Archiv für den Monat: Februar 2017

Auszeichnung für Kniechirurgen

Münster – Die Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie und Sportmedizin des Clemenshospitals unter der Leitung von Prof. Dr. Horst Rieger wurde von der Deutschen Kniegesellschaft mit dem Zertifikat „Kniechirurg“ ausgezeichnet. Ziel der Gesellschaft ist die Forschung, Fort- und Weiterbildung von Ärzten, Therapeuten und Wissenschaftlern bei Verletzungen und Erkrankungen des Kniegelenks. Sie soll Unfallchirurgen, Endoprothetiker, Sporttraumatologen, Sportmediziner und Wissenschaftler vereinen.

Mit der Zertifizierung soll die Qualität der chirurgischen Versorgung des Kniegelenks verbessert werden. Schwerpunkte der unfallchirurgischen Abteilung des Clemenshospitals sind die kniegelenkserhaltende Chirurgie, die Behandlung von Kreuzbandschädigungen sowie Knorpeltransplantationen. „Unter unseren Patienten befinden sich viele Leistungs- und Berufssportler, als regionales Traumazentrum operieren wir außerdem häufig Unfallopfer mit schweren Knochenbrüchen des Kniegelenks“, erläutert Prof. Dr. Horst Rieger. Um das Zertifikat zu erhalten, müssen eine bestimmte Anzahl unterschiedlich komplizierter Kniegelenks-Operationen nachgewiesen und vorgeschriebene Kurse absolviert worden sein.

Quelle: © Clemenshospital Münster

Robotersystem KUKA: Verbesserte Simulationsmöglichkeiten zur Diagnostik und Therapie in der Unfallchirurgie

Der Roboter, der „fühlen“ kann

Münster (mfm/sm) – Ein riesiger, orangefarbener Schwenkarm, der an Schweißroboter aus der Autoindustrie erinnert: So lässt sich die jüngste Errungenschaft des Instituts für Experimentelle Muskuloskelettale Medizin (IEMM) der Universität Münster am anschaulichsten beschreiben. Das rund 150.000 Euro teure Robotersystem wird zur Simulation von Gelenken und ihren Bewegungen genutzt; es kann deren Verhalten vor oder nach einer Operation darstellen. Das IEMM verfügt als einzige universitäre Einrichtung in Nordrhein-Westfalen über eine solche Ausstattung.

Die münsterschen Unimediziner treiben mit ihrer Neuanschaffung die unfallchirurgische Forschung voran – und dabei helfen ihnen Menschen, die längst verstorben sind: Körperspender, die zu Lebzeiten entschieden haben, ihren Leichnam nach dem Tod der medizinischen Forschung zur Verfügung zu stellen. Lebende Patienten kommen also nicht mit der Maschine in Kontakt. Die Spenderteile, etwa ein Kniegelenk, werden, um realistische Ergebnisse zur erzielen, „mit Haut und Haar“ in den Roboter eingesetzt, von diesem bewegt und so untersucht.

„Wir testen zuerst, wie sich das gesunde Gelenk beispielsweise unter einer Last verhält oder schauen uns an, wie die Bewegungsumfänge sind“, erklärt Privatdozent Dr. Dirk Wähner, Mitarbeiter der Uniklinik für Unfall-, Hand und Wiederherstellungschirurgie und zugleich Leiter des Funktionsbereiches Biomechanik am IEMM. Im zweiten Schritt stellen die Ärzte mit dem Präparat typische Verletzungen wie einen Kreuzbandriss nach und führen die gleichen Tests erneut durch. Anschließend operiert ein Chirurg die geschädigte Körperpartie, so wie er es auch bei einem lebenden Patienten tun würde.

Darauf folgt der dritte Testlauf: Der Roboter untersucht Bewegungsumfänge und Belastbarkeit noch einmal am therapierten Gelenk. Die Forscher vergleichen die Daten aus den verschiedenen Bewegungssimulationen und ziehen so Rückschlüsse auf die Qualität und Ergebnisse von Operationstechniken oder nicht-invasiven Versorgungsmethoden. Auf diese Weise wollen sie herausfinden, welche die beste Variante zur Therapie bestimmter Läsionen ist. Durch die Genauigkeit der Daten des Roboters werden auch minimale Unterschiede zwischen verschiedenen Behandlungsergebnissen sichtbar.

„Was den KUKA-Forschungsroboter von seinen ‚Kollegen‘ am Fließband unterscheidet, ist, dass er durch seine sensiblen Sensoren sozusagen ‚fühlen‘ kann“, erklärt Marcus Müller, der für die Programmierung zuständige Ingenieur. Denn trotz seines Gewichts von 700 Kilogramm Gewicht und einer Länge von über zwei Metern kann der Roboter Belastungen bis auf wenige Gramm genau messen. Er bewegt die Präparate „feinfühlig“ auf hundertstel Millimeter genau und lotet so deren Bewegungsmöglichkeiten aus – viel präziser als ein Arzt dies durch Fühlen und Tasten einschätzen könnte.
Im Fokus seiner Nutzer stehen derzeit noch das Knie und die Wirbelsäule: „In Zukunft erhoffen wir uns mithilfe des Roboters neue Möglichkeiten bei der Simulation weiterer anatomischer Regionen wie beispielsweise Schulter, Sprunggelenk oder Hüfte, damit noch mehr Patienten profitieren können“, so Privatdozent Wähnert. Die jetzige Investition, zum größten Teil getragen vom Dekanat der Medizinischen Fakultät und zu etwa einem Viertel aus Forschungsmitteln der Unfallchirurgischen Uniklinik, ist eine Ersatzbeschaffung: Die Vorgängerkonstruktion lief auf Basis eines veralteten Betriebssystems und war somit besonders störanfällig. Bei seiner offiziellen Inbetriebnahme demonstrierte der neue Forschungsroboter eindrucksvoll seine Sensibilität: Er entkorkte eine Sektflasche und schenkte die Gläser ein, ohne einen einzigen Tropfen zu verschütten.

Bild: Die Finanziers, Nutzer und Betreuer des KUKA-Roboters freuen sich über die erweiterten Forschungsmöglichkeiten durch die Neuanschaffung (v.l.): Dekan Prof. Mathias Herrmann, Marcus Müller, IEMM-Institutsdirektor Prof. Thomas Pap, PD Dr. Dirk Wähnert, Alt-Dekan Prof. Wilhelm Schmitz und Unfallchirurgie-Klinikdirektor Prof. Michael Raschke (Foto: J. Graffe)

Quelle: © Medizinische Fakultät Münster

Verbindliche Standards: UKM strebt Einführung einer DIN-Norm „Krankenhausreinigung“ an

Einheitliche Reinigungsstandards für Krankenhäuser sollen im Frühjahr 2019 vorgestellt werden / Bundesweite Kooperation mit UKM-Beteiligung wird perspektivisch Patientensicherheit verbessern

Münster (ukm/jug) – In bundesweiter Kooperation mit Universitätsklinika, weiteren medizinischen Institutionen und Wissenschaftlern arbeitet das UKM (Universitätsklinikum Münster) derzeit an einem Konzept, das die Einführung einer DIN-Norm „Krankenhausreinigung“ anstrebt. „Eine umfassende und qualitativ hochwertige Krankenhausreinigung ist ein Faktor, der im Kontext von Krankenhaushygiene in den vergangenen Jahren stetig an Bedeutung gewonnen hat. Als ein Vorreiter im Bereich der Krankenhausreinigung und -hygiene ist es der Anspruch, unser Know-How einzubringen und aktiv mitzugestalten“, erklärt Andreas Rütz, Geschäftsführer der UKM GM (Gebäudemanagement GmbH). Seit Anfang des Jahres erarbeiten drei Arbeitsgruppen in monatlichen Sitzungen erste Konzeptideen. Das Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung einheitlicher Reinigungsstandards, die beim Deutschen Institut für Normung e.V. als Projektantrag eingereicht werden. „Auf diesem Wege können wir langfristig den hygienischen Standard in den Krankenhäusern bundesweit noch einmal erhöhen, was sich dann wiederum positiv auf die Patientensicherheit auswirken wird“, schließt Rütz, der die UKM GM innerhalb der Projektgruppe im Bereich von Schulung und Ausbildung repräsentiert.

Bild: Reinigungsabläufe im Krankenhaus sollen durch die geplante DIN-Norm mit einheitlichen Vorgaben ab 2019 standardisiert und optimiert werden.

Der Hintergrund: Selbst in einer hoch entwickelten und technisierten Industrienation wie Deutschland sterben jährlich 30.000 Menschen aufgrund von Infektionen, die sie erst durch ihren stationären Aufenthalt im Krankenhaus erworben haben. Diesem Trend soll u.a. durch die Einführung einer DIN-Norm entgegengewirkt werden. Die konstituierende Sitzung des Arbeitsausschusses Krankenhausreinigung im DIN-Normenausschuss Rettungsdienst und Krankenhaus (NARK) fand vor einigen Wochen in Berlin statt. Bei der Sitzung mit mehr als 30 teilnehmenden Hygieneexperten verliehen auch Vertreter aus Wissenschaft und Politik dem Ansinnen Nachdruck, allgemeine Vorgaben zur Reinigung von Krankenhäusern aufzustellen, an denen sich Dienstleistungsunternehmen der Gebäudereinigung orientieren können. Im weiteren Verlauf der Zusammenarbeit soll ebenso auf die Expertise von Krankenkassen, der Bundesärztekammer, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und der deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene zurückgegriffen werden.

„Das Projekt befindet sich noch in einem frühen Stadium. Wir diskutieren verschiedene Ansätze, beispielsweise die adäquate und bedarfsgerechte Reinigung und Desinfektion oder auch die Ausbildung von hoch qualifiziertem und gut geschultem Personal“, so Rütz. Vom 1. Juni an gilt für die Projektgruppe dann die selbst auferlegte Frist von 18 Monaten, an deren Ende im Frühjahr 2019 die Veröffentlichung der DIN-Norm „Krankenhausreinigung“ stehen soll.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Schulteroperation mit 150 Zuschauern

Münster – Während der Chirurg im OP-Saal der Raphaelsklinik vorsichtig mit dem Endoskop die aus der Form geratenen Schultermuskeln des Patienten behandelt, schauen ihm im 1,7 Kilometer entfernten Tagungszentrum des Mövenpick-Hotels rund 150 Mediziner aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland aufmerksam über die Schulter. Über das Internet werden die Bilder zweier Kameras live auf eine Großbild-Leinwand übertragen, die Zuschauer können dem Operateur über Mikrofon Fragen stellen.

 

„Dies ist seit 2000 bereits der 15. Schulteroperationskurs, den wir in dieser Form durchführen“, erklärt der leitende Arzt an der Raphaelsklinik Prof. Dr. Jörn Steinbeck, der gemeinsam mit seinen Kollegen Dr. Kai-Axel Witt und Dr. Björn Marquardt aus der Orthopädischen Praxisklinik und Dr. Dennis Liem von der Universitätsklinik Münster die Veranstaltung organisiert hat. Steinbeck gilt als einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Schulterchirurgie und wird von internationalen Firmen hinzugezogen, wenn es um das Design neuer künstlicher Schultergelenke geht. „Ich habe noch 1990 erlebt, wie alle möglichen Knochenbrüche oder verletzten Gliedmaße operiert wurden, die Behandlung von Patienten mit Schulterverletzungen aber noch in den Kinderschuhen steckte. Von da an wollte ich Schulterchirurg werden“, erinnert sich Steinbeck an seine Anfangszeit als Arzt. Fortan verbrachte er seinen Urlaub in der Mayo-Klinik in den USA und ließ sich zum Schulterspezialisten ausbilden, „dort war man seinerzeit deutlich weiter als in Deutschland“, berichtet der Mediziner.

Während des dreitägigen Workshops vermittelten Mediziner aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Schweden und den USA den aktuellen Stand auf dem Gebiet der gelenkerhaltenden Schulterchirurgie und des Einsatzes moderner künstlicher Gelenke.

Quelle: © Raphaelsklinik Münster

St. Franziskus-Hospital dreifach ausgezeichnet

Münster – Das St. Franziskus-Hospital Münster zählt für die Redaktion von FOCUS-GESUNDHEIT auf Basis einer unabhängigen Datenerhebung erneut zu den Top-Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen. Auch das zertifizierte Darmzentrum sowie die Orthopädische Klink I des St. Franziskus-Hospitals mit ihrem zertifizierten Endoprothesenzentrum belegten im deutschlandweiten Vergleich Spitzenplätze auf der „Klinikliste 2017“.

„Über diese dreifache Auszeichnung freuen wir uns sehr“, sagt der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Michael Möllmann. Mit ihm freuen sich Prof. Dr. Matthias Brüwer, Leiter des Darmzentrums und Chefarzt der Klinik für Allgemein-Viszeral- und Kinderchirurgie, und Dr. med. Ulrich Simon, Chefarzt der Orthopädischen Klinik. „Diese Platzierungen machen noch einmal deutlich, wie hoch die Qualität der Patientenversorgung am St. Franziskus-Hospital ist“, betont Professor Brüwer. Auch in der Patientenzufriedenheit nimmt das Darmzentrum deutschlandweit den Spitzenplatz ein.

Zu den Behandlungsschwerpunkten des Darmzentrums am St. Franziskus-Hospital, das von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert ist, gehören neben dem Darmkrebs vor allem auch die akuten und chronischen entzündlichen Darm­erkrankungen.

Die Orthopädische Klinik I am St. Franziskus-Hospital verfügt über 35 Jahre Erfahrung in der Versorgung mit Kunstgelenken. „Das Zertifikat „Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung“ dokumentiert als Siegel die Qualität, die die Orthopädie an unserem Hospital vorhält“, erläutert der Leiter des Zentrums, Dr. Ulrich Simon.

Jedes Jahr bewertet das Magazin FOCUS-GESUNDHEIT die Krankenhäuser in Deutschland. Zu den Faktoren, die in die Bewertung einfließen, gehören u.a. Daten zu Fallzahlen und Behandlungsergebnissen, aber auch ausführliche Interviews mit renommierten Ärzten und große Umfragen in Zusammenarbeit mit medizinischen Fachgesellschaften.

Bild: Freuen sich über drei Auszeichnungen für das St. Franziskus-Hospital in der FOCUS-Klinikliste 2017, v.l.n.r.: Prof. Dr. med. Matthias Brüwer (Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie und Leiter des Darmzentrums), Prof. Dr. med. Michael Möllmann (Ärztlicher Direktor des St. Franziskus-Hospitals und Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin) und Dr. med. Ulrich Simon (Chefarzt der Orthopädischen Klinik I am St. Franziskus-Hospital).

Quelle: © St. Franziskus-Hospital Münster

Christliche Krankenhaushilfe sucht Ehrenamtliche

Info-Veranstaltung: „Besuchsdienst“

Münster – Die Christliche Krankenhaushilfe (CKH) im St. Franziskus-Hospital Münster sucht weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den ehrenamtlichen „Besuchsdienst“. Der „Besuchsdienst“ der Christlichen Krankenhaushilfe wurde bereits vor 25 Jahren mit dem Ziel gegründet, alten und kranken Menschen beizustehen. Einmal wöchentlich nehmen sich die Damen und Herren der CKH Zeit und stellen diese in den Dienst der Patienten.

Datum: Donnerstag, 02.03.2017
Ort: im Marienhaus, St. Mauritz-Freiheit 48, 48145 Münster
Uhrzeit: 18.00 Uhr
Besonderheiten: Anmeldung nicht erforderlich, kostenfrei

Sie bieten Gespräche an, übernehmen kleine Dienste und begleiten Menschen in schwierigen Situationen. Durch Zuwendung und Aufmerksamkeit leisten sie einen Beitrag zum Gesundwerden. „Es macht große Freude, gebraucht zu werden und die Patienten geben uns viel zurück. Mit unserer Arbeit durchbrechen wir die weit verbreitete Anonymität und stellen eine Beziehung zu den Menschen her“, beschreibt Teamkoordinatorin Eva-Martina Holtmann die Arbeit.

Zurzeit besteht der „Besuchsdienst“ aus 19 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich regelmäßig zu Fortbildungen und zum Erfahrungsaustausch treffen. Die Grundlagen der Arbeit seien Verschwiegenheit, Verlässlichkeit und Geduld, erklärt Holtmann. „Wenn wir zu einem Patienten gehen, steht er im Mittelpunkt – und nur er.“ Neue Ehrenamtliche werden gründlich vorbereitet und haben die Möglichkeit, zu hospitieren. Für weitere Informationen erreichen Interessierte Frau Holtmann telefonisch unter 0251-34934.

Quelle: © St. Franziskus-Hospital Münster

St. Franziskus Hospital als Wirbelsäulenzentrum der höchsten Stufe zertifiziert

Überzeugende Qualität

Münster – Die Klink für Wirbelsäulenchirurgie im St. Franziskus-Hospital Münster unter der Leitung von Prof. Dr. Ulf Liljenqvist wurde als „Level I-Wirbelsäulenzentrum der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG)“ zertifiziert. Landesweit wurde der Klinik damit als einziges Zentrum die höchste Stufe der Maximalversorgung bestätigt.

Unabhängige Experten bescheinigen dem Zentrum einen hervorragenden Standard bei der Patientenversorgung und eine außerordentliche Behandlungsqualität. Für die erfolgreiche Zertifizierung werden strenge Qualitätsansprüche an die Strukturen und Prozesse der Klinik gestellt. Umfangreiche Anforderungen an die Qualifikation der ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Mitarbeiter müssen dabei genauso nachgewiesen werden wie optimale medizintechnische Voraussetzungen. Darüber hinaus werden ein umfassendes operatives Behandlungsspektrum und standardisierte Behandlungspfade ebenso wie eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachabteilungen und nachbehandelnden Einrichtungen vorausgesetzt. Vergeben wird die Auszeichnung nur an Kliniken, die Merkmale wie eine 24-stündige Notfallversorgung, die ständige Verfügbarkeit einer Schmerztherapie und radiologischer Diagnostik sowie wissenschaftliche Aktivitäten nachweisen können.

Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie im St. Franziskus-Hospital hat sich darüber hinaus selbst verpflichtet, alle operativen Fälle – ca. 1300 Patienten im Jahr – in ein nationales Register einzutragen und hat diesen Prozess Anfang des Jahres in die Abläufe integriert. „Trotz des zusätzlichen Arbeitsaufwandes haben wir uns dazu entschlossen. Das Register mit der Datensammlung stellt zukünftig einen besonderen Mehrwert bei der Optimierung der Patientenversorgung und Qualitätssicherung dar“, erklärt Chefarzt Prof. Liljenqvist und freut sich über die erfolgreiche Zertifizierung. „Wir sind sehr stolz auf die Auszeichnung. Sie dokumentiert das hohe Versorgungsniveau, das unsere Patienten bei Diagnostik und Therapie täglich erfahren und bestärkt uns in unserer Arbeit.“
Das St. Franziskus-Hospital ist in eines von bundesweit fünf Level-I-Wirbelsäulenzentren und das einzige Zentrum der Maximalversorgung in NRW. Landesweit gibt es noch jeweils in Bochum und Köln ein Level-II-Zentrum.

Bild: Das Ärzteteam der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie im St. Franziskus-Hospital Münster mit Chefarzt Prof. Dr. Ulf Liljenqvist (M.)

Quelle: © St.-Franziskus-Hospital Münster

Mehr Komfort für Patienten der Psychosomatik

Umzug in neue Räumlichkeiten / Freundliche Aufenthaltsräume erleichtern teils lange Verweildauer

Münster (ukm/aw) – Die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie am UKM (Universitätsklinikum Münster) ist umgezogen. Neue Adresse ist die Schmeddingstr. 62 – 66. „Die früheren Räumlichkeiten in der Domagkstraße waren zu eng geworden. Unsere Patienten bleiben aufgrund Ihres Krankheitsbildes im Schnitt länger stationär als andere Patienten. Nun können wir ihnen neben ihrem eigentlichen Patientenzimmer zusätzlich moderne und freundliche Aufenthaltsräume bieten“ freut sich Klinikdirektor Prof. Gereon Heuft. Die neue Station hat 14 Betten. Jährlich werden in der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie rund 100 Patienten stationär aufgenommen. Behandlungsschwerpunkte der Station sind Menschen mit organisch nicht erklärbaren Körperbeschwerden wie z.B. Schmerzen, psychischen Traumatisierungen sowie Magersucht und Bulimie. Für die Gruppe der Patienten mit Essstörungen wurde eine eigene Therapie-Küche eingerichtet.

Der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKM, Prof. Norbert Roeder, gratulierte Heuft zur neuen Station: „Neben den neuen Funktionsräumen trägt eine angenehme Aufenthalts-Atmosphäre mit Sicherheit dazu bei, dass unsere Patienten sich bei uns wohl fühlen. Gerade bei Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen ist das bereits ein wichtiger Schritt in Richtung Genesung.“

Bild: Klinikdirektor Prof. Gereon Heuft (2.v.l.) freut sich mit dem ärztlichen Direktor, Prof. Norbert Roeder, dem kaufmännischen Direktor, Dr. Christoph Hoppenheit und Bereichspflegeleitung Heike Suelmann über eine moderne Psychosomatik-Station mit großem Komfort.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster