Archiv für den Monat: Februar 2015

UKM Mitarbeiter spenden Rest-Cents für Stiftung Mitmachkinder

Ein Jahr Rest-Cent-Spende am UKM: Über 1.400 Mitarbeiter machen mit / Stiftung Mitmachkinder unterstützt Kinder aus einkommensschwachen Familien

Münster (ukm/Stiftung Mitmachkinder) – Auch in einer vergleichsweise reichen Stadt wie Münster lebt jedes 6. Kind an der Armutsgrenze. Damit die betroffenen 8.ooo Mädchen und Jungen dennoch Mitglied im Sportverein sein, ein Musikinstrument spielen oder Kunstkurse besuchen können, gibt es die Förderung der Stiftung Mitmachkinder. Seit einem Jahr ist auch das UKM (Universitätsklinikum Münster) Partner der Stiftung: Mittels einer sogenannten Rest-Cent-Spende können alle UKM-Mitarbeiter den Cent-Betrag hinter dem Komma ihres Netto-Einkommens der guten Sache spenden. Am Donnerstag übergab der Kaufmännische Direktor des UKM Dr. Christoph Hoppenheit die erste Spende: Auf den Cent genau 7960, 54 Euro sind in den vergangenen zwölf Monaten zusammen gekommen. „Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre Spenden ein Stück Solidarität zeigen. Für jeden Einzelnen waren es nur wenige Cents, insgesamt kommt aber eine stolze Summe zusammen“, freut sich Dr. Christoph Hoppenheit. Zuletzt beteiligten sich über 1.400 Personen am UKM an der Rest-Cent-Spende – das ist ungefähr jeder sechste der knapp 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UKM und seiner Tochterunternehmen.

ukm_Mitmachkinder_Rest-Cent-Spende

Bild: Über 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus verschiedenen Berufsgruppen machen bei der Rest-Cent-Spende zugunsten der Stiftung Mitmachkinder mit. Einige von ihnen überreichten die Rest-Cents nun zusammen mit Dr. Christoph Hoppenheit an Petra Woldt und Martina Kreimann.

„Wir freuen uns sehr, dass die Beschäftigten des UKM so zahlreich die Stiftung Mitmachkinder unterstützen. Sie alle sind Botschafter für unsere Stiftung und helfen dabei, die Bedingungen von Kindern aus einkommensschwachen Familien in Münster zu verbessern“, sagte Petra Woldt, Leiterin der Geschäftsstelle Kommunaler Stiftungen, die die Spende gemeinsam mit Martina Kreimann für die Stiftung Mitmachkinder entgegennahm. Neben der Rest-Cent-Spende lädt das UKM die „Mitmachkinder“ außerdem zu Aktionsnachmittagen ein, an denen Mitarbeiterinnen und zu einem bestimmten Thema Mitmachaktionen vorbereiten, wie z.B. eine Brandschutzübung bei der Werkfeuerwehr oder Töpfern in der Kunsttherapie der Kinder- und Jugendpsychiatrie. „Als größter Arbeitgeber der Region haben wir nicht nur eine Verantwortung gegenüber unseren Patienten und Mitarbeitern, sondern möchten uns auch gesellschaftlich engagieren. Toll, dass so viele Mitarbeiter diesen Weg mit uns gehen und durch ihr Engagement vielen Kindern in Münster eine soziale Teilhabe ermöglichen“, betonte Dr. Christoph Hoppenheit.

Das Förderprogramm der Stiftung ermöglicht zahlreiche Tätigkeiten im Bereich Sport, Kultur oder Musik. „Wir wollen denjenigen Kindern, die in Münster an der Armutsgrenze leben, so einen Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bieten“, erklärt Petra Woldt. Die „Stiftung Mitmachkinder“ ist ein Förderfonds der Stiftung Bürgerwaisenhaus und besteht neben dem Förderprogramm aus einem Patenprogramm: Ehrenamtliche Bezugspersonen helfen den Mädchen und Jungen bei regelmäßigen Treffen dabei, neue Perspektiven kennenzulernen und schenken ihnen Zeit und Aufmerksamkeit.

Weitere Informationen gibt es auch unter www.mitmachkinder.de.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster

Depression im Alter – das verkannte Leiden

Telgte – Am Montag, 23. Februar 2015, lädt die Klinik Maria Frieden Telgte zu einem Vortrag mit dem Titel „Lustlosigkeit, Rückzug und körperliche Beschwerden: Depression im Alter – das verkannte Leiden“. Der Referent Tobias Degener arbeitet als Psychologischer Psychotherapeut in der APV Münster und als Neuropsychologe in der Klinik Maria Frieden Telgte.

„Über die Erkrankung Depression wird in den letzten Jahren zunehmend in der Öffentlichkeit berichtet. Dabei stehen aber zumeist berufstätige Menschen im Vordergrund. Die Verbreitung der Depression unter älteren Menschen ist bislang kaum Gegenstand der Diskussion“, so Degener zur Bedeutung des Themas.

Sein Vortrag im Rahmen der Montagsreihe beginnt um 16.30 Uhr im Fortbildungsraum (3. Obergeschoss) der Klinik Maria Frieden Telgte. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Patienten, Angehörige und Interessierte sind herzlich willkommen.

Datum: 23.02.2015
Uhrzeit: 16.30 Uhr
Ort: Fortbildungsraum (3. OG) der Klinik Maria Frieden, Telgte
Besonderheiten: Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Quelle: © St.-Franziskus-Hospital Münster

Ehepartner erleiden innerhalb weniger Tage beide einen Herzinfarkt und feiern unfreiwillig ihre Goldene Hochzeit im Krankenhaus.

Ehepaar erleidet innerhalb weniger Tage Herzattacken / Goldene Hochzeit im Krankenhaus

Münster (ukm/mdr) – Gemischte Zimmer sind im Krankenhaus eher unüblich – für Ingrid und Klaus Schadwinkel aber ein Segen. Vier Bypässe haben beide im UKM (Universitätsklinikum Münster) nahezu gleichzeitig nach einem Herzinfarkt gelegt bekommen. Und damit nicht genug: All das geschah in den Tagen rund um ihre Goldene Hochzeit. „Dabei hatten wir mit Krankheiten eigentlich nie zu tun“, sagt Klaus Schadwinkel (80), der mit seiner Frau noch im Dezember eine Reise nach Amerika gemacht hat. Auch zuhause in Nordhorn sind beide aktiv: Ingrid Schadwinkel (74) fährt zum Beispiel täglich rund 20 Kilometer Fahrrad. Bis zum 9. Januar.

UKM_Herzchirurgie_Goldhochzeit

Bild: Das Ehepaar Ingrid und Klaus Schadwinkel mit einem Bild ihrer Hochzeit vor 50 Jahren und dem Team um Prof. Dr. Sven Martens (Mitte) mit Monika Stake, Dr. Farshad Ghezelbash, Dr. Heinz Deschka und Gudrun Gloeckner (v.l.).

„Bei mir ging plötzlich das Licht aus“, erinnert sich der Rentner an den Abend im heimischen Wohnzimmer. Erst im Krankenhaus sei er wieder zu sich gekommen. Von Nordhorn wurde er zu den Spezialisten ans UKM überwiesen, nachdem klar war, dass eine Bypass-Operation notwendig ist. Nur wenige Tage später meldet sich Ingrid Schadwinkel bei ihrer Tochter. „Ich hatte starke Kopfschmerzen und wusste sofort, da stimmt etwas nicht.“ Sie ließ sich ins Krankenhaus bringen – und handelte damit rückblickend absolut richtig. Ein leichter Schlaganfall hatte die Schmerzen ausgelöst und auch bei ihr gab es Engstellen rund ums Herz. „Das Prozedere kannten wir dann ja schon“, erzählt das Ehepaar heute lachend in Anspielung auf die Verlegung von Nordhorn nach Münster.

Nach einigen (zeitversetzten) Tagen auf der Intensivstation wurden beide auf die Herzchirurgie-Station verlegt. Erst Klaus Schadwinkel, dann seine Frau Ingrid. Seitdem teilen sie sich ein Zimmer. „Natürlich wünscht man niemandem solch ein Ereignis“, sagt Prof. Dr. Sven Martens, Direktor der Klinik für Herzchirurgie, der mit seinem Team beide Patienten operiert hat. „Aber Frau und Herr Schadwinkel gehen mit der Situation so positiv um und sind ein tolles Beispiel dafür, wieviel Kraft man sich gegenseitig geben kann.“

Da liegt es nahe, dass die beiden bereits nach vorne schauen. Nach der Rückverlegung nach Nordhorn soll es schnellstmöglich in die Reha gehen („Wir hoffen, dass auch das gemeinsam möglich ist!“), damit sie wieder zu alter Form finden. Denn die Pläne für den Sommer stehen schon fest: eine große Goldhochzeitsfeier.

Quelle: © Universitätsklinikum Münster