Archiv für den Monat: Oktober 2016

Neues Leben dank Hirnschrittmacher: Tiefe Hirnstimulation hilft Parkinson-Patientin

Neurochirurgischer Eingriff kann bei verschiedenen Krankheitsbildern Symptome lindern / Verfeinerung der Methode in den vergangenen Jahren

Münster (ukm/aw) – Dagmar Mende kann das Leben wieder genießen. Die 51 Jahre alte Parkinson-Patientin kämpft seit 2003 mit ihrer Erkrankung und hat sich im vergangenen Jahr einem neurologischen operativen Eingriff unterzogen. Bei der Tiefen Hirnstimulation (THS) werden Elektroden ins Gehirn eingebracht, die von dort mittels eines unter die Haut implantierten externen Schrittmachers elektrische Impulse aussenden. Vorgenommen hat die Operation Dr. Nils Warneke, Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie am UKM (Universitätsklinikum Münster). Für die neurologischen Voruntersuchungen und die Expertise während der OP stand ihm Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Tobias Warnecke aus der Klinik für Neurologie zur Seite. Beide Fachdisziplinen arbeiten für ein optimales Ergebnis in allen Phasen eng zusammen. „Ich habe natürlich lange überlegt, ob ich mich einem so schweren Eingriff wirklich unterziehen will, aber beide Ärzte haben mir Mut gemacht, dass die OP für mich eine große Erleichterung bringen könnte“, so die 51-jährige Mende. „Jetzt ist es tatsächlich so, dass ich kaum noch Medikamente brauche. Mein ‚Einfrieren‘ in den Bewegungen ist weg. Auch mein Fuß zittert nicht mehr.“

Die für das klinische Erscheinungsbild der Parkinson-Krankheit typischen Symptome wie Rigor (Muskelstarre) und Tremor (Muskelzittern) können durch den neuen Schrittmacher im Hirn weitgehend gemildert werden. Nicht nur bei Parkinson, Tremor oder Dystonie (Muskelverkrampfung) kann die THS helfen, auch bei Epilepsie kann ein Hirnschrittmacher Symptome lindern. „Allerdings kommt nicht jeder Patient dafür in Frage“, schränken die Ärzte ein. „Die geistige Leistungsfähigkeit des Patienten muss gegeben sein, außerdem stellen wir zunächst unter anderem durch eine MRT-Aufnahme sicher, dass in seinem Gehirn auch tatsächlich ein Zugang zum betreffenden Areal möglich ist“, so Dr. Nils Warneke. Und sein Kollege Dr. Tobias Warnecke ergänzt: „Auch während der Operation – die wir am wachen Patienten vornehmen – werden noch umfangreiche Tests durchgeführt, wie sich die elektrischen Impulse auf dessen Krankheitssymptome auswirken. So stellen wir die Funktion des Systems auf den bestmöglichen Zustand ein.“ Dagmar Mende kann sich noch gut an diesen Effekt erinnern: “Ich musste vor der Operation meine Medikamente absetzen, so dass mein Fuß vorher enorm gezittert hat. Während der Operation wurde das System so eingestellt, dass der Fuß dabei ganz ruhig wurde.“

ukm_ths_2

Bild: Heike Verwolt arbeitet als „Parkinson-Schwester“ am UKM und überprüft die Funktion des Hirnschrittmachers von Dagmar Mende alle drei Monate.

Während bei ihr vor der OP Medikamente kaum noch eine Wirkung hatten, heute muss die Mutter zweier Kinder heute fast keine Tabletten mehr schlucken und nur noch alle drei Monate zur Nachsorge. „In der Tiefen Hirnstimulation liegt die Zukunft solcher Patienten“, sagt der Chirurg Warneke. „Wir haben bei der Methode in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. Wir können die Lebensqualität der Patienten enorm steigern und ihr Leben weitgehend normalisieren – auch wenn wir das Fortschreiten ihrer Erkrankung natürlich nicht aufhalten können.“

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Kleiner Piks, großer Nutzen: Grippeimpfung schützt

Münster (ukm/aw) – Der Herbst ist da und mit ihm nicht nur die üblichen Erkältungskrankheiten sondern leider auch die weitaus gefährlichere Grippe. Dr. med. Peter Czeschinski, Leiter des Arbeitsmedizinischen Dienstes des UKM und der Westfälischen Wilhelms-Universität, über die Gefahren der echten Influenza, die mit einer Grippeimpfung vermieden werden kann.

Jedes Jahr im Herbst dieselbe Frage: Soll ich mich gegen Grippe impfen lassen, ist das sinnvoll?
In jedem Fall! Die Grippeschutzimpfung ist eine der besten Möglichkeiten, einer schweren, völlig vermeidbaren Krankheit zu entgehen. Mit einem geringen Aufwand, ohne ein wesentliches Risiko und natürlich auch zum Nutzen der anderen Menschen, mit denen man arbeitet oder mit denen man im privaten Bereich zusammenlebt.

Viele denken, die Gefahr wäre nur auf medizinisches Personal beschränkt?

Jeder, der in seinem persönlichen Umfeld Menschen hat, die durch chronische Erkrankungen oder auch allein durch ihr Alter besonders anfällig für Infektionskrankheiten sind, der sollte eine besondere Motivation haben, nicht nur für sich, sondern auch für seine Lieben die Grippeimpfung durchführen zu lassen. Wir wissen, dass die Verläufe der Influenza – also der echten Grippe – gerade bei Menschen, die aus diesen sehr vielfältigen Gründen immunschwächer sind als andere, viel schwerer sind. Dort kommt es viel häufiger zur Notwendigkeit stationärer Aufenthalte und im schlimmsten Fall sogar zu Todesfällen.

Gerade Eltern machen sich oft Sorgen, die Grippeimpfung könnte ihrem Kind schaden.

Nein, für Kinder gelten im Prinzip die gleichen Empfehlungen wie für Erwachsene. Wobei bei unter 7 jährigen Kindern spezielle Impfstoffe eingesetzt werden sollten. Hier ist es sinnvoll, den Kinderarzt anzusprechen. Gerade Kinder halten sich am häufigsten in Gemeinschaftseinrichtungen wie der Schule auf. Kinder vertragen die Impfung sehr gut. Ich habe selbst einen Sohn und habe ihn immer geimpft – auch schon zur Kindergartenzeit.

Würden Sie die Impfung auch für gesunde Menschen mittleren Alters ohne ein bekanntes Risiko empfehlen?

Ja, sicher! Immer dann, wenn von dieser Person eine Gefahr für Kontaktpersonen ausgehen kann. Und die Impfung schützt auch jeden selbst vor einem vermeidbaren Erkrankungsrisiko. Wir sind in den letzten Jahren in Deutschland verwöhnt worden. Wir hatten zu früheren Zeiten viel, viel schwerere Grippewellen auch mit zahlreichen Todesfällen. Und viele machen sich gar nicht bewusst, dass die sogenannte „Spanische Grippe“, die noch in den Köpfen vieler ist, insbesondere in den Jahren 1918 bis 1920 mehr Todesopfer gefordert hat als der gesamte Erste Weltkrieg. Deutschlandweit gibt es im Schnitt etwa zwischen 3.000 und 30.000 Todesfälle pro Jahr. In der letzten Saison gab es rund 30.000 schwere Fällen, bei denen die Patienten in ein Krankenhaus mussten – und das, obwohl wir eine vergleichsweise schwache Grippesaison hatten.

Gibt es eine Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann ein so gefährlicher Erreger wie bei der Spanischen Grippe wieder eine Pandemie auslöst?

Ja, da gibt es schon eine gewisse Wahrscheinlichkeit. Gerade weil wir die Situation haben, dass die Grippeerreger sich ständig genetisch austauschen. Wir haben nicht nur primär Human-Influenzastämme, wir haben auch tierische Influenzastämme, wie zum Beispiel bei der Vogelgrippe. Oder beim Schwein, das sich sowohl mit menschlichen als auch mit Stämmen der Vogelgrippe infizieren kann. Und gerade in den Ländern, in denen es eine ganz enge Gemeinschaft zwischen Vögeln, Hühnern, Enten, Schweinen und dem Menschen gibt, kommt es tatsächlich zu einem solchen Austausch von genetischem Material, zum Beispiel im Schwein. Mit der Gefahr, dass sich die hohe Ansteckungsfähigkeit der menschlichen Stämme mit den schweren Krankheitsverläufen der Vogelgrippe in einem Virus vereinen.

Macht es für den Verbraucher Sinn, sich mit antiviralen Medikamenten wie zum Beispiel Tamiflu einzudecken?

Nein, das macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Das war ja damals die Situation bei der Schweinegrippe, dass man Einlagerungen gefordert hat von Seiten des Bundes und der Länder. Mittlerweile wissen wir, dass die Wirkungsbreite und -stärke dieser Therapeutika eher gering ist. Man müsste die Therapie eigentlich schon beginnen, bevor sich die ersten Symptome von Grippe zeigen, so dass ich keine private Bevorratung empfehle.

Wie sicher ist der Impfstoff?

Die Grippeimpfung ist eine der häufigsten Impfungen weltweit. Die Nebenwirkungsrate ist bei Berücksichtigung individueller Risiken verschwindend gering. Manchmal tritt eine leichte Rötung an der Einstichstelle auf, manchmal ein bisschen Muskelkater. Man darf nach der Grippeimpfung Sport treiben, man eigentlich alles tun. Und: Man kann nicht durch die Impfung selbst an der Grippe erkranken, denn in dem Impfstoff ist kein Erreger. Es gibt keine Grippe durch die Grippeimpfung! Und die Schutzquote der Impfung liegt bei immerhin bis zu 70 Prozent.

ukm_grippe_roeder

Bild: Dr. med. Peter Czeschinski impft zum Auftakt der Mitarbeiterimpfungen am UKM den Ärztlichen Direktor Prof. Dr. med. Norbert Roeder gegen Grippe.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Zahlreiche Trudis für kleine Patienten des UKM

Kreative Paten nähen 140 Maskottchen / Treuer Begleiter Trudi für kleine Patienten des KMT-Zentrums am UKM

Trudis, soweit das Auge reicht: Die Initiatorinnen von „Nähe für Morgen“ und das UKM bedanken sich bei allen Nähpaten für die fleißige Unterstützung.Münster (ukm/cf) – Jedes Maskottchen ist ein Unikat – und mit viel Liebe entstanden: Insgesamt 140 „Trudis“ kamen durch den Aufruf der Aktion „Nähe für Morgen“ zusammen – das sind doppelt so viele wie in der ersten Runde. Dank der Unterstützung der fleißigen Helfer kann sich nun auch weiterhin jedes Kind im Knochenmarktransplationszentrum (KMT) am UKM (Universitätsklinikum Münster) einen bunten Begleiter für die schwierige Zeit der Stammzellentransplantation aussuchen.

„Wir möchten uns bei jedem einzelnen Nähpaten bedanken“, freuen sich Sabrina Raap und Lara Ludwigs von „Nähe für Morgen“ über den Erfolg ihres Projekts. „Wir sind überwältigt von der Kreativität der Helfer. Jedes einzelne Maskottchen ist mit viel Liebe fürs Detail entstanden.“ Das als Seminararbeit begonnene Projekt besteht nun bereits seit mehr als drei Jahren. Für die Zukunft haben die beiden Gründerinnen noch viel vor: „Mit so vielen Trudis kommen wir jetzt erstmal ein paar Jahre aus“, berichtet Sabrina Raap. „Die letzten 70 Maskottchen aus dem ersten Aufruf haben immerhin knapp drei Jahre gehalten.“ Lara Ludwigs ergänzt: „Wir wollen das Projekt aber auch noch weiter ausbauen. Mit so viel Unterstützung müssen wir einfach weiter machen“. Das Projekt rund um die bunten Trudis wird vom Freundeskreis KMT Münster e.V. unterstützt und finanziert sich ausschließlich aus Spenden an den Verein. Weitere Informationen auf www.naehefuermorgen.de.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Herzwochen 2016 am UKM – Herz unter Stress

Seminare für Interessierte und Patienten mit Risiken für einen Herzinfarkt sowie Herzrhythmusstörungen

Münster (ukm/cf/ks) – Aus aktuellem Anlass ist am UKM (Universitätsklinikum Münster) ab sofort eine Experten-Hotline (T 0251 / 83 46 777) geschaltet, bei der sich Patienten mit implantierbaren Defibrillatoren der Firma St. Jude Medical zwischen 8.00 und 17.00 Uhr mit ihren Sorgen melden können, (siehe aktuelle Berichterstattung). Auch unter rhythmologie@ukmuenster.de kann man sich an die Rhythmologen wenden. Die betroffenen fast 200 Herzpatienten am UKM wurden bereits angeschrieben. „Außerdem sind wir dabei, die sogenannten Risiko-Patienten telefonisch zu kontaktieren, um das weitere Vorgehen individuell festzulegen. Das sind Menschen, bei denen der Defibrillator häufiger (drei bis vier Mal im Jahr) tatsächlich zum Einsatz kommt und bei denen die Schrittmacherfunktion eine wichtige Rolle spielt. Wir wollen allen so schnell wie möglich Sicherheit geben und werden diese Patienten besonders engmaschig kontrollieren oder telemedizinisch überwachen“, heißt es von Prof. Dr. Lars Eckardt, dem Leiter der Abteilung für Rhythmologie im Department für Kardiologie und Angiologie am UKM. „Alle Geräte, deren Batteriespannung abfällt, geben einen gut spürbaren Vibrationsalarm ab. In diesem Fall sollten sich Patienten mit uns Verbindung setzen.“ Ein Gerätetausch erwartet Prof. Eckardt nur bei sehr wenigen Patienten. „Eine gute Chance für Fragen bietet tatsächlich auch das Patientenseminar im Rahmen der Herzwochen. Wir laden alle Betroffenen und Angehörigen explizit ein, die Veranstaltung wahrzunehmen“, so Eckardt weiter. Hintergrund: Am 11. Oktober 2016 hatte die Firma St. Jude Medical einen Sicherheitshinweis für alle vor dem 23. Mai 2015 hergestellten implantierbaren Defibrillatoren ausgegeben. Laut Hersteller sind von weltweit 398.740 implantierten Modellen bislang 841 Systeme aufgrund einer verkürzten Batterielaufzeit explantiert worden (0,21%). Bei 46 Geräten war ein Problem innerhalb der Batterie festgestellt worden. Grundsätzlich kann es dadurch bei den betroffenen Geräten zu einer verkürzten Laufzeit kommen. Eine Batterieentladung kann innerhalb weniger Tage bis hin zu Wochen auftreten.

Das UKM (Universitätsklinikum Münster) bietet in diesem Jahr zwei Patientenseminare anlässlich der Herzwochen an.

25.10.2016
Thema: Herz unter Stress – Stress als Ursache für Angina pectoris, Herzinfarkt und Herzschwäche. Zweite Chance für Herzinfarktpatient

ukm_herzwochen_patientenveranstaltung„Es ist wie ein Schritt in ein zweites Leben mit einer neuen Chance“, erzählt Marcus Brand. Der Münsteraner erlitt nach einem anstrengenden Tag im Garten im Sommer 2016 einen Herzinfarkt und musste in die Notaufnahme eingeliefert werden. Damit ist er einer von über 300.000 Herzinfarkt-Patienten jährlich in Deutschland. Im Rahmen der bundesweiten Herzwochen veranstaltet das Department für Kardiologie und Angiologie am UKM (Universitätsklinikum Münster) am Dienstag, 25. Oktober, einen Informationsabend mit Reanimationstraining für Patienten, Angehörige und Interessierte zum Thema „Herz unter Stress“.
Bei Marcus Brand verlief die Herzerkrankung schleichend: Jahrelang hatte er sich immer weniger bewegt und zu ungesund ernährt. „In meiner Freizeit war ich eine echte Couch-Potato“, sagt er rückblickend über sich selbst. Bei der Arbeit stand er dagegen ständig unter Stress. „Nach dem Kathetereingriff denkt man dann, man könnte Bäume ausreißen – eine ganz neue Lebensqualität“, so Brand. „Es gibt verschiedenste Formen von Stress, die auf das Herz wirken“, weiß Univ.-Prof. Dr. Johannes Waltenberger, Direktor der Klinik für Kardiologie. „Psychosozialer Druck, Stress am Arbeitsplatz aber auch körperliche Belastungen, tragen über Hormone zu einer Grunderkrankung des Herzens bei. Wie auch bei Marcus Brand können diese Auslöser von Komplikationen sein, die dann zu einem Herzinfarkt führen.“
Als klassische Risikofaktoren für einen Herzinfarkt gelten neben Stress übermäßiges und unkontrolliertes Essen sowie zu wenig Bewegung und Rauchen. Aber auch ein über mehrere Jahre erhöhter Blutdruck, Diabetes und erhöhte Blutfette können die Entwicklung einer Herzerkrankung begünstigen. Marcus Brand hat sich den Neuanfang im wahrsten Sinne des Wortes zu Herzen genommen und sein Leben nach der Reha geändert. Jeden Morgen treibt er nun Sport und ernährt sich gesünder: „Ich achte mehr auf mich, mache Ruhepausen und genieße die Zeit mit der Familie, um meine zweite Chance auch wirklich zu nutzen.“ Das vollständige Programm finden Sie hier.

Thema: Herz unter Stress
Datum: Dienstag, 25.10.2016
Ort: Lehrgebäude am UKM
Uhrzeit: 17.00 – 20.00 Uhr
Referent: Univ.-Prof. Dr. Johannes Waltenberger mit seinem Team
Besonderheiten: Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

08.11.2016
Thema: Stress, Bluthochdruck, Sport – Beeinflussung von Herzrhythmusstörungen?
Aktuelle Infos zum Sicherheitshinweis zu implantierbaren Defibrillatoren der Firma St. Jude Medical

ukm_lars_eckardt_kleinAus aktuellem Anlass haben die Rhythmologie-Experten am UKM ihr Programm des diesjährigen Patientenseminars umgestellt. Im Anschluss an die geplante Veranstaltung zum Thema Herzrhythmusstörungen, die in Kooperation mit dem Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. (AFNET) durchgeführt wird, informiert das Team um Prof. Dr. Lars Eckardt über den Sicherheitshinweis zu implantierbaren Defibrillatoren der Firma St. Jude Medical.

Das Seminar am 08. November ab 17 Uhr ist für alle interessant, die sich zum Thema – „Stress, Bluthochdruck, Sport: Beeinflussung von Herzrhythmusstörungen?“ – informieren wollen. Das ausführliche Programm finden Sie hier.

Thema: Stress, Bluthochdruck, Sport: Beeinflussung von Herzrhythmusstörungen?
Datum: Dienstag, 08.11.2016
Ort: Lehrgebäude am UKM
Uhrzeit: 17.00 – 20.00 Uhr
Referent: Prof. Dr. Lars Eckardt
Besonderheiten: Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zusätzlich beantworten Experten vom UKM Fragen rund um das Thema Herz am 22. November auch telefonisch zwischen 15.00 und 18.00 Uhr (Telefon 0251 / 83 467 -78, -79, -80).

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Focus-Klinikliste: UKM bundesweit unter den Top 20 – in NRW behauptet Uniklinik Münster Platz 4

Kriterien der Liste sind unter anderem Hygiene, Qualifikation des medizinischen/pflegerischen Personals und medizinische Qualität

artikel-ukm_18102016Münster (ukm/ks) – Bei Deutschlands größtem Krankenhaus-Vergleich schneidet das UKM (Universitätsklinikum Münster) auch in diesem Jahr wieder sehr gut ab: In der heute veröffentlichten Focus-Liste belegt das UKM in der Liste der 100 besten Kliniken bundesweit den 18. Rang und hat sich damit um zwei Plätze gegenüber dem Vorjahr verbessert. In Nordrhein-Westfalen konnte die Uniklinik Münster ihren sehr guten Platz 4 von 84 bewerteten Kliniken behaupten. „Diese Platzierungen stehen für den hohen Standard an medizinischer Versorgung, den unsere Ärztinnen und Ärzte und Pflegenden jeden Tag rund um die Uhr sicherstellen“, freut sich Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM, über die Top-Platzierung. Zu den Kriterien der Liste zählen die Qualität der Behandlung, eine niedrige Komplikationsrate bei Operationen, hygienische Standards, kurze Liegezeiten, eine fachlich kompetente Pflege sowie die fachliche Reputation, die von mehr als 14.000 ärztlichen Kollegen abgefragt wurde. Damit ist das UKM das einzige Krankenhaus in Münster, das in der bundesweiten Liste geführt wird.

Im Juli wurden bereits 30 Ärzte des Klinikums als „Top-Mediziner 2016“ durch den Focus ausgezeichnet. Das UKM gehört bei der Behandlung von Angststörungen, Depression, Multiple Sklerose und Prostatakrebs laut Focus zu der Spitzengruppe in diesen Fachbereichen. Kliniken der Spitzengruppe heben sich in der Gesamtbewertung deutlich von den restlichen Einrichtungen ab.

Folgende UKM-Kliniken und Zentren werden in der Focus-Liste in der Spitzengruppe geführt:

Bereich Psyche: Spezialklinik für Depression, Angst- und Zwangsstörungen

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med Volker Arolt

Bereich Neurologie: Spezialklinik für multiple Sklerose

Klinik für Allgemeine Neurologie
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Heinz Wiendl

Bereich Krebs: Spezialklinik für Prostatakrebs

UKM Prostatazentrum
Ärztliche Leitung: Univ.-Prof. Dr. med. Andreas Jan Schrader; Prof. Dr. med. Axel Semjonow

Folgende UKM-Kliniken und Zentren werden in der Focus-Liste empfohlen:

Bereich Geburtshilfe: Spezialklinik für Risikogeburten

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Ludwig Kiesel
Leiter Geburtshilfe: Prof. Dr. Walter Klockenbusch

Bereich Herz: Spezialkliniken für Herzchirurgie und Kardiologie

Klinik für Herzchirurgie
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Sven Martens

Department für Kardiologie und Angiologie
Organisatorischer Leiter und Direktor der Klinik für Kardiologie: Univ.-Prof. Dr. med. Johannes Waltenberger

Bereich Krebs: Spezialkliniken für Brustkrebs, Darmkrebs, Strahlentherapie

UKM Brustzentrum in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Ludwig Kiesel
Leitende Ärztin Brustzentrum: Dr. med. Joke Tio

UKM Darmzentrum in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Norbert Senninger
Leiter UKM Darmzentrum: Priv.-Doz. Dr. med. Emile Rijcken

Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Hans Th. Eich

Bereich Neurologie: Spezialklinik für Parkinson

Klinik für Allgemeine Neurologie
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Heinz Wiendl

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Dr. Norbert Mertes ist neuer Chefarzt am Clemenshospital

artikel-rak_14102016Dr. Norbert Mertes ist Chefarzt der neuen gemeinsamen Abteilung für Anästhesie, operative Intensivmedizin, Schmerztherapie sowie Notfall- und Palliativmedizin von Clemenshospital und Raphaelsklinik in Münster. Im Clemenshospital folgt Mertes damit auf Prof. Dr. Ralf Scherer, der Ende September in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Der 1957 geborene Mertes hat an der belgischen Université Catholique de Louvain Medizin studiert. 1983 wurde er zunächst Assistenzarzt in der inneren Abteilung des Sankt Nikolaus Hospitals in Eupen, danach in der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Münster (UKM). Nach mehreren Hospitationen an Krankenhäusern in London, Glasgow und Bristol (Großbritannien) war Mertes am UKM über elf Jahre als Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin tätig. Dabei rotierte er durch alle operativen Fachdisziplinen sowie die der Klinik angeschlossenen operativen Intensivstationen und die Schmerzambulanz. 1999 folgte dann der Wechsel an die Raphaelsklinik, wo Mertes zum Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und operative Intensivmedizin ernannt wurde. Neben dem stetigen Ausbau der Anästhesie und Schmerztherapie gehörte unter anderem die Gründung der Palliativstation zu den Meilensteinen seiner 17-jährigen Tätigkeit als Chefarzt an der Innenstadtklinik.

„Mit dem Zusammenlegen der beiden Abteilungen von Clemenshospital und Raphaelsklinik gehen wir einen weiteren, wichtigen Schritt bei der Bündelung der Kompetenzen beider Standorte“, wie der Regionalgeschäftsführer der Alexianer Misericordia GmbH, Hartmut Hagmann, erklärt.

Clemenshospital und Raphaelsklinik sind Krankenhäuser der Alexianer Misericordia GmbH. Die Alexianer sind ein Unternehmen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft, in dem bundesweit rund 16.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Mit 800-jähriger Tradition betreiben die Alexianer Krankenhäuser, Einrichtungen der Senioren-, Eingliederungs- und Jugendhilfe, Gesundheitsförderungs- und Rehabilitationseinrichtungen, ambulante Versorgungs- und Pflegeeinrichtungen sowie Werkstätten für behinderte Menschen und Integrationsfirmen. Träger der Unternehmensgruppe ist die Stiftung der Alexianerbrüder.

Quelle: © Clemenshospital Münster

FH-Studierende absolvieren erfolgreich Logopädie- und Physiotherapieausbildung am UKM

Modellstudiengang integriert Ausbildung im Studium / Erfolgreiche Absolventen freuen sich über Examen

Münster (ukm/cf) – Nach erfolgreich absolviertem staatlichem Examen verlassen nun 29 motivierte junge Logopäden und Physiotherapeuten die Fachschulen des UKM (Universitätsklinikum Münster). Die dreijährige berufsqualifizierende Ausbildung ist Teil des ausbildungsintegrierten Bachelor-Studiengangs „Therapie- und Gesundheitsmanagement/Logopädie oder Physiotherapie“, den die Fachhochschule Münster (FH) in Kooperation mit dem UKM seit 2006 anbietet. Dabei absolvieren die Studierenden innerhalb eines wissenschaftlichen Studiums eine hochschulische Ausbildung zum Logopäden oder Physiotherapeuten. Der Studiengang wird als beispielgebender Modellstudiengang des Landes NRW geführt und wurde erfolgreich evaluiert.

„Ein großes Plus dieses Studiengangs ist die Möglichkeit, die praktische Ausbildung in einem Krankenhaus der Maximalversorgung durch die eigenen Lehrenden zu begleiten“, weiß Margot Overbeck, Leitende Lehrerin der Schule für Physiotherapie. „Unsere Absolventen werden nicht nur auf die direkte Arbeit am Patienten vorbereitet. Auch wissenschaftliches Arbeiten und Management sind wichtige Teile des Studiums“, ergänzt Helga Breitbach-Snowdon, Leitende Lehrlogopädin der Schule für Logopädie. Dies ist ein großer Unterschied zur klassischen Ausbildung. Ein weiterer Vorteil des Modellstudiengangs ist die Interdisziplinarität, denn auch im späteren Arbeitsalltag müssen Logopäden und Physiotherapeuten mit verschiedensten Bereichen zusammenarbeiten.

Das Konzept birgt jedoch auch Probleme, denn innerhalb der Modellphase sind seitens der Politik noch nicht alle formaljuristischen Voraussetzungen für ideale Studienbedingungen geschaffen. „Beispielsweise ist die Koordination der sehr unterschiedlichen hochschulischen sowie fachschulischen Prüfungsordnungen eine große Herausforderung“, stellt Overbeck fest. Doch der Aufwand lohnt sich, denn hochschulisch qualifizierte Physiotherapeuten und Logopäden werden besonders in Zeiten des demografischen Wandels vermehrt gesucht. Auch das UKM übernimmt in diesem Jahr mit 17 Physiotherapeuten und drei Logopäden wieder einige Absolventen. Informationen zu einer Bewerbung für den Studienbeginn zum Wintersemester 2017/18 können der jeweiligen Homepage der Schule für Physiotherapie, bzw. der Schule für Logopädie am UKM entnommen werden.

ukm_modellstudiengang_logopa%cc%88die_pres

Bild: Die Absolventinnen und Absolventen des Modellstudiengangs „Therapie- und Gesundheitsmanagement/Logopädie oder Physiotherapie“ freuen sich über die bestandenen Examen

Infoabend „Wenn Angst krank macht“

Informationsabend für Betroffene, Angehörige und Interessierte
am 9. November 2016 von 18 bis 20 Uhr in der Christoph-Dornier-Klinik in Münster

artikel-cdk_07102016Münster – Angsterkrankungen wie Panikstörungen, soziale Ängste, Phobien und generalisierte Angststörungen zählen bei Jugendlichen und Erwachsenen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen überhaupt. Sie verursachen großes Leid und schränken die Lebensqualität massiv ein. Je früher sie erkannt werden, desto besser sind die Heilungschancen. Doch auch länger bestehende Ängste können dank der modernen Psychotherapie sehr gut behandelt werden.

Am 9. November 2016 findet von 18 bis 20 Uhr in der Christoph-Dornier-Klinik ein Infoabend zu diesem Thema statt: „Wenn Angst krank macht“. Angehörige, Betroffene und Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung in der Tibusstraße 7-11 in 48143 Münster teilzunehmen.

Der neue leitende Arzt der Klinik, Dr. Andreas Pelzer, und der leitende Psychologische Psychotherapeut, Dr. Benedikt Klauke, erklären, woran man die verschiedenen Angsterkrankungen erkennt, wodurch sie entstehen und was sie aufrechterhält – und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Weitere Informationen erhalten Interessierte telefonisch unter 0251/4810-102 oder im Internet unter www.christoph-dornier-klinik.de.

Datum: Mittowch, 09.11.2016
Ort: Christoph-Dornier-Klinik, Tibusstraße 7-11, 48143 Münster
Uhrzeit: 18.00 – 20.00 Uhr
Zielgruppe: SBetroffene, Angehörige und Interessierte
Referenten: Dr. Andreas Pelzer und Dr. Benedikt Klauke
Besonderheiten: Infos und Anmeldung: 0251/4810-102 oder www.christoph-dornier-klinik.de. Der Eintritt ist frei.

Quelle: © Christoph-Dornier-Klinik Münster