Archiv für den Monat: September 2015

Ein Lichtblick für Blinde:
Bionisches Auge (Netzhautchip) verhilft zu orientierendem Sehen

Experten der Klinik für Augenheilkunde des UKM implantieren Netzhautchip / Wahrnehmung von Kontrasten und Strukturen macht Patienten im Alltag wieder mobiler / Verfahren bieten nur wenige Kliniken bundesweit an

Münster (ukm) – Lichtmuster und Silhouetten, die Hoffnung geben: Eine erblindete Patientin hat durch ein am UKM (Universitätsklinikum Münster) eingesetztes Netzhautimplantat wieder eine orientierende Sehfähigkeit zurückerlangt. Die 69-Jährige leidet an Retinitis pigmentosa (RP) und ist eine von 25 Patienten, bei der dieses neue Therapieverfahren in Deutschland eingesetzt worden ist. Seit 15 Jahren konnte sie nur noch hell und dunkel wahrnehmen und keine Formen mehr erkennen. „Durch die Wahrnehmung von Kontrasten und Strukturen können Patienten, die einen vollständigen Sehverlust erlitten haben, ihren Alltag wieder mobiler gestalten. Das Implantat hilft blinden Patienten bei der Orientierung und gibt ihnen beispielsweise auch einen Tag-Nacht-Rhythmus zurück“, erklärt Prof. Dr. Nicole Eter, Direktorin der Klinik für Augenheilkunde am UKM, die den mehrstündigen Eingriff vorgenommen hat. „Es ist für uns Mediziner eine spannende Zeit, da wir erstmals Blinden wieder zu einer Wahrnehmung verhelfen können.“

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Bild: Prof. Dr. Nicole Eter zeigt an einem Foto des Auges den implantierten Netzhautchip, der orientierendes Sehen ermöglicht.

Das Implantat ist Teil des sogenannten Argus II Systems, das neben dem Netzhautchip aus einer Brille mit integrierter Minikamera und einer kleinen Computer-einheit besteht. Die Minikamera nimmt Umgebungsbilder auf, die in einer Computereinheit in elektrische Impulse umgewandelt und kabellos an einen auf der Netzhaut implantierten Chip des Patienten weitergeleitet werden. Die Signale stimulieren die noch vorhandenen Netzhautzellen und erzeugen so visuelle Lichtmuster. In einem speziellen Training lernen die Patienten, diese zu deuten, um so ein funktionales Sehvermögen zurückzugewinnen. „Unsere Patientin zeigte bereits beim ersten Anschalten des Systems vielversprechende Ergebnisse“, zeigt sich Eter zufrieden.

In Deutschland sind schätzungsweise 30.000 Menschen von Retinitis pigmentosa betroffen, einer erblich bedingten Augenerkrankung, die zum Absterben der lichtempfindlichen Fotorezeptoren auf der Netzhaut des Auges führt. Während die Sehfähigkeit stetig abnimmt, bleibt der Sehnerv jedoch intakt. Bislang ist es nicht möglich, den Verlauf der Krankheit zu verlangsamen oder gar zu stoppen. Bundesweit setzen nun zehn Kliniken das neue Verfahren, das zu orientierendem Sehen verhilft, ein. Münster ist neben Köln und Aachen eine von drei Kliniken in Nordrhein-Westfalen.

Informationsveranstaltung am 7. Oktober 2015

Im Rahmen der „Woche des Sehens“ findet am Mittwoch, 07. Oktober 2015, von 17.00 bis 18.30 Uhr eine Informationsveranstaltung zu diesem neuen Therapieverfahren im Hörsaal der Klinik für Augenheilkunde, Domagkstraße 15, 48149 Münster statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen unter www.augenklinikUKM.de

Namensgeber ziert Einfahrt:
Albert-Schweitzer-Büste am UKM enthüllt

Russischer Künstler Burganov übergibt Bronze-Kunstwerk als Spende aus Dankbarkeit für medizinische Versorgung

Münster (ukm/maz) – Arzt, Philosoph und Theologe – Albert-Schweitzer war in vielen Hinsichten eine herausragende Persönlichkeit. Seit heute steht eine Büste des Friedensnobelpreisträgers an der Haupteinfahrt des UKM (Universitätsklinikum Münster). „Albert-Schweitzer als Vorbild für die Kraft, was Menschlichkeit und Engagement bewirkt, diese Kraft Albert Schweitzers ist spürbar in diesem Bildnis und es freut mich sehr, dass der Namensgeber unseres Gelände, dem Albert-Schweitzer-Campus, nun für alle Besucher sichtbar ist und die Pforte zu unserem Klinikum bildet“, unterstrich Dr. Christoph Hoppenheit, Kaufmännischer Direktor des UKM, die Aussagekraft der Büste.

Erstellt wurde das 150 Kilogramm schwere und ca. ein Meter hohe Kunstwerk aus Bronze vom russischen Künstler Prof. Alexander Burganov, der eigens für die Enthüllung aus Moskau angereist war. „Es ist ein Zeichen meiner Dankbarkeit für die medizinische Versorgung hier in Münster, die ich mehrfach erfahren habe und die mir sehr viel Lebensqualität zurückgegeben hat“, so Burganov. Bereits vor zwei Jahren spendete der renommierte Künstler dem UKM die Skulptur „Krieg und Frieden“, die u.a. mit der Büste des Nobelpreisträgers für Medizin, Prof. Gerhard Domagk, versehen ist.

Albert-Schweitzer war mit dem Klinikum und der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster auf vielfältige Weise verbunden und erhielt 1958 deren Ehrendoktorwürde. Seit 2011 ist das an der Albert-Schweitzer-Straße gelegene Klinikgelände nach dem berühmten Arzt benannt.

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Bild: Das Gesicht zur Albert-Schweitzer-Straße und dem Campus: Der russische Künstler Alexander Burganov (3.v.l.) enthüllte heute mit Vertretern des UKM und der Fakultät die bronzene Büste des deutsch-französischen Arztes. V.l.n.r.: Prof. Hugo Van Aken, Prof. Norbert Roeder, Künstler Prof. Alexander Burganov, Prof. Fritz Kemper (früherer Dekan der Medizinischen Fakultät und Initiator des Projekts), Prof. Wilhelm Schmitz und Dr. Christoph Hoppenheit.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Christoph-Dornier-Klinik unterstützt Krisenhilfe Münster

In psychischen Notlagen schnell, niederschwellig und unbürokratisch zu helfen, das ist das Ziel der Krisenhilfe Münster. Dieses Engagement würdigt die Christoph-Dornier-Klinik nun mit einer Spende

Artikel-CDK_28092015Münster – Nicht allen Menschen gelingt es, mit krisenhaften Lebenssituationen konstruktiv umzugehen, manchmal mangelt es auch an der nötigen Unterstützung. Vereinsamung, Krankheit, Alkohol- oder Drogenprobleme ebenso wie eine zunehmende Lebensmüdigkeit bis hin zu konkreten Suizidgedanken können die Folge sein. „Einrichtungen wie die Krisenhilfe Münster sind in akuten und suizidalen Krisen ein wichtiger erster Anker, weil sie den Menschen kurzfristig und unbürokratisch helfen können. In der Regel innerhalb von 24 Stunden“, erklärt Judith Kugelmann, stellvertretende leitende psychologische Psychotherapeutin der Christoph-Dornier-Klinik. Die Münsteraner Klinik ist Teil des psychosozialen Netzwerkes der Krisenhilfe und unterstützt das überwiegend ehrenamtliche Engagement des Vereins nun mit einer Spende von 1.000 Euro.

„Wir freuen uns sehr, dass die Christoph-Dornier-Klinik unser Beratungsangebot auf diese Weise ebenso würdigt wie fördert“, sagt Petra Karallus, Diplom-Pädagogin und Leiterin der Krisenhilfe. Beide Seiten betonen, wie wichtig und sinnvoll die Ergänzung ihrer jeweiligen Arbeit für hilfesuchende Menschen in Münster ist. Insbesondere da die Wartezeit auf einen Therapieplatz drei bis sechs Monate betragen kann und der Bedarf an psychosozialer Hilfe stetig steigt. „Um das Angebot für Menschen in Krisensituationen weiter zu optimieren, ist es wichtig, dassBeratungsstellen, ambulante Therapeuten und stationäre Einrichtungen, wie die Christoph-Dornier-Klinik, die auf die Intensivtherapie von psychisch erkrankten Menschen spezialisiert ist, eng zusammenarbeiten“, so die Leiterin der Krisenhilfe Münster.

Auch Judith Kugelmann setzt sich dafür ein, die psychosoziale Versorgung vor Ort stärker zu vernetzen: „Durch die sehr schnelle und unkomplizierte Hilfe sind Institutionen wie die Krisenhilfe für unsere Arbeit sehr wichtig. So können wir beispielsweise im Sinne eines „Notfallplans“ Patienten eine Adresse an die Hand geben, an die sie sichin möglichen Krisensituationen in der Zukunft direkt wenden können.“

Die Krisenhilfe Münster ist erreichbar montags bis freitags von 17.30 bis 19.30 Uhr sowie montags bis donnerstags von 9 bis 13 Uhr. Telefon: 0251/5190 05. Die Christoph-Dornier-Klinik für Psychotherapie bietet jeden Mittwoch von 17 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 0251/ 48 10-148 oder -140 ein kostenloses Beratungstelefon an. Weitere Informationen zum Behandlungsangebot der Klinik unter www.c-d-k.de.

Quelle: © Christoph-Dornier-Klinik Münster

26 UKM Experten als Focus Top-Mediziner 2015 ausgezeichnet

Focus vergibt erneut Bestnoten für UKM Mediziner aus unterschiedlichen Fachbereichen

Münster (ukm/jb) – Insgesamt 26 Medizinerinnen und Mediziner des UKM (Universitätsklinikum Münster) wurden in diesem Jahr als Focus Top-Mediziner 2015 ausgezeichnet: Vertreten sind Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen, die von der Chirurgie, Augenklinik, Psychiatrie und Geburtshilfe über die Innere Medizin, Hautklinik, Schmerztherapie und Urologie bis hin zur Onkologie, Strahlentherapie und Zahnklinik reichen. Ein Großteil der Mediziner wurde bereits in den vergangenen Jahren mit dem Focus-Siegel geehrt. Neu sind 2015 auch Prof. Dr. Michael J. Raschke, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Prof. Dr. Gerhard Kurlemann, Leiter des Bereichs Neuropädiatrie in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin – Allgemeine Pädiatrie sowie Prof. Dr. Heinz Wiendl, Direktor der Klinik für Allgemeine Neurologie, und Priv.-Doz. Dr. Tobias Warnecke, Oberarzt der Klinik für Allgemeine Neurologie, als Top-Mediziner ausgezeichnet worden.

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Bild: Die 26 UKM Experten, die als Focus Top-Mediziner 2015 ausgezeichnet wurden

Grundlage für die Aufnahme in die bundesweite Focus-Ärzteliste sind in erster Linie Empfehlungen von Arztkollegen, ergänzt durch Empfehlungen von Patientenverbänden und die Anzahl an Fachveröffentlichungen des jeweiligen Arztes.

Die vom UKM in der Focus-Liste vertretenen Mediziner im Überblick (Focus Top-Mediziner 2015 nach Spezialgebiet):

  • Allergologie: Prof. Dr. Randolf Brehler – Klinik für Hautkrankheiten
  • Angststörungen: Prof. Dr. Volker Arolt – Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Bauchchirurgie: Prof. Dr. Norbert Senninger – Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
  • Bluthochdruck: Prof. Dr. Eva Brand – Medizinische Klinik D (Allg. Innere Medizin, Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Rheumatologie)
    Prof. Dr. Hermann-Joseph Pavenstädt – Medizinische Klinik D (Allg. Innere Medizin, Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Rheumatologie)
  • Depressionen und bipolare Störungen: Prof. Dr. Volker Arolt – Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
    Prof. Dr. Gereon Heuft – Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
  • Endodontologie: Dr. Sebastian Bürklein – Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
    Prof. Dr. Edgar Schäfer – Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
  • Gefäßchirurgie: Prof. Dr. Giovanni Torsello – Klinik für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie
  • Handchirurgie: Prof. Dr. Martin Langer – Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
  • Herzchirurgie: Prof. Dr. Edward Malec – Department für Herz- und Thoraxchirurgie – Abteilung für Kinderherzchirurgie
    Prof. Dr. Sven Martens – Department für Herz- und Thoraxchirurgie – Klinik für Herzchirurgie
  • Kieferorthopädie: Prof. Dr. Ariane Hohoff – Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
  • Leukämien, Lymphome und Metastasen: Prof. Dr. Wolfgang Berdel – Medizinische Klinik A (Hämatologie, Onkologie, Pneumologie)
  • Multiple Sklerose: Prof. Dr. Heinz Wiendl – Klinik für Allgemeine Neurologie
  • Netzhauterkrankungen: Prof. Dr. Nicole Eter – Klinik für Augenheilkunde
  • Neurodermitis: Prof. Dr. Randolf Brehler – Klinik für Hautkrankheiten
    Prof. Dr. Thomas Luger – Klinik für Hautkrankheiten
  • Parkinson: Priv.-Doz. Dr. Tobias Warnecke – Klinik für Allgemeine Neurologie
  • Parodontologie: Prof. Dr. Benjamin Ehmke – Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
  • Risikogeburten und Pränataldiagnostik: Prof. Dr. Walter Klockenbusch – Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Schmerz: Prof. Dr. Ingrid Gralow – Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie
  • Schulterchirurgie: Prof. Dr. Dennis Liem – Klinik für Allgemeine Orthopädie und Tumororthopädie
  • Strahlentherapie: Prof. Dr. Hans Theodor Eich – Klinik für Strahlentherapie – Radioonkologie
  • Tumoren des Verdauungstrakts: Prof. Dr. Norbert Senninger – Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
  • Urologische Tumoren: Prof. Dr. Axel Semjonow – Klinik für Urologie (Prostatazentrum)

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Wenn Jeder nur ein bisschen gibt:
Mitarbeiterinnen des St. Franziskus-Hospitals setzen sich für Flüchtlinge ein

Münster – Mit nur einem Euro kann man viel erreichen – wenn viele zusammenhalten. Das zeigten zwei Gesundheits- und Krankenpflegerinnen des St. Franziskus-Hospitals mit ihrer „1-Euro-Spendenaktion“. Katja Bücker und Svenja Münnig mit Tochter Frieda, beide zurzeit in Elternzeit, gingen einen Tag lang mit der Spendenbox durch das Hospital und sammelten von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jeweils einen Euro. Viele gaben hierbei auch mehr und so zählten sie am Ende der Aktion die stolze Summe von 900 Euro. Der Betrag wurde an die Hilfsorganisation „Flüchtlingshilfe Münster Ost“ gespendet, die Flüchtlinge in Deutschland bei der Integration unterstützt. Der Schwerpunkt liegt hierbei in der Erwachsenenbildung in Form von Intensiv-Deutschsprachkursen und in der Finanzierung von Freizeitaktivitäten für die Kinder.

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Bild (v.l.): 1-Euro-Spendenaktion im St. Franziskus-Hospital: Die Gesundheits- und Krankenpflegerinnen Jeanette Klemann (l.) und Kristina Höllmann (r.) unterstützten ihre Kolleginnen Katja Bücker und Svenja Münnig gerne bei deren Engagement für Flüchtlinge.

Quelle: © St. Franziskus-Hospital Münster

Weiterer Todesfall nach schwerer Pilzvergiftung

44-Jähriger verstirbt nach Pilzvergiftung (Verzehr von Knollenblätterpilzen) / Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor Gefahr des hochgiftigen Pilzes / Aufklärungsplakate in acht Sprachen zum Download

Artikel-UKM_21092015Münster (ukm/maz) – Am Dienstagabend ist in Münster ein weiterer Patient an den Folgen einer schweren Pilzvergiftung verstorben. Trotz intensivster Bemühungen der Mediziner und einer am Montag erfolgten Lebertransplantation ließen sich die Folgen des Vergiftungsprozesses nicht aufhalten. Der 44-Jährige verstarb am Multiorganversagen.

Der Mann aus Lengerich wurde seit Donnerstag am UKM (Universitätsklinikum Münster) behandelt, nachdem er mit Übelkeit und Erbrechen die Notaufnahme aufgesucht hatte. Nach eigenen Angaben hatte er vier bis fünf selbst gesammelte Pilze zu sich genommen, einen weiteren brachte er mit ins Klinikum. Die Laboranalyse bestätigte den Verdacht, dass es sich um einen der hochgiftigen Knollenblätterpilze, die häufig mit Champignons verwechselt werden, handelte. Diese Pilzart zählt zu den giftigsten in Deutschland und ist für rund 90 Prozent aller tödlichen Pilzvergiftungen verantwortlich.

Bundesweit wird mittlerweile aufgrund der erhöhten Anzahl und teils schwerwiegenden Verläufe an Vergiftungen durch die Landesämter für Gesundheit und das Bundesinstitut für Risikobewertung vor der Gefahr von Knollenblätterpilzen gewarnt. Aufklärungsplakate zum Thema können u.a. auf der Seite des UKM (www.ukmuenster.de) in acht verschiedenen Sprachen (arabisch, kurdisch, persisch, russisch, türkisch, deutsch, englisch und französisch) heruntergeladen werden.

Bereits am Sonntag war in Münster ein 16-Jähriger an den Folgen einer schweren Pilzvergiftung gestorben. Drei weitere Patienten können das Klinikum in diesen Tagen nach erfolgreicher Behandlung verlassen.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Gesund beginnt im Mund: Tag der Zahngesundheit am UKM

Tag der offenen Tür in der UKM Zahnklinik am Freitag, 25.09.2015

Artikel-UKM_22092015Münster (ukm/ks) – Das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde am UKM (Universitätsklinikum Münster) bekommt am bundesweiten Tag der Zahngesundheit (25.09.2015) Besuch vom Kindergarten St. Theresia. Die Kinder werden von den Experten der Poliklinik für Parodontologie und Zahnerhaltung zu kleinen „Zahnputzprofis ausgebildet“. Das Thema „richtiges Zähneputzen“ steht dabei natürlich im Mittelpunkt. Um die Angst vor dem Zahnarztbesuch zu verlieren, dürfen die Kinder aber auch in die Rolle des Zahnarztes schlüpfen.

Am Nachmittag – zwischen 15.00 und 18.00 Uhr – ist die Zahnklinik am UKM dann für alle Interessierten geöffnet. Im Foyer informieren die Mitarbeiter der einzelnen Kliniken an Ständen zu verschiedenen Themengebieten rund um die Zahngesundheit. Das diesjährige Motto lautet: „Gesund beginnt im Mund“. Die Mitarbeiter der Fachabteilungen stehen unter anderem zur Therapie von Parodontitis oder auch zur richtigen Mundhygiene Rede und Antwort.

Mehr Informationen zum Tag der Zahngesundheit finden Sie auch unter www.veranstaltungen.ukmuenster.de

Datum: Freitag, 25.09.2015
Ort: UKM Zahnklinik, Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude W1
Uhrzeit: 15.00 – 18.00 Uhr
Besonderheiten: Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Tipps zur Wiederbelebung: „Das ist leichter als man denkt!“

Mitarbeiter des Clemenshospitals gaben Tipps zur Wiederbelebung

Münster – Eigentlich wollte Björn Miehe nur seine Tochter ins Clemenshospital begleiten. Beim Warten stieß er in der Eingangshalle auf das Team der Intensivstation, das mit der Unterstützung zweier Übungspuppen Tipps zur Wiederbelebung gab. Während der „Woche der Wiederbelebung“ konnten Patienten und Besucher die Gelegenheit nutzen, unter fachkundiger Anleitung die richtige Technik der Herzdruckmassage und Beatmung zu erlernen und den Umgang mit dem Defibrillator zu üben, der inzwischen an vielen Orten öffentlich angebracht ist. Auch Björn Miehe nutzte die Gelegenheit, die angestaubten Kenntnisse aufzufrischen und war beeindruckt: „Das ist leichter als man denkt!“. Die beiden Übungspuppen, „Phantome“ genannt, sind echte Hightech-Geräte und zeigen an, ob die Stärke des Drucks auf den Brustkorb richtig dosiert ist. Während die eine Puppe einen Erwachsenen simuliert, stellt die andere ein Kind dar. „Viele Besucher kamen zufällig vorbei und mussten feststellen, dass sie vieles von dem vergessen haben, was sie zur Führerscheinprüfung mal lernen mussten“, berichtet Marion Kunz während ihr Kollege Ralf Dickmann bereits dem nächsten Interessierten die korrekte Armhaltung erklärt, „Nicht wie im letzten Tatort. Der Film war gut aber die Wiederbelebungsszene sehr schlecht!“ scherzt der Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege. Der Infostand war durchgehend gut besucht, was auch an den kostenlosen Waffeln gelegen haben könnte, die von der Klinikküche angeboten wurden, „Die gibt’s aber erst nach der Übung, als Belohnung wenn man alles richtig gemacht hat“, da ließen die beiden Reanimationsexperten nicht mit sich reden. Die „Woche der Wiederbelebung“ findet jedes Jahr statt und wird von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin organisiert.

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Bild: Ralf Dickmann (r.) erklärt Björn Miehe (l.), wie die richtige Haltung bei der Herzdruckmassage.

Quelle: © Clemenshospital Münster