Archiv für den Monat: April 2017

Girls‘ und Boys‘ Day: Abseits der beruflichen Geschlechterrollen

Girls‘ und Boys‘ Day am UKM lockt mit spannenden Aktionen / 157 Mädchen und Jungen informieren sich über breites Berufsspektrum am UKM

Münster (ukm/cf) – Tischler, Feuerwehrfrau oder doch lieber Zahnmedizinischer Angestellter? Der Girls‘ und Boys‘ Day bot auch in diesem Jahr Mädchen und Jungen der fünften bis zehnten Klassen aller Schulformen die Möglichkeit, in Berufe fernab der traditionellen Geschlechterrollen hinein zu schnuppern. Auch das UKM (Universitätsklinikum Münster) als größter Arbeitgeber der Region beteiligte sich am heutigen Aktionstag.

„Von der Architektin über die Elektrikerin bis hin zum Kindergärtner – wir am UKM haben mit 45 verschiedenen Aktionen auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Programm für die Mädchen und Jungen zusammengestellt“, weiß Girls‘ und Boys‘ Day-Organisatorin Eva Wallmeier von der Personalentwicklung. Am UKM und auch seinen Tochterunternehmen konnten so insgesamt 157 Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Bereiche Naturwissenschaft, Handwerk und Technik sowie Soziales, Erziehung, Pflege und Gesundheit gewinnen.

Bild: (UKM/Deiters) Sind Männer Memmen oder Frauen Mimosen? Schmerztest hier an männlichen Versuchsteilnehmern.

Bild: (UKM/Tanner) Auch ein Krankenhaus braucht Innenausstatter: Katja Lingg vom UKM Infrastrukturmanagement zeigt (v.r.) Nina Nordhoff, Emilia Pavenstädt und Antonia Burke mögliche Bodenbeläge für das UKM.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Bulimie: Zwischen Fassade und Kontrollverlust

Die Bulimie gilt als heimlichste aller Essstörungen. Der innere Kampf um Kontrolle, Verlangen und Gewicht bleibt der Außenwelt oft verborgen. Der wichtigste Schritt, um wieder gesund zu werden, ist das Essverhalten zu normalisieren

Foto: Christoph-Dornier-Klinik, Judith Müller, Stellvertretende Leitende Psychologische Psychotherapeutin

Judith Müller, Stellvertretende Leitende Psychologische Psychotherapeutin

Rund 1,3 Prozent aller Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens an Bulimie. Männer sind ebenfalls betroffen, trotz hoher Dunkelziffer aber seltener. Meistens wirkt nach außen hin alles „perfekt“. Das Gewicht ist normal, das Essen kontrolliert, meist fett- und kalorienarm. Menschen, die an Bulimie erkranken, sind häufig ehrgeizig und eher überangepasst. Dass sie Tausende von Kalorien verschlingen und erbrechen, oder hochdosierte Abführmittel schlucken, passt nicht ins Bild. Keiner darf etwas merken, die Scham ist riesig. Doch der Teufelskreis der Bulimie kann überwunden werden, selbst wenn die Krankheit schon lange besteht. Das Essverhalten zu normalisieren, ist der wichtigste erste Schritt.

Wie entsteht der Teufelskreis der Bulimie?

Über 90 Prozent der Menschen, die an Bulimie erkranken, wollen anfänglich abnehmen Sie lassen Mahlzeiten ausfallen, verzichten auf bestimmte Nahrungsmittel oder fasten, zum Beispiel bevor sie Alkohol trinken. Restriktives Essen schürt meistens jedoch Heißhunger, denn der Körper lechzt nach Nahrung. „Viele unserer Patientinnen berichten, dass sie auf den ‚Tipp‘ gestoßen sind, Nahrung zu erbrechen, um einerseits uneingeschränkt essen zu können und andererseits nicht zuzunehmen. Die Handlungsabläufe verselbstständigen sich dann relativ schnell, innerhalb weniger Wochen, weil sich der Stoffwechsel und das Hunger-Sättigungsgefühl verändern und die Angst vor dem Dicksein eher größer wird. Schließlich löst der Anblick von Nahrungsmitteln fast reflexhaft Heißhunger aus, so wie Völlegefühl den sofortigen Drang zu erbrechen“, erklärt Judith Müller, stellvertretende leitende Psychologische Psychotherapeutin der Christoph-Dornier-Klinik in Münster.

Einen kurzen Moment lang fühlt es sich befreiend an: Der zum Platzen volle Bauch ist wieder leer. Und mit den Kalorien, die das Gewicht gefährden, sind auch Gefühle weggespült. Stress und Anspannung lassen nach. Doch dann kommen die Scham und der Ekel vor sich selbst – und der Kreislauf beginnt von neuem. Die Kontrolle zieht wieder ein, über das Essen, die Gefühle, über das „Außen“. Die Fassade aufrechtzuerhalten, kostet viel Kraft und endet oft in Selbstbetrug. 75 Prozent der Menschen, die an einer Bulimie erkranken, werden depressiv. Etwa 30 Prozent entwickeln eine Angst- oder Zwangserkrankung, oft eine soziale Phobie. Dazu kommen häufig Alkoholprobleme.

Wie lässt sich der Teufelskreis durchbrechen?

Jede Essstörung hat ihre eigene Geschichte. Es gibt genetische und biologische, aber auch soziale und persönliche Faktoren, die sie begünstigen. „Bevor man jedoch an Hintergrundkonflikten und Funktionalitäten arbeitet, ist es wichtig, zuerst das Essverhalten zu normalisieren. Denn der körperliche Mangelzustand wirkt sich auf den Hormon- und Botenstoffhaushalt aus, auf die Wahrnehmung, das Verhalten und die Emotionen“, so Judith Müller. „Je normaler das Essverhalten, desto besser funktioniert auch das Hunger-Sattheitsgefühl, das die Nahrungsaufnahme auf natürliche Weise reguliert. Heißhungerattacken werden seltener und sogar die Angst vor einer Gewichtszunahme nimmt ab.“ Sie zu überwinden, ist ein weiterer wichtiger und notwendiger Therapiebaustein.

Hat sich das Essverhalten normalisiert, ist es für die Betroffenen wichtig zu lernen, besser mit Stimmungsschwankungen, Konflikten und Belastungen umzugehen, und auch das übermächtige Schlankheitsideal zu überwinden. Denn nur dann kann der Teufelskreis der Bulimia nervosa dauerhaft durchbrochen werden.

Diagnosekriterien der Bulimie nervosa

  • wiederkehrende Essattacken (Verzehr größerer, meist hochkalorischer Nahrungsmengen mit dem Gefühl von Kontrollverlust), mindestens einmal pro Woche über einen Zeitraum von drei Monaten
  • absichtliches Erbrechen, strenge Diäten, exzessiver Sport oder Einsatz von Abführmitteln, um einer Gewichtszunahme entgegenzuwirken
  • Selbstbewertung hängt übermäßig stark von Körpergewicht und Figur ab
  • kein deutliches Untergewicht (ansonsten könnte es sich um eine Magersucht handeln)

Es gibt jedoch auch atypische Erscheinungsformen der Ess-Brech-Sucht, bei denen nicht alle Diagnosekriterien erfüllt sind. Auch sie mindern die Lebensqualität, schaden der Gesundheit und sollten psychotherapeutisch behandelt werden.

Quelle: © Christoph-Dornier-Klinik Münster

Infoabend „Wege aus dem Zwang“ am 31.05.2017

Münster – Am 31. Mai informiert die Christoph-Dornier-Klinik über die Behandlung von Zwangserkrankungen (Gedanken und Handlungen). Der leitende Arzt der Klinik, Dr. med. Andreas Pelzer, und der leitende Psychologische Psychotherapeut, Dr. Benedikt Klauke, erklären auch, welche Formen von Zwängen es gibt, wodurch sie entstehen und was sie aufrechterhält. Ein offenes Gespräch gibt Raum für weitergehende Fragen. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

Ein bis drei Prozent aller Menschen in Deutschland leiden im Verlauf ihres Lebens an einer Zwangserkrankung. Trotz ihrer Häufigkeit sind Zwänge nach wie vor sehr schambesetzt. Viele Zwangsrituale spielen sich im Verborgenen ab. Im Schnitt dauert es über sieben Jahre, bis die Betroffenen professionelle Hilfe aufsuchen. Dabei sind Zwangsgedanken und -handlungen heute sehr gut behandelbar.

Datum: Mittwoch, 31.05.2017
Ort: Christoph-Dornier-Klinik, Tibusstraße 7-11, Münster
Uhrzeit: 18.00 – 20.00 Uhr
Zielgruppe: für Betroffene, Angehörige und Interessierte
Besonderheiten: Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

Infos und Anmeldung: 0251/4810 102 oder www.christoph-dornier-klinik.de

Quelle: © Christoph-Dornier-Klinik Münster

Kleine Baggerfahrer auf großer Baustelle

Einmal selber Bagger fahren, das ist der Traum vieler kleiner und großer Jungs.

Auf der Baustelle am Clemenshospital Münster wurde der Traum für die kleinen Patienten der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin wahr.

Münster – Von einer Fahrt in einem echten Bagger träumen nicht nur kleine Jungs und Mädchen. Auch Polier Lothar Hülsmann sitzt lieber auf dem Bagger als im Büro. Dabei sieht er jeden Tag die kleinen Patienten der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Fenster stehen und auf die Baustelle schauen. Manchmal drücken sie sich stundenlang die Nasen platt. „Ein kleiner Junge stand immer wieder lange am Fenster. Da habe ich ihm einen Bagger zum Spielen geschenkt“, sagte der 62-Jährige.
Aber Hülsmann wollte noch mehr für die kleinen Zuschauer machen und hatte eine großartige Idee: Einmal mit einem echten Bagger fahren. Und so wandte er sich an Projektleiter Sven Kabisch, der ebenso begeistert von der Idee war, wie Priv.-Doz. Dr. Otfried Debus, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Viele kleine Patienten der Kinderstationen sowie zwei Kinder der Intensivstation wollten sofort dabei sein. Lothar Hülsmann und sein Kollege Justin Seide fuhren abwechselnd mit den kleinen Baggerfahrern über die große Baustelle, hoben die Schaufel und drehten sich mit dem 30 Tonnen schweren Hydraulikbagger im Kreis. Die Aktion kam so gut an, dass es Überlegungen gibt, sie bald zu wiederholen.

 

Nach dem 50-Millionen-Bauprojekt des Clemenshospitals geht Lothar Hülsmann in den wohlverdienten Ruhestand. Seit 1980 arbeitet er für die Firma Heitkamp, die neben der Celler Grundbau zurzeit die Tiefgarage und das Bettenhaus am Clemenshospital baut.

Quelle: © Clemenshospital Münster

Bessere Patientenversorgung durch Speicherung von Notfalldaten

Bundesgesundheitsminister Gröhe zu Besuch am UKM / Minister ließ sich auch über weitere bundesweit relevante Projekte informieren

Münster (ukm/aw) – Die Verbesserung der Notfallversorgung durch das Speichern eines Notfalldatensatzes auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) war eines der Themen, das am vergangenen Freitag (07.04. 2017) beim Besuch von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe am UKM (Universitätsklinikum Münster) auf der Agenda stand.

Zur Umsetzung dieses Ziels hatten seit Juni vergangenen Jahres in einem gemeinsamen Modellprojekt „Notfalldaten-Management-Sprint“ (NFDM-Sprint) die gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen auf der Gesundheitskarte mbH), Bundesärztekammer und die Stabsstelle Telemedizin am UKM getestet, wie sich Notfalldaten möglichst leicht erfassen lassen. Dazu hatten insgesamt 31 niedergelassene Ärzte aus dem Münsterland zusammen mit Kollegen vom UKM rund 2.600 Notfalldatensätze (NFD) angelegt. Die elektronische Gesundheitskarte kam dabei noch nicht zum Einsatz. Stattdessen erhielten die Patienten einen Ausdruck ihres NFD, der in einer Notfallsituation vorgelegt werden kann. Der Leiter der Stabsstelle Telemedizin am UKM, Dr. Christian Juhra, zeigte sich von dem Projektergebnis beeindruckt: „Der Notfalldatensatz hat das Potential, die Notfallversorgung in Deutschland noch weiter zu verbessern. Die teilnehmenden Patienten und Ärzte hielten den Notfalldatensatz für sehr sinnvoll und wünschten mehrheitlich eine Einführung nach Projektende.“

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sagte bei der Vorstellung der Daten: „Mit dem E-Health-Gesetz machen wir Tempo, damit der Nutzen der Digitalisierung den Patientinnen und Patienten noch stärker zugutekommt. Dass künftig Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden, kann im Ernstfall Leben retten. Klar ist: Die Sicherheit der persönlichen Gesundheitsdaten steht immer an erster Stelle.“

Der Minister ließ sich hinter den Kulissen noch über weitere Projekte am UKM informieren. So stellte der Direktor des Instituts für Medizinische Informatik am UKM, Prof. Martin Dugas, ihm einen Mobilen Patientenfragebogen (MoPAT) vor, der Patientenangaben durch standardisierte Fragebögen per App auf einem Tablet erfasst und direkt in die elektronische Patientenakte einbindet. Die Software wird aktuell nicht nur in Münster sondern auch in weiteren Ländern erprobt und soll als internationales Messinstrument etabliert werden.

Auch die Experten der Hygiene nutzten die Gelegenheit, mit dem Minister ins Gespräch zu kommen. Der Dekan der Medizinischen Fakultät und derzeitiger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie , Prof. Mathias Herrmann, warb gegenüber dem Minister für die Stärkung des Fachgebiets Hygiene bei der Ausbildung von Ärzten. Prof. Alexander Mellmann, leitender Krankenhaushygieniker des UKM, stellte dem Minister außerdem ein künftig bundesweit einsetzbares DNA-basiertes Typisierungsverfahren für multiresistente Erreger vor. Damit könnte die Verbreitung dieser Erreger künftig schneller und effektiver bekämpft werden.

Bild: Noch gibt es ihn nicht digital: Der Leiter der Stabsstelle Telemedizin am UKM, Dr. Christian Juhra (4. v. l.) übergab am Freitag symbolisch einen ausgedruckten Notfalldatensatz an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (3. v.l.). (© Foto: Marschalkowski)

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Visite der Gesundheitsregion EUREGIO im Tierpark Nordhorn

Mehr als 60 Mitgliedern folgten der Einladung der Gesundheitsregion EUREGIO zur Frühlings-Mitglieder-Visite in den Tierpark Nordhorn

Nordhorn – Tierparkleiter Dr. Nils Kramer präsentierte den Mitgliedern beim Blick hinter die Kulissen die verschiedenen Änderungen und Neuerungen, die passend zu Ostern fertiggestellt wurden. Sehr froh ist der Tierpark, dass es innerhalb kurzer Zeit gelungen sei, auch das letzte bisschen löchrige Teerstraße gegen einen neuen barrierefreien Hauptweg auszutauschen. „Alle Hauptwege im Tierpark sind nun barrierefrei gestaltet,“ so der Zoodirektor. „Für unsere Kinderwagen, Gehhilfen und Rollstühle ein echter Mehrwert“.

„Die Gesundheitsregion EUREGIO ist eines der besten Beispiele dafür, dass die offene Grenze zu den Niederlanden den Menschen beider Länder viele Vorteile bietet“, so Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling in seinem Grußwort zu Beginn des gemütlichen Teils im tierparkeigenen historischen Gasthaus „De MalleJan“ und unterstrich: „Wir profitieren vom medizinischen Wissen und von den unterschiedlichen Herangehensweisen im Umgang mit aktuellen Gesundheitsthemen. Die Veranstaltung im Tierpark unterstreicht, wie die grenzüberschreitenden Aktivitäten auch die Weiterentwicklung der Medizin befördern. Ich freue mich, dass der Verein seine Heimat in Nordhorn durch den Umzug aufs Gelände der EUREGIO-KLINIK gefestigt hat. Das macht unsere Stadt noch mehr zum Zentrum dieser grenzüberschreitenden Aktivitäten und zu einem bedeutenden Standort der Gesundheitsversorgung in der Grenzregion.“

Dr. Arno Schumacher, Vorsitzender der Gesundheitsregion EUREGIO, zeigte sich vom herzlichen Empfang begeistert und dankte für die Gastfreundschaft und das hohe Interesse der teilnehmenden Mitglieder. Als symbolischer „Paukenschlag“ wurde das unterhaltsame Visitenprogramm durch das bedeutsame Gesundheitsthema „Infektionsschutz und Infektionsbekämpfung für Mensch und Tier“ abgerundet. Unter der Moderation des Vorsitzenden beteiligten sich an der Podiumsdiskussion Prof. Dr. Alexander Friedrich, Mitglied der Gesundheitsregion EUREGIO und Abteilungsleiter medizinischer Mikrobiologie der Universitätsklinik Groningen, und Dr. Nils Kramer als Veterinärmediziner des Tierparks. „Antibiotika sind im Kampf gegen bakterielle Infektionskrankheiten unverzichtbar. Die zunehmende Entwicklung von Resistenzen gegen Antibiotika stellt uns alle jedoch vor große Herausforderungen“ stellte Friedrich klar und betonte: „Die Bekämpfung kann nur dann erfolgreich sein, wenn alle beteiligten Akteure verantwortungsvoll zusammenarbeiten. Dazu zählt insbesondere ein verantwortungsvoller Antibiotikaeinsatz im Bereich der Human- und der Tiermedizin.“ Kramer schilderte anschaulich die aktuellen Herausforderungen der Vogelgrippegefahr für den Nordhorner Tierpark. Der Diskussionsverlauf und die zahlreichen Wortbeiträge zeigten die Notwendigkeit der grenzüberschreitenden Anstrengungen bei der gemeinsamen Vorbeugung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten. „Keimen und Viren ist es letztlich egal, ob das Lebewesen zwei oder mehr Beine hat“, so Friedrich und Schumacher ergänzte abschließend: „Infektionen machen letztlich vor keinen Grenzen halt.“

Bild: Mitglieder-Frühlings-Visite der Gesundheitsregion EUREGIO im Tierpark Nordhorn. (© Foto Franz Frieling)

„Eine Gesundheit für Mensch und Tier“ – unter diesem Motto zeigte sich Thomas Nerlinger, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der Gesundheitsregion EUREGIO, zum Abschluss der Podiumsdiskussion erfreut, die Partnerschaft zwischen Gesundheitsregion EUREGIO und Tierpark Nordhorn verkünden zu dürfen. „Wir ziehen künftig gemeinsam an einem Strang. Die Branche der Tiergesundheit ist eine wichtige Ergänzung unseres Portfolios der Gesundheitsregion EUREGIO“, so Nerlinger.

Die nächste Mitglieder-Visite zum Thema „Arzneimittelsicherheit“ findet – mit anschließender Mitgliederversammlung – am 14.06.2017 im Blisterzentrum Nordhorn statt. Interessierte Neumitglieder sind herzlich willkommen. Die Anmeldung erfolgt online über www.gesundheitsregion-euregio.eu

Quelle: © Gesundheitsregion EUREGIO e. V.

Schüler machen sich mit dem Krankenhaus vertraut

Klasse der Nikolaischule besucht unter der Leitung von Maria Lewe das Clemenshospital

Münster – „Wer will noch einen Kopfverband?“, eine Frage, die in der chirurgischen Ambulanz des Clemenshospitals selten zu hören ist und auch nicht unbedingt für begeisterten Jubel sorgen würde. Anders beim Besuch der Klasse 2C der Nikolaischule Wolbeck, wer noch keinen umwickelten Körperteil hatte, drängelte sich durch bis zu Dr. Timm Schmidt-Mertens, um endlich sachkundig verbunden zu werden. Es ging beim Besuch der Grundschulklasse jedoch nicht nur um den Spaß: „Ein solcher Besuch im Krankenhaus ist eine wunderbare Möglichkeit, Kindern Ängste zu nehmen“, erklärte die Klassenlehrerin Maria Lewe.

Erst Informationen zur gesunden Ernährung inklusive leckerer Beispiele, dann Besuche in der Röntgenabteilung, der Physiotherapie und in der Ambulanz, so sah das Rumdum-Paket aus, das Schmidt-Mertens für die knapp 30 Kinder geschnürt hat. Das Ultraschallgerät lieferte Live-Bilder aus dem Körperinneren, die von den Schülern schnell identifiziert wurden: „Guck mal, da schwimmt der Apfel von vorhin!“ schallte es begeistert durch den Schockraum des Clemenshospitals. „Der Besuch im Krankenhaus ist eingebunden in das Projekt ‚Mein Körper und ich‘, wir haben uns vorher schon mit Erster-Hilfe beschäftigt und planen noch den Besuch bei der Feuerwehr oder einer anderen Hilfsorganisation. Was die Kinder während des Projektes lernen, wird in ein ‚Notfallbuch‘ eingetragen“, wie Lewe erläuterte.

Zum Abschluss des Ausflugs versammelte sich die Klasse wieder im Vortragssaal der Klinik am Düesbergweg. Vor dem Korb mit dem leckeren Obst musste die kleine Gülderen dann allerdings feststellen, dass ein Gipsarm zwar cool aussieht, beim Essen aber leider sehr stört: „das lerne ich aber noch“, da war sich die Zweitklässlerin sicher.

Quelle: © Clemenshospital Münster