patienten am UKM lernen, von großer Bedeutung. „Auch der Austausch zu den Heimatschulen der Kinder und Jugendlichen ist eng“, betont Herbst. „Gemeinsames Ziel ist die erfolgreiche Wiedereingliederung der Schülerinnen und Schüler in die Regelklasse.“ Einzelne Patienten nehmen auch nach der Entlassung für einen Übergangszeitraum weiter an dem Projekt teil, um die Therapieerfolge zu festigen. Ursprünglich stammt das Konzept „Familie in Schule“ aus Dänemark und Großbritannien. In Schleswig-Holstein wird es in einigen Regelschulen als auch im therapeutischen Rahmen eingesetzt.

Infos über Keime im Krankenhaus

Münster – Eigentlich sehen sie ganz hübsch aus, die riesigen pinkfarbenen Gebilde, die sich auf dem Stubengassenplatz sanft im Wind wiegen. Ihre mikroskopisch kleinen Vorbilder können allerdings erhebliche Probleme bereiten. Die großen Bakterien-Modelle sollen auf den Info-Stand der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) hinweisen, der unter dem Motto „Keine Keime“ darüber informiert, welche Anstrengungen auch Münsters Kliniken unternehmen, um dem Problem der Keime im Krankenhaus zu begegnen. „Wir sind 2015 mit unserer Initiative gestartet und inzwischen haben über 200 Krankenhäuser in NRW unsere Infostände angefordert“, berichtet Lothar Kratz von der KGNW und wünscht sich, dass mit dieser Form des Dialogs eine Versachlichung der Diskussion einhergeht.

Fachleute aus allen Kliniken der Stadt waren als Ansprechpartner vor Ort und informieren aus erster Hand über ein Thema, das offenbar viele Menschen bewegt: „Wir haben einen sehr guten Zulauf und viele gute Gespräche mit den Passanten“, freut sich Dr. Carolin Dame, leitende Ärztin der Krankenhaushygiene von Clemenshospital und Raphaelsklinik, über den Erfolg der Aktion. Gerade die resistenten Keime, gegen die kaum ein Antibiotikum hilft, waren oft ein Thema, wie Dame berichtet. Am begehbaren Infostand konnten Broschüren mitgenommen und anschauliche Videos betrachtet werden. Selber testen konnten die Besucher ihre Kenntnisse bei der Händedesinfektion, deren Wirksamkeit unter Schwarzlicht überprüft werden konnte. Extra für diesen Zweck wurde auf dem Stubengassenplatz ein schwarzes Zelt aufgebaut.

Bild: Dr. Carolin Dame, leitende Ärztin der Krankenhaushygiene von Clemenshospital und Raphaelsklinik, informierte auf dem Stubengassenplatz über das Thema Keime im Krankenhaus.

Pelikanhaus an der Kinderklinik des Clemenshospitals: Nähe und Rückzug

Mit dem „Pelikanhaus“ entsteht in direkter Nähe zur Kinderklinik des Clemenshospitals ein Zuhause auf Zeit für die Familien kleiner Patienten. Die Kosten von rund 2,5 Millionen Euro werden ausschließlich durch Spenden finanziert.

„Kinder, die wochen- oder gar monatelang im Krankenhaus bleiben müssen, brauchen vertraute Menschen um sich. Die Eltern, Großeltern oder Geschwister zu spüren und zu hören, hat nachweislich einen positiven Effekt auf den gesundheitlichen Zustand“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Otfried Debus, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Die Erfahrung, wie wichtig Nähe ist, haben auch Bernd und Anja Eggenstein aus Nordkirchen gemacht. Ihre dreieinhalb Jahre alten Zwillinge Klara und Anton kamen zu früh auf die Welt. „Man kommt von heute auf morgen in eine Ausnahmesituation. Uns ist passiert, was man sich nach der Geburt eben nicht wünscht, unsere Kinder mussten auf eine Intensivstation“, erinnert sich Bernd Eggenstein. Körperliche Nähe ist dort besonders wichtig. „Das sieht man sehr deutlich bei Neu- und Frühgeborenen. Beispielsweise reguliert sich der Atemrhythmus der Kleinen schneller und sie können schneller von der Beatmung entwöhnt werden, wenn sie auf der Brust der Eltern liegen und deren Atemrhythmus spüren“, so Debus. Dass Nähe gesund ist, gilt aber auch für große Kinder: „Nähe und Umarmungen beruhigen – sie senken den Blutdruck und verlangsamen die Atemfrequenz. Das gilt auch für vertraute Stimmen.“

Im Pelikanhaus wohnen Eltern in der Nähe ihrer Kinder. Das ermöglicht es ihnen, gemeinsam Zeit zu verbringen oder sich zurückziehen. Denn auch das ist wichtig. „Sie haben die Möglichkeit jederzeit da sein zu können, es aber nicht zu müssen“, erklärt der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Das hat auch Familie Eggenstein erlebt. „Man muss mal zur Ruhe kommen und den Akku wieder aufladen. Sich zurückziehen und trotzdem in der Nähe sein.“ Gerade für Familien, die nicht in Münster oder der näheren Umgebung wohnen, soll das Pelikanhaus ein Zuhause auf Zeit sein. „Die wenigsten Patienten der kinderneurologischen Frührehabilitation kommen statistisch gesehen aus Münster. Das Einzugsgebiet reicht von der Nordseeküste bis Frankfurt. Im Nordwesten sind wir die einzige Einrichtung, die neben der Kinderklinik und der Kinderintensivstation eine kinderneurologische Frührehabilitation anbietet“, sagt Dr. Otfried Debus. Und diese Familien brauchen Platz. Deshalb sollen zwölf 20 bis 30 Quadratmeter große Zimmer, eine große Gemeinschaftsküche, Spiel- und Toberäume, Ruheräume und ein Garten entstehen. „Unser Traum ist es im nächsten Jahr mit dem Bau zu beginnen“, so Dr. Martina Klein, Leiterin Fundraising der Alexianer. Das ist von den Spenden abhängig, denn für das so dringend benötigte Pelikanhaus gibt es keine Fördermittel. Seit dem Beginn der Planungen sind mit vielen verschiedenen Aktionen bereits rund 700.000 Euro zusammengekommen.

Bild: Die Erfahrung, wie wichtig Nähe ist, hat auch Familie Eggenstein aus Nordkirchen gemacht. Die dreieinhalb Jahre alten Zwillinge Klara und Anton mussten nach der Geburt auf die Intensivstation. (© Foto: Hauschild-Fotodesign, BFF)