150 Studierende übten für den Einsatz im Katastrophenfall

Große Routine beim Aufbau des mobilen Zelthospitals auf dem Leonardo-Campus

Münster – Nach regenreichen Tagen endlich Sonnenschein und blauer Himmel. Darüber freute sich nicht nur Prof. Dr. Joachim Gardemann. Der Leiter des Kompetenzzentrums Humanitäre Hilfe an der Fachhochschule Münster hatte gemeinsam mit der Universität Münster und dem Deutschen Roten Kreuz zur Katastrophenfall-Übung eingeladen – und interessierte Münsteraner sowie etwa 150 Studierende waren gekommen. Dazu gehörte auch Niklas Grossmann. „Ich finde das ganze Thema spannend und könnte mir vorstellen, mich auch zukünftig mit humanitärer Hilfe zu beschäftigen“, sagte der CALA-Student im ersten Semester.

In einem der schnell errichteten Zelte des mobilen Krankenhauses berichtete Gardemann in der Shelter Lecture über seine Arbeit im westafrikanischen Kenema und wiederholte eine der Reden, die er sonntags vor seinen 200 nationalen und 34 internationalen Mitarbeitern gehalten hatte. „Die Zuhörer auf dem Leonardo-Campus sollten einmal authentisch erleben, welche psychologischen und philosophischen Fragen sich bei unserer täglichen Arbeit stellten und wie ein Teamleiter mitten im Zentrum der Katastrophe versucht, die Helfer zu trösten und aufzumuntern“, so der Hochschullehrer.

Bei der Praxisübung und den Workshops mit dabei: Claus Muchow, der als technischer Teamleiter in Liberia eine Ebola-Station aufbaute, und Inga Hennig-Finke, Absolventin des Fachbereichs Pflege und Gesundheit, die dort in einem Behandlungszentrum als Krankenschwester im Einsatz war.

Quelle: © Fachhochschule Münster