Archiv für den Monat: April 2015

Messe „AusBildungsChance“: Medizinische Berufe mit Zukunft am UKM

Messe „AusBildungsChance“ informiert am 8. Mai von 9.30 bis 16 Uhr über Berufe, Ausbildungsstellen und Studiengänge / Über 3.500 junge Menschen lernen derzeit am UKM

Münster (ukm/jug) – Das UKM (Universitätsklinikum Münster) beschäftigt mit fast 9.000 Mitarbeitern nicht nur die meisten Menschen im Münsterland – 670 Schüler und Auszubildende in 32 verschiedenen Lehrberufen sowie über 3.000 Studierende machen es gleichzeitig auch zu einer der größten Ausbildungs- und Lernstätten in der Region. Am 8. Mai haben junge Männer und Frauen von 9.30 bis 16.00 Uhr wieder die Möglichkeit, sich im Rahmen der „AusBildungsChance“ über die verschiedenen Berufe, Ausbildungsstellen und Studiengänge am UKM und der Medizinischen Fakultät zu informieren und dabei interessante Tätigkeiten kennenzulernen. „Dass in einem Krankenhaus auch IT-Fachleute, Ingenieurinnen und Betriebswirte arbeiten, ist vielen Jugendlichen nicht so präsent. Deshalb möchten wir mit der Ausbildungsmesse hier am UKM auch ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten und die Vielfältigkeit in den Berufen aufzeigen“, erklärt Peter Plester, Leiter des Geschäftsbereichs Personal am UKM.

UKM_Ausbildungsmesse2015

Bild: An den zahlreichen Ständen werden neben Fachleuten auch aktuelle Auszubildende und Studierende über ihre Erfahrungen aus der Praxis berichten. Darüber hinaus bieten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UKM unterschiedliche Vorträge und Führungen an, die Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche am UKM gewähren.

An den zahlreichen Ständen werden neben Fachleuten auch aktuelle Auszubildende und Studierende über ihre Erfahrungen aus der Praxis berichten. Darüber hinaus bieten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UKM unterschiedliche Vorträge und Führungen an, die Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche am UKM gewähren. „Für junge, engagierte Leute gibt es am UKM viele Möglichkeiten, sich selbst zu entfalten. Die Berufsfelder bei uns sind auch deshalb so attraktiv, weil sie beste Zukunftsperspektiven bieten“, betont Plester.

Die Veranstaltungen finden statt im Zentralklinikum, Albert-Schweitzer-Campus 1, Eingang West auf den Ebenen 04 und 05. Alle Teilnehmer erhalten zu Beginn einen Messeplan, aus dem die Lage der Messestände und genauen Uhrzeiten der Vorträge und Führungen hervorgehen. Weitere Informationen zur Messe und den Ausbildungsmöglichkeiten am UKM gibt es im Netz unter: Ausbildung.ukmuenster.de.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Babylotsen unterstützen junge Eltern

Neues Angebot am St. Franziskus-Hospital für Neugeborene und ihre Familien

Münster – Ab sofort beraten am St. Franziskus-Hospital in Münster Babylotsinnen werdende und frischgebackene Eltern. Zusätzlich zur medizinischen Versorgung von Mutter und Kind stehen die Babylotsinnen für Fragen und Sorgen zur Verfügung und sprechen diese auf besondere Belastungen an. Im Bedarfsfall stellt die Babylotsin auf Wunsch den Kontakt zu weiterführenden Angeboten der Frühen Hilfen in Münster her. Das Angebot ist für die Eltern freiwillig und kostenlos. Finanziert wurde das Projekt vom St. Franziskus-Hospital und aus Mitteln der GlücksSpirale. Der Caritasverband für die Diözese Münster hatte sich bei der Lotterie für die Unterstützung des Projektes am St. Franziskus-Hospital engagiert.

Babylotsen

Bild: Freuen sich auf den Start der „Babylotsen“ (v.l.): Christiane Kröger (Fördermittelberatung Stabsstelle Wirtschaftliche Beratung und Revision, Caritasverband für die Diözese Münster), Dr. Ansgar Klemann (Kaufmännischer Direktor St. Franziskus-Hospital Münster), Beate Riße (Babylotsin), Marita Ortmann (Pflegedienstleitung), Hiltrud Meyer-Fritsch (Babylotsin) und Chefarzt Dr. Heinz Albers (Zentrum für Frauen, Klinik für Geburtshilfe am St. Franziskus-Hospital).

Hiltrud Meyer-Fritsch (Diplomtheologin, Vorgeburtliche Bindungsförderung und Bindungsanalyse) und Beate Riße (Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Dozentin der Elternschule) heißen die Babylotsinnen am St. Franziskus-Hospital Münster. Beide sind schon seit Jahren im Hospital tätig und kennen die Herausforderungen, die eine Schwangerschaft und Geburt mit sich bringen. „Wir Babylotsen stehen den Frauen mit Rat und Tat zur Seite. Manchmal verläuft eine Schwangerschaft anders, als man es sich gewünscht hat. Auch die Geburt selbst und die Zeit danach sind nicht immer einfach. Dann sind wir Babylotsen gerne an ihrer Seite, um bestmögliche Voraussetzungen für Familien schaffen. Vor allem benachteiligte Familien können von unserem Angebot profitieren“, betonen sie. Die Babylotsen klären mit den Familien gemeinsam, welche Unterstützungsmöglichkeiten es in den konkreten Situationen gibt. Gerne begleiten sie die Mütter während Ihres Aufenthaltes im St. Franziskus-Hospital. Auch für die Zeit nach der Geburt gibt es zahlreiche unterstützende Angebote in Münster und Umgebung. Hier bieten sie Information und Vernetzung.

An 19 Geburtskliniken in vier Bundesländern arbeiten bereits Babylotsen. Ihre Aufgabe ist es, Familien mit besonderen Belastungen zu erkennen, zu beraten und in die mittlerweile nahezu flächendeckend vorhandenen Netzwerke Früher Hilfen zu vermitteln. Die frühe Kontaktaufnahme in der Geburtsklinik – teilweise schon vor der Entbindung – ermöglicht es, Probleme wie ungeklärte Formalitäten, eine nicht geregelte Nachsorge, psychische Probleme der Mutter oder familiäre Konfliktsituationen in Angriff zu nehmen und damit den Start ins Familienleben zu erleichtern. Im Zentrum steht dabei immer das gesunde und ungefährdete Aufwachsen des neugeborenen Kindes. Seit dem Startschuss im Marienkrankenhaus Hamburg 2007 erreichte das von der Stiftung SeeYou Familienorientierte Nachsorge Hamburg entwickelte Programm rund 70.000 Familien – das entspricht in 2014 rund 5,7 Prozent aller Geburten in Deutschland.

Quelle: © St.-Franziskus-Hospital Münster

Das Leben nach einer Krebs-Erkrankung

Betroffene und Angehörige informieren sich beim Patiententag der Münsteraner Allianz gegen Krebs

Münster – Die Diagnose Krebs ist heutzutage nicht mehr automatisch ein Todesurteil. Im Gegenteil: Die moderne Medizin ermöglicht vielen Betroffenen ein längeres Leben mit durchaus hoher Lebensqualität. Doch wie geht es nach einer Krebserkrankung weiter? Wie sieht die Tumornachsorge aus? Wer hilft mir bei der Bewältigung psychischer Probleme infolge der Erkrankung? Auf diese und andere Fragen bekamen Betroffene, Angehörige und alle Interessierten am Mittwoch, 29. April, Antworten von Experten der Münsteraner Allianz gegen Krebs (MAgKs) beim Patiententag in der Bezirksregierung.

Mags-Infostand

Bild: Die Besucher suchten das persönliche Gespräch mit den Experten

Die Betreuung aus einer Hand hat sich die MAgKs auf die Fahnen geschrieben. Durch den Zusammenschluss von Clemenshospital, Raphaelsklinik und Fachklinik Hornheide zur Allianz ist es möglich, das beste Ergebnis für den Patienten zu erzielen. Gemeinsam werden Diagnosen diskutiert und Behandlungen besprochen. Kurze Wege für den Patienten sind dabei ganz wichtig. Und nicht nur die medizinisch-pflegerische Versorgung spielt dabei eine Rolle, auch Psychoonkologen, Ernährungswissenschaftler und Selbsthilfegruppen arbeiten in der Allianz eng zum Wohle des Patienten zusammen. All diese Berufsgruppen präsentierten sich daher auch beim Patiententag, und standen den Besuchern für persönliche Gespräche zur Verfügung.
„Diese Veranstaltung ist auch deshalb so wichtig, weil sie Hemmschwellen abbaut“, erklärt Prof. Dr. Udo Sulkowski, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie des Clemenshospitals. Die Besucher begegnen Ärzten und Experten unterschiedlichster Fachrichtungen, und können uns direkt ansprechen. Viele nutzen diese Möglichkeit des persönlichen Gesprächs.“

Neben den medizinischen Vorträgen rund um neue Therapien bei Magenkrebs oder Behandlungsmöglichkeiten bei Bauchspeicheldrüsenkrebs freuten sich auch die Nichtraucherwerkstatt und die Psychologen mit ihren Vorträgen über regen Zulauf. Abgerundet wurde das Angebot durch zahlreiche Informationsstände der Tumorzentren und Selbsthilfegruppen.

Quelle: © Misericordia Münster

Kurse für Baby- und Kleinkinderschwimmen starten

Neue Kursleiter freuen sich auf Eltern und Kinder

Telgte – Mit einem neuen Kursleiter-Team startet „salvea kids“ Anfang Mai am Standort Klinik Maria Frieden Telgte. Unter dem Motto „Hier wird Bewegung Spaß machen“ werden den Babys und Kleinkindern bis 4 Jahre die Grundlagen zum Wassergewöhnung Schwimmen vermittelt. Die neuen salvea-Kursleiter, Erzieherin Annette Brammertz, Hebamme Magarete Niehoff-Lott und Physiotherapeutin Petra Redbrake, beginnen im Mai mit ihren neuen Gruppen. Die erfahrenden und speziell ausgebildeten Trainerinnen stehen unter der Leitung von Maria Theresia Woltering, Leitung salvea in Telgte, für die neuen Angebote im Bewegungsbad zur Verfügung.

Dienstags, mittwochs und donnerstags stehen im Bewegungsbad der Klinik Maria Frieden Telgte Wassergewöhnung, Spiel, Vergnügen und Entspannung im Vordergrund. Die Kinder werden je nach Alter auf sechs Gruppen verteilt; eine Einheit dauert 45 Minuten. Die größeren Kinder können im salvea-Bewegungsbad künftig zudem das Seepferdchen-Abzeichen erwerben.

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Bild: Die Kursleiter freuen sich auf neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer (v.l.): Petra Redbrake, Mares Woltering, Magarete Niehoff-Lott, und Annette Brammertz.

Beim Baby- und Kleinkinderschwimmen erleben die Kinder sozialen und körperlich nahen, intensiven Kontakt. Sie entwickeln Körpergefühl und die Bewegung im Wasser stimuliert die Sinne. Die Babys können ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben und profitieren vom ganz besonderen Eltern Kind-Kontakt, denn gemeinsame Bewegung im Wasser schafft Vertrauen. Zudem dient sie dem Gleichgewichtssinn und der Körperkontrolle. „Auch ängstliche Kinder können in den kleinen Gruppen optimal gefördert werden. Eine allgemeine Kräftigung des gesamten Bewegungsapparates und die Steigerung der Koordination sind wesentliche Aspekte des Kinderschwimmens. Doch im Mittelpunkt steht Spaß an der Bewegung“, betont Woltering. Und: „Am Ende des Stunde nehmen die Eltern ein ermattetes, aber zufriedenes Kind mit nach Hause“, erläutert Hebamme Niehoff-Lott.

Weitere Kursangebote im salvea-Schwimmbad sind das Schwangerenschwimmen bei Margarete Niehoff-Lott und die bewährten Angebote Wassergymnastik 60 plus und AquaFit. Näheres zu allen Kursen im Bewegungsbad der Klinik, zu den Kosten und zur Anmeldung erfahren Sie unter Tel. 67 47 47 oder im Internet unter maria-frieden-telgte.de.

Quelle: © St.-Franziskus-Hospital Münster

UKM führt elektronische Patientenakte ein

Archivfläche entfällt für Millionen Akten pro Jahr / Schnellerer Zugriff auf Behandlungsdaten und mehr Sicherheit vor allem für wiederkehrende Patienten

Münster (ukm/maz) – Aktenstapel im Arztzimmer gehören am UKM (Universitätsklinikum Münster) dank der Umstellung auf ein elektronisches Patientenarchiv bald der Vergangenheit an. Bei den aktuellen Patientenzahlen werden im Klinikum alleine 560.000 Akten pro Jahr neu angelegt – und diese müssen vorschriftsgemäß bis zu 30 Jahre gelagert werden. „Wir sparen mittelfristig deutlich an Archivfläche und damit auch Kosten“, erklärt Martin Auth (Geschäftsbereich IT/Leiter Betriebswirtschaftliche Systeme) mit dem Verweis, dass von der Umstellung auch Mediziner und Patienten profitieren. „Es kann unmittelbar auf alle notwendigen Daten zugegriffen werden, denn die Akten stehen durch die Digitalisierung zukünftig schnell, einfach und vor allem gebündelt zur Verfügung.“

Drei Jahre hat Auth die Umstellung gemeinsam mit Vertretern aus Archivwesen, Justiziariat, Einkauf, Pflegedienst, Case Management und Kliniken sowie externen Dienstleistern vorbereitet. Denn das Projekt umfasste neben der Auswahl und Einrichtung des Systems, Organisation der Abläufe und Schulung der Mitarbeiter insbesondere auch die Sicherstellung des Datenschutzes. „Das Berechtigungskonzept besteht aus einer sehr komplexen Matrix mit über 70 verschiedenen Rollen, die alle Anforderungen an den modernen Datenschutz erfüllt. Damit gehört das UKM im Vergleich zu anderen Kliniken bundesweit zu den Vorreitern auf diesem Gebiet“, sagt Thomas Claes, Datenschutzbeauftragter des UKM. Das medizinische Personal hat somit jegliche Zugriffe, die für die Behandlung notwendig sind – jedoch nicht mehr.

UKM_Zentralarchiv

Bild: Die Archivfläche von 1385 Quadratmetern des UKM kann dank der jetzt eingeführten Digitalisierung der Patientenakte zukünftig verkleinert werden.

Digitalisiert werden die Akten bei stationären Patienten direkt nach der Entlassung, in der Ambulanz jeweils am Ende eines Quartals. „Im ersten Schritt sind wir derzeit noch verpflichtet, dass es Papier gibt. Das gilt speziell für alle Dokumente, die vom Patienten unterschrieben werden müssen“, so Claes, der davon ausgeht, dass mittelfristig auch in der Medizin digitale Unterschriften, wie sie z.B. beim bargeldlosen Bezahlen bekannt sind, erlaubt sein werden. Bis dahin heißt es jedoch für die Mitarbeiter des Archivs: einscannen. Neben dem Anlegen der ersten elektronischen Akten ist das Team aktuell dabei, alle Dokumente ab 2010 rückwirkend mit Hilfe eines zertifizierten Dienstleisters zu digitalisieren. Etwa zwei bis drei Jahre wird diese Übergangsphase aufgrund der siebenstelligen Aktenanzahl dauern; ältere Dokumente verbleiben wie bisher auf einem Mikrofilm.

Ursprünglich war die Einführung des elektronischen Patientenarchivs schon früher geplant: Im Juli 2011 musste das UKM das Projekt jedoch aufgrund technischer Schwierigkeiten und nicht eingehaltener Zusagen des Vertragspartners stoppen. „Diese Situation war für viele Mitarbeiter sehr frustrierend“, weiß Auth. „Umso erfreulicher ist es, dass die jetzige Einführung so problemlos läuft.“

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Castingshows begünstigen psychische Störungen wie Magersucht

Jungen Mädchen wird vermittelt, dass „normal“ nicht gut genug ist und dass sie, ohne sich zu optimieren, keinen Erfolg haben werden

Münster – Castingshows wie Germany’s next Topmodel beeinflussen die Wahrnehmung einer ganzen Generation junger Mädchen und sie begünstigen, gerade zum wiederholten Male nachgewiesen, psychische Störungen wie Magersucht. Verantwortung dafür zu übernehmen und sich selbstkritisch mit den vermittelten Werten auseinanderzusetzen, lehnen sie weiterhin ab. Es wird höchstens die Verpackung geändert: Statt „du bist zu dick“ heißt es jetzt „du bist nicht in shape“. Ihre falsche und gefährliche Botschaft senden die Macher unvermittelt weiter: „So wie du bist, bist du nicht gut genug.“

Ist ein erfülltes Leben nur über Optimierung zu erreichen?

„Bei all diesen Sendungen, dazu zähle ich auch ‚Extrem schön‘, dreht sich alles um Defizite, wobei der vermeintliche Makel objektiv betrachtet, meistens noch nicht mal einer ist. Ein Bauch wölbt sich natürlicherweise auch bei schlanken Menschen etwas nach außen. In ihm sitzen schließlich unsere Organe. Inzwischen werden selbst völlig normale Zustände als mangelhaft betrachtet. Wie sollen Mädchen ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, wenn sie mit dem Bild aufwachsen, dass ein erfülltes Leben nur über Optimierung zu erreichen ist?“, fragt Judith Kugelmann, stellvertretende leitende Psychologin der auf Essstörungen spezialisierten Christoph-Dornier-Klinik in Münster.

Idealgewicht

Bild: Der ständige Blick aufs Defizit – Castingshows wie Germany’s next Topmodel beeinflussen die Wahrnehmung einer ganzen Generation junger Mädchen und sie begünstigen.

Wie stark sich Mädchen und junge Frauen an Model-Shows und Hochglanzmagazinen orientieren und wie „normal“ der Anblick von Frauen geworden ist, die sich an der Grenze zum Untergewicht auf dem Laufsteg präsentieren, erlebt die Therapeutin tagtäglich. Wenn sie ihren essgestörten Patientinnen erklärt, dass sie einen Mindest-BMI vom 19 erreichen müssen, um gesund werden zu können, erntet sie oft Widerstand: „Wenn ein Model so einen BMI nicht hat, warum müssen wir ihn dann haben? Wir finden Models toll.“

Der schlanke bis dünne Körper als Zeichen von Schönheit, Glück und Erfolg hat sich tief in die kollektive Wahrnehmung gebrannt. Vorher- und Nachher-Bilder von Prominenten schüren den Wettbewerb um die Kilos. Wer zu viele davon hat, wird medial abgestraft. Judith Kugelmann plädiert dafür, diese „Formel zum Glücklichsein“ gründlich zu hinterfragen: „Ist es erstrebenswert, dass wir alle einheitlichen Maßstäben gerecht werden. Sind es nicht die Unterschiede und die Vielfalt, die das Leben interessant und schön machen? Wir müssen uns als Gesellschaft gut überlegen, welche Werte wir den nachfolgenden Generationen vermitteln möchten. Es ist Zeit, dass wir uns unserer Verantwortung stellen und die aktuellen Schönheitsideale und Erfolgsmodelle kritisch überprüfen.“

Quelle: © Christoph-Dornier-Klinik Münster

Prof. Hoffmann von Netzwerk empfohlen

Münster – Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Raphaelsklinik, wird erneut von dem renommierten Online-Netzwerk leading-medicine-guide.com für die Bereiche Bauchspeicheldrüsen- und Leberchirurgie empfohlen. Voraussetzungen für diese Auszeichnung sind unter anderem eine über zehnjährige Operations- und Behandlungserfahrung in leitender Position, überdurchschnittlich viele Eingriffe pro Jahr, Beherrschung modernster Untersuchungs- und Operationsverfahren sowie die regelmäßige Zertifizierung durch unabhängige Gutachter. Neben dem Mediziner der Raphaelsklinik finden sich deutschlandweit nur fünf weitere Experten für dieses Einsatzgebiet in der Empfehlungsliste.

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Bild: Chefarzt Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann (l.) bekommt von Dirk Hennen die Urkunde „leading medicine“ überreicht.

Quelle: © Raphaelsklinik Münster

Intensivmedizin am UKM ausgezeichnet

Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie erhält das bundesweit erstmalig vergebene Zertifikat für intensivmedizinische Schwerpunktversorgung

Münster (ukm/jug) – Große Anerkennung für die münstersche Intensivmedizin: Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) hat der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am UKM (Universitätsklinikum Münster) als einer von zwei Kliniken bundesweit erstmalig das Zertifikat „Intensivmedizin – Schwerpunktversorgung“ verliehen. „Um dieses Zertifikat zu erhalten, mussten wir in verschiedensten Bereichen der Klinik unsere medizinische Expertise nachweisen und es ist eine Bestätigung für die qualitativ hochwertige Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, freuen sich Klinikdirektor Prof. Dr. Dr. h. c. Hugo van Aken und Prof. Dr. Björn Ellger, Leiter der operativen Intensivstationen.

Für den Erhalt des Zertifikates müssen die Voraussetzungen einer aufwändigen intensivmedizinischen Komplexbehandlung erfüllt werden, wie z.B. eine 24-stündige Anwesenheit von erfahrenen Ärzten und Pflegekräften sowie Aufnahme- und Operationsbereitschaft für kritische Patienten, tägliche Visiten durch Intensivmediziner mit entsprechender Zusatzbezeichnung und tägliche Physiotherapiemöglichkeiten. Im Bereich der medizinischen Infrastruktur müssen bauliche und hygienische Vorgaben erfüllt und spezielle Geräte vorgehalten werden. Darüber hinaus wurden sogenannte Prozessvoraussetzungen überprüft und sichergestellt, dass die Klinik die etablierten Maßnahmen der Qualitätssicherung betreibt.

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Bild: Große Freude über das DGAI-Zertifikat „Intensivmedizin – Schwerpunktversorgung“ beim Ärztlichen Direktor des UKM, Prof. Dr. Norbert Roeder (2.v.l.), und Klinikdirektor Prof. Dr. Dr. h. c. Hugo van Aken (2.v.r.) mit seinem Leitungsteam Prof. Dr. Alexander Zarbock (l.) und Prof. Dr. Björn Ellger.

Insgesamt wurden dem UKM acht Kompetenzmodule im Bereich der Schwerpunktversorgung attestiert, darunter fallen u.a. die Bereiche Polytrauma, Neuro, Kardiovaskulär, Transplantation sowie Forschung und Lehre. Das Zertifikat ist Voraussetzung, um (in einem nächsten Schritt) als Zentrum für telemedizinische Versorgung in der Intensivmedizin anerkannt zu werden.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster